Hoffnung seitens der Charttechnik
08.Dezember 2008
Schon lange ist es her, dass der Dax es mal geschafft hat, die Woche tatsächlich mit Gewinnen abschließen zu können. Sogar die Charttechnik bestätigt erstmals seit Wochen eine Stabilisierung der Werte. Und einige Charttechniker wagen noch eine weitere Prognose und sprechend von einer Erholung auf rund 5.300 Punkte, die dann angeblich möglich sein soll. Eine Vorstellung, die am seidenen Faden hängt und eher ein Griff in die Sterne ist?
Der doppelte Boden ist es beim Dax, der die Charttechniker hoffnungsfroh werden lässt. Der Abschluss mit Gewinn beim Dax zeigte sich in einer Steigerung um 13 Prozent auf dann endlich 4.669 Punkte. Die unendliche Talfahrt der Wochen davor bringt nun wieder einen leichten Hoffnungsschimmer auf eine Jahresendrallye. Und die wird sogar von den Prognosen der Charttechniker untermauert. Das Wort Stabilisierung wird inzwischen von den Techniker ganz selbstbewusst in den Mund genommen.
Die Hoffnung auf eine Stabilisierung wird von den Bullen durch die Ausbildung des sogenannte Doppelbodens bestärkt. Markiert wird dieser Doppelboden, auf dem so viele Hoffnungen ruhen, aus den Tiefs, die sich im Oktober und November ergeben haben. Und dieser doppelte Boden ist es dann, der als Signal für eine starke Erholung nach einem kontinuierlichen Abwärtstrend stehen kann.
Auch wenn Verlaufstiefs, die bis unter 4.000 Punkte gehen können, nicht komplett ausgeschlossen werden können – die Indikatoren und deren Betrachtung machen diese Verläufe aber eher unwahrscheinlich. Eine aktuelle Konsolidierung kann dem Dax dann einen Fall auf 4.500 Punkte bringen und auch der Extremfall kann eintreten, der dann einen Fall auf 4.400 Punkte bringt – aber wirklich problematisch ist das auch nicht. Viel wahrscheinlicher soll da nach der Meinung von Charttechnikern der Anstieg sein – und der hat dann ein Ziel in Richtung 5.200 Punkte.
Auch aus Richtung der Banken wird ja eher eine Unterstützung bei ca. 4.455 Punkte eingeschätzt. Und auch hier sind es dann die Experten, die eine schnelles Erreichen der Zone zwischen 4.703 und 4.733 Punkten als deutliches Anzeichen für eine Tendenz der nächsten Wochen in Richtung 5.300 sehen.
Dagegen stehen Meinungen, die die überkaufte Lage des Aktienmarktes und auch die Hoffnung der Marktteilnehmer auf die Jahresendrallye als Grund für das eingeschränkte Potential betrachten. Und die Kritiker sind es dann, die auch einen mittel- bis langfristigen Bodenbildungsprozess als gering einschätzen – trotz wirklich günstigem saisonbedingten Umfeld.
Nach Meinung der Kritiker dieser optimistischen Aussichten der Charttechnik ist die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes nämlich keinesfalls als sicher zu betrachten. Da sind es dann nach deren Meinung die Einflüsse des amerikanischen S&500-Index, die noch starke Bedenken schüren. Und so wird aus dieser Richtung argumentiert, dass der Dax sich eben nur deshalb so gut erholen konnte, weil es der S&P-500-Index war, der die Tiefs der Jahre 2002 und 2003 abgewertet hat.
Die Marken sind deshalb so relevant, weil sich eben hier die mögliche Linie des Doppeltopps ergebe, die sich über den Lauf der Jahre entwickelt hat. Und da wird dann argumentiert, dass eben dieser Bereich – so er denn nachhaltig unterschritten wird – große Verluste mitbringt. Und genau das könnte dann den Anfang einer noch schwierigeren Konjunktur bewirken.
Artikel gespeichert unter: Forex Charts







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