Ruhige Woche erwartet
08.Dezember 2008
Diese Woche wird es von konjunktureller Seite für die Forex-Märkte wohl eher ruhig werden. Am Donnerstag werden die Importpreise aus den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Am Freitag kommen dann noch die amerikanischen Erzeugerpreise hinzu. Global wirken die zusammengebrochenen Preise für Rohstoffe für deflationäre Tendenzen. Die Tendenzen werden noch durch den günstigen Basiseffekt verstärkt. Die Importpreise in den USA sind seit dem November 2007 um 3,2 Prozent gestiegen. Die Erzeugerpreise sind um 2,6 Prozent gestiegen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Importpreise im Vergleich zum Vorjahr unter die Null-Prozent Marke fallen wird. Diese Entwicklung ist insofern als dramatisch anzusehen, da das Vorjahresplus noch im Juli 2008 bei 21,4 Prozent lag. Den fallenden Preisen können bisher noch keine konjunkturelle Entspannungen entgegengestellt werden. Wahrscheinlicher ist eine gegenteilige Entwicklung, da die Experten einen Einbruch der Umsätze im amerikanischen Einzelhandel erwarten. Weitere Indikatoren wie die zurückgehenden Absatzzahlen der Automobilbranche unterstreichen diese Erwartung noch. Die Marktanalysten gehen daher von einem Rückgang von 1,8 Prozent zum Vormonat aus.
Auch die Stimmungslage der Verbraucher verbessert bisher nicht. Am Freitag wird der sogenannte Michigan Sentiment bekannt gegeben. Die schwachen Arbeitsmarktzahlen und die sich abzeichnende konjunkturelle Abkühlung belasten das Verbrauchervertrauen außerordentlich. Da hilft auch die Kompensation durch die fallenden Energiepreise kaum. Das Verbrauchervertrauen ist derzeit rückläufig. Auch hier ist wie in den letzten Wochen durchaus mit einem Negativrekord zu rechnen. Den Tiefstand des Michigan Sentiments wurde im Mai 1980 mit 51,7 Punkten erreicht. Es scheint sogar möglich, dass dieser Tiefstand unterschritten werden könnte. Im September diesen Jahres lag der Indikator bei 70,3 und der derzeitige Jahresdurchschnitt bei 64,1 Punkten.
Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf den Forex-Märkten richtet sich aber auch auf den Euroraum. Am Freitag werden in Deutschland die Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht. Auch hier gehen die Analysten von einem starken Rückgang aus, bedingt durch die schwache Auftragslage sowie der schlechten Stimmung in der Industriebranche. Am Dienstag erwarten die Experten den ZEW Konjunkturausblick. Die meisten Analysten gehen jedoch davon aus, dass die kleine Stimmungserholung aus dem vorigen Monat aufgrund immer wiederkehrender Katastrophennachrichten der globalen Wirtschaft vollkommen aufgebraucht ist. In der nächsten Woche erwarten die Marktteilnehmer am Forex-Markt mit Spannung auf den Ifo-Geschäftsklimaindex, der wahrscheinlich aber auch negativ ausfallen wird.
Die Risikovermeidung der Anleger hält nach wie vor an, auch wenn heute bereits ein wenig mehr Risikofreude auf den Forex-Märkten zu erkennen war. Der Dollar wird nach wie vor nachgefragt, so dass der Euro große Schwierigkeiten haben wird, deutliche und vor allem nachhaltige Kursgewinne zu erzielen.
Artikel gespeichert unter: Forex Prognose








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