Wirtschaftsdaten bestimmen US-Dollar

09.Dezember 2008

Wenn man den Forex Markt als Basis nimmt, dann kann der Eindruck entstehen, dass der US-Dollar wohl eher eine ruhige Woche zu erwarten hat, was die Nachrichten aus dieser Richtung angeht. Und dann sind es eher die anderen Hauptwährungen des Marktes, wie der GBP, der CHF, der JPY und der EUR, die dann in der aktuellen Handelswoche das Geschehen bestimmen. Und da ist es für Anleger in dieser Woche fast schon eine Pflicht, die Wirtschaftsindikatoren zu beobachten, die dann in den entsprechenden Nationen veröffentlicht werden.

Insgesamt waren es die Wirtschaftsdaten der letzten Woche aus den USA, die dem US-Dollar insgesamt schwer zu schaffen machten. Die kamen hauptsächlich aus dem Bereich der Arbeitsmarktzahlen, die zum Wochenende hin veröffentlicht wurden. Insider gehen davon aus, dass es dem US-Dollar seinen Kurs noch halbwegs gerettet hat, weil ein Grundvertrauen in diese Währung am Markt besteht.

Die Arbeitsmarktdaten haben jedenfalls die bösesten Erwartungen noch übertroffen. Und da war es dann eher nicht verwunderlich, dass der Abwärtstrend die Folge der schlechten Nachrichten war. Aber auch die Anleger, die sich bereits auf ein Ab eingestellt hatten, mussten dann noch herbe Verluste akzeptieren. Der US-Dollar hat dann letztlich mit 1,2600 Euro in der Woche abgeschlossen.

Anfang der Woche konnte der Dollar dann aber eine leichte Erholung verzeichnen und sich dann mit 1,2800 Euro handeln lassen.

Trotz Finanzkrise trotzt der Euro aber momentan insgesamt recht stabil. Die US-Wirtschaft bleibt auch in Rezessionszeiten leistungsstark und das kann dann einer der Gründe sein, warum der US-Dollar trotz allgemeiner negativer Stimmung hinsichtlich der Wirtschaft noch keinen Totalabsturz verzeichnen musste. Aber der Kurs des Dollar ist auch ein Spiegel für die anderen Wirtschaftssysteme, denn Investoren kaufen nun US-Bundesanleihen, weil der Dollar eben als richtig sichere Anlage angesehen wird.

Wen wundert es, dass hier wieder verschiedene Experten unterschiedliche Theorien für die weitere Entwicklung griffbereit haben. Die einen sind es dann, die davon ausgehen, dass die zinsbullische Entwicklung nicht lange anhalten wird weil eben die Wirtschaftsindikatoren aus den USA schon seit längerer Zeit einen negativen Verlauf haben und dann die Trendwende nur noch eine Frage der Zeit ist.

Und andere Analysten sind von der zinsbullischen Tendenz des US-Dollar bis in die Mitte des Jahres 2009 hinein überzeugt. Der Hintergrund für diese Vermutung liegt darin, dass wohl andere Industrieländer von der Finanzkrise deutlich mehr geschüttelt werden als die USA. Und einige Analysten gehen sogar soweit zu behaupten, dass die USA sogar gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden, während andere Wirtschaftssysteme stark von der Rezession getroffen werden.

Ein realistisches Bild lässt sich wohl vom weiteren Verlauf des US-Dollar nur dann gewinnen, wenn auch die Wirtschaftsdaten aus China, Japan, Kanada und Europa einbezogen werden, um dann Vergleiche mit den USA anstellen zu können.

Allen Experten gemeinsam ist die Meinung, dass die gesamte Woche für den US-Dollar einen eher ruhigen Verlauf nehmen wird. Die bedeutenden Daten der letzten Woche werden dann in dieser Woche nur noch von anderen Daten mit deutlich geringerer Wertung ergänzt.

Und was macht der Euro in diesen ganzen Spekulationen um den Dollar?

Auch wenn aus dem Euroraum die Wirtschaftszahlen negativ sind, konnte der Euro trotzdem das Interesse einiger neuer Investoren für sich gewinnen. Begründet ist das wohl mit dem Augenmerk, dass die Investoren auf unterschiedliche wichtige Wirtschaftsnationen halten und dazu gehört eben die Eurozone, Japan, China und Großbritannien.

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