Leicht sinkende Devisenkurse

10.Dezember 2008

Am heutigen Dienstag zeigten sich die amerikanischen Aktienmärkte nicht so stark, wie gestern. Aufgrund der zu beobachtenden Abhängigkeit der Forex- von den Börsenmärkten litt darunter vor allem der Euro. Zeitweise sank dieser sogar unter die Marke von 1,28 Dollar. Bis zum späten Nachmittag allerdings konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung wieder erholen und zeigte sich bei 1,2880 Dollar. Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs für das Währungspaar EURUSD mit 1,2838 Dollar festgelegt, während der Dollar 0,7789 Euro kostete. Zum Vergleich lag der gestrige Referenzkurs bei 1,2854 Dollar für einen Euro bzw. bei 0,7780 Euro für einen Dollar.

Forex-Experten warnen vor einer Überbewertung der heutigen Schwäche des Euros. Die europäische Gemeinschaftswährung bekam heute den leichten Druck an den Aktienmärkten zu spüren, so dass der Höhenflug vom Montag an den Devisenmärkten erst einmal schnell vorbei war. Stiegen die Kurse für Wertpapiere an der Börse, konnte der Euro bisher immer mit steigenden Wechselkursen reagieren. Die leichte Schwäche vor allem des amerikanischen Aktienmarktes machte demnach auch dem Euro zu schaffen. Die Risikoscheu der Anleger scheint momentan ebenfalls an die Entwicklungen der Aktienbörsen gekoppelt zu sein. Die Risikoaversion nimmt in letzter Zeit immer dann ab, wenn sich die Kurse für Wertpapiere nach oben verändern. In dieser Situation wird der Dollar von den Investoren nicht mehr als sicherer Hafen gesucht. In den nächsten Tagen wird sich allerdings eine jährliche Erscheinung an den Forex-Märkten deutlich verstärken, die zum Teil jetzt schon zu spüren ist. Gegen Ende des Jahres nimmt der Devisenhandel traditionell ab, so dass dann auch kleinere Investitionen größere Kursbewegungen verursachen können. Vielen Anlegern aber scheint am Ende des Jahres der Mut zu fehlen, eine klare Richtung in ihren Investitionen im Forex-Trade erkennen zu lassen – so jedenfalls urteilen einige Marktbeobachter. Kursausschläge in den letzten Tagen und Wochen des Jahres unterliegen oftmals dem Zufall, da die Liquidität an den Märkten merklich zurückgeht.

Die enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA, von denen auch diese Woche wieder einige erwartet werden, sowie die positive Zinsdifferenz zwischen dem Euroraum und den Vereinigten Staaten, könnten mittelfristig den Euro stützen. Die Analysten sind sich ebenfalls einig darüber, dass die schlechten Arbeitsmarktdaten aus den USA weiter versteckt positiv auf den Euro wirken werden. Größere Neupositionierungen der Investoren stehen allerdings wohl erst wieder im nächsten Jahr an. Vergleicht man die gegenwärtigen Entwicklungen auf den Renten- und Aktienmärkten, so bewegen sich die Kursausschläge an den Forex-Märkten doch eher in engeren Grenzen. Der Euro wird sich auch in den kommenden Tagen wahrscheinlich weiter in der Spanne von 1,26 und 1,31 bewegen.

 

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG

Artikel gespeichert unter: Forex Devisenmarkt, Forex News

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld, anonym

Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

September 2010
M D M D F S S
« Okt    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Forex Werbung

Aktuelle Artikel