Euro setzt Trend fort

15.Dezember 2008

Die europäische Gemeinschaftswährung setzt ihren Trend gegenüber dem Dollar weiter fort. Am Montagmorgen notierte der Euro beim Übergang vom asiatisch dominierten in den europäisch geprägten Devisenhandel um die 1,35 Dollar Marke. Der Euro kostete im frühen Handel 1,3495 Dollar. Damit startete die europäische Gemeinschaftswährung mit gut einem Cent mehr in die neue Handelswoche als am Freitag zum Handelsschluss. Einige Experten erwarten sogar einen Anstieg bis zur 1,37 Dollar Marke. Als Hauptstütze für die Aufwärtsbewegung des Euros werden die positiven Entwicklungen an den Wertpapierbörsen gesehen. Sowohl die Wall Street als auch die Börsen in Asien tragen gegenwärtig zur Stärkung des Euros bei.

Zur Zeit steigt auch wieder die Risikofreude der Investoren zusehends. Nicht einmal der schwach ausgefallene japanische Konjunkturbericht, der so genannte Tankan-Report, konnte die gute Stimmung der Anleger trüben. Der Tankan-Report erreichte mit minus 24 den niedrigsten Wert seit März 2002. Fast wirkt es so, dass bereits sehr viele, vielleicht sogar zu viele, negative Nachrichten auf den Finanzmärkten verbreitet wurden. Es sieht so aus, als würden die Investoren zur Zeit nicht so empfindlich auf konjunkturelle Negativdaten der Wirtschaft reagieren als noch vor ein paar Tagen. Die positive Entwicklung an den Aktienmärkten ist auch auf die Ankündigung der amerikanischen Notenbank, Federal Reserve, zurück zuführen. Sie hat für den Dienstag dieser Woche einige anstehende Entscheidungen zum Leitzins angekündigt.

Die Analysten erwarten eine Zinssenkung der Fed um 50 Basispunkte. Eine höhere Leitzinssenkung könnte sich aller Wahrscheinlichkeit nach negativ auf die amerikanische Währung auswirken. Der Dollar steht bereits seit Tagen unter massivem Druck. Am Nachmittag erwarten die Experten neue Impulse für die Forex-Märkte aus den Vereinigten Staaten. Dort wird heute der so genannte Empire-State-Manufactoring-Index für den Monat Dezember vorgestellt. Außerdem werden die Zahlen der amerikanischen Industrieproduktion für den vergangenen November bekannt gegeben. Hier gehen die meisten Ökonomen von einem eher dünnen Geschäftsvolumen aus.

Heute wird in den USA ebenfalls entschieden, ob die amerikanische Automobilindustrie tatsächlich wie angekündigt Mittel aus dem 700 Milliarden Dollar Rettungspaket der Banken erhält. Nachdem am Donnerstag der US Senat seine Zustimmung für ein Hilfsprogramm zur Rettung der Automobilbranche verweigert hatte, stellte der noch amtierende Präsident, George W. Bush, die benötigten Mittel aus dem Finanzbranchenpaket in Aussicht.

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