Geldnot der Regierungen treibt seltsame Blüten

16.Dezember 2008

Einerseits beneidet die europäische Wirtschaft die amerikanischen Kollegen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von den von Barrack Obama ins Auge gefassten Aufträgen der öffentlichen Hand in Billionenhöhe profitieren werden, andererseits müssen diese Gelder auch irgendwo herkommen.

So mussten nicht wenige amerikanische Forex Broker heute verwundert zur Kenntnis nehmen, dass sie demnächst für ihre Getränke zusätzliche Steueraufschläge bezahlen müssen, wenn sie Zucker enthalten. Andererseits ist dieser Gedanke gar nicht so dumm, wenn man sich den Gesundheitszustand vieler Amerikaner anschaut. Viele von ihnen sind übergewichtig und die Folgeerkrankungen verursachen hohe Kosten im Gesundheitswesen. Auf diese Weise kann der amerikanische Staat zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: zusätzliche Steuern einnehmen und an anderer Stelle sparen.

Auswirkungen auf das Forex Trading sind von dieser Maßnahme jedoch nicht anzunehmen. Dort schlug heute eher die Statistik der amerikanischen Zentralbank auf fruchtbaren Boden. Die Statistik wies eine stark rückläufige Tätigkeit beim verarbeitenden Gewerbe aus, die sich wiederum in den nächsten Wochen in Form von steigenden Arbeitslosenzahlen bemerkbar machen dürfte. Auch die Auslastung der amerikanischen Industrie fiel deutlich geringer aus, als es selbst die skeptischsten Prognostiker erwartet hatten.

In Deutschland dagegen scheinen einige Unternehmen in aller Ruhe weiter zu kooperieren, um ihre Geschäftstätigkeit ausbauen zu können. So übernahm der deutsche Nutzfahrzeughersteller MAN den brasilianischen Bereich der Nutzfahrzeuge von Volkswagen. Überhaupt steht die deutsche Automobilindustrie deutlich besser da als ihre amerikanischen Kollegen. Möglicherweise ist hier einer der Gründe, dass sich die bis dato äußerst soliden Banken der Automobilhersteller mit guten Konditionen viele neue Kunden sichern konnten und mit den Einnahmen aus den Finanzgeschäften den Mutterkonzernen wirtschaftlich den Rücken stärken können. Auch diese Fakten sprechen deutlich für eine sich fortsetzende Stabilisierung des Euro im Forex Trading.

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