Weiter voltagile Märkte erwartet

19.Dezember 2008

Die amerikanische Landeswährung setzt ihren Abwärtstrend weiter fort. Analysten und Marktteilnehmer erwarten daher weiter voltagile Forex-Märkte gegenüber dem Dollar. Vor allem am gestrigen Donnerstag schaffte es der Dollar sich gegenüber dem Euro und dem Britischen Pfund Sterling wieder etwas zu erholen. Seit Ende letzter Woche war der Dollar in einen Abwärtstrend geraten und erreicht mit einem Stand von 1,4716 Dollar pro Euro seinen tiefsten Stand seit etwa zweieinhalb Monaten. Auch gegenüber dem Japanischen Yen erreichte der Dollar ein 13-Jahres-Tief. Gegenüber dem Britischen Pfund Sterling konnte der Dollar gestern jedoch ordentlich zulegen und schloss bei 1,5120 Dollar mit gut 500 Punkten gegenüber dem Ausgangswert bei Handelsbeginn. Die Analysten sind der Meinung, dass viele Marktteilnehmer immer noch die kräftigen Leitzinssenkungen der amerikanischen Notenbank auf Null bis 0,25 Prozent verdauen müssen.

Die Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten zeigten gestern eine kleine Verbesserung an, denn die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sank in der vergangenen Woche um 21.000 und erreichten damit einen Stand von 575.000 Arbeitslosen. Das Vorwochenergebnis hatte den höchsten Stand seit 26 Jahren erreicht gehabt. Die amerikanische Wirtschaft ist zur Zeit in einer schweren Krise gefangen.

Nach den Gewinnen der letzten Tage, gab gestern die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar ziemlich stark nach. Neben der dünnen Liquidität auf den Forex-Märkten, gehen viele Experten auch davon aus, dass der Euro zur Zeit unter starkem finanztechnischen Druck steht. Grund sind die sich mehrenden Gerüchte, dass auch die Europäische Zentralbank noch einmal massiv die Leitzinsen senken könnte und damit der amerikanischen Leitzinsentscheidung folgen könnte. Gegenüber dem Yen gab es gestern kaum Veränderungen, so dass sich der Euro weiter über der 127,00 Yen Marke bewegt. Zum Britischen Pfund Sterling konnte der Euro derweil einiges an Wertzuwachs verzeichnen. Gestern schaffte der Euro einen Gewinn von knapp 140 Punkten und lag bei Handelsschluss bei 0,9426 Pence.

Aus dem Euroraum werden im Laufe des Tages noch einige Konjunkturdaten erwartet, die Einfluss auf die Forex-Märkte haben könnten. In Deutschland wird heute der deutsche Erzeugerpreisindex bekannt gegeben. Experten gehen von einer Verschlechterung des Index gegenüber dem Vormonat aus. In Frankreich steht noch der Geschäftsklimaindex an.

Unterdessen hat die Bank of Japan ihre Leitzinsentscheidung mitgeteilt. Auch der japanische Leitzins tendiert gegen die Nulllinie, denn die japanischen Zentralbanker haben den Leitzins auf 0,10 Prozent festgelegt. Damit hat Japan die niedrigste Leitzinsrate weltweit. Grund für die Entscheidung war der seit Tagen anhaltende Wertzuwachs des Japanischen Yen gegenüber dem Dollar. Der Yen reagierte prompt mit einem Wertverlust gegenüber der amerikanischen Währung.

 

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