Die Kürzung der Ölförderung und die Auswirkungen
20.Dezember 2008
Die Förderkürzungen, die die OPEC beschlossen hat und die im historisch einmalig hohen Bereich liegen, haben aber auf den Ölmarkt nur einen kurzen Eindruck hinterlassen können. Auch wenn die Produktion nun gedrosselt werden soll – der Ölpreis tritt gnadenlos und konsequent weiterhin seinen Rückwärtsgang an – nach eben einer kleinen Phase des Beeindruckens.
Das Fass WTI-Rohöl liegt schon wieder unter einem Preis von 40 Dollar. Es sind unter anderem die steigenden Lagerbestände in den USA, die einen erhöhten Druck auf die Preise ausmachen. Und so ist trotz des Beschlusses der OPEC der Ölpreis wieder gefallen.
Im asiatischen Handel fiel das Barrel Leichtöl aus Amerika um 15 Cent auf damit nun 39,91 Dollar. Und hier ist der tiefste Preis seit Jahren erreicht. Die negativen Konjunkturaussichten des Marktes sind es, die stärker beeindrucken, als es die Entscheidungen der OPEC im Moment können. Das ist die Meinung, die Beobachter des Marktes vertreten.
Die OPEC hatte auf dem Treffen am Mittwoch den Beschluss gefasst, dass die Produktion um 2,2 Millionen Barrel täglich gedrosselt wird und das ab dem 1. Januar. Die Förderländer haben ihre ehemaligen Ankündigungen damit noch um zehn Prozent überschritten und so hat sich nun die größte Kürzung der Geschichte der OPEC ergeben.
Die OPEC ist an der weltweiten Ölproduktion mit insgesamt einem 40 prozentigen Anteil beteiligt. Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass einzelne Mitglieder der OPEC dann in Zeiten des knappen Geldes auch mehr Öl gefördert und verkauft haben, als das dem OPEC-Schlüssel entsprechend hätte getan werden dürfen. Als Resultat auf diese eigenmächtige Erhöhung der Produktions- und Verkaufsmengen ist das Ölkartell in den letzten Monaten schon zweimal aktiv geworden und hat die Produktion gesenkt. Aber der Preisverfall konnte nicht mehr gestoppt werden.
Vom Markt insgesamt ist eine Reaktion auf die Schritte der OPEC nahezu ausgeblieben. Während alle derzeit versuchen, die Weltkonjunktur zu retten, tut die OPEC anscheinend genau das Gegenteil. Der Ölpreis könnte nach Expertenmeinung noch weiter fallen und das bis auf 35 Dollar.
Echten Druck für den Ölpreis bringen die Lagerbestände, die in den Usa vorhanden sind. Die sind nämlich stärker als bisher angenommen angestiegen.
Verglichen mit der Vorwoche haben die Lagerbestände an Rohöl in den USA eine Steigerung von 0,5 Millionen Barrel auf 321,289 Millionen Barrel erfahren, während Analysten lediglich von einem Anstieg ausgegangen waren, der bei etwa 0,2 Millionen liegt.
Artikel gespeichert unter: Forex News








Ihr Kommentar
Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Trackback diesen Artikel | Kommentare als RSS Feed abonnieren