Was sind eigentlich die Geheimnisse des Devisenhandels?

21.Dezember 2008

Der Devisenhandel ist mit vielen Mythen umrankt, die Einsteiger davon abhalten, sich mit dem Thema auseinander zusetzen. Der Eindruck, man blicke durch diese Thematik ohnehin nicht durch, lässt Einsteiger dann die Entscheidung treffen, die Finger von diesem vermeintlich komplizierten Markt gleich wegzulassen.

Im Grunde sind es einige wenige Spekulanten, die große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erlangt haben – leider nicht immer positive – die dem Markt der Devisen einen etwas anrüchigen Stempel aufdrücken. Und so entstanden im Laufe der Zeit beim Laien Bilder von Glaspalästen, in denen von Geheimbünden undurchschaubare Devisengeschäfte betrieben wurden.

Das ist aber – salopp ausgedrückt – Quatsch!

Eine Reihe von Fachleuten befand in den Anfängen, dass das Britische Pfund eine deutliche Überbewertung als Währung hatte. Hieraus ergab sich für einen bekannten Devisenfachmann – Soros – der Ruf, ein Spekulant zu sein und auch eine große Gruppe von Investoren schloss sich seinerzeit seiner Anlageidee an, die von keinem politischen Motiv geprägt war, sondern einfach wirtschaftliches Kalkül als Hintergrund hatte.

Das Geheimnis des Erfolges der ersten Devisengeschäfte war so einfach wie durchschaubar. Soros als Pionier am Markt beobachtete die Zahlungsströme. Das wurde mit dem einfachen Schlagwort „Follow the money“ bezeichnet. Also verfolgt man schlichtweg den Weg des Geldes, wie es weniger klingend in der deutschen Sprache heißt. Und genau das Prinzip ist es, das heute noch genauso aktuell wie damals ist.

Und so kann es dann ein einfaches Beispiel sein, dass diesen Ansatz durchleuchtet. Wenn ein europäischer Anleger eine renditestarke Anlagemöglichkeit für sein Geld sucht, kann er unter Umständen in den USA fündig werden. So kann dieser Anleger dann die Meinung vertreten, dass die USA – was aktuell zugegebenermaßen nicht ganz realistisch wirkt und deshalb als Beispiel verstanden werden sollte – kurz vor einem deutlichen Wirtschaftsaufschwung steht. Damit ist auch der Beschluss des Anlegers logisch, nun in amerikanische Anleihen, Immobilien und Aktien zu investieren.

Natürlich benötigt er für dieses Geschäft den US-Dollar als Währung. Also verkauft der Anleger seine Währung – nämlich den Euro – und kauft für seine geplanten Geschäfte den US-Dollar, um damit auf die Shopping-Tour in den USA zu gehen. Damit erlebt der US-Dollar eine Aufwärtsbewegung, der Euro währenddessen eine Abwärtsbewegung.

Dem Auf des Dollars folgen nun andere Händler – ein Trend ist gegeben. Aber das wäre zu einfach, wenn das so bliebe, denn die Meinungen und Einschätzungen der Entwicklungen der einzelnen Marktteilnehmer ändern sich und so sind ständige Entscheidungen dann von einem Hinein und Heraus geprägt – und genau das vermittelt dem Einsteiger des Devisenhandels auch den Eindruck, dass es sich hier um Zocker handelt, die am Markt agieren. Tatsache ist aber, dass sowohl die Aktienkäufer als auch die Anleihekäufer ihre Spekulationen auch auf die zugrunde liegende Währung wahrnehmen. Und auch Zinsen und Dividenden werden im Regelfall im Landeswährung ausbezahlt.

Damit ist es dann gleich doppelt sinnvoll, die Zahlungsströme zu beobachten. Natürlich sind es nicht nur die privaten Investoren, die diesen Strom in den letzten Jahren verstärkt beobachten, da auch Kleinanleger inzwischen am Markt agieren können. Fondsgesellschaften, Vermögensverwalter, Versicherungen und auch Pensionskassen sind beteiligt und beobachte mit Adleraugen den Markt.

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG

Artikel gespeichert unter: Forex Devisenmarkt

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld, anonym

Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

September 2010
M D M D F S S
« Okt    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Forex Werbung

Aktuelle Artikel