Bei den Banken kommt wohl Optimismus auf
03.Januar 2009
Auch im zweiten Jahr konnte die Finanzkrise bei den in- und ausländischen Investmenthäusern und Banken scheinbar nicht so wirklich schocken, denn die meisten Institute gehen ihren Weg ins neue Jahr mit Optimismus. Auch wenn der sehr verhalten scheint, wird bei den Analysten auf leicht steigende Aktienkurse gehofft.
Eine wirklich mutige Bank in der Finanzkrise scheint die Debeka zu sein, denn die lehnt sich im Hinblick auf die Zukunft richtig weit aus dem Fenster. Will man Berichten in den Medien glauben, dann wird von der Debeka der Dax zum Ende des nächsten Jahres – also im Dezember 2009 – bei 6.500 Punkten erwartet. Das wäre ein sattes Plus von 40 Prozent – und das in Zeiten, in denen ständig von Rezession gejammert wird.
Die anderen Institute sind da eher etwas zurückhaltender in ihren Prognosen und erwarten nur ein leichtes Zulegen des Deutschen Aktienindex in den kommenden zwölf Monaten. Die erwartete Zinsentwicklung ist es, die eine deutliche Belastung für die Akteure am Kapitalmarkt darstellt, weil eben auch die Volkswirte und Analysten von wirklich deutlich anziehenden Renditen ausgehen.
Der Dollar ist Maßstab für die exportlastige Wirtschaft in der Heimat außerhalb des Euro-Raumes und vom dem geht eine klare Erleichterung aus. Die Prognosen der Analysten stellen hier heraus, dass die Notierung an den Forex Märkten dann leicht sinken soll. Das sagt zumindest eine Umfrage aus, die bei insgesamt 30 großen Kreditinstituten im In- und Ausland gemacht wurde. Die Institute erwarten damit eine Entwicklung des Dax bis zum Ende des kommenden Jahres auf etwa 5.230 Punkte – so eben die Vorhersagen.
Stimmt das wirklich, dann kann von einem Gewinn ausgegangen werden, der gegenüber dem heutigen Status bei rund 13 Prozent liegt. Die Prognosen driften jedoch bei den einzelnen Instituten stark auseinander und so wird dieser Durchschnitt dann eben auch sehr verzerrt.
So sind es von den 30 befragten Banken dann acht Institute, die dem Aktienindex nicht über den Weg trauen und damit die Marke für das Ende des kommenden Jahres bei 5.000 Zählern einstufen. Lediglich fünf Optimisten befinden sich unter den befragten Instituten – und die sehen den Dax dann auch bei über 6.000 Punkten. Der Mix der befragten Institute – nämlich deutsche und ausländische – tut ein übriges zu der Entwicklung der Prognosen dazu.
Tatsächlich und real liegt der Dax aktuell bei 4.640 Zählern. Und für die Entwicklung des Dax stellt die Entwicklung der Zinsen dann eine weitere Belastung dar. Bedingt durch die Rezessionsszenarien, die am Devisenmarkt und eben auch im Aktienbereich konstantes Thema waren, ist die Verzinsung für die zehnjährigen Bundesanleihen, die als Stimmungsbarometer für den Euro-Rentenmarkt gelten – dann auch unter die Marke von drei Prozent gerutscht. Damit war ein historischniedriges Niveau erreicht, das zuletzt in diese Form in 2004 aktuell war. Die zehnjährige Bundesanleihe notiert aktuell bei 2,95 Prozent und die Prognosen entsprächen dann einem Anstieg, der bei mehr als einem halben Prozentpunkt läge – nämlich bei 3,56 Prozent.
Der Kurs des Euros wird von Analysten und Volkswirten für den Anfang des Jahres bei rund 1,30 Dollar gesehen. Damit wäre er zehn Cent billiger, als das aktuell der Fall ist. Und genau die Entwicklung könnten Dax-Unternehmen mit ihren zahlreichen Auslandsverbindungen gut brauchen, denn deutsche Produkte könnten sich so wettbewerbsfähiger zeigen, als das aktuell der Fall ist.
Artikel gespeichert unter: Allgemein








Ihr Kommentar
Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Trackback diesen Artikel | Kommentare als RSS Feed abonnieren