Fremdwährungsfonds – warum eigentlich?
21.November 2008
Anlagen und Devisenhandel – ein umfassendes Thema. Die gute Mischung ist es wohl auch hier, die den Erfolg – gerade im kleineren Rahmen bzw. für private Anleger – dann ausmacht. Ob es nun Fonds, Zertifikate, Anleihen oder Aktien sind, die Anleger sind hinsichtlich der Anlageklassen und Möglichkeiten, ihre Depots zu diversifizieren, sehr frei in ihren Möglichkeiten. Gerade Privatanleger haben natürlich nicht das umfassende Wissen von Brokern und so ist kaum einem privaten Anleger bekannt, dass im Handelsvolumen weltweit der Devisenmarkt die tatsächlich größte Anlageklasse ist. Bedenkt man, dass über zwei Billionen US-Dollar täglich gehandelt werden, ist das große Volumen des Devisenmarktes erkennbar. Das Bruttoinlandprodukt Deutschlands als Vergleichswert zeigt sich dagegen mit 2,3 Billionen Euro – jährlich! – eher bescheiden und das Handelsvolumen des Aktienmarktes mit täglichen 82 Milliarden Dollar wirkt gegen den Forex Bereich dann auch nicht mehr wirklich groß. Forex Trading ist den meisten Anlegern aber aus der Vergangenheit als geschlossenen Veranstaltung bekannt, in der sich institutionelle Investoren treffen, um unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit ihre Devisengeschäfte zu betreiben. Der Forex-Handel, auch als Foreign Exchange bekannt, ist für die meisten Anleger eher noch ein Buch „mit sieben Siegeln“. Nach und nach zeigt sich im Bereich des Forex jedoch eine neue Entwicklung, denn immer mehr private Investoren wagen sich auch auf den internationalen Währungsmarkt und haben damit die Fremdwährung als Anlagemöglichkeit mit guten Renditen für sich entdeckt. Gute Gründe gibt es dafür ausreichend, wenn man sich mit dem Forex näher beschäftigt. Der deutliche Vorteil des Engagements in Devisen, also den Fremdwährungen, besteht schlicht und einfach darin, dass der Anleger so das Risiko seines Depots streuen kann. Gegenüber anderen Anlageklassen haben die Devisen nämlich den Vorteil der sehr geringen Korrelation. Im Klartext für den privaten Anleger heißt die geringe Korrelation, dass eben dieser Devisenmarkt sich weitgehend unabhängig von Rentenmärkten und auch den Aktienmärkten entwickeln kann. Sind die Aktien- oder Rentenmärkte also im Keller, haben die Währungen im Portfolie die Möglichkeit, für eine Stabilisierung zu sorgen. Das ist die Information aus Fachkreisen, nämlich von Fondsmanagern, die entsprechende Empfehlungen an private Anleger aussprechen. Natürlich ist die Risikobereitschaft des Anlegers auch hier der Hauptgrund für die Entscheidung, unterschiedliche Möglichkeiten und Chancen auf dem Devisenmarkt zu nutzen. Ganz nach Gusto und Erfahrung sowie den finanziellen Möglichkeiten kann der private Anleger dann in Fremdwährungskonten investieren, die auch für recht risikoscheue Anleger sehr gut geeignet sind. Im Prinzip funktionieren diese Fremdwährungskonten wie Tagesgeldkonten, die dann schon wesentlich vertrauter klingen. In diesem Falle werden die Tagesgeldkonten aber dann in einer anderen Währung und zu dem in dieser Währung üblichen Zinssatz gehandelt. Wer sich für diese Fremdwährungskonten interessiert, kann inzwischen bei zahlreichen Banken ein solches Konto eröffnen. Die Entwicklung der Fremdwährung sowie der aktuelle Zinssatz bestimmen dann in Kombination die Rendite dieses Kontos. Fremdwährungsfonds sind seit rund zwei Jahren auf dem Markt und die Erfahrungen zeigen, dass Anleger wohl ein Wechselkursrisiko eingehen, das allerdings auf mehrere Schultern – in diesem Falle Währungen – verteilen und damit insgesamt vorzeigbare Renditen erwirtschaften. Das Beispiel der American-Express-Fonds-Investoren zeigt, dass hier im Jahr 2007 eine Jahresrendite von 14,77 Prozent erwirtschaftet wurde, die sich durchaus sehen lassen kann.
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