Forex- Deviseneuro weiterhin im Stillstand
06.Januar 2009
Der Euro hatte letzte Woche keinerlei Gelegenheit, sich wieder zu stärken und etwas an Kurskraft dazu zu gewinnen. Das Wechselkursniveau bleibt zunächst bestehen. Dabei ist zu beobachten, dass die europäische Gemeinschaftswährung sowohl gegenüber US-Dollar als auch gegenüber dem japanischen Yen weiterhin auf der Stelle tritt und nicht voran kommt. Für eine kurzfristige Bewegung im Euro-Wechselkursniveau konnte bisher lediglich der unerwartet schwache ISM-Index sorgen, der dem Euro dazu verhalf, auf ein Tageshoch von 1,4029 US-Dollar zu klettern.
Der ISM-Index stellt einen der wichtigsten Frühindikatoren für die amerikanische Volkswirtschaft dar und spiegelt stets seht genau die gegenwärtige Lage der Wirtschaft, den status quo. Dieser fiel von November( 36,2) bis Dezember auf 32,4 Punkte, was einen unglaublich hohen Verlust darstellt. Ein eindeutig historischer Wert, der das letzte Mal vor über 28 Jahren verzeichnet werden konnte. Volkswirte hatten mit einer deutlich niedrigeren Schwächung des Index gerechnet, so entstand bei Anlegern wie bei Ökonomen eine große Überraschung im Zuge der Schwächung des Index. Historische Werte auch aus dem Grund, weil bereits das absinken unter 50 Punkte enorm deutlich signalisiert, wie schwach die jeweilige Wirtschaft, in diesem Fall die US-Volkswirtschaft unter den derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnissen, ob nationaler oder internationaler Art, zu leiden hat. Trotz der allgemein sehr schlechten Entwicklung sprechen Händler immer noch von einem insgesamt sehr reglosem Geschäft, was deutlich die Erwartungen unterhöhlt und weiterhin die niedrigsten Einnahmen seit Jahren prophezeit. Da sich sogar viele Anleger in diese Tagen gänzlich vom Handel fern hielten, bleibt auch die so sehr nötige Liquidität aus und führt zu sehr überzeichneten Wechselkursbewegungen in diesen Tagen.
Im Gegensatz zu den insgesamt sehr negativen Entwicklungen am Markt, zeigt sich das Pfund Sterling leicht gestärkt und scheint zumindest kurzfristig wieder an Kursfahrt zu gewinnen. Verglichen mit der europäischen Gemeinschaftswährung Euro zieht das Pfund Sterling sogar deutlich an und notiert knapp unter der Marke von 0,96 EUR/GBP. Ob sich das Pfund jedoch in der kommenden Zeit wird halten können, hängt auch sehr stark von den Zinsentscheidungen der Bank of England ab, die ihres dazu beitragen werde.
Der Preis einer Feinunze Gold hat in der letzten Woche zudem sehr an Kraft zugenommen. Letzten Dienstag noch mit 869,75 US-Dollar notiert, kletterte der Goldpreis zum Ende der letzten Woche auf 874, 50 US-Dollar.
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