Euro-Konsolidierung – Warten auf die Bank of England

08.Januar 2009

Die europäische Gemeinschaftswährung konnte sich wieder leicht gegenüber dem Dollar konsolidieren. Nach den Abwärtsbewegungen der vergangenen Tage, erholte sich der Euro seit Dienstag wieder leicht. Beim Übergang vom asiatisch dominierten in den europäisch geprägten Forex-Trade am Donnerstagmorgen notierte der Euro über der 1,36 Dollar Marke. Die Erholung hat der Euro zur Zeit nötig, nachdem er bei Aufnahme des Forex-Trading im neuen Jahr massiv eingebrochen ist. Auch gegenüber dem Britischen Pfund Sterling konnte sich der Euro wieder festigen, nachdem er in den letzten Tagen knapp sechs Cent gegenüber der Britischen Landeswährung verloren hatte. Der Dollar dagegen konnte sich heute im asiatisch geprägten Forex-Trade leicht von seinen recht deutlichen Verlusten gegenüber dem Euro während der letzten beiden Tage erholen. Der Grund für die kurzfristige Dollar-Schwäche waren die schlechten Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt am Mittwoch. Allerdings sind sich die Marktbeobachter einig, dass die teilweise heftige Reaktion völlig überzogen war.

Heute steht im Fokus der Investoren die Bank of England. Sie wird im Laufe des Tages ihre neue Leitzinsentscheidung mitteilen. Einigen Analysten zufolge, wird ein deutlicher Schritt der britischen Zentralbank erwartet. So gehen viele Marktbeobachter von einer Senkung der Leitzinsen um ganze 75 Basispunkte von 2,00 auf 1,25 Prozent aus. Heute Abend wird der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, die Entscheidung der britischen Notenbanker kommentieren. Von Trichets Statement wird einiges erwartet. Sollte er beispielsweise Andeutungen machen, den Leitzins im Euroraum um mehr als die vorhergesagten 50 Basispunkte zu senken, könnte der Euro dadurch insgesamt unter kräftigen Druck geraten. Analysten gehen in diesem Fall von einem Wertverlust bis zur 1,33 Dollar Marke aus.

Beim Blick in die USA müssen die Marktbeobachter jedoch feststellen, dass das Aufwärtspotenzial des Dollar nach dem sehr schlecht ausgefallenen ADP-Arbeitsmarktbericht wohl eher begrenzt ist. Viele Marktteilnehmer befürchten, dass der offizielle Bericht zum Arbeitsmarkt, der am Freitag vom amerikanischen Arbeitsministerium bekannt gegeben wird, noch viel schlechter ausfallen könnte, als die Analysten vorhergesagt hatten. Deshalb richtet sich der Blick heute Nachmittag auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten. Diese Daten könnten als Hinweis auf den morgigen Arbeitsmarktbericht gewertet werden.

Die Kurse auf den Forex-Märkten unterliegen gegenwärtig immer noch sehr hohen Schwankungen. Viele Investoren sind beim Blick auf die schlechten Konjunkturdaten des europäischen Währungsraums nervös. Auch heute werden in Deutschland und in Europa wichtige Konjunkturdaten aus der Industrie erwartet. Analysten rechnen mit weiteren schlechten Zahlen, die sich belastend für den Euro im Forex-Trade auswirken könnten.

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