Forex, Devisen und Finanzen
13.November 2008
Erst seit wenigen Jahren gibt es den Devisenhandel in seiner heutigen Form. Vor der Entwicklung des „Foreign Exchange market“ zu seiner heutigen Form, wurde sogar versucht den Handel mit Devisen zu unterbinden. So sollte der Goldstandard feste Wechselkurse garantieren, um die Spekulation mit den Währungen im Keim zu ersticken. Die einzelnen Länder waren angehalten ihre Währung nur in bestimmten Grenzen abzuwerten, weil die Kurse auch auf Dauer stabil bleiben sollten. Damals verweigerten Banken das Wechseln von Devisen, wenn abzusehen war, dass der Kunde die Währung nur kaufen wollte, um sie wieder gegen mehr Geld zurück zu tauschen. Dies ist zum Beispiel einem amerikanischen Lehrer im letzten Jahrhundert passiert. Der Hintergrund war der Schutz der empfindlichen Weltwirtschaft, außerdem sollte verhindert werden, dass die Nationalwährung über die Landesgrenzen in viel zu hohen Beträgen verschwindet. Ende des letzten Jahrhunderts wurde der Goldstandard wieder abgeschafft und der Forex begann sich in seiner heutigen Form zu entwickeln. Damals waren die Hauptteilnehmer noch Banken. Sie prägten den Begriff Interbankenhandel. Der Forex hat einen großen Sprung getan, anfangs noch ein Tagesvolumen unter einer Billion, wird der Forex heute auf ein Tagesvolumen von bis zu 4 Billionen geschätzt. Diese Entwicklung vollzog sich in weniger als 30 Jahren. Wenn heute vom Forex gesprochen wird, dann fallen immer wieder verschieden Stichworte. Zum Beispiel die Broker, welche privaten Kunden oder auch Firmen die Teilnahme am Forex ermöglichen und im Namen des Kunden ein Konto offen halten. Wiederum im Zusammenhang mit den Broker fällt das zweite wichtige Stichwort: Margins. Diese Margins sind eine Art Sicherheitsleistung und Versicherung. Die Margins hängen eng zusammen mit den CFD’s, den Differenzkontrakten. Sie wurden im Ende des letzten Jahrhunderts in England erfunden, um die Stamp Duty, also Stempelsteuer zu umgehen, die den normalen Aktienhandel steuerlich behinderte. Das Prinzip der Differenzkontrakte besteht darin, dass auf die Kursänderung eines Produkts, eines Wertpapiers, oder im Falle des Forex der Währung spekuliert wird. Dabei muss nicht nur auf steigende Kurse gehofft werden. Richtig gesetzt können auch fallende Kurse Gewinne bringen. Da nicht das Produkt selbst erworben wird, und der Kunde des Differenzkontrakts die Währung nie bar erhält, ist es nicht notwendig, den vollen Preis zu bezahlen. Hier kommen die Margins ins Spiel. Die Margins werden bezahlt, um Sicherzustellen, dass Kunde im Falle eines Verlustes zahlungsfähig ist. Broker schließen in der Regel automatisch alle offenen Konten, wenn die Kursveränderungen der Währungen auf die gesetzt wurde, so stark sind, dass sie das Margin aufbrauchen. Wenn der Kunde seine Konten offen halten will, muss er rechtzeitig neues Kapital in sein Konto investieren. Im Forex sind Margins üblich, die im Bereich von 0,5% bis 2% liegen, dadurch können Differenzkontrakte über wesentlich höhere Summen abgeschlossen werden. Mit 10.000€ könnten Verträge in der Höhe von 50.000€ bis 200.000€ abgeschlossen werden. Dadurch können natürlich wesentlich höhere Gewinne erreicht werden, als nur mit dem Einsatz des eigenen Kapitals möglich wäre. Dies führt zum letzten wichtigen Stichwort im Zusammenhang mit dem Forex: Der Hebelwirkung. Vermutlich ist die Hebelwirkung im Forex am Höchsten, sie ist bedingt durch den Effekt, den die niedrigen Margins verursachen.
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