Forex- Die Geschichte

23.November 2008

Es ereignete sich eine kleine Anlegergeschichte im Jahre 1967. Diese fand in Chicago statt und kreiste um einen Universitätsprofessor namens Milton Friedman. Diesem wurde von einer Chicagoer Bank ein Darlehen in Pfund Sterling verweigert. Der kluge Professor hatte nämlich erkannt, dass das Pfund Sterling im Vergleich zum Dollar viel zu hoch bewertet wurde und wollte einen Vorteil für sich daraus schlagen. Er hatte vor, die Sterling zu verkaufen und diese nach einer beträchtlichen Wertminderung wieder zurück zu erwerben, um einerseits der Bank das gesamte Darlehen erstatten zu können und andererseits einen Profit für seinen Währungshandel zu erhalten. Die Bank hätte das Angebot vielleicht sogar angenommen, hätte nicht immer noch das Bretton Woods Agreement gegolten, welches im Jahre 1944 eingeführt worden war. Dieses verfolgte die Absicht, den Handel mit Währungen zu verhindern, um genau diese Währungen stabil zu halten, indem sie nicht von Nation zu Nation ver- und gekauft wurden. Natürlich gab es nach dem ersten und zweiten Weltkrieg einige Restriktionen zu befolgen, welche sich immer noch nach dem Goldwert und seinen Standards richteten. Doch auch der Standard der Golddevisen wies Lücken auf und begann zu bröckeln. Denn starke Wirtschaften sollten sehr viele Importe aus dem Ausland einholen, bis die Goldreserven zur Neige gingen. Dadurch kam jedoch immer weniger Geld in Umlauf, wodurch die allgemeinen Zinssätze stark anstiegen und folglich die Wirtschaft wieder erlahmte. Dadurch ging auch der Fall aller Warenpreise einher, welche eine Verlockung für andere Nationen darstellte. Diese kauften in der Folgezeit vermehrt Waren und bescherten dem Land wieder Wohlstand durch das dafür aufgebrachte Gold. Während der gesamten Zeit, in welcher das Gold und seine Standards den Geld- und Warenmarkt sozusagen kontrollierten, konnte man solche Entwicklung von Aufschwung und Niedergang immer wieder beobachten. Erst zum Ersten Weltkrieg wurde der freie Goldfluss und somit auch der weltweite Warenverkehr lahm gelegt. Folglich kam die Einführung des Bretton Woods Abkommens, für welchen sich zahlreiche Nationen aussprachen, um mehr Sicherheit und Stabilität in der Geldwirtschaft zu erlangen. Durch den enormen wirtschaftlichen Aufschwung der Vereinigten Staaten von Amerika in der Folgezeit, hatte der immense Geldfluss negative Auswirkungen auf andere Währungen und ihre Kurse genommen. Aus diesem schwerwiegendem Grund wurde das Abkommen von !944 wieder abgeschafft, somit konnte der US-Dollar auch nicht mehr in Gold eingetauscht werden und Herr Milton Friedman hatte bestimmt seine ganz besondere Freude daran. Bereits im Jahre 1973 machten sich zahlreiche Nationen daran, eine Art von Wechselkurssystem einzuführen, um eine Richtlinie für alle handelbaren Kurse zu vereinbaren. Mit den Achtziger Jahren und der Einführung des Personal Computer, bekamen plötzlich alle privaten Anleger die Möglichkeit, auch am Forex-Handel teilzunehmen. Rasch entwickelte sich ein allseits akzeptiertes System des Handels und wurde von vielen Nationen mit Freude empfangen. Sofort machten sich die Menschen daran, mit Fremdwährungen zu handeln und einige verdienten sich in der Anfangs- und Folgezeit eine goldene Nase damit. 

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