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Der ehemalige Nasdaq-Chef Bernard Madoff hat über viele Jahre seinen Fonds mittels Schneeballsystem finanziert – und damit insgesamt rund 50 Milliarden Dollar verspielt. In der Finanzwelt spricht man schon von einem Fonds-Tsunami, was die Folgen dieses Handels betrifft.
War das Business von Madoff zunächst eine kleine Angelegenheit, die er mit 5.000 Dollar begann – erarbeitet durch Ferienjobs als Bademeister. Damit gründete er im Jahr 1960 die Investment-Broker-Firma Bernard L. Madoff Investement Securities LLC. Zunächst waren es er und sein Bruder Peter, im Anschluss auch die Söhne Markt und Andrew sowie Peters Kinder Shana und Charles, die ins Unternehmen eintraten. Und letztlich zum Abschluss, waren es Madoffs Söhne, die ihn an die Messer lieferten.
Die Sorgen der Söhne begannen, als der Vater ihnen gestand, dass einer der Fonds-Anleger ca. sieben Milliarden Dollar relativ kurzfristig einlösen wolle und dass nun Mühen bestünden, die Mittel kurzfristig zu beschaffen. Kurz darauf jedoch erklärte Madoff, dass die Jahresboni für die Mitarbeiter schon zwei Monate früher als üblich ausbezahlt würden. Für die Söhne ein nicht nachvollziehbares Verhalten des Seniors. Zur Rede gestellt, brach der Vater schließlich zusammen und erklärte seinen Söhnen, dass nichts vom Geld mehr übrig sein, dass seine Anleger vertrauensvoll in Madoffs Hände gelegt hatten. Er nannte seine Strategie ein gigantisches Schneeballsystem – und von denen wissen wir ja, dass sie nicht gut enden können?
Die Summe, um die es im Fall Madoff geht, ist atemberaubend hoch: 50 Milliaren Dollar Verlust hat Madoff eingefahren. Er selbst wolle sich aber den Behörden stellen, wenn die restlichen Millionen an die Mitarbeiter, Verwandten und Freunde verteilt seien. Aber das FBI war schneller und holte Madoff vor der großzügigen Geldverteilung schon in seinem Apartment in Manhattan ab. Die Erklärung konnte Madoff für sein Verhalten nicht liefern. Er sagte schlicht, er habe die Anleger mit Geld bezahlt, dass es faktisch nicht gab und er sei definitiv pleite. Eine Gefängnisstrafe hält er für absolut sicher.
Auch wenn Madoff sich zur Zeit auf freiem Fuß befindet – gegen Kaution von zehn Millionen Dollar – wird er sich den Behörden ab dem 12. Januar zur Verhandlung stellen müssen. Und jetzt drohen 20 Jahre Haft, die noch einmal mit einer Geldstrafe in Höhe von fünf Milllionen Dollar Geldstrafe ergänzt werden.
Offenbar hat Madoff ganz allein die Verantwortung für die Geschehnisse. Aber für Außenstehende ist schon schwer nachvollziehbar, wie 50 Milliarden Dollar unbemerkt verschwinden können. Die Branche war schon länger erstaunt, dass Madoff konstante Wachstumsraten von 11 Prozent pro Jahr erreichen konnte – unabhängig von den Marktentwicklungen. Und schon im Jahr 1999 wurde die Börsenaufsicht durch einen Börsenfachmann informiert, dass Madoff Securities das größte Schneeballsystem der Welt sei.
Berater und andere Fonds wurden kurzfristig von den Erfolgen Madoffs angelockt. Allerdings ließen sie auch schnell die Finger von dem Geschäft, weil die Zahlen einfach zu gut um wahr zu sein schienen. Und irgendwie zeigt sich die Branche nun auch verwundert, dass keiner der Anleger überhaupt etwas gemerkt hat von diesen seltsamen Geschäften.
Selbst das wichtigste Warnsignal war wohl, dass Madoff trotz der zu verwaltenden 13 Milliarden Dollar nur eine kleine Buchhaltungsfirma als Wirtschaftsprüfer beauftragte – mit drei Mitarbeitern. Nicht möglich, dass ein so kleines Unternehmen diese Gelder verwalten kann.
Wie groß das Ausmaß dieses riesigen Skandals ist, das steht noch nicht fest. Klar ist aber offenbar, dass die Hedge Fonds einen Vertrauenseinbruch erleben müssen – Madoff sei Dank.
16. Dezember 2008
Der Chef der Bundesbank hat sich vor dem Hintergrund der global fallenden Leitzinssätze geäußert, dass eine lockere Geldpolitik als Reaktion auf die Finanz- und Wirtschaftskrise ein folgenschwerer Fehler sein könnte. Ein Vordringen der Zinssätze in bislang unbekannte Bereiche könnte sich als gefährlich erweisen, wird da vermutet.
Der Leitzins lag in seiner Untergrenze bisher immer bei zwei Prozent – und dort befand er sich seit der Mitte 2003 bis zum Ende 2005. Und wenn dieses Niveau unterschritten würde, wäre eine negative Auswirkungen auf die Realzinsen eher wahrscheinlich – wird aus der Bundesbank verkündet. Und so soll eine weitere Senkung einfach sinnvoll vermieden werden.
Am vergangenen Donnerstag wurde dann eine absolut rekordverdächtige Zinssenkung durchgeführt, die bei einem dreiviertel Prozentpunkt lag. Damit befindet sich der Leitzins aktuell innerhalb der Währungsunion bei einem Wert von 2,5 Prozent. Und von der Bundesbank wird klargestellt, dass Planungen für weitere Zinssenkungen im Januar aktuell noch nicht spekuliert werden sollten – auch wenn grundsätzlich Offenheit für weitere notwendige Schritte besteht.
Das Argument liegt schlicht darin, dass unsere Geldpolitik eben keinem Automatismus unterliegen soll. Und somit entsteht in der Führungsriege der Bundesbank im Moment nicht der Eindruck, dass neue Einschätzungen des geldpolitischen Spielraums bis Mitte Januar erforderlich sind. Und der Spielraum soll nach Meinung von Experten definitiv vorhanden sein – der Ansicht sind viele Top-Notenbanker der Euro-Region. Der Spielraum der Zinspolitik soll kurzfristig problemlos genutzt werden. Aber eine Normalisierung der Wirtschaft sollte dann auch umgehend eine Normalisierung des Zinsniveaus mit sich bringen, ist die Ansicht der Spitze der Bundesbank.
Auch der finnische Notenbank-Gouverneur vertritt eine zinspolitische Ansicht, die in diese Richtung abzielt und auch in Finnland wird eine Erhöhung des Leitzinses auf Normalniveau umgehend nach der Erholung der Wirtschaft angestrebt.
Das ist auch eine normale Reaktion auf einen Aufschwung, dass die Heraufsetzung des Leitzinsniveaus betrieben wird. Der Hintergrund liegt darin, dass so die Inflationsgefahr reduziert werden soll. Und hier soll aus den Erfahrungen der Vergangenheit profitiert werden, denn dem letzten Aufschwung folgen nach Meinung von vielen Experten die Zinserhöhung viel zu spät.
Liegen darin vielleicht schon dir Grundlagen für aktuell tobende Finanzkrise?
Dieser Ansicht sind Experten jedenfalls. Die Europäische Zentralbank und auch andere Notenbanken haben die Krise mit einer starken Ausweitung der Liquidität für Banken sowie den Zinssenkung beantwortet. Und allein die Europäische Zentralbank hat seit Anfang Oktober dreimal die Zinsschraube abwärts gedreht. Das ist eine Kappung von insgesamt 175 Basispunkten.
Dagegen wurde der Schlüsselzins im Juli um einen viertel Prozentpunkt erhöht, damit die Kreditwirtschaft so über frisches Geld verfügen konnte. Die Begründung seinerzeit war die Preissteigerung, die sich bei Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Öl ergeben hatte.
Nun hat aber die Rezession einen deutlichen Einbruch der Ölpreise in großen Teilen der Welt mit sich gebracht. Der Teuerungsdruck ist also verschwunden und Ökonomen wagen sich vor und behaupten, dass die Preise auch für längere Zeit und auf breiterer Ebene fallen könnten. So könnte dann auch eine für die Konjunktur schädliche Deflationsspirale ausgelöst werden.
Diese Auffassung wird aber von der Spitze der Bundesbank nicht geteilt. Hier wird eher an das Szenario einer Disinflation geglaubt – die dann sinkende Teuerungsraten, oftmals sogar im Nullbereich, mitbringt. Der dauerhafte Rückgang des Preisniveaus, wie er für die Deflation typisch ist, scheint dort eher ausgeschlossen zu werden.
Auch aus der Führungsriege der Bundesbank werden aber Befürchtungen laut, dass die Belastungen der Konjunktur länger und intensiver anhalten könnte, als bisher befürchtet. Aber dieses ist einfach aktuell nicht die Basis der Zinsvereinbarungen und eine Entwicklung, die richtige Entscheidungen in der Zukunft bei Eintreten der Ereignisse mit sich bringt.
Wie allgemein verkündet, wird auch bei der Bundesbank das Jahr 2010 als Beginn der verbesserten weltweiten Konjunkturlage angesehen.
13. Dezember 2008
Nie zuvor hat die Regierung der USA mehr Geld für die Rettung einer Bank zur Verfügung gestellt. So hätte man dies als neuen Höhepunkt in der Finanzkrise verstehen können, jedoch führte es am Montag zu einer denkwürdigen Ralley. Mit einem rekordnahen Plus von 10,3 Prozent haussierte der Dax und der L- Dax trennte sich von einigen Punkten und stieg ab auf 4.502,13 Punkte, nachdem sich der Hochschwung an der Wall Street etwas gelegt hatte. Bereits Freitag hatte es sich abgezeichnet, dass die anstehende Ernennung des New Yorker Fed- Chefs Timothy Geithner zum künftigen US-Finanzminister richtig gehend für eine Schlussralley sorgen würde. Barack Obama, der ab dem 20. Januar 2009 als der neue US-Präsident amtieren wird, hatte bereits am Wochenende ein Konjunkturprogramm angekündigt, von dem er sich verspricht, dass es 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze im Zeitraum von zwei Jahren schaffen soll. Medienberichten zu Folge soll das Programm bis zu 700 Milliarden Dollar schwer sein.
Einst war die US- Bank Citigroup die größte Bank der vereinigten Staaten, und ihre Aktie haussierte ihre Aktie in New York mit einem Plus von bis zu 72,4 Prozent. So hatte der Dow-Jones-Titel allein in der letzten Woche rund 60 Prozent seines Wertes verloren, jedoch versucht die Regierung der vereinigten Staaten die Bank mit Bürgschaften, die sich auf bis zu 306 Milliarden Dollar belaufen, zu retten. Des Weiteren gibt es eine weitere kräftige Finanzspritze von 20 Milliarden Dollar. Als Gegenleistung für die Bürgschaften und die Kapitalhilfe erhält der Staat Citigroup- Vorzugsaktien in Höhe von 27 Milliarden Dollar, die mit acht Prozent verzinst sind. Schon vorher einmal hatte der Staat 25 Milliarden Dollar in die strauchelnde Bank gesteckt. Zwar hatte die Citigroup erst Freitag noch behauptet, es sei eine starke Kapital- und Liquiditätsbasis vorhanden und die Regierung bräuchte nicht um weitere Hilfen gebeten werden, jedoch schien das dann am Montag niemanden zu stören.
So nahm der Devisenmarkt das weitere Ausufern der Staatsverschuldung in den USA sehr wohl zur Kenntnis. Der Euro schaffte es bis zum Abend mit über zwei US-Cent auf 1,2870 Dollar zu steigen. In der Zwischenzeit hat die US-Regierung mehr als eine Billion Dollar zur Minderung der Krise eingesetzt. So wurde durch den schwachen Dollar auch den Ölpreis wieder auf den Plan gerufen. Leichtes US-Öl sprang mit seiner Notierung wieder über die Marke von 50 Dollar und schloss am Abend dann bei 53,50 Dollar für das Barrel.
12. Dezember 2008
Analysen und auch Politikwissenschaftler prognostizieren das die Finanzkrise noch nicht zu Ende ist und weitaus schlimmer, das bereits die nächste in bedrohliche Nähe rückt. Einige dieser Politikwissenschaftler diskutieren die Begebenheiten derzeit am Otto – Suhr – Institut mit welchen Konsequenzen wir zu rechnen haben durch die andauernde Finanzkrise. Auch wird dort diskutiert wie sich die Folgen wohl auf den Kapitalismus ausüben werden. Einige denken, dass eine globale Bankaufsicht sich hier positiv auswirken könnte. Denn auch wenn Europa fast einheitlich eine Währung hat haben wir die Finanzkrise dadurch nicht gebannt, sondern sogar noch mit hervorgerufen. Die Politikwissenschaftler sagen es sei lachhaft zu glauben, dass es dann global einen Unterschied machen würde. Viele wissen gar nicht das es bereits sei 1810 zu regelmäßigen Finanzkrisen kam und zwar alle neun Jahre. Diese Krisen scheinen da immer wiederkehrend ein fester Bestandteil des Produktionsprozesses, welcher von kapitalistischer Natur ist. Seit es Finanzmärkte wie den Forex gibt, werden lediglich die Verluste bzw. auch die Risiken neu verteilt während einer solchen Krise. Um wieder zu einem Gleichgewicht zu kommen, behaupten viele Experten, dass diese Krisen hin und wieder sein müssen in kapitalistischen Ländern. Bislang gab es ca. 20 Krisen, 13 davon wurden in England bzw. Großbritannien und den USA ausgelöst. Dort ist es nämlich sehr häufig der Fall, dass Unternehmen und Firmen über einen der Finanzmärkte finanziert werden. Das jetzt der Staat eingreift, beruhigt vielleicht die Menschen ein wenig jedoch ist es lediglich der bekannte Tropfen auf den heißen Stein. Angeblich jedoch haben sich Regulierungen bereits verhindern lassen indem man die Wallstreet mit politischen Entscheiden zusammen gebracht hat, somit existieren die alten Strukturen von früher dort schon mal nicht mehr. Auch den Steuerzahlern solle man eine Gegenleistung dafür geben, dass er die Banken mit gerettet hat. Natürlich muss man auch sehr positiv sehen das es nicht mehr nur die großen Industrieländer sind die mit an einem neuen Finanzplan arbeiten dürfen sondern auch weitaus kleinere Länder. Nach dem Washingtoner Kipfel kamen jedoch nur unzureichende Resultate zum Vorschein. Nach jeder Krise wird immer wieder nach nicht genutztem Kapital gesucht, nach dem letzten Mal war es das Kapital aus der Immobilienbranche. Wo das hingeführt hat, dürfte hinlänglich bekannt sein. Derzeit sucht man eher auf der Basis der Emissionszertifikate. Die Gründe der Krise liegen wohl ganz klar in den Ungleichgewichten der verschiedenen Finanzmärkte. China versucht durch den deutlich erhöhten Ankauf von Anleihen gerade aus den USA seine eigene Währung möglichst niedrig zu halten, dies löst dann natürlich einige weiterführende Resonanzen aus. So dass die Zinsen der USA auf ein noch nie so niedrig gewesenes Niveau herab fielen, so kam es dann auch zur Immobilienkrise. Die Hilfsprojekte helfen auch nur für den Augenblick, um die Krise wirklich gut zu bekämpfen muss man sich an die Symptome machen. Diese wiederum liegen an keinem Finanzmarkt, sondern beim jeweiligen Staat selber. Das es wirklich einen Bankenregulierer geben wird, bezweifeln viele der Experten denn die einzelnen Staaten sind noch lange nicht so weit diese art von Kompetenzen einfach abzugeben. Solange jedoch die Symptome nicht bekämpft werden, wird es immer wieder Krisen geben. Spätestens also wieder in 9 Jahren.
12. Dezember 2008
Der Euro hat in der Wochenmitte eine neue Marke anvisiert – und diese auch überschreiten können. Der Wert von 1,30 Dollar konnte vom Euro in der Wochenmitte geknackt werden und somit zeigt sich die Gemeinschaftswährung bedingt durch einen freundlich gesonnenen Aktienmarkt stark und steigend.
Die Anleger bekommen wieder Mut und Vertrauen in den Euro und damit konnte die Währung dann in den Bereich von 1,30 Dollar katapultiert werden. Ein Klettern der Währung war dann bis zu einem Wert von 1,3004 Dollar am Mittwochmittag möglich. Erst der Nachmittag relativierte den Wert, der sich im Bereich von 1,2967 Dollar einpendelte und sich damit weiterhin stark zeigte.
Nicht nur die Aktienmärkte, die sich positiv zeigten, machten das möglich. Auch die US-Autokonzerne, die nun Rettungspakete durch die Regierung erhalten, machten eine höhere Risikobereitschaft bei den Investoren aus. Und genau hier lassen sich die Tendenzen in den gestiegenen Aktienkursen ablesen. Händler sind sich sicher, dass an solchen Tagen wie dem gestrigen der Dollar, der eigentlich als sicherer Hafen im Währungsmarkt gehandelt wird, dann eher verkauft wird.
Für den Verlauf der Woche werden für den Euro weiterhin positive Entwicklungen erwartet, die noch einen Höhepunkt am Freitag erzielen können, wenn die Einzelhandelsumsätze, die recht schlecht erwartet werden, an diesem Tag veröffentlicht werden und das Vertrauen in den Dollar bei den Investoren noch einmal erschüttern.
Experten sind sich sicher, dass diese Entwicklungen des Euro sicherlich nicht von Dauerhaftigkeit geprägt sind, aber dass diese Entwicklung in nächster Zeit schon einbrechen wird, erscheint eher unwahrscheinlich. Händler, die mit dem Euro Geschäfte machen, müssen in nächster Zeit wohl genauer beobachten, was der Markt an Entwicklungen hergibt.
Grundsätzlich sind die bedeutenden Themen in den Finanzmärkten weiterhin die andauernde Finanzkrise und zudem die weltweite konjunkturelle Entwicklung, darin sind sich die Analysten des Marktes einig.
Der Referenzkurs des Euro wurde durch die Europäische Zentralbank bei 1,2925 Dollar, im Vergleich zu Dienstag bei 1,2838, Dollar festgelegt. Das Referenzkursverfahren der EuroFX fixierte den Euro schließlich bei 1,2937 Dollar – im Vergleich zum Dienstag, wo der Wert bei 1,2838 Dollar lag.
Der Rentenmarkt brachte in der Wochenmitte nicht so große Entwicklungsveränderungen, denn hier lagen die Kurse beim Niveau des Vortages, also des Dienstag. Zwar waren in der Zwischenzeit Gewinne notiert worden beim Bund-Future. Aber am Mittwochnachmittag lag der schließlich bei fünf Ticks im Minus und somit bei 122,12 Punkten.
Die zehnjährige Bundesanleihe brachte Renditen von 3,239 Prozent. Und hier ist es der Aktienmarkt, der beispielführend vorangeht und Richtungen weist. Das sagen die Händler.
Wichtiges Gesprächsthema waren in der Wochenmitte die Neuemissionen. Insgesamt waren die US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von vier Wochen sehr begehrt. Und so sank die Rendite aus dieser Entwicklung heraus auf 0,0 Prozent. Das ist ein bisher einmaliger Verlauf, der bei den Märkten für Aufruhr sorgte.
Woher kommt diese starke Nachfrage?
Die Analysten schieben das große Interesse an den Titeln aus dem US-Schatzamt teilweise auf den nahen Jahreswechsel. Zu dieser Zeit der Bilanzen wollen sowohl Banken als auch Fonds und Unternehmen dann bilanzschonend in Staatstiteln statt Investments arbeiten.
So stieg die Umlaufrendite der börsenorientierten Anleihen aus öffentlicher Hand schließlich auf 3,16 Prozent. Im Gegensatz zum Vortag, wo der Wert bei 3,15 Prozent lag. Und der Rex-Rentenindex notierte zum Tagesabschluss bei 119,6174 Stellen.
11. Dezember 2008
Die frühen Morgenstunden bescherten dem Euro im Forex Handel am Donnerstag gleich wieder satte Zuwächse. So marschierte er bereits gegen acht Uhr über 1,31 Amerikanische Dollar. Auch im Vergleich zum Schweizer Franken und dem Japanischen Yen konnte er sich sehr gut behaupten. Eine der Ursachen dürfte das Verfassungsgerichtsurteil vom Dienstag sein, dass dem deutschen Steuerzahlen kräftige Füllungen der Geldbörsen beschert.
Auch dürften die immer lauter werdenden Forderungen deutscher Politiker nach zusätzlichen Konjunkturprogrammen bei der Kursentwicklung des Euro im Forex Trading eine Rolle spielen, denen sich die Bundesregierung nicht wirklich verschließen kann, weil die aus einer tiefen Rezession entstehenden Kosten für den Staatshaushalt deutlich höher werden dürften als die, die für Förderprogramme entstehen würden.
Der im Forex Handel schwächelnde Kurs des Amerikanischen Dollar lässt sich aus dem politischen Ringen um die notwendigen Hilfen für die Automobilindustrie der USA herleiten, denn auch dort hängt ein erheblicher Teil der Industrie von ihnen ab. Nachdem das amerikanische Abgeordnetenhaus mit knapper Mehrheit den ins Auge gefassten Hilfen in Höhe von vierzehn Milliarden Dollar zugestimmt hatte, geht die Regierungsspitze jedoch davon aus, dass es im Senat schwierig werden dürfte, dort die Zustimmung zum Hilfspaket zu bekommen. Dabei geht es hier nicht einmal um staatliche Zuschüsse, sondern um die Vergabe von staatlichen Krediten für die drei schwerpunktmäßig betroffenen Konzerne.
Indessen beginnen die deutschen Automobilbauer mit ersten Entlassungen, die zwar mit rückläufigen Absatzzahlen bei den Fahrzeugen begründet werden, aber eigenartigerweise auch andere Geschäftszweige der Unternehmen betreffen. So wurden am Mittwoch bei Opel die ersten Kündigungen auch an Mitarbeiter aus dem kaufmännischen und dem IT Bereich verteilt.
11. Dezember 2008
Die Firmenausblicke der USA sind es, die die US-Börsen dann wirklich belasten. Auch wenn der Wochenauftakt deutliche Kursgewinne gebracht hat, konnten die Börsen dann am Dienstag in New York schon wieder schwächer notieren. Das ist natürlich ein Verlauf, der insgesamt auf die Stimmung drückt und die Tatsache, dass die Schwergewichte dann für das kommende Jahr 2009 ihre Prognosen reduzierten, sorgt auch nicht unbedingt für eine Aufhellung der Laune.
Nach einem wirklich positiven Wochenstart war der Dienstag dann von einem ziemlich wechselhaften Handel geprägt und driftete dann auch deutlich ins Minus. Zwar griffen die Anleger dann zu, als es um die Aktien der Speicherchiphersteller ging. Aber Belastungen kamen dann aus den Verkäufen der Biotech-Werte, die den Nasdaq im Handelsverlauf negativ beeinträchtigten. Und auch FedEx brachte mit der Gewinnwarnung eine deutliche Belastung für den Markt mit sich.
Am Dienstag war es dann der Dow Jones Index, der Kopfzerbrechen bereitete. Der Standardwert sank nämlich dort um zwei Prozent auf nunmehr 8.757 Punkte und ein breiter gefasster S&P-500 verzeichnete Verluste von 1,4 Prozent auf dann nur noch 896 Zähler.
Auch der Index der Technologiebörse namens Nasdaq musst dann nachgeben. Das Ergebnis war ein Verlust von 0,7 Prozent und ein Gesamtergebnis von 1.560 Punkten.
Frankfurt brachte einen Abschluss des Dax bei 1,34 Prozent bei 4.779 Punkte im Plus. Der Dow Jones lag zu dieser Zeit dann schon mit satten 1,3 Prozent im Minus.
Dann waren es noch die Nachrichten von FedEx als klarem Konkurrenten der Deutsche Post. Hier wurden die Gewinnziele nach den Talfahrten, die in den USA in konjunktureller Hinsicht vorhanden waren, deutlich reduziert worden. Und so musste die Aktien des Paketzustellers dann auch im Bereich von mehr als 14 Prozent nachgeben.
Der Nasdaq stieg am Dienstag zunächst an und das trotz der Nachricht, dass hier von den Chipherstellern National Semiconductor, Texas Instruments, Broadcom und Altera die Umsatzprognosen deutlich zurückgenommen wurden.
Aber echte Überraschungen waren die Reduzierungen der Umsatzprognosen für die Händler nicht. Und da stiegen dann die Anteilsscheine von Texas Instruments um etwa fünf Prozent und bei National Semicondutor waren es sogar Anstiege von zwölf Prozent.
Verluste konnten im Verlauf des Dienstag dann die Konzerne der Biotechnologiebranche verzeichnen bzw. deren Aktien. Und so war es dann auch Merck, aktuell ohnehin häufig in den Medien vertreten, der dann nach anfänglichen Gewinnen schließlich 1,5 Prozent Verluste erlitt. Der pharmazeutische Riese setzt dann nach der reduzierten Nachfrage auf die Schlüsselprodukte des Konzerns in der Zukunft verstärkt auf die sogenannten Biotech-Präparate und auch Generika und genau mit diesen neuen Produktbereichen soll dann die Präsenz in Schwellenländern ihren Ausbau durch Merck erreichen.
Sony konnte trotz schlechter Nachrichten die Börse wenig beeindrucken und auch der Nachfragerückgang beim Japaner und den daraus resultierenden Stellenstreichungen brachten keine großen Reaktionen mit sich. Weil die insgesamt 16.000 Stellen jetzt gestrichen werden, vermuten die Anleger keine Auswirkungen für den Verlauf bzw. die Ergebnisse in etwa sechs Monaten, vermuten Analysten.
Natürlich waren es die Autowerte, die an der US-Börse dann die Blicke auf sich zogen. Die Hilfen für die angeschlagenen Konzerne schreiten voran. Trotzdem mussten die GM Papiere fünf Prozent abgeben und die Papiere von Ford 4,7 Prozent. Damit mussten bei beiden Konzernen im Vergleich zum positiv verlaufenden Montag starke Verluste am Dienstag akzeptiert werden.
10. Dezember 2008
Trotz der gegenwärtigen Krisenstimmung in zahlreichen Nationen und der Rezession scheint der Devisenhandel weiter zu florieren und seinen Anlegern nach wie vor Profite zu ermöglichen. Das mag vielleicht auf den ersten Blick überraschen, jedoch bieten sich gerade in Krisenzeiten bei kluger Herangehensweise optimale Bedingungen für einen sehr profitablen Handel. Das ständige Auf und Ab von Kursen und die momentan gegebene Unbeständigkeit kann sehr gut ausgenutzt werden. Zu diesem Zweck ist die ständige in Anspruchnahme von aktuellen und handelsrelevanten Informationen unabdingbar. Jedoch bleibt diese Form des Handels nicht nur großen Tradern oder Banken vorbehalten. Ein Privatmann mit ein wenig Kapital, welches er gern vermehren würde, kann sich auch auf das große „Spiel“ mit den Devisen einlassen. Um das zu ermöglichen, können bei zahlreichen Anbietern Forex Konten in vielen Variationen eröffnet werden, um gleich in den Handel durch zu starten. Es gibt verschiedene Arten von Forex Konten Um seine ersten grundlegenden Erfahrungen ohne Verlustrisiko zu absolvieren, kann für den Anfang ein Demo Konto in Anspruch genommen werden, welches meist kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Ist die berühmte Mischung aus objektivem Bauchgefühl und kluger Auslese von Informationen entstanden, kann man sich etwa an das Mini Konto wagen. Dies kann bereits ab sehr kleinen Summen, wie 50 oder 100 Euro verwaltet werden und bietet genügend Spielraum, um die im Demo Konto gewonnen Erfahrungen in die tatsächliche Forex Welt einzubringen. Gerade in der jetzigen Zeit können Anlagen in Devisen sehr profitabel für ihre Investoren sein, trotz oder gerade aufgrund der derzeit gegebenen Unbeständigkeit.
Die gegenwärtig meist gehandelten Währungen bleiben nach wie vor Euro und US-Dollar, welche bereits seit langer Zeit als Save Haven bezeichnet werden und diesem Ausdruck immer wieder gerecht werden. Die am häufigsten gehandelten Währungspaare bleiben auch EUR/USD, USD/CHF, GBP/USD, USD/JPY, EUR/CHF. Man sieht, dass auch hier der Euro und der US-Dollar an Stärke kaum einbüßen können und stets ihrer Vorreiterrolle gerecht werden können. Das verwundert kaum, da diese Währungen von zwei der größten Wirtschaftssystemen der Welt getragen und gestützt werden, Krise oder Rezession hin oder her.
Forex Neulinge sollten trotz dem Devisen-Hype Vorsicht walten lassen, denn neben allen Gewinnchancen, die sich bei professionellem Handel ergeben, sind genauso große Verluste möglich, für die natürlich meist Anfänger einstehen, was oft nur als Lehrgeld bezeichnet wird. Das Lehrgeld sollte eben einfach nicht allzu hoch werden, da Profite damit aus dem Weg geräumt werden.
10. Dezember 2008
Die Citigroup wurde irgendwie an die Leine genommen. Die US-Regierung hat Hilfspakete aktiviert und damit der Citigroup wieder auf die Beine zu helfen versucht. Aber was hat das eigentlich für Folgen für die Bank – und dann auch vielleicht für deren Wettbewerb?
Die Rettungsaktionen der Finanzinstitute in New York gehören inzwischen schon fast zu den alltäglichen Nachrichten und niemand ist mehr wirklich verwundert – trotzdem aber wohl beunruhigt. Und besonders in Investoren am Devisenmarkt fragen sich dann berechtigt, was nun aus der Citigroup als weltgrößtem Bankkonzern nun wird.
In der Geschichte der zahlreichen Rettungsaktionen nach Notrufen in den USA befindet sich ja nun auch die Citigroup, die durch die US-Regierung gerettet wurde, indem die USA dann in das Institut als bisher größter Einzelaktionär eingestiegen ist und somit Geld in den Konzern gepumpt hat. Aber – auch wenn der unmittelbare Kollaps des Geldriesen damit erst einmal verhindert wurde – ist das Problem jetzt vom Tisch oder steht doch noch eine Zerschlagung des Konzerns oder gar der Verkauf einiger Teile dessen aus? Sind die Probleme wirklich vom Tisch?
Durch die starke Unterstützung der Citigroup wurde diese stark gestärkt – und darunter könnte der Wettbewerb dann wohl noch längere Zeit zu leiden haben. Das sehen jedenfalls Beobachter des Marktes wohl eher so.
Der triumphale Einzug des Staates in die Citi begann wohl schon etwas eher als wir bisher annahmen. Denn schon im Oktober wurde das Privatkundengeschäft Deutschland von der Crédit Mutuel gekauft. Alle US-Banken bekamen dann im Oktober eine Finanzspritze in Höhe von 125 Milliarden und die Citigroup erhielt 25 Milliarden, weil Finanzminister Paulson nämlich seinerzeit Vorzugsaktien der Citi gekauft hat. Und da sind die weiteren 20 Milliarden, die dann noch einmal zwecks Vermeidung des Zusammenbruchs, die dann in die Citibank eingepumpt wurden, schon relativer zu betrachten – aber eben medienträchtiger gewesen.
Neben der finanzielle Spritze hat der Staat dann auch noch Garantien für sogenannte toxische Papiere übernommen, die dann eben wie eine Krankheit die Bilanzen und damit den allgemeinen Zustand der Bank weiter verschlechtern. Damit werden dann exzessive Verluste durch Abschreibungen bei Wertpapieren und Darlehen, die auf die auch schlagzeilenträchtigen Wohn- und Gewerbeimmobilien ausgerichtet sind und auch verbundene Kreditderivate in aktueller Höhe von 306 Milliarden Dollar staatlicher Sicherung unterstellt.
Macht die Citigroup jetzt weiter Verluste, sind die ersten 29 Milliarden Dollar aus eigener Tasche zu entrichten – die restlichen Verluste trägt der Staat dann in einer Höhe von 90 Prozent und damit kann die Citigroup dann ihre Maximalverluste dann wohl optimal übersichtlich verwalten?
Durch sofortige Finanzspritzen in Höhe von dann insgesamt 45 Milliarden Dollar und dem staatlichen Anteil von acht Prozent am Kapital ist die USA damit größter Miteigentümer im Finanzkonzern, der seit dem Sommer 2007 – dem Beginn der Finanzkrise – dann eine Schrumpfung von 90 Prozent erlitten hat.
Die Citigroup erkennt die Konsequenzen wohl deutlich. Auch wenn bisher nicht davon ausgegangen werden kann, dass vom US-Finanzministerium nun ein Vertreter in den Aufsichtsrat entsandt wird, kann davon ausgegangen werden, dass die Entlohnung des Staates für diese umfangreiche Rettungsaktion üppig ausfallen wird. So ist klar, dass jeweils für die ersten 25 Milliarden Dollar die Steuer im Zeitraum von fünf Jahren eine Dividende von fünf Prozent kassiert – nach den fünf Jahren steigt die dann auf neun Prozent. Den zweiten Zuschuss bezahlt die Citigroup mit acht Prozent – von Anfang an. Und so ist es dann eine Überweisung von jährlich 3,4 Milliarden, die die Citigroup nun mindestens tätigen muss.
Dazu kommt, dass diese finanzielle Belastung die Citigroup für Privatinvestoren nicht gerade attraktiv wirken lässt. Ohne Zustimmung des Finanzministeriums darf die Group nämlich keine höhere Dividende als einen Cent je Quartal überweisen.
Da ist dann wohl ein straffes Sanierungsprogramm fällig – und wer zweifelt dann, dass in dem Zusammenhang dann auch Köpfe rollen werden?
05. Dezember 2008
Nicht nur die Forex Broker sind etwas erstaunt, denn die Europäische Zentralbank beschloss gestern eine Senkung der Leitzinsen um immerhin 0,75 Prozent. Damit wurden die Erwartungen der Finanzexperten deutlich übertroffen, die von einem halben Prozent ausgegangen waren.
Auch die Zentralbanken der Länder reagierten mit deutlichen Zinssenkungen auf die anlaufende Wirtschaftskrise. Nachdem die Vereinigten Staaten den Leitzins bereits bis auf ein Prozent gesenkt hatten, zog jetzt die Bank von England nach und beschloss eine Zinssenkung auf zwei Prozent. Auch die schwedische Zentralbank entschloss sich zu einem Zinsniveau von zwei Prozent.
Diese Entscheidungen sorgten für etwas Wirbel im Forex Trading. Nachdem sich der Euro am Donnerstag Nachmittag leicht erholen konnte, startete er auch am Freitag früh mit leichten Gewinnen in den Forex Handel. Doch der Auftrieb hielt nicht lange an. Schon kurz nach Handelsstart an der Frankfurter Börse hatte er den im Forex Trading eroberten Boden wieder eingebüßt. Interessant wird es gegen Mittag, denn da werden in Deutschland wichtige Daten aus der Wirtschaft veröffentlicht. Dabei geht es sowohl um die Auftragseingänge in der Industrie, die wertvolle Hinweise zur weiteren Entwicklung liefern, als auch um die Produktionszahlen des herstellenden Gewerbes. Schon kurz vor Börsenöffnung in Frankfurt schauten die Forex Broker neugierig auf die Zahlen aus dem Dienstleistungsbereich und die Statistiken aus der Rohstahlproduktion.
Zu den morgendlichen Verlierern gehörte am Freitag auch der Dollar, der einen heftigen Preiskampf mit dem Yen ausfechten musste und dabei dem entsprechenden Chart eine Abwärtskurve bescherte.
05. Dezember 2008
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