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In nächster Zeit keine klaren Tendenzen erkennbar

Vorhersagen im Forex-Trade sind auch ohne Finanz- und Wirtschaftskrisen schwierig. Doch zur Zeit ist es für Marktteilnehmer und Analysten besonders schwer, klare Tendenzen im globalen Forex-Trade zu erkennen. Für die kommende Woche erwarten daher die Forex-Experten sehr volatile Märkte. Es fällt den Analysten sichtlich schwer, sich auf eine klare Tendenz festzulegen. Daher wird beispielsweise die Spanne des Euros, in der er sich nächste Woche bewegen könnte, mit ganzen zehn Cent angegeben. Das heißt, beim Euro rechnen die Marktbeobachter mit einer Bewegung zwischen 1,30 und 1,40 Dollar. Positiv wird gegenwärtig einzig die Reaktion der Wechselkurse auf Konjunkturdaten gewertet, da die Kurse noch vor ein paar Wochen vollkommen losgelöst von konjunkturellen Entwicklungen reagierten.

Dadurch wird zumindest die Fundamentalanalyse etwas erleichtert. Die Märkte und die Wechselkursentwicklungen werden für die Analysten wieder etwas transparenter, was Vorhersagen über mögliche Tendenzen wesentlich vereinfacht. In den letzten Wochen des Jahres 2008 schien eine Fundamentalanalyse der Forex-Märkte kaum mehr möglich. Der Handel war geprägt von der Risikobereitschaft und -vermeidung der Investoren. Diese waren aber nicht mehr mit den konjunkturellen Fundamentaldaten zu vereinen, so dass die Analyse auf der Grundlage von Konjunkturdaten in dieser Zeit kaum mehr Bedeutung hatte.

Viele Marktteilnehmer und Analysten sind jedoch fest davon überzeugt, dass im weiteren Verlauf des Jahres die Konjunkturimpulse wieder mehr an Bedeutung für Prognosen und Verhaltensweise auf den Märkten gewinnen. Begründet wird diese Annahme mit den Leitzinsentscheidungen der Notenbanken der führenden Wirtschaftsnationen. Es wird erwartet, dass sich die Zentralbanken in ihrer Leitzinspolitik in den nächsten Monaten immer mehr annähern werden. Schlussendlich wird davon ausgegangen, dass die Notenbanken der amerikanischen und japanischen Leitzinspolitik folgen und ebenfalls auf ein Leitzinsniveau von faktisch null Prozent einschwenken werden. Sobald sich das bisher sehr unterschiedliche Zinsniveau in den Industrieländern angeglichen hat, werden konjunkturelle Entwicklungen in den einzelnen Wirtschaftsräumen wieder mehr an Bedeutung für die Forex-Märkte gewinnen.

Für die kommenden Wochen bedeutet das, dass es an den Forex-Märkten zu einiger Bewegung kommen wird. In welche Richtung diese Bewegung ausfallen wird, ist den meisten Analysten jedoch noch nicht klar. Für einen deutlichen Impuls wird jedenfalls am Donnerstag die Europäische Zentralbank sorgen. Dann nämlich wird sie ihre Leitzinsentscheidung bekannt geben. Nach vielen Spekulationen und Gerüchten gehen die meisten Analysten von einer Leitzinssenkung von 50 Basispunkten aus. Allerdings mehren sich auch die Stimmen, die sowohl von einer Senkung um 75 als auch von nur 25 Basispunkten ausgehen. Die Spannbreite der Erwartungen an die Europäische Zentralbank ist damit recht hoch. Einig sind sich aber alle Analysten und Marktbeobachter, dass es in den nächsten Monaten zu weiteren Anpassungen der Leitzinsen kommen wird. Möglicherweise ist für den europäischen Währungsraum sogar eine Zinssenkung auf das Niveau von einem Prozent realistisch.

Der Arbeitsmarktbericht der ADP vom Mittwoch und der offizielle Bericht des US Arbeitsministerium haben unterdessen die schlechte konjunkturelle Lage der amerikanischen Wirtschaft unterstrichen. Im Dezember 2008 ist die Zahl der Beschäftigten außerhalb des Agrarsektors um 524.000 gesunken. Die amerikanische Wirtschaft hat vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 insgesamt 2,6 Millionen Arbeitsplätze abgebaut. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde damit der stärkste Stellenrückgang gemessen. Die Arbeitslosenquote in den USA stieg 2008 auf 7,2 Prozent an. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Welle der schlechten amerikanischen Konjunkturdaten noch weiter anhalten und den Dollar belasten wird. Einziger Trost für die amerikanische Landeswährung ist, dass die Daten aus der Eurozone wohl kaum besser ausfallen werden.

Für die Wechselkurspaarung EURUSD wird vor diesem Hintergrund in den kommenden Wochen mit volatilen Kursen gerechnet. In den Fokus der Investoren rückt unterdessen immer mehr die anstehende Vereidigung des neuen Präsidenten der USA, Barack Obama. Im Angesicht der rezessiven Lage der US Wirtschaft und der langanhaltenden Finanzkrise, hat er bereits in den vergangenen Wochen neue Konjunkturpakte in bis dahin unerreichten Höhen angekündigt. Marktbeobachter gehen mittlerweile davon aus, dass sich im weiteren Verlauf des Jahres die amerikanische Wirtschaft als erste Volkswirtschaft weltweit aus der Rezession befreien könnte. Sollte dieser Fall eintreten, sehen die Analysten damit den Startschuss für einen länger anhaltenden Aufwärtstrend des Dollars gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung gekommen.

Doch bis dahin steht diesen Donnerstag zunächst die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank auf der Agenda. In den Vereinigten Staaten wird am selben Tag der nicht zu unterschätzenden Empire State Manufactoring Index für den Monat Januar bekannt gegeben. Außerdem werden die Erzeugerpreise für Dezember sowie der Index der Philadelphia Federal Reserve veröffentlicht. Bereits am Mittwoch werden die Daten zu den amerikanischen Import- und Exportpreisen und den Einzelhandelsumsatzzahlen für Dezember mitgeteilt. Den Wochenabschluss bildet die erste Umfrage zum Verbraucherindex für den Januar der Universität von Michigan. Damit ist die kommende Woche also voll gespickt mit impulsgebenden Konjunkturdaten. Außerdem rechnen die Marktbeobachter mit massiven Kursschwankungen an den Forex-Märkten.

jetzt kommentieren? 11. Januar 2009

Ausblick auf das neue Jahr

Prognosen auf zukünftige Ereignisse sind immer eine besonders schwierige Herausforderung. Vor allem wenn es sich um seriöse Zukunftstrends handelt, denen Anleger und Investoren folgen möchten bzw. als Grundlage für ihre Investitionsentscheidungen einbeziehen. Im Forex-Handel sind solche Vorhersagen auch ohne Finanz- und Wirtschaftskrise besonders schwierig. So kam es, dass 2008 kaum ein Experte, Analyst oder Ökonom den Rekordwert der europäischen Gemeinschaftswährung von 1,60 Dollar voraussagen konnte. Ebenso wenig konnte der Absturz des Euros im Herbst auf 1,23 Dollar vorhergesagt werden. Vom Höhepunkt der Euro-Rally am Ende des Jahres ganz zu schweigen.

Durchschnittlich hatte der Euro 2008 einen Wert von 1,47 Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung war damit so stark wie noch nie zuvor in ihrer kurzen Geschichte. 2007 kostete der Euro im Jahresdurchschnitt 1,37 Dollar. Basierend auf diesem Ergebnis hatten nicht wenige Marktbeobachter ein Comeback des Dollars für 2008 erwartet. Und auch für 2009 halten weiterhin viele Analysten an dieser Einschätzung fest. Sie gehen für das erste Quartal von einem sinkenden Wechselkurs aus, der den Dollar begünstigen wird. Anderer Analysten aber sagen, dass sich bis zum Ende der ersten Jahreshälfte kaum signifikante Kursunterschiede zwischen Euro und Dollar beobachten lassen werden. Von einem radikalen Trendwechsel gehen sie nicht aus.

Fasst man die unterschiedlichen Ansichten und Prognosen zusammen, wird sich die europäische Gemeinschaftswährung in den ersten Monaten des Jahres 2009 durchschnittlich in einer Spanne zwischen 1,30 und 1,40 Dollar bewegen. Diese Annahme gilt bei den meisten Analysten als angemessen, da sie die unterschiedlichen Leitzinsen in Europa und den Vereinigten Staaten berücksichtigt. Nach der Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve auf faktisch null Prozent, wird für 2009 nicht mit einer Anhebung des Niveaus gerechnet. Die Europäische Zentralbank musste 2008 ihren Leitzins auf 2,50 Prozent senken. Es gilt als nahezu ausgeschlossen, dass sie ebenfalls eine Null-Zins-Politik wie ihr Pendant in den USA betreiben wird. Eine weitere Reduktion des europäischen Leitzinses wird allerdings nicht ausgeschlossen. Eine Senkung auf ein Niveau zwischen 1,00 und 1,50 Prozent wird daher als realistisch betrachtet.

Unterschiedliche Aussagen für die zweite Jahreshälfte

Betrachtet man sich die unterschiedlichen Prognosen für die zweite Jahreshälfte, fällt ein weites Auseinanderdriften der Vorhersagen auf. Große Bankhäuser wie etwa die Commerzbank rechnen mit einem starken Dollar. Die Banken gehen für die zweite Jahreshälfte von einem Trendwechsel aus, der den Euro bis auf 1,12 Dollar drücken könnte. Gründe sehen die Analysten der Bank darin, dass sie mit einem Ende der amerikanischen Wirtschafts- und Finanzkrise rechnen. Dadurch werden nach Ansicht der Experten auch die Zinsen wieder kräftig und vor allem langfristig steigen. Insbesondere die Zinsen für amerikanische Staatsanleihen könnten in der zweiten Jahreshälfte wieder auf 3,5 Prozent Zinsen klettern. Derzeit werfen sie bei einer Laufzeit von zehn Jahren nur knapp zwei Prozent Rendite ab.

Ein gänzliches anderes Szenario entwickelte etwa die HSH Nordbank. Sie rechnet mit einem weiteren Kursanstieg des Euros auf  bis zu 1,50 Dollar. Die Analysten des Hauses gehen von einer langfristigen Schwächung der amerikanischen Landeswährung aus. Vor allem asiatische Länder haben bisher massiv amerikanische Staatsanleihen gekauft. Nachdem aber die Finanz- und Wirtschaftskrise auch den asiatischen Wirtschaftsraum erfasst hat, benötigen viele Länder ihre Devisenreserven um die eigene Wirtschaft anzukurbeln und investieren daher lieber in nationale Konjunkturprogramme. Bisher profitierte die amerikanische Leistungsdefizitbilanz von den Investitionen des Auslands in den amerikanischen Staat. Fallen diese Anlagen weg, bliebe den Amerikaner nichts anderes übrig, als mit einem schwachen Dollar die Exporte der US-Wirtschaft in Schwung zu bringen.

Pro-Kopf-Verschuldung

Viele Experten halten es ebenfalls für ein realistisches Szenario, dass die Krise der amerikanischen Wirtschaft noch weitere zwei bis drei Jahre anhalten könnte. Wie kaum eine andere Ökonomie ist die amerikanische Volkswirtschaft vom privaten Konsum der Verbraucher abhängig. Doch viele von ihnen sind seit Jahren maßlos überschuldet und könnten auf lange Zeit als Konsument ausfallen. Erste Ansätze ließen sich im schlechten Weihnachtsgeschäft 2008 in den USA beobachten. Statt wie gewohnt zu konsumieren, hielten sich viele Verbraucher zurück, um ihr Geld für schlechtere Zeiten aufzusparen.

Die bisherigen Frühindikatoren, Indizes und die überschuldeten amerikanischen Verbraucher sprechen in diesem, von der NordLB entwickeltem Szenario, eher für einen starken Euro. Die Euro-Teilnehmerländer stehen wirtschaftlich besser da und würden beim nächsten konjunkturellen Aufschwung am meisten profitieren und sich zügig erholen. Die Analysten der Bank können sich die Vereinigten Staaten nur schwer als Exportnation vorstellen. Der private Konsum bleibt die treibende Kraft der amerikanischen Wirtschaft und der Export wird kaum das gleiche Niveau erreichen, um die Ökonomie nachhaltig zu stützen. Mit Spannung erwarten die NordLB-Banker, wann die Federal Reserve vom Krisenmanagement wieder zu einer normalen Geldpolitik zurückkehren und wieder Zinsen erheben wird. Bei einem gleichbleibenden unterschiedlichen Zinsniveau in Europa und den Vereinigten Staaten, gehen die Forex-Experten von einem mittelfristig stabilen Wechselkurs von 1,40 Dollar pro Euro aus.

jetzt kommentieren? 05. Januar 2009

Forex Ausblick für Wochenstart

Wie sich die Kurse im Forex Trading am Montag entwickeln werden, darüber sind die Experten noch geteilter Meinung. Einerseits spricht viel dafür, dass der Dollar zu den Gewinnern zählen wird. Vor allem die Mitteilung von George Bush, dass die Autoindustrie die dringend benötigten Kredite bekommt, dürfte für Auftrieb beim Dollar sorgen.

Auf der anderen Seite steht die Meinung von Joe Biden, die er gegenüber Mitarbeitern von ABC Fernsehen äußerte. Biden wird von Barrack Obama zu seinem Stellvertreter ernannt werden. Er schätzt die Lage in der amerikanischen Wirtschaft als deutlich dramatischer ein, als man bisher angenommen hatte. Er sprach sogar von einem kaum noch zu vermeidendem Totalabsturz. Doch er brachte auch gleich einen Hoffnungsschimmer mit, indem er andeutete, dass die neue amerikanische Regierung schon über ein zweites Hilfspaket für die Wirtschaft nachdenkt.

Nach seinen Worten sei man sich mit den Mitgliedern vom Kongress bereits einig, dass noch einmal bis zu 700 Milliarden Dollar an Hilfen für die Wirtschaft bereit gestellt werden müssten.  Allerdings ließ er offen, ob diese Hilfen in die bereits angedachten zwei Billionen Dollar Aufträgen der öffentlichen Hand enthalten sind.

Nach Meinung der Experten dürfte auch diese Meldung kein dauerhaftes Hoch des Dollar im Forex Trading bringen. Zu tief sitzt der Schock über die dramatische Zinssenkung der amerikanischen Zentralbank, die damit alle Mittel ausgeschöpft hat, mit denen sie den Markt unterstützen könnte, während sich die Europäische Zentralbank mit solchen drastischen Maßnahmen noch zurück hält. Man geht in Fachkreisen davon aus, dass der Montag ein recht ruhiger Handelstag sowohl im Aktienmarkt als auch im Forex Trading werden wird.

jetzt kommentieren? 21. Dezember 2008

Weiter voltagile Märkte erwartet

Die amerikanische Landeswährung setzt ihren Abwärtstrend weiter fort. Analysten und Marktteilnehmer erwarten daher weiter voltagile Forex-Märkte gegenüber dem Dollar. Vor allem am gestrigen Donnerstag schaffte es der Dollar sich gegenüber dem Euro und dem Britischen Pfund Sterling wieder etwas zu erholen. Seit Ende letzter Woche war der Dollar in einen Abwärtstrend geraten und erreicht mit einem Stand von 1,4716 Dollar pro Euro seinen tiefsten Stand seit etwa zweieinhalb Monaten. Auch gegenüber dem Japanischen Yen erreichte der Dollar ein 13-Jahres-Tief. Gegenüber dem Britischen Pfund Sterling konnte der Dollar gestern jedoch ordentlich zulegen und schloss bei 1,5120 Dollar mit gut 500 Punkten gegenüber dem Ausgangswert bei Handelsbeginn. Die Analysten sind der Meinung, dass viele Marktteilnehmer immer noch die kräftigen Leitzinssenkungen der amerikanischen Notenbank auf Null bis 0,25 Prozent verdauen müssen.

Die Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten zeigten gestern eine kleine Verbesserung an, denn die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sank in der vergangenen Woche um 21.000 und erreichten damit einen Stand von 575.000 Arbeitslosen. Das Vorwochenergebnis hatte den höchsten Stand seit 26 Jahren erreicht gehabt. Die amerikanische Wirtschaft ist zur Zeit in einer schweren Krise gefangen.

Nach den Gewinnen der letzten Tage, gab gestern die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar ziemlich stark nach. Neben der dünnen Liquidität auf den Forex-Märkten, gehen viele Experten auch davon aus, dass der Euro zur Zeit unter starkem finanztechnischen Druck steht. Grund sind die sich mehrenden Gerüchte, dass auch die Europäische Zentralbank noch einmal massiv die Leitzinsen senken könnte und damit der amerikanischen Leitzinsentscheidung folgen könnte. Gegenüber dem Yen gab es gestern kaum Veränderungen, so dass sich der Euro weiter über der 127,00 Yen Marke bewegt. Zum Britischen Pfund Sterling konnte der Euro derweil einiges an Wertzuwachs verzeichnen. Gestern schaffte der Euro einen Gewinn von knapp 140 Punkten und lag bei Handelsschluss bei 0,9426 Pence.

Aus dem Euroraum werden im Laufe des Tages noch einige Konjunkturdaten erwartet, die Einfluss auf die Forex-Märkte haben könnten. In Deutschland wird heute der deutsche Erzeugerpreisindex bekannt gegeben. Experten gehen von einer Verschlechterung des Index gegenüber dem Vormonat aus. In Frankreich steht noch der Geschäftsklimaindex an.

Unterdessen hat die Bank of Japan ihre Leitzinsentscheidung mitgeteilt. Auch der japanische Leitzins tendiert gegen die Nulllinie, denn die japanischen Zentralbanker haben den Leitzins auf 0,10 Prozent festgelegt. Damit hat Japan die niedrigste Leitzinsrate weltweit. Grund für die Entscheidung war der seit Tagen anhaltende Wertzuwachs des Japanischen Yen gegenüber dem Dollar. Der Yen reagierte prompt mit einem Wertverlust gegenüber der amerikanischen Währung.

 

jetzt kommentieren? 19. Dezember 2008

Einflüsse auf das Forex Trading am Freitag

Dort wird es für die Forex Broker schon zehn Uhr morgens interessant, denn dann werden von der Europäischen Zentralbank die Wettbewerbesindikatoren aus der Eurozone veröffentlicht. Eine Stunde später werden die Daten des Arbeitskostenindexes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Noch interessanter für den Forex Handel sind die zeitgleich zur Veröffentlichung anstehenden Statistiken zur Industrieproduktion des Wirtschaftsraumes der Europäischen Union. Hier wird sich zeigen, ob der Euro den am Donnerstag eroberten Boden weiter ausbauen kann oder ihn nach miesen Statistiken wieder hergeben muss.

Doch auch der Nachmittag wird für die Forex Broker sehr angespannt werden. Gleich nach Öffnung der New Yorker Wall Street wird sowohl die Umsatzstatistik des amerikanischen Einzelhandels als auch die Entwicklung der Erzeugerpreise für November 2008 bekannt gegeben. Glaubt man den sich über Umsatzrückläufe beschwerenden amerikanischen Händlern, dann dürfte vor allem die Einzelhandelsstatistik sehr negativ ausfallen, was dem Euro im Forex Trading kräftigen Rückenwind in der kaufmännischen Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Dollar bescheren dürfte.

Gegen sechzehn Uhr wird es noch einmal spannend, denn da werden aus den Vereinigten Staaten die Lagerbestände und die von der Universität Michigan erhoben Statistiken zur Verbraucherstimmung der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Da die Verbraucherstimmung in unmittelbarem Zusammenhang mit den Einzelhandelsumsätzen steht, ist hier bei übereinstimmend negativen Eindrücken ein weiterer Einbruch des Amerikanischen Dollar im Forex Trading anzunehmen.

Auch aus Kanada kommen interessante Zahlen, die sich nicht nur auf die kanadische Währung auswirken dürften. Gegen 14.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit werden dort die Statistiken über die Neuwagenverkäufe im Oktober und die Auslastung der Industrie im dritten Quartal an die Presse weiter gegeben. Auch diese Wirtschaftsdaten können und werden Auswirkungen auf den Amerikanischen Dollar im Forex Handel kurz vor dem Wochenende haben.

jetzt kommentieren? 12. Dezember 2008

Ruhige Woche erwartet

 

Diese Woche wird es von konjunktureller Seite für die Forex-Märkte wohl eher ruhig werden. Am Donnerstag werden die Importpreise aus den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Am Freitag kommen dann noch die amerikanischen Erzeugerpreise hinzu. Global wirken die zusammengebrochenen Preise für Rohstoffe für deflationäre Tendenzen. Die Tendenzen werden noch durch den günstigen Basiseffekt verstärkt. Die Importpreise in den USA sind seit dem November 2007 um 3,2 Prozent gestiegen. Die Erzeugerpreise sind um 2,6 Prozent gestiegen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Importpreise im Vergleich zum Vorjahr unter die Null-Prozent Marke fallen wird. Diese Entwicklung ist insofern als dramatisch anzusehen, da das Vorjahresplus noch im Juli 2008 bei 21,4 Prozent lag. Den fallenden Preisen können bisher noch keine konjunkturelle Entspannungen entgegengestellt werden. Wahrscheinlicher ist eine gegenteilige Entwicklung, da die Experten einen Einbruch der Umsätze im amerikanischen Einzelhandel erwarten. Weitere Indikatoren wie die zurückgehenden Absatzzahlen der Automobilbranche unterstreichen diese Erwartung noch. Die Marktanalysten gehen daher von einem Rückgang von 1,8 Prozent zum Vormonat aus.

Auch die Stimmungslage der Verbraucher verbessert bisher nicht. Am Freitag wird der sogenannte Michigan Sentiment bekannt gegeben. Die schwachen Arbeitsmarktzahlen und die sich abzeichnende konjunkturelle Abkühlung belasten das Verbrauchervertrauen außerordentlich. Da hilft auch die Kompensation durch die fallenden Energiepreise kaum. Das Verbrauchervertrauen ist derzeit rückläufig. Auch hier ist wie in den letzten Wochen durchaus mit einem Negativrekord zu rechnen. Den Tiefstand des Michigan Sentiments wurde im Mai 1980 mit 51,7 Punkten erreicht. Es scheint sogar möglich, dass dieser Tiefstand unterschritten werden könnte. Im September diesen Jahres lag der Indikator bei 70,3 und der derzeitige Jahresdurchschnitt bei 64,1 Punkten.

Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf den Forex-Märkten richtet sich aber auch auf den Euroraum. Am Freitag werden in Deutschland die Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht. Auch hier gehen die Analysten von einem starken Rückgang aus, bedingt durch die schwache Auftragslage sowie der schlechten Stimmung in der Industriebranche. Am Dienstag erwarten die Experten den ZEW Konjunkturausblick. Die meisten Analysten gehen jedoch davon aus, dass die kleine Stimmungserholung aus dem vorigen Monat aufgrund immer wiederkehrender Katastrophennachrichten der globalen Wirtschaft vollkommen aufgebraucht ist. In der nächsten Woche erwarten die Marktteilnehmer am Forex-Markt mit Spannung auf den Ifo-Geschäftsklimaindex, der wahrscheinlich aber auch negativ ausfallen wird.

Die Risikovermeidung der Anleger hält nach wie vor an, auch wenn heute bereits ein wenig mehr Risikofreude auf den Forex-Märkten zu erkennen war. Der Dollar wird nach wie vor nachgefragt, so dass der Euro große Schwierigkeiten haben wird, deutliche und vor allem nachhaltige Kursgewinne zu erzielen.

jetzt kommentieren? 08. Dezember 2008

Beim Forex Trading in die Zukunft schauen

Der Forex, als größter Devisenmarkt der Welt steht und fällt mit der richtigen Einschätzung des zukünftigen Marktgeschehens. Dabei sollte nichts dem Zufall überlassen werden, denn die richtige Prognose entscheidet über Top oder Flop im Tradinggeschäft.

Die genaue Beobachtung und Analyse des Marktes ist das Mittel um zukünftige Trends richtig einordnen zu können.

Hierbei werden verschiedene Verfahren angewandt.

Für Einsteiger und auch erfahrene Trader, die mehrere Märkte gleichzeitig beobachten, eignet sich die „Technische Analyse“. Hier werden die Marktbewegungen der Vergangenheit ins Auge genommen und mit den hier gewonnenen Daten Prognosen für die Zukunft erstellt.

Dabei sollten zwei entscheidende Grundsätze beachtet werden:

Ein einzelner Faktor kann am Markt alles ändern!

Hier ist es so, dass die aktuellen Kurse bereits alle marktrelevanten Faktoren beinhalten. Es erübrigt sich dabei nach den Gründen zu fragen, da der Kurs bereits alle Ursachen und Gründe in sich hat.

Der Forex ist ein Trendmarkt!

Seit über hundert Jahren ist das prinzipielle Verhalten am Markt fast unverändert. Alte Verhaltensmuster zu bestimmten Vorkommnissen können somit auch auf das aktuelle Marktgeschehen angewandt werden. Studiert man das Verhalten der Kurse in der Vergangenheit zeichnen sich Tendenzen ab, die sich bei bestimmten Ereignissen oder auch regelmäßig wiederholen.

Der Relative–Stärke-Index (RSI), ist eine Möglichkeit der Marktuntersuchung.

Hierbei werden die Auf- und Abwärtsbewegungen des Marktes in einem Bereich zwischen Eins bis Hundert ausgedrückt und auf diese Weise analysiert. Als Richtwert gilt: Ein Index über 70 heißt, dass der betreffende Kurs über der tatsächlichen Markterwartung liegt. Ein Index unter 30 lässt den umgekehrten Schluss zu.

Auch bei der Methode des Stochastischen Oszillators wird der Index von Eins bis Hundert verwendet. Es werden vermehrt die Schlusskurse beobachtet. Bei einem Aufwärtstrend befinden sich die Kurse oberhalb des Kursdurchschnitts, wobei bei einem Abwärtstrend die Kurse unterhalb des Durchschnitts liegen. Diese steigenden oder fallenden Tendenzen werden in ein Indexdiagramm übertragen und mit Hilfe der Stochastischen Methoden analysiert. Anhand dieser Auswertungen erfolgt nun die Identifikation der überkauften und überverkauften Kurse. Mit Hilfe dieser effektiven Aussagen wird nun das weitere Handeln am Markt festgelegt.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Fibonacci-Zahlenreihe. Die Summen der letzten beiden Glieder der Zahlenreihe dienen der Berechnung von Korrekturzielen und Kurszielzonen.

Ebenso bei der Wellentheorie findet die Fibonacci-Zahlenreihe Anwendung. Hier werden Wellenmuster erzeugt, Wellenbewegungen analysiert und so Prognosen über künftige Kursentwicklungen getroffen. Auch Lücken im Diagramm, das heißt Unterschiede zwischen dem Anfang und Ende einer Lücke, geben Aussagen über Trendprognosen am Markt.

jetzt kommentieren? 02. Dezember 2008

Die nächsten Tage im Forex Trading

Interessant werden am Dienstag die Veröffentlichungen der Autoverkaufszahlen in den USA und Australien. Für Australien stehen ebenfalls die Zahlungsbilanz und der Außenhandelsumsatz zur Veröffentlichung an. Am späten Abend dürften dann die Statistiken zum amerikanischen Verbrauchervertrauen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Forex Broker stehen.

Deutschland und Europa werden in anderer Hinsicht interessant für das Forex Trading. Hier stehen die deutschen Zahlen zur Sozialhilfe an und es werden die statistischen Werte veröffentlicht, die Auskunft über die Ausstattung der deutschen Haushalte geben. Auf gesamteuropäischem Niveau wird Auskunft über die Entwicklung der industriellen Erzeugerpreise gegeben, die wiederum Rückschlüsse darauf zulassen, wie sich in Zukunft die Einzelhandelspreise entwickeln werden.

Vor allem Letzteres ist für die Forex Broker interessant. Fallen die Erzeugerpreise, ist auch mit einem Rückgang der Preise im Einzelhandel zu rechnen. Rückläufige Preise wiederum führen bei vielen Verbrauchern dazu, dass man sich etwas kauft, was man eigentlich noch gar nicht so dringend bräuchte. Die daraus resultierende Nachfragesteigerung würde jedoch gerade jetzt zur Stabilisierung der Wirtschaft einen gehörigen Beitrag leisten, was dann wiederum im Forex Trading zu einer Stabilisierung der europäischen Gemeinschaftswährung führen müsste.

Besonders interessant in dieser Woche ist der Mittwoch für die Forex Broker. Dort kommt aus den Vereinigten Staaten der Arbeitsmarktbericht. Auch der Ölmarktbericht könnte zusammen mit dem Dienstleistungsindex der Amerikaner großen Einfluss auf den Kurs des Amerikanischen Dollar im Forex Trading haben, während der Euro am Mittwoch durch die europäische Statistik des Einzelhandelsumsatzes beeinflusst werden wird. Doch es wird bereits in den frühen Morgenstunden recht interessant, denn in Australien werden die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht. Hier heißt es also für die Forex Trader, aufmerksam zu sein und handlungsbereit zu bleiben, denn diese Zahlen könnten erneut heftige Bewegungen bei den Crossrates zur Folge haben.

jetzt kommentieren? 01. Dezember 2008

Wird das Forex Trading am Donnerstag ruhiger?

Mit Sicherheit dürfte es heute an den Börsen etwas ruhiger zugehen, denn die New Yorker Wall Street bleibt auf Grund eines Feiertages geschlossen. Dennoch stehen auch heute wichtige Termine an. Einige große Unternehmen veröffentlichen heute ihre Prognosen für das laufende Quartal. Interessant wird es dabei auch in Deutschland. Hier wird von der ILO die Arbeitslosenstatistik für Oktober veröffentlicht, in der sich schon erste Anzeichen der Finanzkrise finden lassen könnten. Noch schlimmer könnte das Ergebnis der Agentur für Arbeit ausfallen, die ihre Zahlen für November der Öffentlichkeit präsentiert. Gegen 11 Uhr heißt es für die Forex Broker, ganz genau hinzuschauen. Dort werden von der Europäischen Union sowohl die Daten zur Verbraucherstimmung als auch zum Geschäftsklimaindex November veröffentlicht, die eine unmittelbare Auswirkung auf den Euro im Forex Trading haben dürften.

jetzt kommentieren? 27. November 2008