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Starke Schwankungen im Forex Trading

Noch immer hat der Umfang des Forex Trading nach Angabe der Analysten noch nicht wieder das volle Niveau erreicht. Eine Folge dessen ist, dass die Kurse auch kurzfristig stärkeren Schwankungen unterliegen. Doch das hatten die Experten bereits im Dezember signalisiert, nachdem sie einen starken Run auf andere Wertpapiere beobachtet hatten.

Deshalb ist es auch sehr wahrscheinlich, dass einige Forex Broker auf andere Anlagen umgeschwenkt sind. Dazu zählen unter anderem Anleihen, die durch die Bundesregierung, die Regierungen der anderen europäischen Länder sowie durch die Industrie selbst heraus gegeben werden. Dort locken auf Grund der von den Banken künstlich geschaffenen Kreditknappheit deutlich höhere Renditen als sonst.

Inzwischen bleiben auch die konkreten Maßnahmen des Konjunkturpakets in Deutschland weiter heftig in der Diskussion. Einzig bei der Einhaltung der Neuverschuldung scheint sich ein Kompromiss anzubahnen, bei dem sich die Parteien auf eine jährliche Neuverschuldung von zwölf Milliarden Euro einigen könnten. Große Differenzen gibt es allerdings darum, wie man dafür sorgen will, dass die Bürger mehr Geld in der Tasche haben, das sie für den Konsum ausgeben können.

Zwar gibt es hier ernste Ansätze, vor allem Familien mit Kindern unter die Arme greifen zu wollen, doch die angedachte Anhebung des Grundfreibetrages und die Senkung der Progressionskurve in der Steuer wird von Müntefering scharf kritisiert. Er sieht völlig begründet die Gefahr, dass die dadurch frei gesetzten Finanzen in Sparanlagen fließen, die keinen Effekt auf die Nachfrage für industrielle Güter bringen.

Die in die Diskussion eingebrachte Senkung der Krankenkassenbeiträge von 0,9 Prozent würde zwar für Arbeitnehmer einen Vorteil bringen, aber die enorme Zahl von Freiberuflern und Einzelunternehmern mit kleinen Einkommen würde davon nicht profitieren. Sie sind durch hohe Abgaben ohnehin deutlich stärker belastet als abhängig Beschäftigte mit gleichem Bruttoeinkommen. An dieser Stelle scheint man völlig zu vergessen, dass genau in diesem Bereich neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, die die staatlichen Sozialkassen erheblich entlasten könnten.

jetzt kommentieren? 08. Januar 2009

Der Dax hat eine wichtige Marke geknackt

Die Experten haben es schon prophezeit und jetzt ist es schneller als erwartet passiert – der Dax hat seine Marke von 5.000 Punkten zurückerobern können. Dabei hat er inzwischen im neuen Jahr schon bei 5.111 Zählern notieren können und das ist ein Wert, der seit November 2008 nicht mehr erreicht wurde.

Ein erstes richtig positives Plus ergab sich dabei allein durch den Kurssprung einer einzigen Aktien – und das brachte Zuwachs im Bereich von 0,85 Prozent. Der dritte Handelstag im neuen Jahr brachte schon diese positiven neuen Ergebnisse, die letztlich durch die Papiere von Volkswagen erreicht werden konnten. So konnte dann die psychologisch bedeutsame Marke von 5.000 Zählern geknackt werden. Und der MDax legte nach und brachte es auf ein Plus, das schon bei 0,26 Prozent lag und damit 5.861 Zähler einbrachte. Nur der TecDax erlitt Verluste – die lagen bei 0,25 Prozent und einer Punktezahl von 535,78.

Die Bekanntgabe von Porsche scheint es wohl gewesen zu sein, nämlich den größten europäischen Autobauer mehrheitlich zu übernehmen, die Anleger dazu veranlasste, auf diese Aktie zu setzen. Weil darüber hinaus die VW-Aktien ein knapp bemessenes Gut sind, konnten die Titel damit Zuwachs von zwölf Prozent und damit einen Wert von 285 Euro erreichen. Zwischenzeitlich war ein Zuwachs von 17 Prozent und ein Wert von 300 Euro auch schon notiert worden.

Dabei hat Porsche schon angekündigt, dass – sofern der Kurs der Aktie das erlaubt – der Anteil an VW im Verlauf des Jahres auf 75 Prozent aufgestockt werden soll. Die Optionen hierauf hat sich das Unternehmen schon gesichert. Allein 20 Prozent der Anteile an den VW-Aktien sind jetzt in Niedersachsen beheimatet. Auch die Porsche-Aktien, die allerdings in keinem Index geführt werden, nahmen einen positiven Verlauf um 1,2 Prozent ein.

Einige Händler sehen den Verlauf der VW-Aktie stellvertretend für die Autobranche und vermuten, dass die Konjunktur in diesem Bereich vielleicht doch schneller aus ihrem Tief herausfindet, als dies bisher prognostiziert wurde.

Jetzt ist sogar schon die Rede davon, dass die Prognosen für die Autobranche vielleicht doch ein wenig zu pessimistisch ausgefallen sein sollen. Viel Aufruhr, um den Verkauf anzukurbeln vielleicht?

Insgesamt lässt sich nämlich rückblickend sagen, dass bei genauer Betrachtung VW auch auf dem US-Automarkt noch recht gute Ergebnisse erzielt hat.

Auch die Aktien von Daimler konnten am dritten Handelstag ihre Verluste vom Vortag schnell wieder aufholen – mit einem satten Anstieg von drei Prozent.

Echte Überraschungen bot am Dienstagnachmittag dann auch der Anstieg des ISM-Index für die Dienstleistung in den USA. Hier wurde eine Steigerung auf 40,6 Zähler von zuvor 37,3 Zählern erreicht. Auch Analysten zeigten sich von diesem Verlauf eher überrascht, denn ein Minus war das, was eher erwartet worden war. Das Ergebnis war, dass die Kurse der Wall Street damit insgesamt anzogen.

Nicht nur die Autowerte waren in den ersten Tagen an der Börse die Gewinner. Auch die Stahlwerte nahmen einen überraschend positiven Verlauf. Die Titel von Thyssen-Krupp erlebten einen Anstieg von über drei Prozent und Salzgitter konnte sogar ein Plus von 4,5 Prozent verzeichnen. Der weltgrößte Stahlkonzern – ArcelorMittal – verzeichnete sogar einen Zuwachs von neun Prozent.

Ein insgesamt toller Einstieg in ein als wirtschaftlich schlecht prognostiziertes Jahr.

jetzt kommentieren? 07. Januar 2009

Forex- Deviseneuro weiterhin im Stillstand

Der Euro hatte letzte Woche keinerlei Gelegenheit, sich wieder zu stärken und etwas an Kurskraft dazu zu gewinnen. Das Wechselkursniveau bleibt zunächst bestehen. Dabei ist zu beobachten, dass die europäische Gemeinschaftswährung sowohl gegenüber US-Dollar als auch gegenüber dem japanischen Yen weiterhin auf der Stelle tritt und nicht voran kommt. Für eine kurzfristige Bewegung im Euro-Wechselkursniveau konnte bisher lediglich der unerwartet schwache ISM-Index sorgen, der dem Euro dazu verhalf, auf ein Tageshoch von 1,4029 US-Dollar zu klettern.

Der ISM-Index stellt einen der wichtigsten Frühindikatoren für die amerikanische Volkswirtschaft dar und spiegelt stets seht genau die gegenwärtige Lage der Wirtschaft, den status quo. Dieser fiel von November( 36,2) bis Dezember auf 32,4 Punkte, was einen unglaublich hohen Verlust darstellt. Ein eindeutig historischer Wert, der das letzte Mal vor über 28 Jahren verzeichnet werden konnte. Volkswirte hatten mit einer deutlich niedrigeren Schwächung des Index gerechnet, so entstand bei Anlegern wie bei Ökonomen eine große Überraschung im Zuge der Schwächung des Index. Historische Werte auch aus dem Grund, weil bereits das absinken unter 50 Punkte enorm deutlich signalisiert, wie schwach die jeweilige Wirtschaft, in diesem Fall die US-Volkswirtschaft unter den derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnissen, ob nationaler oder internationaler Art, zu leiden hat. Trotz der allgemein sehr schlechten Entwicklung sprechen Händler immer noch von einem insgesamt sehr reglosem Geschäft, was deutlich die Erwartungen unterhöhlt und weiterhin die niedrigsten Einnahmen seit Jahren prophezeit. Da sich sogar viele Anleger in diese Tagen gänzlich vom Handel fern hielten, bleibt auch die so sehr nötige Liquidität aus und führt zu sehr überzeichneten Wechselkursbewegungen in diesen Tagen.

Im Gegensatz zu den insgesamt sehr negativen Entwicklungen am Markt, zeigt sich das Pfund Sterling leicht gestärkt und scheint zumindest kurzfristig wieder an Kursfahrt zu gewinnen. Verglichen mit der europäischen Gemeinschaftswährung Euro zieht das Pfund Sterling sogar deutlich an und notiert knapp unter der Marke von 0,96 EUR/GBP. Ob sich das Pfund jedoch in der kommenden Zeit wird halten können, hängt auch sehr stark von den Zinsentscheidungen der Bank of England ab, die ihres dazu beitragen werde.

Der Preis einer Feinunze Gold hat in der letzten Woche zudem sehr an Kraft zugenommen. Letzten Dienstag noch mit 869,75 US-Dollar notiert, kletterte der Goldpreis zum Ende der letzten Woche auf 874, 50 US-Dollar.

 

 

 

 

jetzt kommentieren? 06. Januar 2009

Der Goldpreis profitiert von der Angst

Die Edelmetalle, mit Ausnahme hier das Gold, erlebten im Jahr 2008 ein beständiges Auf und Ab. Für das Gold ergaben sich Preisentwicklungen, die schon in 2008 als recht gut bezeichnet werden konnten. Das hat seinen Hintergrund wohl darin, dass schon seit jeher das Edelmetall als sicherer Hafen in krisengeschüttelten Zeiten gilt. Nicht zuletzt der Absicherung gegen die Inflation dient das Gold. Experten sind sich inzwischen recht sicher, dass auch der kleine Bruder des Goldes – das Silber – ein erneutes Comeback erleben wird in schwierigeren Wirtschaftszeiten.

Für den spektakulären Aufstieg und den dann anschließend folgenden heftigen Abstieg der Rohstoffe steht im Jahr 2008 rückblickend das Rhodium. Das Edelmetall gehört zur Platingruppe und hatte in der Mitte des Jahres 2008 einen Anstieg auf 10.000 US-Dollar je Unze erlebt. Dann aber erlebte es seinen Kollaps und der Preis verfiel auf 1.000 US-Dollar.

Auch das Platin erlebte kein viel besseres Jahr. Während zur Mitte des Jahres, im Juli, die Feinunze Platin, die ein Gewicht von 31,1 Gramm aufweist, einen Preis von 2.000 US-Dollar hatte, so lag dann zum Jahreswechsel dieser Preis noch bei 850 US-Dollar. Damit wurde beim Platin ein Preisabsturz von knapp 60 Prozent verzeichnet.

Die große Ausnahme bei den Edelmetallen stellte hier das Gold dar. Das gilt nämlich auch in Krisenzeiten schon seit alters her als echter Hafen und Anleger wollen sich mit dem Ankauf von Gold gegen die Inflation absichern. Daß das gelbe Edelmetall dann vor dem wirtschaftlichen Hintergrund, der sich global ergab, seine Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen konnte, ist dabei eigentlich nebensächlich. Wie Ärzte auch so gern formulieren, ging es dem Gold aber auch im Verlauf des Jahres 2008 „den Umständen entsprechend gut“.

Die Krise, die sich um die Investmentbank Bears Sterns im März 2008 entwickelt hatte, brachte der Feinunze einen Preis ein, der zu dieser Zeit bei 1.030 US-Dollar lag. Und auch danach erlitt das Gold keinen solch heftigen Absturz, wie sie die anderen Edelmetalle verzeichnen mussten. Letztlich lag der Goldpreis auch in schwierigen Phasen kontinuierlich bei 850 Dollar für die Unze – und das war ein Preisniveau, das auch am Anfang des Jahres – vor der Krise von Bears Sterns – üblich war.

Experten sind sich deshalb sicher, dass das Gold – und auch der kleine Bruder Silber – sich gegen den Börsentrend entwickeln und ein neues Comeback erleben werden. Ein wichtiges Indiz wird darin gesehen, dass viele Banken schon den Ausverkauf der begehrten Anlagemünzen vermelden mussten. Aber nicht nur in Münzen, auch in Investmentbarren wird in Form von Gold und Silber investiert.

Was ist der Grund dafür?

Vermutlich liegt der Hintergrund darin, dass die Anleger Befürchtungen haben, dass große Geldsummen in den Markt gepumpt werden und damit die Rückkehr einer Inflation befürchtet wird. Andere Anleger haben große Befürchtungen, die sich auf die aktuelle Finanzordnung beziehen.

Und genau darin sehen Experten das Indiz dafür, dass sich die Goldpreismarke über 1.000 US-Dollar hin entwickeln wird. Einige Analysten sind wieder besonders optimistisch und sprechen bereits die Marke 2.000 US-Dollar als realistisch aus.

Die Finanzexzesse und die Schäden die Politiker ausgelöst haben in den vergangenen Monaten sollen die Gründe dafür sein, das bislang unerprobte Schritte ausprobiert werden und damit der Goldpreis bedingt durch einen großen Ansturm auf das Edelmetall sensationelle Preise erreichen kann.

jetzt kommentieren? 06. Januar 2009

Euroraum dehnt sich nach Osten aus

Für die fünf Millionen Einwohner der Slowakei war es am 1. Januar 2009 soweit. Pünktlich zum zehnten Geburtstag der europäischen Gemeinschaftswährung, trat die Slowakei als 16. europäisches Land der Europäischen Währungsunion bei und vergrößerte so die Eurozone auf ein 329 Millionen Einwohnerumfassendes Gebiet. Allerdings ist die Einführung des Euros in dem kleinen Land nicht ganz unumstritten. Wie andere osteuropäische Länder und ehemalige Sowjetrepubliken kämpft auch die Slowakei mit einer ausufernden Inflation. Aus diesem Grund könnte die europäische Gemeinschaftswährung die Teuerungsrate in dem kleinen Land kräftig anheizen.

Anlässlich des Euro-Jubiläums gab sich der EU-Währungskommissar, Joaquin Almunia, optimistisch. Die europäische Gemeinschaftswährung ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem Symbol für die europäische Gemeinschaft geworden und wirkt in den Teilnehmerländern maßgeblich Identitätsstiftend. Angesichts der dramatischen Entwicklungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Sommer 2007, sind die Hoffnungen und das Vertrauen in den Euro kontinuierlich gewachsen. Er soll die Wirtschaft der europäischen Teilnahmeländer vor den schlimmsten Auswirkungen der Krise zu schützen. Ob er dieser Herausforderung gewachsen sein wird, wird das kommende Jahr zeigen. Der Beitritt der Slowakei zum europäischen Währungsraum wird jedoch als optimistischer und historischer Schritt für die europäische Gemeinschaftswährung bewertet.

Allerdings wird die Aufnahme der Slowakei in die Europäische Währungsunion nicht von allen so euphorisch betrachtet. Die Europäische Zentralbank hatte bereits im Mai 2008 eine Warnung ausgesprochen, dass nach der Einführung der Gemeinschaftswährung in der Slowakei die Inflation rasant steigen könnte. Bislang wurde die Teuerungsrate der kleinen Volkswirtschaft durch den sehr hohen Wechselkurs von Euro und slowakischer Krone begrenzt. Dadurch konnte die slowakische Wirtschaft Waren und Güter zu sehr guten Konditionen aus dem europäischen Ausland einführen. Die Zentralbanker warnten davor, dass dieser preisdämpfende Faktor nach der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung wegfallen wird.

Zur Zeit als die politische Entscheidung für die Aufnahme der Slowakei in die Europäische Währungsunion fiel, lag die slowakische Inflationsrate bei 2,2 Prozent. Damit erfüllte das Land die Aufnahmebedingung, da ihre Inflationsrate einen ganzen Prozentpunkt unter der zulässigen Höchstgrenze der Euro-Teilnahmeländer von damals 3,2 Prozent lag. Auch die weiteren formalen Kriterien konnte die Slowakei mit Bravour erfüllen. 2007 lag das Haushaltsdefizit bei 2,2 Prozent. Die Höchstgrenze für die Länder der Eurozone liegt bei drei Prozent, gemäß dem europäischen Stabilitätspakt. Auch die Verschuldungsrate von 29 Prozent liegt im Rahmen der Stabilitätsvereinbarungen. Nicht wenige zeichneten ein Bild vom Musterschüler Slowakei.

Mit dem 16. Mitgliedsland im europäischen Währungsraum scheint die Zeit der Expansion der europäischen Gemeinschaftswährung vorerst beendet zu sein. Von den 27 Mitgliedsstaaten gehören nun 16 der Währungsunion an. Von den restlichen elf Staaten hat bis auf Rumänien kein anderer Staat ein klares Beitrittsziel benannt. Rumänien will 2014 die heimische Währung abschaffen und die europäische Gemeinschaftswährung einführen. Nach dem Scheitern des Währungsbeitritts des baltischen Staates Litauens an der zu hohen nationalen Inflation, haben auch andere osteuropäische Staaten ihre Beitrittspläne vorerst auf Eis gelegt.

Eine entgegengesetzte Entwicklung scheint sich bei den bisher Euro-skeptischen Ländern abzuzeichnen. In Zeiten der globalen Krise hat sich die Euro als Stabilitäts- und Sicherheitsgarant für die europäische Wirtschaft erwiesen. Vor diesem Hintergrund steigerte sich allmählich wieder das Interesse der nordwesteuropäischen Länder an dem Euro. In Dänemark beispielsweise stieg laut einer Umfrage der dänischen Zentralbank die Zahl der Euro-Befürworter auf 44 Prozent. Nur noch 38 Prozent der Befragten äußerte sich entsprechend kritisch gegenüber dem Euro. Auch in anderen Ländern steigt die Zahl der Euro-Befürworter, wie etwa in Großbritannien oder Schweden. Von einer klaren Mehrheit kann aber in beiden Ländern noch keine Rede sein. Dennoch wird es als positives Zeichen gewertet, dass das Interesse an der europäischen Gemeinschaftswährung wieder deutlich gestiegen ist.

jetzt kommentieren? 04. Januar 2009

Der letzte Tag der Börse im alten Jahr beginnt mit festen Kursen

Der letzte Dienstag des Jahres konnte an der Börse mit Kursgewinnen beim Dax starten. Dabei war ein Anstieg des Leitindex von 1,4 Prozent auf dann nämlich 4.765 Punkte zu verzeichnen. Und auch die Käufe von Fonds, die bedingt durch die künftig erhobene Abgeltungssteuer noch Zuflüsse im Jahresende erfahren, stützten den Markt noch zusätzlich – sagen die Händler.

Aber auch das Plus des Jahresabschluss kann über eines wohl nicht hinwegtäuschen: Der Jahresverlust an der Börse war enorm. Ein dickes Minus von über 40 Prozent im Jahr 2008 bringt den gesamten Jahr damit den Ruf des zweitschlechtesten Jahres – gleich nach 2002, als ein Minus von 44 Prozent auf das gesamte Jahr erwirtschaftet wurde. Das ist in der gut 20jährigen Geschichte des Index ein wirklich mieses Ergebnis. Und der Jahresabschluss brachte es mit sich, dass an dem Dienstag der Handel eben nur bis 14 Uhr ging.

In Tokio wurde das Börsenjahr schon beendet und der Nikkei-Index hatte am letzten Handelstag einen Anstieg von 1,3 Prozent zu verzeichnen. Aber auch der asiatische Leitindex hat damit nur ein schlechtes Jahr etwas positiv gestimmt beendet. Hier war der Verlust im Jahr 2008 nämlich mit 42 Prozent beziffert und damit war im asiatischen Raum der größte Jahresverlust verzeichnet worden, den die 58jährige Geschichte bisher hinnehmen musste.

Der amerikanische Dow Jones Index als bekanntes amerikanisches Börsenbarometer kam da fast schon mit einem blauen Auge davon. Hier betrug das Minus auf das Jahr gesehen nämlich nur 36 Prozent. Allerdings wird an der Wall Street wirklich bis zum letzten Tag des Jahres gehandelt – auch wenn damit das Gesamtergebnis nur noch leicht beeinflusst werden kann. Die New Yorker Börse hat lediglich an Neujahr geschlossen und auch an Silvester verläuft der Handel dann bis Mittag weiter.

Der deutsche Rentenmarkt wird von Experten am letzten Tag des Jahres eher freundlich erwartet. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Hintergrund, erleben die Staatsanleihen eine Entwicklung, die dem sicheren Hafen sehr nahe kommt. Das wird zumindest von einigen Banken am Dienstag gemeldet.

Der Bund Future erhält somit auch gute Unterstützung, auch wenn sich die Umsätze hier insgesamt sehr dünn zeigen werden. Der Widerstand liegt hier wahrscheinlich bei Vortageshoch, das nämlich bei 125,55 Punkten lag. Und eine Unterstützung bekommt der Bund bei dann 124,82 Zählern. Damit liegt der Bund-Future im frühen Handel bei einem Plus, das sich in elf Stellen dann bei 125,44 Prozent festlegt.

Der Handel zwischen den Feiertagen war wieder einmal erwartungsgemäß dünn ausgefallen und so waren die Kursbewegungen am Devisenmarkt eher erratisch geprägt. Der Euro hatte am Montag noch ein Hoch, das bei 1,4362 Dollar lag und erlebte dann am Dienstag im frühen Handel seinen Fall, der bis auf 1,3918 Dollar ging. Im frühen Handel Europas lag er bei 1,4021 Dollar. Und auch bei anderen Währungen gab es große Kursausschläge – auch im Bereich der Rohstoffe übrigens.

Echte Trends werden wohl am Markt erst wieder im Januar etabliert werden, denn dann kehren die Profis in Sachen Anlage und auch die Unternehmen an den Markt zurück.

 

jetzt kommentieren? 03. Januar 2009

Stabilisiert sich der Rand in Südafrika etwas?

Der Devisenmarkt zeigt, dass der südafrikanische Rand im Jahr 2008 zu den absoluten Verlierern gehört hat. Gegenüber dem Euro ist ein Kurs von derzeit 13,33 Euro zu verzeichnen. Dabei hat die Währung in den letzten zwölf Monaten ein Minus von 32,5 Prozent verzeichnen müssen und im Vergleich zum Dollar hat die Währung aus Südafrika mit derzeit 9,423 Rand dann sogar einen Wertverlust von 40 Prozent eingefahren.

Auch wenn zuletzt leichte und sehr zaghafte Stabilisierungsansätze vorhanden waren, die man nicht unterschätzen sollte nach dem absoluten Flop-Jahr des Rand. Da konnte die Währung dann gegenüber dem Dollar zum letzten Wochenanfang des Jahres auf ein Zweieinhalbmonatstief ansteigen. Nicht zuletzt war es der gestiegene Goldpreis, der dazu beigetragen hat. Die Entwicklung des Goldpreises ist für Südafrika schon deshalb so wichtig, weil das Gold zehn Prozent der Weltproduktion aus Südafrika erfährt und damit neben dem Platin für Südafrika wichtigstes Exportgut ist.

Wenn sich der Goldpreis also weiterhin festigen kann und auch der augenblicklich stark stürzende Platinpreis dann wieder einen eingeleiteten Bodenbildungsversuch erfolgreich abschließen kann, dann könnte das auch für den Rand gute Nachrichten bedeuten in Form einer Stabilisierung der Währung.  

Die Bedeutung der Rohstoffpreise für den Devisenmarkt zeigt sich wieder einmal darin, dass allein im Jahr 2008 Ausländer Assets im Werte von insgesamt 73 Milliarden Rand verkauft haben.

Aktuell gibt es aber auch noch andere wichtige Gründe, die gegen den Rand sprechen. Dazu gehört unter anderem die negativ ausgefallene Handelsbilanz. Am letzten Dienstag des Jahres wurde nämlich berichtet, dass sich das Defizit dann im November nicht – wie erwartet von 9,8 Milliarden auf von Analysten erwartete 5,8 Milliarden reduziert hat  - e ist sogar angestiegen auf mehr als 12,1 Milliarden Rand. Für die Leistungsbilanz ist das kein gutes Zeichen, denn die belief sich schon nach dem dritten Quartal 2008 auf ein Minus von 7,9 Prozent – am Bruttoinlandsprodukt gemessen. Das Handelsbilanzdefizit für Südafrika war damit weit größer als bisher angenommen. Auch der Exportsektor hat durch den Verfall von Rohstoffpreisen einen großen Nachteil gehabt – und das zusammen erweist sich als sehr negativ für den Rand.

Ein wirklich bedeutsamer Anstieg des Rand im kommenden Jahr wird somit nicht erwartet.

Auch die vermutlich im nächsten Jahr weiter fallenden Leitzinsen sprechen gegen die bessere Entwicklung des Rand in größerem Umfang. Die Notenbank hat am 11. Dezember zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren ihre Geldpolitik ein wenig gelockert und dann auch weitere Zinssenkungen angekündigt. Der Reposatz erlebte damit eine Senkung um 50 Basispunkte auf jetzt 11,50 Prozent.

Aber es sind noch weitere Zinsschritte nach unten möglich, wenn sich nämlich die Inflationsrate von November 12,1 Prozent dann wie von der Notenbank prognostiziert bis ins dritte Quartal 2009 auf ein Zielband von dann etwa drei bis sechs Prozent reduziert. Die aktuellen Planungen sehen eine durchschnittliche Inflationsrate für das Jahr 2009 bei 6,2 Prozent und für 2010 bei 5,6 Prozent. Die Volkswirte rechnen sich daher für das Ende 2009 einen Reposatz aus, der im Bereich von neun Prozent angesiedelt ist. 

jetzt kommentieren? 02. Januar 2009

Euro pendelt sich wieder ein

Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich zum Beginn des europäisch dominierten Forex-Trades wieder um die 1,40 Dollar Marke eingependelt. Am Dienstag morgen startete der Euro mit 1,4013 Dollar in den heutigen Handel, nachdem er gestern eine wilde Berg- und Talfahrt vollführt hat. Der Dollar startete mit 0,7130 Euro in den heutigen Forex-Trade. Gestern erreichte die europäische Gemeinschaftswährung einen Tageshöchststand von 1,4362 Dollar, bevor er dann am Nachmittag fast drei Cent gegenüber dem Dollar wieder abgeben musste.

Die heftigen Kursschwankungen werden zur Zeit vom dünnen Handel auf den Forex-Märkten begünstigt. Allerdings sind in den letzten Tagen geopolitische Aspekte in den Fokus der fundamental Analysten gerückt. Seit dem Wochenende bombardiert die israelische Luftwaffe Stellungen und Einrichtungen der Hamas im Gazastreifen. Israelis und Palästinenser stellen sich auf einen längeranhaltenden Konflikt ein. Aus Angst vor einem neuen Kriegsausbruch im Nahen Osten sind gestern die Preise für Gold und Öl blitzartig gestiegen.

Nach Einschätzung der israelischen Zentralbank erhöhen die Kampfhandlungen im Gazastreifen die geopolitische Unsicherheit für Israel. Vermutlich werden darunter vor allem die israelische Wirtschaft und der Schekel leiden. Aus diesem Grund beschloss die israelische Zentralbank am Montag ihre Leitzinsen um ganze 75 Basispunkte zu senken. Damit hat das Leitzinsniveau in Israel ein historisches Tief von 1,75 Prozent erreicht.

Die Zinssenkung vom Montag war die mittlerweile fünfte Senkung des Leitzinsniveaus innerhalb von drei Monaten. Grund für die Senkungen war nach Angaben der Zentralbanker die konjunkturelle Sorge um die israelische Wirtschaft. Analysten und Ökonomen gingen von einer Senkung des Leitzinses um 50 Basispunkte aus. Um so größer war dann die Überraschung über die Notenbankentscheidung. Seit dem 7. Oktober 2008 wurde der israelische Leitzins um insgesamt 2,5 Prozent gesenkt, um der israelischen Konjunkturkrise entgegen zu wirken.

Gegenwärtig hat die Bombardierung des Gaza-Streifens noch keine Auswirkungen auf die Beurteilung der israelischen Kreditwürdigkeit. Laut den Experten ist es noch zu früh für eine Beurteilung, ob die schwersten Luftangriffe seit Jahrzehnten makroökonomische Einflüsse haben wird oder nicht. Mehr Einfluss auf die Forex-Märkte übt gegenwärtig die Konjunkturabschwächung der israelischen Wirtschaft, das israelische Haushaltsdefizit, die anstehenden Wahlen und eine mögliche Veränderung der amerikanischen Nahost-Politik nach Einführung des neuen amerikanischen Präsidenten aus.

Der Schekel reagiert auf die Luftangriffe zeitweise mit einem Absturz, konnte sich nach der Leitzinsentscheidung der israelischen Notenbank aber wieder fangen. Inwieweit eine mögliche Bodenoffensive der israelischen Armee im Gaza-Streifen auf die Forex-Märkte hat, bleibt abzuwarten.

 

jetzt kommentieren? 01. Januar 2009

Chinesischer Yuan für Südostasienhandel zugelassen

Die chinesische Regierung geht die ersten Schritte in eine für sie neue wirtschaftspolitische Richtung. Um von der Globalisierung weiter zu profitieren und der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise entgegen zutreten, wurde die chinesische Landeswährung, Yuan, nun auch für den internationalen Handel zugelassen. Bereits am vergangenen Mittwoch hat die chinesische Regierung einen entsprechenden Beschluss gefasst. In Form eines Pilotprojektes, soll der Yuan das erste Mal auch für den grenzüberschreitenden Handel mit den chinesischen Nachbarstaaten zugelassen werden. Einige ausgewählte chinesische Wirtschaftszonen dürfen im Zuge des Pilotprojekts ihre Handelsgeschäfte mit den ASEAN Staaten – der Südostasiatischen Staatengemeinschaft – in der chinesischen Landeswährung abwickeln. Diese Regelung gilt auch ausdrücklich für die chinesischen Sonderwirtschaftszonen Hongkong (ehemalige britische Kronkolonie) und Macao (ehemalige portugiesische Kolonie). Ziel der chinesischen Führung ist es, dass dadurch die Exportwirtschaft der Chinesen wieder gestärkt werden soll, da dieser unter der anhaltenden globalen Wirtschaftskrise stark gelitten hat. Für den Devisenhandel bedeutete das, dass dadurch in Zukunft starke Wechselkursschwankungen verringert werden sollen.

Der größte Teil der Exporte des Riesen-Reiches wird immer noch in Dollar und Euro abgewickelt. Ökonomen befürchten bereits seit einiger Zeit, dass im Zuge der andauernden Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA der Wert des Dollars weiter sinken könnte. Der Handel Chinas mit den ASEAN Staaten sowie den Sonderwirtschaftszonen Hongkong und Macao umfasste 2007 ein Gesamtvolumen von circa 400 Milliarden Dollar. Das entspricht etwas einem Fünftel des gesamten chinesischen Außenhandelsvolumens. Kein Wunder also, dass die Angst vor einem weiteren Wertverlust des Dollars auch die chinesische Führung nervös gemacht hat.

China erhofft sich neben der Absicherung seiner Geschäfte gegenüber dem Dollar, auch eine verstärkte Akzeptanz des Yuan in ganz Asien. Mit dem angekündigten Pilotprojekt, soll sich der Yuan langfristig zu einer internationalen Währung weiter entwickeln.

jetzt kommentieren? 27. Dezember 2008

USB und Abgeltungssteuer

Da aller Voraussicht nach viele Sparer durch die Abgeltungssteuer in Zukunft die Grenze für steuerfreie Kapitaleinkünfte erreichen werden, sollte man sich die Zeit nehmen, und seine Freistellungsaufträge genauer überprüfen. Da die Spekulationsfrist ab 2009 weg fällt und die Dividenden nun voll und nicht mehr nur halb besteuert werden, empfiehlt Baur, sich rechtzeitig um die Überprüfung und gegebenenfalls um die Anpassung der Sparpläne etc. zu kümmern. Wenn keine Freistellungsaufträge erteilt worden sind oder diese vielleicht zu niedrig liegen, werde die Bank im Zweifelsfall viel zu viel an das Finanzamt überweisen. Man kann diese zu viel bezahlten Steuern zwar zurück fordern und erstattet bekommen, aber besser ist es natürlich, von vorne herein den Aufwand und Papierkram zu vermeiden und durch die Überprüfung und Anpassung sämtliche zusätzlichen Schwierigkeiten zu umgehen. Ledige werden ab 2009 dann mit bis zu 801 Euro und Paare bis 1602 Euro steuerfrei bleiben.

Generell ist es ebenso ratsam, Panikkäufe zu vermeiden. Der eine oder andere Finanz- Dienstleister empfiehlt seinen Kunden, auf Fonds- und Kapital- bildende Versicherungsprodukte zu setzen, weil diese dann angeblich frei von der Abgeltungssteuer wären. Jedoch sollten sich die Anleger vor Torschusspanik und unüberlegten Käufen schützen. Oftmals werden die Nachteile dieser Produkte nämlich unter den Tisch fallen gelassen, oder nur unzureichend erwähnt. Die oft angepriesenen Dachfonds könne man tatsächlich zwar in Unterfonds verlegen, aber der Hauptgrund für deren Verkauf sind die Gebühren, die dabei tatsächlich abgezweigt werden könnten. Also sollte man sich überlegen, ob man da nicht lieber die Abgeltungssteuer zahlt, oder sich in eine, durch andere Kosten überteuerte Geldanlage flüchtet.

Die von der USB geplante Zweckgemeinschaft für illiquide und faule Wertpapiere wird, anders als zunächst angedacht nach Bern, und nicht auf die Cayman Islands ausgelagert. Die ersten Planungen verliefen zwar in die andere Richtung, aber nun hat es sich doch alles anders ergeben. So wurde bereits am 16. Oktober veröffentlicht, dass der Bund und die Nationalbank der USB auf diese Weise mit einer Kapitalerhöhung und der Ausquartierung der so genannten „faulen Engagements“ (das sind illiquide Aktive oder Problembelegte Wertschriften) mit 68 Milliarden Franken aushelfen wollen. Dazu war eigentlich gedacht, eine Zweckgesellschaft zu gründen, deren Domizil auf den  Cayman Islands gewesen wäre. Dazu wollte die Nationalbank der USB einen Kredit über fast 54 Milliarden Dollar einräumen, der mit seiner relativ hohen Verzinsung für die Verpfändung dieser „Ramsch- Papiere“ gegolten hätte. Aber nun hat man sich einen Weg überlegt, der dieses Verfahren nun doch etwas vereinfachen wird. Die USB schießt dazu eigenes Kapital mit ein, indem sie eine Option auf den Erwerb der neu zu gründenden Auffanggesellschaft bekommt. Im Gegenzug dazu wird sie die erste sein, die nach vollständiger Rückzahlung des Darlehens der SNB für die faulen USB Aktiven eintreten kann. Das Domizil der neuen Gesellschaft, die also nur für diesen Zweck ins Leben gerufen wird, wird im Schweizerischen Bern sein, an statt der zuerst Angedachten Cayman Islands. Da man damit rechnet, dass die geplante Struktur in beiden Fällen ähnlich liegt, und man nun auch den politischen Gegensprechern dieses Argument nimmt, bleibt man so also lieber im eigenen Land.

 

 

jetzt kommentieren? 25. Dezember 2008

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