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Die Hypo Real Estate saniert sich durch Jobabbau

Insgesamt zeigt sich die Hypo Real Estate sehr offen gegenüber der Möglichkeit, wieder ins finanzielle Lot zu finden. Und da sind es dann Arbeitsplätze, die weichen müssen und so die Kosten des Unternehmens deutlich senken. Arbeitsplätze sind eben nach wie vor einer der größten Kostenfaktoren eines Unternehmens. Aber nicht nur hier gibt es wichtige Nachrichten, denn auf den krisengebeutelten Immobilienfinanzierer warten noch Klagen. Die kommen von Anlegern, die Schadenersatzforderungen stellen.

In der Hypo Real Estate ist ein richtig massiver Konzernumbau geplant. Und der Konzernchef lässt verlauten, dass die geplanten massiven Einschnitte beim Personal ein wichtiger Bestandteil der Restrukturierung seien und damit unvermeidlich. Eine Alternative zum Personalabbau werden nicht gesehen, wenn die Bank tatsächlich gerettet werden soll.

Dabei sind rund zwei Drittel der Stellen, die abgebaut werden sollen, im Ausland zu finden. Ob das nun eine wirklich Beruhigung ist, darf in Zweifel gestellt werden. Zudem hat sich die Bank noch von einigen amtierenden Vorstandsmitgliedern verabschiedet. Die haben nämlich durch eine Razzia der Staatsanwaltschaft München unerwünschten Besuch bekommen. Für zwei Vorstandmitglieder bedeutet das einen richtig heftigen Knick in der Karriereleiter, denn sie müssen die Bank verlassen und werden wohl auf eine neue Stelle in ähnlicher Position warten müssen. Zwei weitere Top-Manager müssen auch ihre Stühle räumen. Hier möchte sich die Bank aber zu näheren Umständen nicht äußern und so werden die Niederlegungen dieser Posten mit der Finanzkrise und deren Umständen ziemlich verwaschen erklärt.

Insgesamt ist die Hypo Real Estate aber eben nicht nur durch die Finanzkrise gerüttelt worden. Der Vorwurf der Marktmanipulation, dessen Verdacht sich die Bank nun stellen muss, steht neben dem Verdacht auf falsche Darstellung nach dem Aktiengesetz. Ein harter Brocken, den die Bank da neben der Finanzkrise schlucken muss.

Die Ermittlungsunterlagen bringen wohl schwere Vorwürfe gegen den Vorstand hervor, wie in den Medien inzwischen nach Informationen bekannt wurde. Da hat die Bank, bzw. der Finanzvorstand, noch Ende September bei einer Bankenkonferenz, die in München stattfand, die Position der irischen Tochter Depfa als stabil bezeichnet. Und das vor dem Hintergrund, dass mit der Deutschen Bank schon über die Refinanzierungsprobleme gesprochen worden war. Wenige Tage später befand sich die Hypo Real Estate dann schon vor dem Kollaps – eben wegen jener Probleme mit der Depfa. Die Rettung der als stabil bezeichneten Tochter machte dann Finanzspritzen in Höhe von 50 Milliarden Euro von Banken und Bund notwendig – und die Summe reicht nach neuen Schätzungen längst nicht aus.

Im Moment legt der Konzern gezwungenermaßen die Karten auf den Tisch und verhandelt mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung über die unterstützenden Maßnahmen. Die Gegenleistung der Bank besteht zunächst darin, ein neues Geschäftsmodell auszuarbeiten, damit die Zukunft auch gesichert bleibt. In Zukunft will der Konzern seine Konzentration auf Geschäfte in Deutschland und Europa konzentrieren. Die Trennung von anderen Teilen des Geschäfts wird unumgänglich. Und so sieht sich die Hypo Real Estate Bank dann mit diesem Restrukturierungsprogramm auf dem richtigen Weg in die Zukunft.

Bleiben nur noch die Probleme mit der Staatsanwaltschaft, die gelöst werden wollen. 

jetzt kommentieren? 25. Dezember 2008

Das Toyota Minus drückt den Dax

Die deutsche Börse erlebt zum Jahresende keine wirkliche Festtagsstimmung und auch die Geschenke bleiben hier wohl eher aus. Der Grund dafür ist der Leitindex Dax – und der erlebt zum Ende des Handels hin einen deutlichen Rutsch in den Minusbereich. Ganz besonders heftig betroffen waren an der Börse die Aktien von den Autobauern. Aber auch Infineon und Continental hatten turbulente Zeiten zu erleben.

Schon die Verlustankündigung aus dem Hause Toyota hat die Stimmung am deutschen Aktienmarkt stark beeinflusst, so dass hier von vorweihnachtlichen Gefühlen keine Rede mehr sein konnte. So konnten Händler am Markt beobachten, dass dieser zunächst in den letzten Tagen etwas zulegen konnte, dass die schlechte Nachricht aus dem Hause Toyota einige Anleger aber dazu gebracht habe, etwas Kasse zu machen.

Die Autoaktien erlebten in den letzten Tagen erheblichen Druck. Und auch der richtig schwache Start an der New Yorker Wall Street drückte die Stimmung noch einmal. So schloss der Dax dann letztlich bei 1,23 Prozent und somit bei 4.639 Punkten. Allerdings sind die Kursbewegungen teilweise wirklich nur zufällig in ihre Richtungen getrieben worden, denn die Händler beobachteten am Markt, dass sich viele Teilnehmer schon in die Weihnachtsfeiertage verabschiedetet haben und am Geschehen nicht mehr aktiv mitwirken.

Und so sind es die deutschen Autowerte, die unter den Verlustmitteilungen von Toyota, die eigentlich erfolgsverwöhnt sind, leiden müssen. Da zeichnet sich derzeit eine echte Notsituation am deutschen Automarkt ab, speziell aus dem Hause Toyota dringt diese Nachricht an die Medien. Im Konzern rechnet man – vorausschauend bis zum Ende März – für das aktuelle Geschäftsjahr letztlich mit einem Fehlbetrag, der im Bereich von 1,2 Milliarden Euro liegt.

So erlebten es gestern dann nachfolgend auf diese schlechte Nachricht die Aktien von Volkswagen, dass sie um 5,91 Prozent nachgeben mussten und letztlich bei 269,03 Euro lagen. Auch BMW musste Verluste notieren. 3,93 Prozent waren es und damit lag die 21,05 Euro Minus. Daimler musste Einbußen in Höhe von 4,55 Prozent hinnehmen und erlitt damit schlussendlich Verluste bei 24,865 Euro.

Die Favoriten im Dax kamen damit nicht aus der Autobranche. Infineon konnte ein Plus verzeichnen, das bei 6,06 Prozent lag und somit 0,70 Euro. Der Chiphersteller konnte sich erleichtert über die Rettung der Tochter Qimonda zeigen, denn die machte sich massiv bemerkbar. Der öffentliche Schlagabtausch mit dem Bundesland Sachsen brachte letztlich eine Einigung und so erhält Qimonda insgesamt Darlehen im Bereich von 325 Millionen Euro. 150 Millionen davon stammen aus dem Land Sachen, weitere 100 Millionen Euro kommen aus Portugal, weil Qimonda dort seinen Standort mit 2.000 Beschäftigten hat, der gesichert werden soll und 75 Millionen Euro muss Infineon aus München für die Rettung der Tochter beisteuern.

Dax Neulinge Beiersdorf und Salzgitter hatten natürlich besondere Aufmerksamkeit. Und so konnte der Nivea-Hersteller ein kleines Plus von 0,30 Prozent verzeichnen, was dann auf 39,95 Euro ging. Allerdings musste Salzgitter nachgeben – im Gleichklang mit dem Dax insgesamt. Auch vom japanischen Wettbewerb kamen eher enttäuschende Nachrichten. Bridgestone musste seine Gewinnprognosen für das Jahr 2008 senken. Und auch Michelin aus Frankreich steht nicht gut da, musste aufgrund gesunkener Nachfrage die Produktion drosseln und somit für das vierte Quartal 2008 Sonderkosten in Höhe von rund 150 Millionen Euro anmelden.

jetzt kommentieren? 24. Dezember 2008

Einsteiger beim Dax sind kein Verlust für diesen

Es gab einen großen Tausch in der Aktienliga. Während Beiersdorf und Salzgitter in die erste Liga aufsteigen durften, mussten Continental und Hypo Real Estate raus aus dieser. Und der Tausch tat gut – sowohl dem Index als auch den Anlegern.

Die Absteiger und Einsteiger stellen somit für den Dax keinen wirklichen Verlust dar. Während Conti nämlich schon seit über einem Jahr gedrittelt hat, verlor die Hypo Real Estate mehr als 90 Prozent. Weil aber die beiden letztlich auf ein ziemlich geringes Indexgewicht zusammengeschrumpft waren, hat sich der Verfall dann allgemein überhaupt nicht mehr deutlich bemerkbar gemacht.

Insgesamt ist die Zukunft von HRE aber sehr unsicher – und selbst hartgesottene Spekulanten zurück, die zunächst auf eine Wiederbelebung der Bankenbranche gesetzt hatten, können nun interessante Wendekandiaten anvisieren, die dann von Commerzbank bis zur Deutschen Bank reichen.

Und die Aussteiger im Dax, insbesondere Beiersdorf, konnten sich in den letzten Monaten mehr als nur gut halten. Da wird sich wohl auch bis zur kommenden faktischen Aufnahme, die dann am 22. Dezember stattfindet, nicht mehr viel dran ändern. Und bis dahin sollten indexorientierte Fonds und Großanleger ihre Transaktionen bereits abgeschlossen haben und somit dann die beiden Aktien den Sonderstatus als Newcomer im Dax schon verloren haben.

Das könnte dann, wie in vielen Fällen zuvor, einen Rückgang bedeuten. Über Beiersdorf schwebt ja auch noch immer der Ruf, dass hier einer der wenigen und dafür langfristigen Wachstumswerte in Deutschland besteht. Und das galt schon zu der Zeit, bevor der Begriff in der Technik-Hausse in den 1990er Jahren überhaupt Einzug gehalten hatte.

Allerdings muss auch Beiersdorf sich im Jahr 2009 auf ein hartes Leben vorbereiten. Das hat zweit Hintergründe. Der eine liegt in der Chemiekonjunktur, die derzeit einen steilen Verlauf nach unten nimmt und bei der Branchenexperten den Tiefpunkt erst im Jahr 2010 ansetzen.

Zudem ist Beiersdorf stark vom Konsum abhängig. Und da kann man wohl inzwischen einhelliger Meinung sein, dass der sich im Jahr 2009 eindeutig reduzieren wird. So ist es letztlich für die Aktie aktuell eher ein Nachteil, dass sie derzeit ein KGV von nahezu 20 hat. Da ist zu vermuten, dass das Papier von Beiersdorf im Jahr 2009 eher schwankt als rapide zuzulegen.

Und hier liegt dann auch der Vorteil für Salzgitter. Dieses Papier dürfte nämlich, aktuellen Einschätzungen folgen, eher zu einem echten Spottpreis gehandelt werden. Anleger rechnen hier ganz offenbar schon den deutlichen Abschwung der Stahlkonjunktur mit herein. Da sind die Restrisiken schon stark begrenzt. Weil auch die Bilanzen solide sind und die Dividende gut ausfällt, ist es ein beliebtes Papier.

So sind beide letztlich für den Dax ein echter Gewinn und bieten dem Index damit die Chance auf mehr Stabilität. Zudem sollten sie auch in den kommenden Monaten von ihrem Bonus, ein Einsteiger zu sein, nicht allzu viel abgeben müssen.

Somit sind die Einsteiger für den Dax kein Verlust – eher ist hier ein Gewinn im Hinblick auf die Stabilität der Werte zu sehen. 

jetzt kommentieren? 20. Dezember 2008

Am „Day after“ gibt es richtig Aufregung am Markt

Die aufsehenderregende Zinssenkung durch die Fed hat an den Finanzmärkten am Mittwoch mächtig nachgehallt. Und gerade der Devisenmarkt erlebte durch diesen Zinsschritt eine echte Furore. Auch an den Ölmärkten ist ja wohl so einiges los?

So konnte der Dax vor dem Hintergrund der intensiven Leitzinssenkung durch die Fed einen starken Start erleben. Leider rutschte er aber im Verlauf des Vormittags am Mittwoch um teilweise bis zu 1,9 Prozent ab. Bis zum Xetra-Schluss war aber eine deutliche Erholung spürbar.

Der Euro konnte einen richtig rekordverdächtigen Sprung in seinem Kurs zeigen: Innerhalb von nur zwei Stunden waren da drei US-Cent Steigerung zu verzeichnen. In ihren Spitzenphasen konnte die europäische Gemeinschaftswährung sogar einen Wert von 1,4436 Dollar verzeichnen. Aber wen wundert der Schwächefall des Dollars dann überhaupt noch?

In der amerikanischen Zinspolitik im Nullzinsbereich lässt die Absicht vermuten, dass die Anleihemärkte nun in der Folge mit Zentralbankgeld geflutet werden. So wird die Stabilität der US-Währung natürlich erheblich gefährdet.

Dann war es auch noch die OPEC-Entscheidung, die für richtigen Wirbel am Markt sorgte. Hier wurde nämlich die größte Förderkürzung seit der Geschichte der OPEC angekündigt und mit dieser Maßnahme wollte man dann die Ölpreise wieder in die Höhe treiben.

Im algerischen Oran traf man sich und dort wurde dann die Vereinbarung getroffen, dass eine Kürzung von 2,2 Millionen Barrel pro Tag – ab dem 1. Januar – den Ölpreis wieder stabilisieren soll. Das waren Werte, die auch die Beobachter bereits vermutet hatten und so war dieses Ergebnis keine große Überraschung, wurde aber trotzdem mit Spannung erwartet. Das letzte Treffen der OPEC hatte das Ergebnis, dass die Kürzung bei 2,0 Millionen Barrel pro Tag liegen sollte.

Russland als zweitgrößtes erdölproduzierendes Land will durch Förderkürzung nach Aufforderung durch die OPEC den Preis nun auch durch diese Maßnahmen manipulieren. Aber die Frage, die bleibt, ist: Werden auch wirklich alle Mitgliedstaaten die Kürzungen in der Konsequenz umsetzen, in der sie beschlossen wurden?

Aber der Ölpreis, der reagierte nur vorübergehend auf die Neuigkeiten. Und bis zum Nachmittag konnte sogar im Vergleich zum Vortag ein Fall von über zwei Dollar auf dann 41,40 Dollar verzeichnet werden. Allerdings war es hier auch eine Belastung der amerikanischen Lagerbestände, die dazu beitrug.

Die Wall Street hatte nach der Rallye am Dienstag dann überwiegend Minuszeichen zu verzeichnen und das mag wohl auch an Morgan Stanley liegen. Der überraschende und hoch ausfallende Quartalsverlust der Bank für das letzte Quartal 2008 wies letztlich einen Fehlbetrag aus, der in Höhe von 2,34 pro Aktie liegt. Analysten waren von einem Verlust ausgegangen, der im Bereich von etwa 0,33 Dollar je Aktie lag. Durch die Bekanntgabe hatte die Aktie von Morgan Stanley dann zunächst einen Verlust von acht Prozent zu verzeichnen, aus dem sie sich aber erstaunlich gut und schnell wieder erholen konnte.

Die Deutsche Bank war im Dax mit einem Abschlag von 8,8 Prozent dann der schwächste Titel. Durch die Tatsache, dass die BNP Paribas aus Frankreich einen Millionenverlust im Investmentbanking eingefahren hatte, wurden die Gerüchte am Markt immer lauter, dass der Primus der Branche im vierten Quartal nun auch einen hohen Verlust melden muss.

jetzt kommentieren? 20. Dezember 2008

Die Kürzung der Ölförderung und die Auswirkungen

Die Förderkürzungen, die die OPEC beschlossen hat und die im historisch einmalig hohen Bereich liegen, haben aber auf den Ölmarkt nur einen kurzen Eindruck hinterlassen können. Auch wenn die Produktion nun gedrosselt werden soll – der Ölpreis tritt gnadenlos und konsequent weiterhin seinen Rückwärtsgang an – nach eben einer kleinen Phase des Beeindruckens.

Das Fass WTI-Rohöl liegt schon wieder unter einem Preis von 40 Dollar. Es sind unter anderem die steigenden Lagerbestände in den USA, die einen erhöhten Druck auf die Preise ausmachen. Und so ist trotz des Beschlusses der OPEC der Ölpreis wieder gefallen.

Im asiatischen Handel fiel das Barrel Leichtöl aus Amerika um 15 Cent auf damit nun 39,91 Dollar. Und hier ist der tiefste Preis seit Jahren erreicht. Die negativen Konjunkturaussichten des Marktes sind es, die stärker beeindrucken, als es die Entscheidungen der OPEC im Moment können. Das ist die Meinung, die Beobachter des Marktes vertreten.

Die OPEC hatte auf dem Treffen am Mittwoch den Beschluss gefasst, dass die Produktion um 2,2 Millionen Barrel täglich gedrosselt wird und das ab dem 1. Januar. Die Förderländer haben ihre ehemaligen Ankündigungen damit noch um zehn Prozent überschritten und so hat sich nun die größte Kürzung der Geschichte der OPEC ergeben.

Die OPEC ist an der weltweiten Ölproduktion mit insgesamt einem 40 prozentigen Anteil beteiligt. Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass einzelne Mitglieder der OPEC dann in Zeiten des knappen Geldes auch mehr Öl gefördert und verkauft haben, als das dem OPEC-Schlüssel entsprechend hätte getan werden dürfen. Als Resultat auf diese eigenmächtige Erhöhung der Produktions- und Verkaufsmengen ist das Ölkartell in den letzten Monaten schon zweimal aktiv geworden und hat die Produktion gesenkt. Aber der Preisverfall konnte nicht mehr gestoppt werden.

Vom Markt insgesamt ist eine Reaktion auf die Schritte der OPEC nahezu ausgeblieben. Während alle derzeit versuchen, die Weltkonjunktur zu retten, tut die OPEC anscheinend genau das Gegenteil. Der Ölpreis könnte nach Expertenmeinung noch weiter fallen und das bis auf 35 Dollar.

Echten Druck für den Ölpreis bringen die Lagerbestände, die in den Usa vorhanden sind. Die sind nämlich stärker als bisher angenommen angestiegen.

Verglichen mit der Vorwoche haben die Lagerbestände an Rohöl in den USA eine Steigerung von 0,5 Millionen Barrel auf 321,289 Millionen Barrel erfahren, während Analysten lediglich von einem Anstieg ausgegangen waren, der bei etwa 0,2 Millionen liegt.

 

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Dollar zieht im Forex Trading an

Eine der Ursachen für diesen plötzlichen Anstieg ist eine Nachricht aus Philadelphia. Die dortige Zentralbank veröffentlichte am Nachmittag die neuen Daten zum Geschäftsklimaindex. Der fiel allen Erwartungen zum Trotz deutlich besser aus, als es selbst die optimistischsten Analytiker zu hoffen gewagt hatten. Geht man an dieser Stelle auf Ursachenforschung, so scheint sich nun doch die Hoffnung auf die Wirkung des von Barrack Obama ins Auge gefassten gewaltigen Konjunkturpaktes durchzusetzen.

Anders sieht es mit dem deutschen Geschäftsklimaindex aus. Inzwischen sprechen die Experten schon von einem historischen Tief. Kein Wunder, dass daraufhin der Euro im Forex Trading kräftig Federn lassen musste. Vor allem die subjektive Beurteilung der Lage durch eine repräsentative Umfrage unter Gewerbetreibenden fiel deutlich schlechter aus, als es die Wirtschaftsexperten erwartet hatten.

Doch noch ein Fakt machte dem Euro im Forex Trading heute schwer zu schaffen. Die Veränderungen bei den deutschen Aktienindizes stehen unmittelbar bevor und könnten die Werte kräftig durcheinander wirbeln. Auch sind die Aktien der im DAX erfassten Banken sind schwer belastet, wozu auch der Betrugsverdacht gegen die ehemalige Spitze der Real Estate beigetragen haben könnte.

Darüber hinaus spielt hier hinein, dass die Unternehmen auf Grund der sich verschlechternden Geschäftslage schon jetzt die voraussichtlichen Überkapazitäten von Mitarbeitern abbauen wollen. Statt eines Neujahrsgrußes dürften einige Zehntausend Arbeitnehmer in Deutschland die Kündigung übergeben bekommen. Das trifft nicht nur sie selbst, sondern auch die Kommunen ziemlich hart, die sich gerade über kleinere Gewinne in den Haushaltskassen gefreut hatten und die nun in die steigenden Ausgaben bei Hartz IV, Wohngeld und Co, gesteckt werden müssen, anstatt durch die Vergabe von Aufträgen aus der öffentlichen Hand in die Förderung der Wirtschaft gesteckt zu werden.

jetzt kommentieren? 19. Dezember 2008

Wirtschaftsdaten und Immobilien

Der Einkaufsmanagerindex aus Chicago sank im November in der Notierung bei 33,8 zu 37,8 aus dem vorangegangenen Monat. Das traf nicht die erwarteten 38,5 bis 39,5. Der an der Uni Michigan festgesetzte Verbraucherstimmungsindex notierte in der zunächst angenommenen Fassung bei 57,9, lag dann aber letztendlich bei nur 55,3. Hausverkäufe gingen in den Staaten auf 433.000 zurück. Dies entsprach nicht so ganz den revidierten Annahmen, die Summe läge bei 450.000. Noch im September waren es 457.000 gewesen.

Die Europäische Zentral Bank legte für den Euro einen Referenzkurs von 0,8456 (0,8456) zum Britischen Pfund fest. Für den Japanischen Yen (EUR/JPY) 123,10 und in Schweizer Franken (EUR/CHF) 1,5456 (1,5440). Der Euro wurde zum US Dollar mit einem Referenzkurs von 1,2935 (1,2811) festgelegt.

Heute um fünf vor zehn stehen die Arbeitsmarktdaten für den Monat 11/08 auf der Agenda. Fünf  Minuten später wird erwartet, dass das Geldvolumen der Eurozone veröffentlicht wird. Eine Stunde später dann folgen Geschäfts- und Verbraucherstimmung und der Geschäftsklimaindex, wie sie für die Eurozone gelten.

Da in den Vereinigten Staaten der Feiertag “Thanksgiving“ gefeiert wird, wird an einigen Börsen der USA nur eingeschränkt gehandelt.

Leider musste die Immobilie als sichere Kapitalanlage in den letzten Jahren immer mehr an Ansehen einbüßen. Dies hatte verschiedene Gründe. Deutlich weniger Anleger waren für die Immobilie als solches zu gewinnen und diese versuchten immer mehr, mit Wertpapieren ihre Gewinne zu erzielen. Jedoch scheint sich das Blatt nun wieder mehr und mehr zu wenden und die Immobilie erlebt zurzeit ihren zweiten Frühling: Sie wird beliebter und könnte mit diesem Kurs auch in den nächsten Jahren ihr Comeback erleben.

Für diesen neuen Aufschwung auf dem Immobilien – Geldanlagemarkt lassen sich zwei gute Gründe nennen, die die Beliebtheit der Immobilie wieder gesteigert haben. Der erste dürfte wohl in der weltweiten Finanzkrise liegen, die den Anlegern erst deutlich gemacht hat, dass gerade  das Vertrauen in Aktien und Wertpapiere eher fehlgeleitet ist, wenn man auf beständige Werte bauen will. Außerdem sind Aktien etc für viele Anleger nicht wirklich greifbar, und es scheint ihnen besser zu gefallen, in etwas Fassbares zu investieren.

Der zweite Grund scheint der Steuervorteil zu sein, den Immobilien als Geldanlagen mit sich bringen. In 2009 wird die Abgeltungssteuer kommen, die eine Steuer für den kompletten Geldanlagebereich sein wird. Jedoch können Anleger im Bereich der Immobilieninvestments nach Angaben der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ profitieren, denn Gewinne, die aus Immobilien Verkauf stammen sind dann auch weiterhin von der Steuer befreit, allerdings muss seit dem Kauf der Immobilie zehn Jahre oder mehr vergangen sein.

Allerdings ist es andererseits natürlich auch so, dass auch Immobilieninvestments mit Risiken behaftet sind. Da wäre wohl der Leerstand als das größte Risiko zu sehen. Ebenfalls wichtig ist die Lage, in der sich das Haus / das Grundstück befindet, denn nicht überall in Deutschland ist die Immobilie eine vor Inflation geschützte und im Wert stabile Geldanlage. Also sollte man bei der Suche nach dem geeigneten Objekt zur Kapitalanlage Vorsicht walten lassen und keine vorschnellen Entschlüsse ohne Marktanalyse treffen, wenn man beabsichtigt, die Immobilie in einigen Jahren auch wieder zu veräußern.

 

 

 

 

jetzt kommentieren? 18. Dezember 2008

US Leitzinssenkung erhöht den Druck auf die Bank of Japan

Die Bank of Japan (BoJ) gerät unter Druck ihren Leitzins erneut zu senken. Durch die unerwartete Senkung des Leitzinses der US Notenbank am gestrigen Tag könnte es durchaus sein, dass auch die Bank of Japan in der nächsten Zeit mit einer weiteren Senkung nachziehen muss. Da mittlerweile weltweit drastische Leizzinssenkungen vorgenommen wurden, hat die Bedeutung der sogenannten Carry Trades zunehmend an Wert verloren. Ein Fakt, der Japan nicht zugute kommt. In den letzten 7 Jahren hat die Bank of Japan ihren Leitzins gewollt sehr tief gehalten – es gibt kein anderes Land auf der Welt, welches so einen niedrigen Leitzins besitzt. Grund dafür war, dass der Japanische Yen als Wahlwährung für die Finanzierung dieser Carry Trades genutzt werden soll. Dadurch wird Japan und dessen Wirtschaft immer weiter in den wirtschaftlichen Abschwung getrieben. Anleger verlegen ihre Investitionen direkt in den Yen – dies ist der Wirtschaft Japans und auch ihrer Exportrate sehr abträglich.

Es könnte also durchaus möglich sein, dass die Bank of Japan ihren Leitzins bis auf 0,1% senken muss, um die japanische Wirtschaft anzukurbeln.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) könnte weitere Leitzinssenkungen vornehmen, damit die europäische Wirtschaft mit den anderen führenden Wirtschaftsregionen mithalten kann. Da auch die US Notenbank ihren Leitzins gestern um 75 Punkte gesenkt hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Europäische Zentralbank diesen Plan auch verfolgt und nachzieht. Bisher wurde der Euro in der letzten und auch in dieser Woche immer stärker gegenüber dem US Dollar. Mittlerweile hat das Paar sogar die Marke von 1,4000 durchbrochen. In den letzten Wochen schien der US Dollar resistent gegen alle wirtschaftlichen Einbrüche, egal ob aus den Staaten oder der Europazone. Jedoch ist diese Resistenz in den letzten Tagen eingebrochen, so, dass nicht nur der Euro, sondern auch die anderen Hauptwährungen gegenübner dem Dollar zunehmend an Boden gewinnen konnten.

Ob dieses Hoch des Euros und die Talfahrt des Dollars weiterhin anhält, wird auch mit davon abhängen, ob die EZB mit der US-Notenbank zieht oder nicht.

jetzt kommentieren? 18. Dezember 2008

Nur der japanische Dax war 2008 noch schlechter

Die deutschen Aktionäre waren vom Jahr 2008 tendenziell recht enttäuscht. Und auch das Ende des Jahres wird wohl keine Hochs mehr bringen, die deren Stimmung dann noch wesentlich positiver beeinflussen. Ob es denn ein Trost für die deutschen Aktionäre ist, kann man nicht sagen, aber die Aktionäre in Japan wurden noch heftiger erwischt. Aber das ist auch wirklich der einzige – und offen gestanden mehr als schwache – Trost, denn der Dax hat insgesamt im Moment eine traurige Rolle. Hier wurde die zweitschlechteste Bilanz aller wichtigen Finanzmärkte der Welt abgeliefert.

Das Minus liegt bei weit mehr als 40 Prozent – und das schon seit Jahresbeginn. Auch 50 Prozent Minus wurden im Verlauf des Jahres schon erreicht, bevor dann der Anfang Dezember eine kleine Erholung brachte. Obwohl selbst in den USA und Großbritannien die Finanzkrise viel stärkere Verläufe nimmt als  bei uns, waren aber die Verluste im Bereich des Leitzins weitaus geringer als am Markt in Frankfurt.

Der Dax, der eigentlich ziemlich erfolgreich und ein weniger verwöhnt ist, bedeutet dieses Ergebnis eine heftige Niederlage. Da hatte er es über Jahre geschafft, jährliche Zuwächse im Bereich von über 20 Prozent zu erwirtschaften und konnte zudem den anderen Finanzmärkten ihre Plätze vorgeben und auch Kapital aus allen Richtungen anziehen – und nun das Jahr 2008.

Aber die satten und fetten Zeiten für den Dax könnten erst einmal ein Ende haben – das glauben wenigstens die Experten. Und hier sind verschiedene Faktoren verantwortlich für den Absturz des Dax. Natürlich ist es die Krise, die eine Rolle spielt. Internationale Investoren brauchen Kapital und bauen dann zunächst ihre Bestände an deutschen Aktien ab. Aber auch die Zusammensetzung des Dax ist es, die ihm dann zu schaffen macht. Der Index ist praktisch ein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft. Die ist aber von Finanz- und Automobiltiteln im wesentlichen geprägt.

So hat diese Krise letztlich einige mit sich nach unten gerissen – früher oder später nur. Ein Gutes sehen Experten – und das liegt schlichtweg darin, dass 2008 bald geschafft ist als schwieriges Finanzjahr. Ein kleiner Hauch Humor in schwierigen Zeiten eben, könnte man sagen.

Es werden auch im Jahr 2009 wieder zwei Schlüsselbranchen sein, die im Dax das Geschehen bestimmen werden. Von denen ist aber in nächster Zeit nicht viel an guten Nachrichten zu erwarten. Und so sind es aktuell auf den Empfehlungslisten von Vermögensberatern als auch Banken nur die defensiven Titel, sofern dort nach dem Burnout noch Aktien zur Verfügung stehen.

Fast schon klingt es etwas historisch, wenn dann die Aktien der Deutschen Telekom, die von Pharmakonzernen und Versorgern empfohlen werden. Echte ehemalige Ladenhüter wie Pharmaproduzenten – zum Beispiel Fresenius Medical Care – oder auch Beiersdorf, wo Konsumgüter hergestellt werden, gehören dann wieder zu den begehrteren Titeln. Schließlich lässt sich an manchen Dingen wie Dialysen und Nivea Creme auch in Zeiten der Finanzkrise nicht sparen.

Obwohl insgesamt nicht klar ist, wie lange die Krise anhält und – was noch wichtiger ist – welche Hiobsbotschaften sie noch bringen wird, sind die Experten insgesamt natürlich auf die Lage nach der Krise ausgerichtet. Und genau das sollten auch die Anleger bedenken, denn Rezessionsjahre gelten generell als Erholungszeit für den Aktienmarkt, wie die Vergangenheit bewiesen hat.

jetzt kommentieren? 17. Dezember 2008

Forex Trading von Neuverschuldung unbeeindruckt

Otto Fricke, seines Zeichens der Chef des bundesdeutschen Haushaltsausschusses, warnte vor der drastischen Neuverschuldung des Bundes, die notwendig wird, weil fehlende Steuereinnahmen  auf Grund der Konjunkturflaute die Einnahmen schrumpfen lassen und zusätzliche Ausgaben getätigt werden müssen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

Da zerbrechen sich die Forex Broker nicht nur den Kopf, wie die Bundesrepublik die von der EU vorgegebenen Eckdaten erfüllen will. Sie staunen auch, dass sich der Euro unter diesen Gesichtspunkten so stabil hält. Zwar hatte das Bundesministerium für Finanzen eindeutig die Hochrechnung einer Zeitungsredaktion, die auf eine Neuverschuldung von 30 Milliarden Euro gekommen war, zurück gewiesen, doch wenn man die Steuereinbußen und die Hilfspakete für die Wirtschaft zusammen rechnet, kommt man an dieser Zahl auch als Laie kaum vorbei.

Anders sieht es bei der Inflationsrate aus. Sie hat sich in Deutschland stark verlangsamt. Ursache dafür sind die sinkenden Preise für Energieträger. Auch die Lebensmittelwirtschaft trug mit größeren Preissenkungen in den letzten Wochen ein ganzes Stück zu dieser Situation bei. Im Ergebnis liegt die Inflationsrate bei 1,4 Prozent, obwohl die Prognosen bei über zwei Prozent gelegen hatten. Sollte sich der Euro im Forex Trading weiterhin so stark behaupten können, ist mit einem weiteren Rückgang der Inflationsrate zu rechnen, denn diese Stärke schlägt sich wiederum bei den Einkaufspreisen der Wirtschaft für die aus Amerika importierten Rohstoffe und Güter nieder. Damit gehört die starke Inflation des Spätsommers 2008, die immerhin bei mehr als drei Prozent gelegen hatte, vorerst der Vergangenheit an.

jetzt kommentieren? 17. Dezember 2008

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