Monatsarchiv für November, 2008
Die sogenannten Königsdisziplinen des Handels mit Devisen liegen neben den Futures, Options und auch CFDs. Hier wird professionellen Marktteilnehmern die Möglichkeit gegeben, aber eben tendenziell steigend auf den Privatanlegern, den sogenannten Retail Investoren wirklich interessante Möglichkeiten des Investierens und Tradens gegeben.
Der Forex ist dabei der größte Finanzmarkt mit der größten Liquidität überhaupt und so können besonders in den sogenannten Major Crosses innerhalb sehr kurzer Zeit wirklich große Volumen an finanziellen Mitteln bewegen. Hier zeigt sich auch schon der große Vorteil für die Marktteilnehmer, die dann große Positionen schnell bewegen wollen und müssen. Der Fondsmanager, der in den Aktienfonds als Klassiker managt, benötigt für seine Transaktionen auch bei wirklich hochkapitalisierenden Aktien nämlich mehrere Wochen und genau dieses Zeitproblem stellt sich für die Devisenmärkte bzw. den darin tätigen Hedgefunds eben nicht.
Weiterhin ist es die wirklich enorme Hebelwirkung, die den Devisenmarkt interessant macht. Hier werden die Devisen im sogenannten Margin gehandelt. Daher besteht für diesen Devisenhandel auch eine enorm große Hebelwirkung. Bereits ein geringer Kapitaleinsatz kann dann große Volumina bewegen. Anders formuliert kann man auch sagen, dass der Hebel es erst ermöglicht, an den Devisenkursbewegungen überproportional stark Profit zu schöpfen. So sind hier Hebel bis zu 200 und auch mehr möglich.
Die Folge ist, dass der Trader mit einem Kapitaleinsatz von 1.000 US-Dollar dann eine Devisenposition in der Größenordnung von 200.000 US-Dollar bewegen kann. Daneben fallen dann für die Haltung der Übernachtpositionen Finanzierungsgebühren an und die wiederum richten sich an den Basiszinssätzen der einzelnen Währungen aus und nehmen hier ihre Orientierung. Allerdings sollte der Laie hier im Zusammenhang mit der Finanzierungsgebühr keinem Missverständnis aufsitzen. Auch die sogenannten Knock-Out-Produkte, also Hebelzertifikate, haben in ihrem Gesamtpreis eine Finanzierungsgebühr beinhaltet.
Wichtig ist es zudem zu wissen, dass bei den gehebelten Tradings im realen Handel die mögliche Hebelwirkung niemals wirklich komplett ausgeschöpft werden sollte. Wenn dann der Trade nämlich gegen den Trader verläuft, dann sind auch die Verluste entsprechend gehebelt. Einen effektiven Hebel erreicht man lediglich über die Marginhinterlegung.
Marktbewegung ist das A und O im Devisenhandel und so lässt sich an steigenden und auch fallenden Kursen gleichermaßen profitieren. Sowohl long als auch short – wichtig ist nur, dass der Markt sich wirklich bewegt.
Eine wirklich präzise Orderausführung erfolgt am besten in Realtime. Die Order wird dank Internet per Mausklick am Markt ausgeführt, wobei die Devisenmärkte dann schon in ihrer Effizienz mit den Futures durchaus dem Vergleich standhalten können. Es ist wirklich kein effizienterer Markt in diesem Bereich vorhanden. Da sind dann eben auch alle Tradings auf professioneller Ebene möglich – und die beginnen beim Scalptrading, verlaufen dann über das Swingtrading und gehen schließlich bis zum sogenannten Positionstrading.
Hier gibt es auch kein Gap-Risiko, das sich im Wochenverlauf einstellt. Der Devisenhandel verläuft an 24 Stunden ohne Unterbrechung – Tagesschlusskurse gibt es nicht. Wer wirklich möchte, kann auch nachts traden.
Weil der Wettkampf unter den Forex Brokern inzwischen wirklich hart geworden ist, lassen sich häufig Broker finden, bei denen gar keine oder aber sehr geringe Kommissionen sowie Gebühren am Trade verlangt werden. Hier ist das Einkommen der Broker dann ausschließlich vom Spread abhängig – also der reinen Leistung, die er hinsichtlich der Gewinnerzielung erbringt. Auch Demokonten werden inzwischen von fast allen Brokern angeboten und auch die sogenannten Small- oder Mini-Accounts mit Mindesteinlagen zwischen 1.000 und 5.000 US-Dollar sind für viele Broker selbstverständlich.
30. November 2008
Insgesamt ist die Kursentwicklung bei Devisen durch das auch im sonstigen Handel als Ökonomisches Prinzip des Angebotes und der Nachfrage bekannt. Das heißt dann – Angebot höher als die Nachfrage bringt einen geringen Preis, größere Nachfrage bei einem geringen Angebot eben folglich einen höheren Preis. Ein tiefer Preis ist dann für die Käufer attraktiv- aber eben nur so lange, bis dass dann auch einem bestimmten Kursniveau dann die Nachfrage das Angebot dann wieder übersteigt. Jetzt fängt die Währung dann an zu klettern. Theoretisch kann sich dieses Spiel dann immer wieder wiederholen. So ist letztlich eine Kursbewegung in Wellen zu verzeichnen. In der Profisprache wird diese Wellenbewegung als Votalität oder auch Schwankungsbreite bezeichnet.
Aber wie stellt man denn nun fest, ob der jeweils aktuelle Kurs überhaupt günstig ist und somit eine wirklich attraktive Kaufgelegenheit darstellt. Auch wenn die Antwort für Einsteiger ziemlich kompliziert erscheint – in der Praxis und mit etwas Übung beim genauen Hinschauen ist das nicht schwierig. Der Kurs sollte sich nämlich immer oberhalb oder aber unterhalb eines bestimmten Gleichgewichtes befinden, um Hinweise für die Preissituation zu geben.
Wissenschaftlich ist es dann zum Beispiel die Kaufkraftparitäten-Theorie, die sich genau mit dieser Preisentwicklung beschäftigt und die als einer der ältesten internationalen Ansätze gilt. Hier wird dann davon ausgegangen, dass zwei Währungen sich dann im Gleichgewicht befinden, wenn jeweils gleiche Waren oder Dienstleistungen immer für den jeweiligen Gegenwert dieser Währung erhältlich sind. Die Basis für diese Theorie ist das Gesetz des internationalen Preisausgleichs, das dann im Fachjargon als „Law of One Price“ bezeichnet wird. Hier führt der Kaufkraftverlust dann zur Inflation und damit einer Abwertung der entsprechenden Währung, während die steigende Kaufkraft die Deflation bezeichnet und eine Aufwertung der Währung anzeigt.
Dann gibt es hier in diesem Zusammenhang auch noch die Zinsparitäten-Theorie, die dann wiederum auf der Überlegung basiert, dass Investoren eben dazu neigen ihre Investitionen dort zu tätigen, wo eben auch die höchste Rendite erwirtschaftet werden kann. Der Grund dieser Theorie ist, dass Kapital, das im Inland angelegt wird, dann den gleichen Zinsertrag erwirtschaften muss wie die Investition, die im Ausland getätigt wird – ansonsten währen risikolose Arbitragemöglichkeiten die Folge. Das Beispiel hier sagt, dass eine Zinssenkung für den Anleger einen Wirtschaftsraum und seine Währung dann unattraktiv machen. So wird Geld dort abgezogen und in eine ertragreiche Währung angelegt. Somit folgt ein neues Gleichgewicht, aber eben dann auf niedrigerem Niveau. Die Zinssenkung bewirkt für die betroffene Währung einen Wertverlust, während umgekehrt höhere Zinsen eine Währung attraktiv machen. Nun folgt nämlich ein Gleichgewicht auf höherem Niveau.
Bedingung für die Gültigkeit der Zinspartäten-Theorie ist dann eben die perfekte Substitution der Finanztitel aus dem jeweiligen Inland sowie Ausland und auch ein ungehinderter Kapitalfluss zwischen den entsprechenden Ländern. Auch eine stetige Veränderung des Zinsniveaus zeigt den Gesundheitszustand einer Volkwirtschaft an.
Daneben sind die Einflussfaktoren dann noch die Inflationsrate, die politischen Ereignisse, der Außenhandel und auch Aktivitäten und Spekulationen der jeweiligen Noten- und Zentralbanken durch die künstlich vorgenommenen Eingriffe. Daneben sind es dann noch die Zahlen, die sich aus dem sogenannten Bruttoinlandsprodukt einer Nation ergeben und auch die Arbeitsmarktdaten, die auf den Wert einer Währung erheblichen Einfluss nehmen.
30. November 2008
Trotz der aktuell grassierenden weltweiten Finanzkrise können in Deutschland erfreulicherweise nicht mehr faule Kredite als bisher verzeichnet werden. Insgesamt sagt der Schuldenkompass 2008, dass ebenso die Verbraucher wie auch die Banken sich wirklich verantwortungsbewusst verhalten. Auch wenn Einzelbilder oftmals etwas anderes widerspiegeln, ist es aber in der Realität und objektiv betrachtet so, dass sich die deutschen Schuldner als überwiegend verantwortungsbewusste Schuldner zeigen – egal, ob es die Kreditkarte oder das Handy ist. Dabei sind es die Häulsebauer in Baden-Württemberg, die auch hier mal wieder Bodenständigkeit beweisen. Die Gefahr der Bewohner dieses Bundeslandes, sich zu überschulden, ist hier am geringsten im Vergleich zum gesamten deutschen Raum. Statistisch ist es dann für den Berliner am wahrscheinlichsten, mehr Geld auszugeben, als zur Verfügung steht und damit in das Loch der Überschuldung zu geraten, das für manche Haushalte eben wirklich dramatische Verläufe nimmt. Aber auch die Berliner passen sich trotzdem dem positiven Trend an, denn im Vergleich mit dem Vorjahr 2007 ist auch die Gefahr der Überschuldung messbar gesunken. Der Schuldenkompass der Schufa hat das für das Jahr 2008 tendenziell aufgezeigt. Die Basis für diese Erhebungen sind übrigens rund 65 Millionen Daten, die über die Bundesbürger beim Unternehmen in Wiesbaden zentral gespeichert werden. Damit ist eines klar, was eigentlich aufgrund der aktuellen Nachrichten häufig subjektiv vermutet wird: Die amerikanischen Zustände sind für Deutschland auch weiterhin undenkbar. Auch wenn die Finanzkrise momentan die Wirtschaftswelt durchschüttelt, sieht die Schufa keine Verschlechterung für die deutschen Haushalte für das kommende Jahr 2009. Es ist eben eine Kombination der verantwortungsbewussten Verbraucher und der Banken, die ebenso wohldosiert Kredite herausgeben, die für diese positiven Ergebnisse sorgen. Eine Ausfallquote von Krediten liegt – trotz stetiger Negativnachrichten hinsichtlich der wirtschaftlichen Verhältnisse der Deutschen – trotzdem bei relativ geringen 2,5 Prozent. Ein Wert, der übrigens in den letzten Jahren durchweg konstant blieb und damit im Vergleich zum wirtschaftlichen aktuellen Trend keinen Abwärtsverlauf nahm. Die Entwicklungen, die derzeit aus den USA gemeldet werden, sieht die Schufa für Deutschland nicht. In den USA hatten nämlich auch Bürger mit geringen Sicherheiten regelmäßig Kredite bekommen. Die platzten dann natürlich und brachten somit ihren Anteil an den Problemen auf den US-Hypothekenmarkt. Der deutsche Verschuldungsindex hat ein tendenzielles Nord-Süd-Gefälle, wie auch schon im Jahr 2007. Eine grobe Einteilung bringt damit diese Tendenz, die lediglich drei kleine Ausreißer aufzuweisen. hat. Anzeichen kritischer Verschuldungen sind dann beispielsweise in Hamburg niedriger als in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen. Und Berlin hat eine höhere Gefahr als das umgebende Brandenburg, das nur mittlere Verschuldungsgefahr zeigt. Wie bei den nördlich gelegenen Bundesländer zeigen sich auch Nordrhein-Westfalen Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland eher nördlich orientiert, denn hier ist die Gefahr der Überschuldung auch häufiger gegeben. Eine mittlere Gefahr der finanziellen Klemme aufgrund zu hoher aufgenommener Kredite liegt im Bereich Rheinland-Pfalz über Sachsen bis Brandenburg im Osten. Bayern und Baden-Württemberg sind nur gering mit der Gefahr der Überschuldung behaftet. Und ein Highlight aller Millionenstädte ist hier München. Wie auch schon aufgrund des allgemeinen Lebensstatus zu vermuten ist, besteht hier die geringste Gefahr von allen Millionenstädten, die finanziellen Lasten nicht mehr schultern zu können und damit eine Überschuldung akzeptieren zu müssen.
30. November 2008
Auch wenn viele erfahrene Händler das Traden mit Trendlinien als einen Handel in Kinderschuhen betrachten und diese Art des Tradens schon fast als Rückschritt in die Krabbelgruppe des Tradens betrachten, sind es aber manchmal die einfachen und klaren Strukturen, die wirklich Erfolge bringen können. Die Begründung der erfahrenen Händler, das Traden mit Trendlinien zu ignorieren, liegt meisten daran, dass sich die Aktien und Indizes in den letzten Jahren eher weniger in Trends entwickelt haben – ganz im Gegensatz zu den Währungen aber. Warum also gerade als Einsteiger des Marktes wichtige Hilfen ignorieren, die einfach und gut Hilfen bieten können? Insgesamt ist das Traden mit oder auch von Trendlinien und Trendlinienbrüchen ausgehend das A und O der Technischen Analyse, fast schon das kleine Einmaleins. Aber es ist wohl nicht unbedingt zu behaupten, dass genau deshalb dieser Handel deshalb schon ins Museum gehört und das ist auch bei allen Fortschritten in technologischer Richtung noch immer nicht bewiesen. Wer dann zwei Hoch mit einer Linie verbindet, erhält dann die obere Grenze des jeweiligen Trendkanals. Die Verbindung von zwei Tief bewirkt dann die untere Begrenzung des Trendkanals. So können dann Long-Einstiege durch die Berücksichtigung der unteren Begrenzung erfolgen und eben auch umgekehrte Einstiege entsprechend erfolgen. Besonders in den trendstarken Devisenmärkten ist es nicht sinnvoll, diese Methodik dann zu unterschätzen. Wenn sich dann nämlich die Position in den Bereich der Profitzone bewegt, kann der Stopp-Loss an den Bereich des Trendkanals angepasst werden. Die Beachtung von Trendlinien im Forex Trading eignete sich dann ganz besonders gut im den mittelfristigen und langfristigen Bereichen. Der Euro befindet sich übrigens in den letzten Jahren in einem starken Aufwärtstrend gegenüber dem Dollar, was für den langfristigen Erfolg beim Trading mit Trendlinien spricht. Aber auch im mittelfristigen Trading stehen Trendlinien immer wieder für gute Chancen auf entsprechende Profite. Grundsätzlich erfolgt der Einstieg beim Traden mit Trendlinien immer dann, wenn der aktuelle Kurs dann auf eine Begrenzungslinie stößt. So wird der Stopp-Loss dann jeweils ein paar Pips u unterhalb der entsprechenden Trendlinie platziert und dann der Trendlinie folgend einfach nach oben gezogen. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Trailing-Stopp. Die Trendkanäle können übrigens auch in Verbindung mit Indikatoren eingesetzt werden. Dadurch können dann Fehlsignale gefiltert werden und somit die gesamte Trefferquote deutlich erhöht werden.
30. November 2008
Letzten Donnerstag fand in den Vereinigten Staaten von Amerika das allseits bekannte Thanksgiving statt, ein Feiertag, welcher zum deutschen Erntedankfest einige Parallelen aufweist. Dieser findet immer am vierten Donnerstag des Monats November statt. So hat es sich bei den Amerikanern eingebürgert, sich den Freitag als Brückentag frei zu nehmen, um das Wochenende mit ihrer Familie und den meist aus fernen Städten angereisten Verwandten zu verbringen. Einige mögen an dieser Stelle fragen: Aber was hat das mit dem Devisenmarkt zu tun? Sehr viel! Denn, da eine große Zahl der Amerikaner an diesem Wochenende frei hat, werden kräftig Geschenke für Weihnachten eingekauft. Aus diesem Grund ergeben sich zahlen des amerikanischen Einzelhandels, welche meist bereits am Sonntag, spätestens aber am Montag nach dem Wochenende veröffentlicht werden. So werden die Umsätze im Einzelhandel verbucht, was Rückschlüsse auf das Kaufverhalten der Bürger ziehen lässt. Vor allem aber wird die Stimmung der Bevölkerung durch dieses Wochenende hindurch aufgefangen und Zukunftsprognosen erstellt. Ab diesem Zeitpunkt sind die meist vorher veröffentlichten Statistiken über die Stimmungslage der Käufer nicht mehr viel wert, da nun aus den Zahlen die Stimmung genau abgelesen werden kann. Sobald also die tatsächlichen Zahlen veröffentlicht sind, reagieren Börse wie auch der Devisenmarkt sehr empfindlich darauf. Durch etwa die Zunahme der Korrelation zwischen wichtigen Schlüssel-Finanzgebieten der Welt, wird der Devisenmarkt beeinflusst. Dauert der Krisenzustand länger, wird der Devisenmarkt zunehmend unabhängiger von den so genannten Carry Trades. Des weiteren übt auch der Yen derzeit sehr großen Einfluss auf die großen Weltwährungen USD, EURO, GBP und CHF aus. So sind diese momentan sehr abhängig von der zukünftigen Entwicklung des japanischen Yen. Auch übt die Börse ihren indirekten Einfluss auf den Devisenmarkt aus. Da die Börse in den letzten Tagen einem eher eingeschränkte Handel unterlag, könnte sich das diese Woche auf den Devisenmarkt insofern auswirken, dass mehr Leben und Aktion hineingebracht wird.
29. November 2008
Möchte man auch in den lukrativen Handel mit Devisen einsteigen und dabei Profite erzielen, trennen einen meist nur ein paar kleine Schritte davon. Natürlich sollten die Grundbedingungen erfüllt worden sein, also genügendes Eigenkapital, Grundkenntnisse im Devisenhandel und vielleicht ein paar Trockenübungen auf einem Forex Demo Konto. Hat man einige Erfahrungen durch Übungen oder genaue Lektüre gesammelt, kann man ganz einfach einen Forex Account eröffnen und anfangen zu handeln. Zu diese Zweck eröffnet zuerst das Forex Konto, wobei es auf die unterschiedlichen Anbieter und ihre Bearbeitungskosten zu achten gibt. Die Bearbeitungskosten fallen jedoch beim Forex durchschnittlich sehr gering aus und sind die niedrigsten von allen Spekulationsformen. Das Forex Konto an sich ist in ein paar Minuten eröffnet, dazu benötigt es lediglich ein paar persönliche Daten. Nachdem das Konto nun offen ist, wird die gewünschte Geldsumme per Überweisung auf dem Forex Konto eingelegt und schon kann der Handel beginnen. Trotz der im Vergleich zum Aktienmarkt sehr niedrigen potentiellen Verluste, muss nochmal gesagt werden, dass einige gesammelte Erfahrungen vor dem Beginn anzuraten wären. Diese können einige Enttäuschungen und negative Erfahrungen ersparen und den Start in den Forex Raum angenehmer gestalten. Auch ist es ratsam, sich in seiner ersten Zeit im Devisenhandel etwas passiver zu verhalten. Man kann dann Beobachtungen anstellen und sich vorstellen, man würde diese oder jene Währung kaufen, um zu sehen, was passiert wäre. Ist man nach ein paar Tagen bereits sicher und hätte eigentlich bereits Gewinne erzielt, sollte einen nichts mehr daran hindern, aktiv in das Geschäft einzusteigen. Eines sollte man jedoch wie bei allen anderen Arten von Spekulationen beachten. Informationen sind zu Anfang das wichtigste Instrument, welches man besitzt. Ob das nun technische oder fundamentalistische Analysen sind, Botschaften von Großbanken oder Brokern oder neue veröffentlichte Nachrichten von Zentralbanken. Auf alles ist zu achten und alles ist zunächst zu verwerten, bis sich ein persönliches Gespür für jene Informationen entwickelt, welche allein für den eigenen Handel von Vorteil sind. Die Intuition wird mit der Zeit kommen und das Geschäft abermals vereinfachen.
29. November 2008
Der Wechselkurs für die europäische Gemeinschaftswährung konnte am Freitag auch zum Handelsschluss an den europäisch geprägten Devisenmärkten nicht mehr über die 1,27 Dollar Marke steigen. Gegen Ende des europäisch geprägten Forex-Handels kostete der Euro 1,2694 Dollar. Der Referenzkurs für das Währungspaar EURUSD wurde am Freitagmittag von der Europäischen Zentralbank auf 1,2727 Dollar bzw. 0,7857 Euro festgesetzt. Am Vortag wurde der Euro noch mit 1,2900 Dollar bzw. der Dollar mit 0,7752 Euro bewertet. Aufgrund des sogenannten Black Friday in den USA – traditionell der Tag nach Thanksgiving an dem die meisten amerikanischen Arbeitnehmer frei nehmen und für den US Einzelhandel die so wichtige Weihnachtssaison beginnt – gestaltete sich der Devisenhandel am Freitag sehr dünn. Vor allem die hohe Risikoaversion der Investoren scheint den Dollar massiv gestützt zu haben. Außerdem halten sich derzeit viele Anleger zurück, da sie auf deutliche Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank in der nächsten Woche spekulieren. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde seit Freitagmittag von schwachen europäischen Konjunkturdaten belastet. Viele Investoren sehen neben dem Japananischen Yen – der scheinbar sicherer Hafen in jeder Krise – momentan auch den Dollar als sicher an. Und dies auf vor dem Hintergrund, dass sich die Finanzkrise in den USA entwickelte und von dort aus über den Globus verbreitete. Der Dollar scheint nach wie vor bei den Anlegern als sicherer als die europäische Gemeinschaftswährung zu gelten. Die Kursverluste des Euros an den Devisenmärkten vom Freitagnachmittag bewerteten die Analysten vor allem als technische Reaktion. Ausgelöst wurde sie dadurch, dass es dem Euro in der vergangenen Woche nicht gelungen ist, die so wichtige Marke von 1,30 Dollar nachhaltig zu überwinden. Die Seitwärtsbewegung des Euros zwischen 1,25 und 1,30 Dollar hält nun schon seit Tagen an. Viele Investoren haben aus Enttäuschung darüber kurz vor dem Wochenende ihre offenen Positionen glatt gestellt. Die Spekulationen über die erwartete Senkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank erhöhen den Druck auf den Euro noch mehr. Die Mehrzahl der Experten und Analysten der Devisenmärkte gehen zur Zeit von einer Leitzinssenkung von 50 Basispunkten aus. Realistisch sind aber auch 75 oder gar 100 Basispunkte. Mit dem gegenwärtigen Zinsniveau von 3,25 Prozent hat die Europäische Zentralbank noch einen einigermaßen großen Spielraum gegenüber der amerikanischen Notenbank und deren Ankündigung, die Leitzinsen ebenfalls weiter zu senken. Allerdings liegt in den Vereinigten Staaten der Leitzins bereits bei nur 1,0 Prozent, so dass nicht mehr viel Raum für weitere Senkungen bleibt. In Europa sprechen vor allem die gesunkenen Verbraucherpreise, bedingt durch die rapide gefallenen Energiepreise und dem Ölpreis, für eine massive Senkung der Leitzinsen. Nachdem noch vor einigen Monaten das Gespenst der Inflation sein Unwesen in Europa trieb, haben die neuesten Daten ergeben, dass die Inflationsrate im Euroraum im November auf ganze 2,1 Prozent gesunken ist. Im Vergleich zum Vormonat lag die Rate noch bei 3,2 Prozent.
29. November 2008
Fundamentalistische Analyse: Da der Handel beim Forex immer eine Strategie voraussetzt, um erfolgreich und daher gewinnbringend handeln zu können, empfehlen sich verschiedene Herangehensweisen während des Handelns. Je nach Anleger fallen die Strategien unterschiedlich aus, dies liegt nicht zuletzt an der vorliegenden Erfahrung der jeweiligen Händler. Der Eine vertraut etwa eher auf sein Gefühl, wobei der Andere lieber auf statistische Informationen zurück greift. Um wirklich erfolgreich mit Währungen handeln zu können, empfiehlt sich jedoch zunächst das Hinzunehmen von allen relevanten Möglichkeiten. Eine dieser Möglichkeiten ist die Fundamentalistische Analyse. Zu diesem Zweck sammeln Trader alle verwertbaren Auskünfte über politische, soziale und natürlich ökonomische Entwicklungen. Die Fundamentalistische Analyse geht nämlich von der Tatsache aus, dass sich Änderungen in einer Volkswirtschaft immer sofort und mit Nachhaltigkeit auf das finanzielle System des jeweiligen Landes auswirken, was sich natürlich automatisch auf die Währungskurse niederschlägt. Bei dieser Art von Analyse hängt sehr viel von der Erfahrung und den Einsichten des Traders ab. Seine Subjektivität gehört ebenso dazu, welche nicht zu sehr in die analysierende Gewichtung mit einbezogen werden darf.
Technische Analyse: Bei der Technischen Analyse hingegen handelt es sich um gewisse Trends und Tendenen am Markt, welche immer wieder kehren. Hier werden historische statistische Daten interpretiert und analysiert, um gewisse immer wieder eintretende Muster zu erkennen und nach diesen seinen persönlichen Handel zu gestalten. Die Technische Analyse wird von vielen Tradern als eine wichtige Basis für erfolgreichen Handel bezeichnet und nur sehr weniger Trader verzichten auf diese hervorragend analysierende Element. Natürlich spielt auch hier die Subjektivität und die persönliche Einstellung zu anderen Strategien eine wichtige Rolle. Denn, kaum ein professioneller Trader lehnt seine Einsichten nur auf eine Theorie. Vielmehr werden verschiedene Denkrichtungen in Betracht gezogen, um eine profitable Mixtur daraus zu entwickeln. Forex Neulinge nutzen oft Standardverfahren, welche es ihnen zu Anfang ihrer Investitionen noch erlauben den Blick auf alle Varianten der Analyse zu richten, während sie das standardisierte Verfahren nutzen.
28. November 2008
Besonders in den rohstoffbezogenen Währungen spiegelt sich auch die kurzfristig entstandene Risikobereitschaft der Anleger. Diese Entwicklung treibt unter Anderem auch die stetig abnehmende Nachfrage an Hartwährungen an. Aus diesem Grund konnte in den letzten Wochen verzeichnet werden, dass sich der kolumbianische Peso, der südafrikanische Rand sowie der kanadische und der australische Dollar deutlich erholen konnten. All die risikobereiten Anleger scheinen eine Erholung der Rohstoffpreise vorweg zu nehmen. Diese soll durch das Schwinden der Liquiditätskrise erreicht werden. Jedoch liegen kaum Zahlen oder Einschätzungen vor, um diese Tendenz objektiv beweisen zu können. Doch wird sich erst in den kommenden ein bis zwei Wochen entscheiden, ob die oben angeführten und sehr positiven Erwartungen der Anleger auch in Aktion treten werden. Denn, es kann kaum von weniger großen Risiken in der Finanzwelt gesprochen werden. Auch kritisch agierende Analysten von Institutional Risk Analytics aus New York richten ihr Augenmerk eher zweifelnd auf den CDS-Markt. Sollten nämlich nur noch 40 Prozent aller anstehenden Verträge wirklich in die tat umgesetzt werden und quasi ins Geld kommen, würden alle beteiligten Emittenten zur Bezahlung von 15 Billionen US-Dollar verpflichtet. Findet diese Entwicklung in der nächsten Woche statt, würde der Bedarf an Liquidität wieder enorm steigen und einen vermehrten Verkauf an allen Märkten nach sich ziehen. Diese Einschätzung wirkt angesichts der gegebenen Wirtschaftslage tatsächlich realistisch. Die vergangene Woche brachte ein erneutes Tief für die indonesische Rupie mit sich. Dies hatte seinen Grund hauptsächlich in der schwindenden Risikobereitschaft der Anleger in Investitionen in Schwellenländer. In den vergangenen Tagen konnte jedoch eine leichte Erholung konstatiert werden. Betrachtet man die Wirtschaft als unabhängiges Moment, kann ebenso eine kleine Erholung festgestellt werden. Doch war der Druck der Inflation in diesem Jahr so stark gestiegen, die die dortige Zentralbank zur Erhöhung des Leitzinses zwang. Die Großhandelspreise konnten daher Ende Juli Spitzen von 35 Prozent in der Jahresveränderungsrate verzeichnen, ging jedoch in den Folgemonaten August und September wieder deutlich zurück. Indonesien konnte seine Devisenreserven vom Jahr 2005 auf 2008 auf beachtliche 60 Milliarden US-Dollar steigern. Da das Land jedoch in der Folgezeit einschreiten musste, um die eigene Landeswährung zu stützen, ging die Reserve deutlich auf 50 Milliarden US-Dollar zurück. In diesem Zusammenhang hängt sehr viel von den Anlegern ab. Sollte ihre Risikobereitschaft in den nächsten Wochen bezüglich der Schwellenländer wieder etwas steigen, würde dadurch eine neue Aufwertung in Indonesien möglich sein.
28. November 2008
Die Währungspaarungen haben zum Ende der Woche wieder einmal klare Handelssignale gebracht und Tendenzen können hier auch für die kommende Wochen schon wichtige statistische Hinweise bringen.
EUR/USD: Das Währungspaar ist schon seit einer ganzen Weile relativ stabil und wird somit in einer Spanne im Bereich von 1,2880 bis 1,3000 gehandelt, während tendenziell keine Anzeichen einer Ausrichtung auf den Stunden-Charts zu erkennen sind. Allerdings gab der 4-Stunden-Chart hier zum Ende der Woche gemischte Signale aus. Ein näherrückender Durchbruch in dieser Währungspaarung wird durch die Bollinger Bands verdeutlicht, die sich verdichten. Für Anleger gilt hier, dass sie diesen abwarten sollten und dann, dem Trend entsprechend, hier einsteigen sollten.
GBP/USD: In dieser Währungspaarung konnte sich auf der 4-Stunden-Chart zum Ende der Woche eine recht deutliche und breite zinsbullische Handelsspanne ausbilden, wobei das Paar in deren oberem Bereich inzwischen schwankt. Die Paarung GBP/USD konnte am Mittwoch bereits das Widerstandslevel durchbrechen, das bei 1,5370 lag und nun deutet der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart darauf hin, dass es sich hier um ein zinsbullisches Moment handelt. Der mögliche Durchbruch der Marke von 1,5450 könnte einen noch verstärkten Aufwärtstrend mit sich bringen und die Paarung dann auch in den Bereich 1,5900 bringen.
USD/JPY: Hier gibt die 4-Stunden-Chart zum nahenden Ende der Woche aus, dass sich diese Paarung weiterhin in einer tendenziell rückläufigen Korrigierung befindet. Auch der Slow Stochastic der Stunden-Chart konnte dieses Abwärtsmomentum bestätigen. So könnte dann der nächste Richtpreis sich im Bereich 94,60 ansiedeln. Wenn dieses Level dann durchbrochen wird, kann auch ein deutlicher Abwärtstrend durchaus möglich sein.
USD/CHF: Gemäß der Stunden-Chart ist das Paar zum Ende der Woche tendenziell in einer eher rückläufigen Konfiguration. Dabei verdeutlicht der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart deutlich, dass ein weiterer Abwärtstrend hier eher wahrscheinlich werden könnte. In der Stunden-Chart konnte der Indikator hier daraus hinweisen, dass beim USD/JPY auch ein möglicher Aufwärtstrend nicht ausgeschlossen werden könnte. Eng gesetzte Stopps bzw. ein Kauf hier könnten hier die Lösung sein bei dieser Konstellation.
USD/CHF: Entsprechend der Stunden-Chart konnte hier bei dieser Paarung zum Ende der Woche hin eine rückläufige Konfiguration festgestellt werden. Deutlich machte es der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart, dass ein Abwärtstrend hier weiterhin möglich ist. Die Stunden-Chart brachte jedoch beim selben Indikator für die Kombination USD/JPY einen möglichen Aufwärtstrend. Hier könnte ein Kauf bei eng gesetzten Stopps kurzfristig die richtige Lösung sein.
AUD/USD: In dieser Währungspaarung konnte ein wirklich bedeutender Durchbruch im oberen Handelsbereich auf der 4-Stunden-Chart festgestellt werden. Auf der Tages-Chart fand eine Bewegung der Slow Stochastic über der 20-Marke statt. Eine Fortsetzung dieses Trends könnte wahrscheinlich sein und so könnte sich Forex-Anlegern hier eine geradezu großartige Handelsgelegenheit bieten, um sich diesen technischen Indikator zu Nutze zu machen und damit dann aus dem zinsbullischen Momentum wirklich gute Profite zu erzielen.
28. November 2008
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