Tagesarchiv für den 17. November 2008

Hilfsmaßnahmen für den Devisenmarkt zur Ankurbelung der Anlegerzahlen

Die Finanzkrise beherrscht derzeit die Nachrichten und auch die Gedanken der Anleger im Devisenmarkt, denn sinkende Werte des Euro lassen viele Anleger zur ersten Maßnahme greifen und ihre Anlagen abziehen, um sie vor der großen Krise am Finanzmarkt zu schützen. Allerdings wird von Experten hier die Kurzschlusshandlung als Rettungsmaßnahme für die eigenen Anlagen als falsche Reaktion bewertet. Zudem sorgen zahlreiche Hilfsmaßnahmen, die der Finanzbranche wieder zur Kräften verhelfen sollten, bereits für einige Wirkungen. Insgesamt ist der Aktienmarkt nämlich langfristig durch Hilfsmaßnahmen zu retten. Der Dax brachte in der vergangenen Woche eine Steigerung von 5,36 Prozent auf insgesamt 4788,74 Zähler Licht in den derzeitigen Devisentunnel, auch wenn dies lediglich ein kleines Licht in der Ferne des Tunnels der Geldmärkte ist. Mittelgroße Werte verzeichneten in der letzten Woche sogar Steigerungen von 8,46 Prozent auf insgesamt 5776,17 Punkte und auch der TecDax erfuhr eine Steigerung von 8,75 Prozent auf nunmehr 561,95 Zähler. Die Anlagebereitschaft im Devisenbereich wird so gesteigert und erhöhte Käuferzahlen am Markt, die bereits beobachtet wurden, zeigen die positive Veränderung deutlich sichtbar. Auch ein Einbruch des Index um 20 Prozent – auf die gesamte Woche gerechnet – minderte die Euphorie der Käufer kaum. Ein Sondergipfel in Paris, bei der Staats- und auch Regierungschefs aus den Ländern des Euro Leitlinien festlegten, die alle Euro-Staaten für die Zahlungsfähigkeit der Banken zugrunde legen und die Banken somit zur Sicherung ihrer Zahlungsfähigkeit durch Hilfen in eigener Regie der Staaten durch Eigenkapital stützen können. Das Rettungspaket für Deutschland wird am heutigen Tag entschieden. Das Volumen für die Rettung des Devisenmarktes wird von Experten in Höhe von rund 400 Milliarden Euro eingeschätzt, das Banken in ihrer Zahlungskraft bestärken soll und Anleger somit absichert gegen Verluste ihres Geldes. Die Folge dieses Rettungsprogramms war eine verstärkte Nachfrage nach Finanzwerten. Die Deutsche Bank konnte im Handel, der vorbörslich bei Lang und Schwarz abgewickelt wurde, bereits einen Anzug von 30 Prozent verzeichnen. Auch die Postbank steigerte um 16 Prozent. Die Commerzbank konnte eine Steigerung im Handel um 25 Prozent verzeichnen und die Immobilienfinanziers Aareal Bank, die eine Aktie im Mdax notiert, verzeichnete Steigerungen um rund 26 Prozent. TUI verzeichnete Steigerungen von 15 Prozent bedingt durch steigende Anlagebereitschaft. Ein Verkauf der Mehrheit an die Containerreederei Hapag-Lloyd in Höhe von 1,4 Milliarden Euro an eine Hamburger Investorengruppe war eine weitere wichtige Aktion auf dem Finanzmarkt. Auch Infineon konnte eine vorbörsliche Steigerung von rund 11 Prozent verzeichnen, nachdem die gesellschaftliche Tochter namens Oimonda ihre Anteile an Inotera in Taiwan als Joint Venture abstieß und darüber hinaus ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm ankündigte. 

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Der Wert des Euro sinkt tendenziell weiter

Dem Euro geht es im Moment im Wertevergleich mit dem Dollar nicht ganz so gut. Problematisch wird von Experten im Forex Markt gesehen, dass auch in der kommenden Woche der Euro im Vergleich zum Dollar seinen Wert weiterhin deutlich verlieren wird. Die im Jahr 2002 eingeführte europäische Gemeinschaftswährung kann in den kommenden Tagen durch nicht gestützt werden, wie eine Studie von Analysten des Forex Marktes ergab. In Frankfurt sieht man dem Kursverlust des Euro in der kommenden Woche aufmerksam entgegen. Weitere eindeutige Indizien für diese Prognose sind die Senkung der Erzeugerpreise, die am Donnerstag vergangener Woche verkündet wurde, sowie die Einkaufsmanagerindizes, die für den Bereich des Euro am Freitag herausgegeben wurden und die – neben den bekannten Prozessen – auch der Spekulation am Forex Markt zu Nahrung verhelfen, dass weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank anstehen. Fachleute, die den Markt ständig beobachten, bestätigen, dass die Erzeugerpreise im Berechnungsmonat Oktober lediglich um rund 7,3 Prozent gestiegen sind, während der September immerhin noch eine Steigerung der Erzeugerpreise von rund 8,3 Prozent mit sich brachte. Ein weiterer Rückgang für den Monat November ist nach den Einkaufsmanagerindizes sehr wahrscheinlich, wie Experten aus den Erfahrungen der Beobachtung des Marktes bestätigen. Dass eine Senkung der Zinssätze der Europäischen Zentralbank bevorsteht, ist nach Angaben von Experten im Bereich der Banken schon fast sicher. So müssen Anleger mit einem sogenannten Lockerungsschritt von etwa 50 Basispunkte rechnen, wird von Banken des deutschen Raumes und den Fachleuten, die sich dort speziell mit dem Devisenhandel beschäftigen, eher vorausschauend angekündigt denn vermutet. Während der Euro im April des Jahres 2008 in seiner absoluten Hochzeit bei rund 1,60 Dollar Wert lag, musste er in den folgenden Monaten Einbußen verkraften, die sich in einer Höhe von rund 20 Prozent bewegen und damit einen Wert von genau 1,2755 Dollar festgelegt wurde und somit den Wochenabschluss am Freitag bildete. Dieser am Freitag festgelegte Wert lag noch einmal unter dem Vortageswert, was die Prognosen für ein aktuell anhaltendes Tief des Euros noch einmal bestätigt.

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