Tagesarchiv für den 27. November 2008
Der Euro konnte am gestrigen Tag mit einem Kurs von etwas weniger als 1,30 US-Dollar in den Handel starten. Der Dollar litt zudem unter starken Kursschwankungen, was sich zum Teil eindeutig auf die neuesten Nachrichten der Federal Reserve zurückführen lässt. Diese kündigte an, 800 Milliarden US-Dollar für den Kauf von Anleihen auszugeben, welche zum Großteil durch Kredite und Hypotheken besichert sind. Dies wirkt sich wiederum nachteilig auf den Greenback aus, welcher nach diesen Entwicklungen im Begriff ist, seinen Status als „Sicherer Hafen“ zu verlieren. Dieser Status eines sicheren Hafens hatte noch in letzter Zeit für eine erhöhte Nachfrage, auf den US-Dollar bezogen, gesorgt. Die Entscheidung jedoch liegt wieder mal beim Euro und, ob er die überaus wichtige Grenzmarke von 1,3065 in der nächsten Zeit übertreffen können wird. Im Gegenzug konnte der Yen gegen Euro und US-Dollar wieder etwas an Kraft zunehmen und ist somit einer der Profiteure aus der oben genannten Bewegung. Ein Grund für die zunehmende Stärke des Yen sind die zunehmenden Verkäufe von Euro und US-Dollar im asiatischen Raum. Die Kursschwankungen des Währungspaares EURUSD sollen in den kommenden Tagen verstärkt auftreten, da etwa die Liquidität am amerikanischen Markt mit dem Nahen von Thanksgiving zunehmend verloren gehen wird. Gestern standen in den Vereinigten Staaten von Amerika wieder zahlreiche Beschlüsse an, welche dem Devisenhandel zu mehr Sprungkraft führen sollten. Die Wichtigsten Veröffentlichungen sind:
· Zahlen der ersten Anträge auf Arbeitslosenhilfe
· Zahlen der Auftragseingänge von Wirtschaftsgütern für den Monat Oktober
· Einkaufsmanagerindex in der Region von Chicago
· Der die Verbraucherstimmung widerspiegelnde Index der Universität Michigan
Der US-Dollar wird wohl wieder in der kommenden Zeit an Wert zunehmen können, spätestens, nachdem alle für das Jahr wichtigen und sehr markanten Daten in Umlauf gekommen sind. Auch ist weiterhin sehr genau auf den asiatischen Markt zu achten, werden Investitionen in EUROUSD geplant. Diese sind momentan sehr abhängig vom Yen und müssen im asiatischen Raum wieder an Beliebtheit zulegen, um weiterhin an Wert zunehmen zu können.
27. November 2008
Den richtigen Devisen Broker zu finden, ist gerade für Einsteiger des Forex Marktes eine ebenso undurchsichtige wie aber auch lohnende Aufgabe. Die Entscheidung für den geeigneten Forex Broker soll dabei nicht nur von Sympathie abhängen, denn anders als bei kleine Einkauf um die Ecke beim netten Händler geht es hier um die Entscheidung für Gewinn oder Verlust in oftmals nicht unerheblichem Rahmen und da spielen wichtige Kriterien eine Rolle.
Wie gehe ich aber jetzt heran an die Entscheidung für den richtigen Forex Broker?
Einige wichtige Fragen sollten geklärt werden, bevor die Entscheidung für den Forex Broker dann in den Endspurt geht. Wichtigste Frage dabei ist zunächst, wie bzw. in welchem Umfang man selbst nun künftig im Forex Markt aktiv sein möchte. Weiterhin ist es eine entscheidende Frage, in welchen Währungen bevorzugt gehandelt werden soll. Auch der Zeitrahmen stellt eine wichtige Bedingung dar, bevor der ideale Forex Broker ausgewählt wird. Zudem ist es dann auch nicht unerheblich, ob man selbst übe die ausreichende Hard- und Software für die Geschäftsausübung verfügt oder lieber die Geschäfte komplett in die Hände des Forex Brokers legen möchte. Wenn diese ersten Fragen geklärt sind, grenzt sich der Kreis der zur Verfügung stehenden Forex Broker schon ein wenig ein. Gerade Einsteiger im Forex Markt sollten darüber hinaus natürlich bedenken, dass auch die beste Ausstattung hinsichtlich der Hard- und Software nichts nützt, wenn die eigenen Kenntnisse beim Traden noch eher spärlich ausfallen. Das Traden im Demokonto unter der Zuhilfenahme des Forex Brokers macht einfach gerade im Einsteigerbereich Sinn – auch mit Top-Ausstattung im Homeoffice. Weiterhin ist der Vergleich wichtiger Basisdaten eine große Hilfe, um den idealen Forex Broker dann ausfindig zu machen. Da stehen zum Beispiel Spreads oder Hebel relativ oben, um die Unterscheidungskriterien schon hier anzusetzen. Ein einfacher Vergleich der Spreads und Hebel einzelner Forex Broker in einer selbsterstellten Tabelle gibt da schon gute Übersicht. Ach ja, zum Thema „technische Voraussetzungen“ gibt es auch noch einige wichtige Punkte zu beachten. Im Regelfall ist es nämlich so, dass der Broker auch eine eigene Handelsplattform zur Verfügung stellt. Die entsprechende Software, die dann für die Aktionen notwendig ist, kann entweder heruntergeladen werden oder aber mittel Java-Applikation im Browser durchgeführt werden. Für die Software benötigt man eher sparsame Ausstattung und so reicht hier schon ein Microsoft Windows Betriebssystem, das aber bei Win98 beginnen sollte. Hinsichtlich des Prozessors eignet sich entweder Intel oder aber AMD ab 350 MHz. Der Arbeitsspeicher sollte mindesten 128 MB RAM zur Verfügung stellen. Für die Darstellung von Charts und anderem ist im Bereich der Grafik eine Auflösung von mindestens 800 x 600 Pixel bzw. 16 Bit Farbe notwendig. Um überhaupt ins Internet zu gelangen, sollte mindestens ein 56K-Modem vorhanden sein. Das sind schon die technischen Anforderungen, die an den künftigen Händler gestellt werden. Viele Broker bieten die Möglichkeit, die Handelsform zunächst kostenlos zu testen. Dieses Angebot sollte man also nach Möglichkeit auch nutzen und im Regelfall ist das für 4 Wochen möglich. Die Registrierung ist hier ganz einfach und das Demokonto steht ab sofort mit einer virtuellen Geldsumme zur Verfügung. Wichtig ist, dass man in Realtime handeln kann, um dann unverzögert mit aktuellen Währungskursen handeln zu können.
27. November 2008
Forex Trading ist schon seit einigen Jahren eine bekannte Vokabel und aufgrund des großen Anteils am Finanzmarkt kann man sich da schon die Frage stellen, ob im Forex Traden nicht vielleicht sogar die Alternative zum Aktienhandel liegt. Der Aktien- und Futurehandel ist in Deutschland schon seit Jahren sehr verbreitet, während das Forex Traden weltweit große Umsätze erzielt, in Europa ist der Foreign Exchange aber noch in den Kinderschuhen und die Bereitschaft, hier zur handeln, ist bei den meisten Europäern noch nicht so wirklich ausgeprägt. Auch wenn das Traden sogar im Kleinbereich von 100 US-Dollar schon aufgenommen werden kann und sich damit auch für Privatpersonen eignet, ist der Markt gerade hier in Europa noch überwiegend in Händen erfahrener und aktiver Trader, die sich hier professionell engagieren. Vielleicht liegt die Zurückhaltung der Privatinvestoren noch darin begründet, dass bis vor kurzer Zeit lediglich die großen und internationalen Banken im Devisenmarkt aktiv waren? Auch wenn nämlich inzwischen Online-Handelsfirmen praktisch jedem den Zugriff zum Markt ermöglichen, ist hier noch Zurückhaltung zu verzeichnen. Eine Vermutung könnte darin liegen, dass zwar einige Trader schon parallel in Edelmetallen, Aktien und Energieprodukten handeln aber von diesen Händler eben nur wenige den Forex als Investitionsform mit einbeziehen, weil das Verständnis für den Devisenmarkt noch nicht so stark vorhanden ist? Hemmungen im Bereich der Tradingmöglichkeiten sind es vielleicht, die versierte Anleger im Tradingbereich noch Zurückhaltung üben lassen. Aber das ist objektiv betrachtet nicht notwendig denn auch beim Forex Market sind es letztlich die technischen Chartanalysen, die eine Entscheidungsfindung mitbegründen – ebenso wie bei der Aktienanalyse letztlich auch. Aber auch das uneinschätzbare Risiko kann es sein, dass Anleger Trading noch zurückhaltend betrachten lässt. Dabei kann gesagt werden, dass ein gutes Money Management im Bereich Forex Trading dann bewirkt, dass hier die Risiken auch nicht höher als an den Aktienmärkten einzustufen sind. Die Möglichkeit des im Fachjargon als „Stop Loss Kurs“ bezeichneten Instruments genutzt wird, beim dem automatisch ein Stopp eingelegt wird und zudem das Gewinnpotential realistisch etwa doppelt bis sogar dreimal hoch eingeschätzt wird die Gefahr eines Verlustes, zeigt sich aus dieser Perspektive, dass die Risiken im Forex Trading auch nicht höher als im Aktienhandel sind. Zudem sind es die Hebel bis zu 100, die dann in diesem Markt aus 1.000 US-Dollar auch 100.000 US-Dollar werden lassen können. Traden ist ohne richtiges Money Management eine riskante Angelegenheit. Mit dem richtigen Management lässt sich aber schon beim Eröffnen der mögliche Verlust einschätzen. Ist der zu hoch, wird kein Trade eingegangen und keine Position eröffnet. Gier nützt hier nicht und Unüberlegtheit ist am Finanzmarkt ist bei Aktien wie im Forex fehl am Platze.
Fazit: Der Forex Markt setzt täglich über eine Billion Dollar um, von denen 95 Prozent aus spekulativem Handel stammen, also von Privat- oder Geschäftsleuten, die am Forex Markt Gewinne erzielen möchten. Ein Großteil des Volumens stammt hier unbestritten aus Banken, die international agieren. Aber für den Privatinvestor bieten sich am Forex Markt ebenso realistische Chance, wie für Großanleger – allerdings eben in kleinerem Umfang. Wissen gehört sowohl am Aktien- als auch am Forex Markt unverzichtbar dazu, denn Handel mit Geld kann auch Verluste bringen, die sich neben dem vorhandenen Risiko häufig auch aus Unwissenheit ergeben. Hierfür stehen aber Demokonten zur Verfügung, an denen Forex Trading „trainiert“ werden kann.
27. November 2008
Mit Sicherheit dürfte es heute an den Börsen etwas ruhiger zugehen, denn die New Yorker Wall Street bleibt auf Grund eines Feiertages geschlossen. Dennoch stehen auch heute wichtige Termine an. Einige große Unternehmen veröffentlichen heute ihre Prognosen für das laufende Quartal. Interessant wird es dabei auch in Deutschland. Hier wird von der ILO die Arbeitslosenstatistik für Oktober veröffentlicht, in der sich schon erste Anzeichen der Finanzkrise finden lassen könnten. Noch schlimmer könnte das Ergebnis der Agentur für Arbeit ausfallen, die ihre Zahlen für November der Öffentlichkeit präsentiert. Gegen 11 Uhr heißt es für die Forex Broker, ganz genau hinzuschauen. Dort werden von der Europäischen Union sowohl die Daten zur Verbraucherstimmung als auch zum Geschäftsklimaindex November veröffentlicht, die eine unmittelbare Auswirkung auf den Euro im Forex Trading haben dürften.
27. November 2008
Enttäuschende US Konjunkturdaten haben am Nachmittag die Forex-Märkte beherrscht. Die europäische Gemeinschaftswährung hat es aber nicht geschafft, über die 1,30 Dollar Marke zu klettern. Stattdessen fiel der Euro teilweise wieder unter die 1,29 Dollar Marke und erreichte seinen Tiefstand bei 1,2881 Dollar. Am Morgen war der Euro noch um die 1,30 Dollar gestartet. Gegen Abend schloss der Euro mit 1,2910 Dollar. Aufgrund des starken Handelsbeginns an den Devisenmarkt, der sich bis zum Mittag hinzog, legte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs bei 1,2935 Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7731 Euro. Am Vortag lag der Referenzkurs noch bei 1,2811 Dollar bzw. 0,7806 Euro. Auch gegenüber dem Japanischen Yen musste der Euro wieder Gewinne abgeben und notierte zum Ausklang des heutigen europäisch geprägten Handelstages 122,66 Yen. Den Tageshöchstwert erreichte die europäische Gemeinschaftswährung mit 124,60 Yen. Die schwache Tendenz des Euros lässt sich mit den aus den USA gemeldeten Daten erklären. Vor allem die robusten Zahlen zu den Öllagerbeständen der Vereinigten Staaten drückten auf den Euro bzw. stärkten den Dollar. Nach bekannt werden der Zahlen, geriet der Ölpreis kräftig unter Druck. Die Analysten hatten nicht damit gerechnet, dass zum Beginn der Wintersaison die amerikanischen Öllager noch so weit gefüllt sind. Die europäische Gemeinschaftswährung konnte heute nicht von den enttäuschenden Konjunkturdaten der amerikanischen Wirtschaft profitieren. Die Zahlen sprachen indes eindeutig gegen die amerikanische Währung. Dennoch ist es mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass kaum noch eine Volkswirtschaft sich konjunkturell von den Vereinigten Staaten abkoppeln kann. Aus diesem Grund konnte auch heute der Euro wieder nicht von den schlechten Konjunkturzahlen der USA profitieren. Die heute bekannt gegebenen Zahlen der amerikanischen Wirtschaft zeichnen ein düsteres Bild. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und der Index für das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan gab deutlich nach. Zwar wurde generell nicht mit anders lautenden Tendenzen gerechnet, dennoch stimmen die Zahlen auch den letzten Optimisten pessimistisch. Hinzu kamen wieder enttäuschende Zahlen vom krisengeschüttelten amerikanischen Immobilienmarkt. Die Konsumausgaben sind im Oktober auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren gesunken. Auch der Eingang für Aufträge bei Investitionsgütern ist im Vormonat kräftig eingebrochen.
27. November 2008