Tagesarchiv für den 28. November 2008
Fundamentalistische Analyse: Da der Handel beim Forex immer eine Strategie voraussetzt, um erfolgreich und daher gewinnbringend handeln zu können, empfehlen sich verschiedene Herangehensweisen während des Handelns. Je nach Anleger fallen die Strategien unterschiedlich aus, dies liegt nicht zuletzt an der vorliegenden Erfahrung der jeweiligen Händler. Der Eine vertraut etwa eher auf sein Gefühl, wobei der Andere lieber auf statistische Informationen zurück greift. Um wirklich erfolgreich mit Währungen handeln zu können, empfiehlt sich jedoch zunächst das Hinzunehmen von allen relevanten Möglichkeiten. Eine dieser Möglichkeiten ist die Fundamentalistische Analyse. Zu diesem Zweck sammeln Trader alle verwertbaren Auskünfte über politische, soziale und natürlich ökonomische Entwicklungen. Die Fundamentalistische Analyse geht nämlich von der Tatsache aus, dass sich Änderungen in einer Volkswirtschaft immer sofort und mit Nachhaltigkeit auf das finanzielle System des jeweiligen Landes auswirken, was sich natürlich automatisch auf die Währungskurse niederschlägt. Bei dieser Art von Analyse hängt sehr viel von der Erfahrung und den Einsichten des Traders ab. Seine Subjektivität gehört ebenso dazu, welche nicht zu sehr in die analysierende Gewichtung mit einbezogen werden darf.
Technische Analyse: Bei der Technischen Analyse hingegen handelt es sich um gewisse Trends und Tendenen am Markt, welche immer wieder kehren. Hier werden historische statistische Daten interpretiert und analysiert, um gewisse immer wieder eintretende Muster zu erkennen und nach diesen seinen persönlichen Handel zu gestalten. Die Technische Analyse wird von vielen Tradern als eine wichtige Basis für erfolgreichen Handel bezeichnet und nur sehr weniger Trader verzichten auf diese hervorragend analysierende Element. Natürlich spielt auch hier die Subjektivität und die persönliche Einstellung zu anderen Strategien eine wichtige Rolle. Denn, kaum ein professioneller Trader lehnt seine Einsichten nur auf eine Theorie. Vielmehr werden verschiedene Denkrichtungen in Betracht gezogen, um eine profitable Mixtur daraus zu entwickeln. Forex Neulinge nutzen oft Standardverfahren, welche es ihnen zu Anfang ihrer Investitionen noch erlauben den Blick auf alle Varianten der Analyse zu richten, während sie das standardisierte Verfahren nutzen.
28. November 2008
Besonders in den rohstoffbezogenen Währungen spiegelt sich auch die kurzfristig entstandene Risikobereitschaft der Anleger. Diese Entwicklung treibt unter Anderem auch die stetig abnehmende Nachfrage an Hartwährungen an. Aus diesem Grund konnte in den letzten Wochen verzeichnet werden, dass sich der kolumbianische Peso, der südafrikanische Rand sowie der kanadische und der australische Dollar deutlich erholen konnten. All die risikobereiten Anleger scheinen eine Erholung der Rohstoffpreise vorweg zu nehmen. Diese soll durch das Schwinden der Liquiditätskrise erreicht werden. Jedoch liegen kaum Zahlen oder Einschätzungen vor, um diese Tendenz objektiv beweisen zu können. Doch wird sich erst in den kommenden ein bis zwei Wochen entscheiden, ob die oben angeführten und sehr positiven Erwartungen der Anleger auch in Aktion treten werden. Denn, es kann kaum von weniger großen Risiken in der Finanzwelt gesprochen werden. Auch kritisch agierende Analysten von Institutional Risk Analytics aus New York richten ihr Augenmerk eher zweifelnd auf den CDS-Markt. Sollten nämlich nur noch 40 Prozent aller anstehenden Verträge wirklich in die tat umgesetzt werden und quasi ins Geld kommen, würden alle beteiligten Emittenten zur Bezahlung von 15 Billionen US-Dollar verpflichtet. Findet diese Entwicklung in der nächsten Woche statt, würde der Bedarf an Liquidität wieder enorm steigen und einen vermehrten Verkauf an allen Märkten nach sich ziehen. Diese Einschätzung wirkt angesichts der gegebenen Wirtschaftslage tatsächlich realistisch. Die vergangene Woche brachte ein erneutes Tief für die indonesische Rupie mit sich. Dies hatte seinen Grund hauptsächlich in der schwindenden Risikobereitschaft der Anleger in Investitionen in Schwellenländer. In den vergangenen Tagen konnte jedoch eine leichte Erholung konstatiert werden. Betrachtet man die Wirtschaft als unabhängiges Moment, kann ebenso eine kleine Erholung festgestellt werden. Doch war der Druck der Inflation in diesem Jahr so stark gestiegen, die die dortige Zentralbank zur Erhöhung des Leitzinses zwang. Die Großhandelspreise konnten daher Ende Juli Spitzen von 35 Prozent in der Jahresveränderungsrate verzeichnen, ging jedoch in den Folgemonaten August und September wieder deutlich zurück. Indonesien konnte seine Devisenreserven vom Jahr 2005 auf 2008 auf beachtliche 60 Milliarden US-Dollar steigern. Da das Land jedoch in der Folgezeit einschreiten musste, um die eigene Landeswährung zu stützen, ging die Reserve deutlich auf 50 Milliarden US-Dollar zurück. In diesem Zusammenhang hängt sehr viel von den Anlegern ab. Sollte ihre Risikobereitschaft in den nächsten Wochen bezüglich der Schwellenländer wieder etwas steigen, würde dadurch eine neue Aufwertung in Indonesien möglich sein.
28. November 2008
Die Währungspaarungen haben zum Ende der Woche wieder einmal klare Handelssignale gebracht und Tendenzen können hier auch für die kommende Wochen schon wichtige statistische Hinweise bringen.
EUR/USD: Das Währungspaar ist schon seit einer ganzen Weile relativ stabil und wird somit in einer Spanne im Bereich von 1,2880 bis 1,3000 gehandelt, während tendenziell keine Anzeichen einer Ausrichtung auf den Stunden-Charts zu erkennen sind. Allerdings gab der 4-Stunden-Chart hier zum Ende der Woche gemischte Signale aus. Ein näherrückender Durchbruch in dieser Währungspaarung wird durch die Bollinger Bands verdeutlicht, die sich verdichten. Für Anleger gilt hier, dass sie diesen abwarten sollten und dann, dem Trend entsprechend, hier einsteigen sollten.
GBP/USD: In dieser Währungspaarung konnte sich auf der 4-Stunden-Chart zum Ende der Woche eine recht deutliche und breite zinsbullische Handelsspanne ausbilden, wobei das Paar in deren oberem Bereich inzwischen schwankt. Die Paarung GBP/USD konnte am Mittwoch bereits das Widerstandslevel durchbrechen, das bei 1,5370 lag und nun deutet der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart darauf hin, dass es sich hier um ein zinsbullisches Moment handelt. Der mögliche Durchbruch der Marke von 1,5450 könnte einen noch verstärkten Aufwärtstrend mit sich bringen und die Paarung dann auch in den Bereich 1,5900 bringen.
USD/JPY: Hier gibt die 4-Stunden-Chart zum nahenden Ende der Woche aus, dass sich diese Paarung weiterhin in einer tendenziell rückläufigen Korrigierung befindet. Auch der Slow Stochastic der Stunden-Chart konnte dieses Abwärtsmomentum bestätigen. So könnte dann der nächste Richtpreis sich im Bereich 94,60 ansiedeln. Wenn dieses Level dann durchbrochen wird, kann auch ein deutlicher Abwärtstrend durchaus möglich sein.
USD/CHF: Gemäß der Stunden-Chart ist das Paar zum Ende der Woche tendenziell in einer eher rückläufigen Konfiguration. Dabei verdeutlicht der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart deutlich, dass ein weiterer Abwärtstrend hier eher wahrscheinlich werden könnte. In der Stunden-Chart konnte der Indikator hier daraus hinweisen, dass beim USD/JPY auch ein möglicher Aufwärtstrend nicht ausgeschlossen werden könnte. Eng gesetzte Stopps bzw. ein Kauf hier könnten hier die Lösung sein bei dieser Konstellation.
USD/CHF: Entsprechend der Stunden-Chart konnte hier bei dieser Paarung zum Ende der Woche hin eine rückläufige Konfiguration festgestellt werden. Deutlich machte es der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart, dass ein Abwärtstrend hier weiterhin möglich ist. Die Stunden-Chart brachte jedoch beim selben Indikator für die Kombination USD/JPY einen möglichen Aufwärtstrend. Hier könnte ein Kauf bei eng gesetzten Stopps kurzfristig die richtige Lösung sein.
AUD/USD: In dieser Währungspaarung konnte ein wirklich bedeutender Durchbruch im oberen Handelsbereich auf der 4-Stunden-Chart festgestellt werden. Auf der Tages-Chart fand eine Bewegung der Slow Stochastic über der 20-Marke statt. Eine Fortsetzung dieses Trends könnte wahrscheinlich sein und so könnte sich Forex-Anlegern hier eine geradezu großartige Handelsgelegenheit bieten, um sich diesen technischen Indikator zu Nutze zu machen und damit dann aus dem zinsbullischen Momentum wirklich gute Profite zu erzielen.
28. November 2008
In der Volkswirtschaft wird die Entwicklung eines Preisniveaus als Basis für den Wechselkurs zweier Währungen ebenso zugrunde gelegt wie die Entwicklung der Zinsen. Sowohl das Preisniveau als auch die Zinsen unterliegen damit der Geldpolitik des jeweiligen Landes hinsichtlich ihrer Entwicklung. Das ist erst einmal völlig logisch und verständlich, denn im Prinzip ist der Wechselkurs ja nichts anderes als der aktuelle Preis einer jeweiligen Währung. Somit lohnt es sich, einmal genauer hinter diese Preisentwicklung zu schauen und die Geldpolitik in den großen Währungsblöcken zu hinterfragen und auch das Zins- und Preisniveau einmal genauer anzuschauen, wenn man sich im Rahmen des Forex Trading aktiv betätigen möchte.
Der Preisindex: Alle Länder nehmen nämlich regelmäßig durch ihre jeweiligen statistischen Ämter eine Messung des Preisniveaus hinsichtlich verschiedener Warenkörbe vor. Dabei stehen dann Konsumenten- und Produzentenpreise an erster Stelle. Auch wenn der Index der Produzentenpreise in der Öffentlichkeit viel weniger Beachtung findet – innerhalb der sogenannten Kaufkraftparitätentheorie spielt er eine sehr große Rolle. Hintergrund ist, dass im Index der Konsumentenpreise auch viele nicht handelbare Güter erfasst werden. Im Index der Produzentenpreise sind es dagegen überwiegend handelbare Güter, die erfasst werden. Zusätzlich zu diesen beiden Preisindizes gehören dann noch die Indizes für Import- und Exportpreise dazu, den Wechselkurs wesentlich zu beeinflussen, denn diese Preise spiegeln die internationale preisliche Wettbewerbsfähigkeit der hier erfassten Güter im jeweiligen Land wider. Zudem spielt die Angst vor der Deflation, die zweifach inhaltlich belegt ist, eine Rolle in der Entwicklung der Wechselkurse. Inflation meint einen durchgängigen Rückgang des Preisniveaus, beinhaltet aber auch gleichzeitig einen Nachfrageausfall. Die Nachfrage sinkt innerhalb dem Verlauf der Deflation und zusätzlich bedeutet die Gefahr der Schrumpfung von Immobilienpreisen und Aktienkursen, dass Schulden dann Vermögenswerte deutlich übersteigen und die Gefahr von Kreditausfällen und somit Bankenkrisen stetig steigt. Langfristige Zinsen und Inflationserwartungen sind ein weiterer Aspekt des Wechselkurses, denn die Zinssätze für ein 3-Monatsgeld richtet sich maßgeblich nach der Markterwartung hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Leitzinsen. Eine Erhöhungserwartung bringt dann einen Anstieg der Zinssätze für 3-Monatsgeld. Das ist gut, denn die Notenbanken zielen mit geldpolitischen Maßnahmen ja auf eine Änderung der kurzfristigen Zinsen ab. Allerdings können langfristige Zinsen nicht von der Geldpolitik gesteuert werden. So spiegeln sich bei den Zinssätzen am Rentenmarkt auf Inflationserwartungen der Marktteilnehmer wider. Im Konjunkturabschwung und der Rezession werden von Notenbanken Zinsen gesenkt, weil die Inflation niedrig ist und Investitionsbedingungen Verbesserung erfahren sollen. So sinken die Zinsen am Geldmarkt. Zeitgleich steigen die Zinsen des Rentenmarktes, da zukünftig eine höhere Inflation erwartet wird, denn durch die Erhöhung der Geldmenge mittels Senkung der Leitzinsen soll ja langfristige ein Anstieg des Preisniveaus erreicht werden. Beim Boom der Wirtschaft geschieht das Gegenteil.
Der Rentenmarkt: Beim Rentenmarkt bestimmen wiederum Angebot und Nachfrage die Preise. Beim Abbau der Neuverschuldung eines Landes sinkt dann das Angebot an Staatsanleihen. Bedingt durch die daraus resultierende Angebotsverknappung steigen Kurse und sinken Zinsen – auch ohne eine Inflationserwartung. So können steigende Kurse am Rentenmarkt entstehen, obwohl durch Notenbanken die Zinsen gesenkt wurden und künftige Inflationserwartungen gestiegen sind.
Die Geldpolitik: Das elementare Ziel der Geldpolitik ist eine Preisstabilität und der Träger, nämlich die Notenbank oder Zentralbank sind Träger der Geldpolitik im entsprechenden Währungsraum. Notenbanken definieren Preisstabilität unterschiedlich, im Regelfall werden aber Inflationsziele festgelegt, wobei die Null Prozent Inflation nicht erwünscht wird, denn negative Auswirkungen auf die Konjunktur wären die Folge. Eine geringe Inflationsrate ist also das Ziel der Notenbanken und die wird durch die Streuung der Geldmenge beeinflusst sowie die Veränderung der Zinssätze, zu denen Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld beschaffen. Der Zinssatz für Tagesgeld legt fest, zu welchem Preis sich Geschäftsbanken von der Zentralbank über Nacht Geld leihen können und zeigen gleichzeitig den geldpolitischen Kurs allgemein an.
28. November 2008
Im November 2008 musste der US – Dollar immer wieder Einbußen gegenüber dem Yen als auch dem Euro. Aus Fachkreisen hieß es, dass es ein deutliches Zeichen sei, das die Anleger den Yen bevorzugten, so dass die Investoren noch kein Ende der Talfahrt sehen würden. Noch scheint nicht genau zu erkennen ob sich auch die Amerikanische Börse wieder fangen wird und das in naher Zukunft. Dies dürfte man auch für den Forex erst dann sehen wenn die Rettungspakete der einzelnen Länder greifen. Jedoch ist es durchaus möglich, dass die neuen Konjunkturdarten sich auch am Devisenmarkt bemerkbar machen. Zum Beispiel der Ifo- Geschäftsklimaindex vom November 2008. Ebenso interessant ist der Chicago Fed National Activity Index vom Oktober 2008. Diese Berichte geben neue Hoffnung für den Forex Markt. Durch das Entnehmen des Schlüsselwiderstandes bei der 1,3050 US – Dollar Marke gab auch dem Euro neue Luft zum Aufstieg. Was er auch direkt tat und sich bei 1,2440 einpendelte. Das Gold spielt ja genauso wie das Öl immer eine recht große Rolle. Das Gold verlor an Wert und zwar 15 $ je Feinunze. Im November kam auch die Europäische Zentralbank wieder zum Zuge und setzte den Dollar auf 1,2542 Dollar fest. Allgemein hat sich die Stimmung an den US – Märkten und somit auch am Forex deutlich gebessert. Nicht zuletzt durch das neu angekündigte Konjunkturprogramm in den USA, welches Barack Obama als einen der wichtigsten zu verändernden Punkte sah. Die Wahl von ihm wird auf lange Sicht sicherlich zur Stabilisierung der Finanzmärkte führen. Die USA hat bereits einer weiteren Bank unter die Arme gegriffen und zwar der Großbank Citygroup. Sich gaben nicht nur Milliarden an Dollar dieser Bank sondern unterschrieben auch eine Bürgschaft. Eine Unsicherheit auf den Finanzmärkten wird aber wohl noch eine Weile bestehen bleiben. Bevor alles wieder zur Normalität übergeht. Die ZEW – Lagebeurteilung fiel dieses mal deutlich schlechter aus als erwartet. Der Verlust den der Einkaufsmanagerindexes (PMI) für die Industrie veröffentlichte, machte die Situation nicht gerade entspannter. So verlor dieser und sank von 42,9 Punkten auf 36,7 Punkte ab. Die gleiche Stimmung welche gerade in Deutschland vorherrscht wird auch für die Forex Anleger aus Belgien und Frankreich erwartet, da sich dort ähnliches in der Konjunktur abspielt. Die Banque de France verzeichnete einen Stimmungsabfall dies wurde durch den schwachen PMI noch verstärkt. Nun kommt es unter anderem darauf an, wie sehr in Deutschland auch die Kauffreudigkeit gelitten hat unter der vorherrschenden Finanzkrise. Die Frage ist, ob die Menschen trotz fallender Aktien und den negativen Nachrichten über Firmen wie Opel immer noch einen hohen Standart beim Kaufen vorlegen. Von Nutzen können hier die sinkenden Benzin und Heizölpreise sein. In den USA wird hierbei natürlich mehr auf die Immobilien geachtet. Hier werden wohl weiterhin noch Häuser zu Billigpreisen gehandelt werden. Demnach sieht es in den USA noch nicht positiv aus, was sich jedoch mit Amtsantritt von Obama ändern sollte. Da die Krise in den USA begann liegen die Vorteile natürlich beim Euro der sich weiterhin gut stabilisiert. Dies verzeichneten die Finanzmärkte allen voran der Forex. Somit wird sich wohl Deutschland vor den USA von der Krise langsam erholen.
28. November 2008
Am Donnerstag eröffnete der Euro an der Börse bei 1.2915 US-Dollar, obwohl am Mittwoch der US-Handel trotz schwacher Konjunkturdaten dann für den Euro Tiefstkurse von 1.2821 notierten. Der Dollar legte sich gegenüber dem Yen dann Mitte der Woche bei 95.10 fest. Die Carry-Trades konnten insgesamt in der Mitte der Woche als stabil und ambivalent bewertet werden. Die Währunspaarung Euro Yen stellte sich bei 122.80 und die Kombination zwischen Euro und Franken oszillierte bei 1.5485. Die Aktienmärkte legten Anfang der Woche zu, aber nicht der Carry-Trade und auch die Paarung Euro/Dollar konnten von dieser Entwicklung wirklich Profit ziehen. So stellt sich für Fachleute die Frage, ob es Anzeichen geben könnte, dass die Korrelation fester Aktienmarkt ergibt positive Carry-Trades, ergibt wiederum eine positive Euro-Dollar-Entwicklung in ihrer Signifikanz verliert. Aber Korrelationen sind eben immer och Phänomene mit temporärem Hintergrund. China legt sich ins Zeug, denn hier bestimmen Maßnahmenpakete auf weltweiter Ebene, die der Stimulierung der Konjunkturlage dienen sollen, die gesamten Schlagzeilen. Klotzen statt kleckern ist wieder einmal die Devise Chinas, wie auch bei der Arbeit. Die Zentralbank Chinas hat dann in der Mitte der Woche ihren Leitzins eher überraschend gesenkt, und das um 108 Basispunkte und somit 5,58 Prozent. In der Zinspolitik ist hier aus China eine eher aggressive Gangart zu erkennen. Seit elf Jahren ist die letzte Senkung Mitte der Woche eine der aggressivsten gewesen. Weiterhin wurde die Mindestreserve großer Banken noch von 17 Prozent auf nunmehr 16 Prozent herabgesenkt und der Satz der kleinen Banken entsprechend von 16 Prozent auf 14 Prozent an dieses Niveau angepasst. Chinas Kabinett ist darum bemüht, wie aus eigenen Kreisen erklärt wurde, dass zusätzliche Maßnahmen dann die angeschlagenen Strahl-, Auto-, Textil- und Petrochemieunternehmen unterstützen sollen und dass zudem die Lagerhaltung bei wesentlichen Rohstoffen erhöht wird und auch die Ausweitung der Arbeitslosenversicherung betrieben werden soll. Die EU hält mit und so ist das geplante Konjunkturpaket dann von bereits 160 Milliarden Euro auf 200 Milliarden Euro aufgestockt worden. Das bedeutet dann 1,5 Prozent BIP der EU. Deutschland ist hier wohl der Ansicht, dass es sich mit 30 Milliarden Euro genügen kann, wie die Position der deutschen Regierung uns vermittelt. Im Vergleich zur Vollgasversion aus China sind die Veröffentlichungen aus den USA eher im Bereich „steigend besorgniserregend“ einzustufen. Ein Anstieg der Arbeitslosenerstanträge lag damit im November bei 529.000, also eher sinkend zu vorher 543.000, wobei die Erwartungen hier bei 537.000 lagen. Aber trotzdem ist das aktuelle Arbeitslosenniveau eher ein Spiegelbild für die schwierige Situation am US-Arbeitsmarkt, den ein Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter kollabierte leider verglichen mit dem Monat Oktober um 6,2 Prozent. Hier wurden von Analysten lediglich 3,2 Prozent erwartet. Ein Einkaufsmanagerindex aus Chicago brachte ein Absinken von vorher 37,8 auf 33,8 Punkte. Von Marktbeobachtern war hier der Rückgang auf 36,7 Zähler unterstellt worden. So ist hier ein Tiefstand seit den 1980er Jahren zu verzeichnen. Im Bereich der Produktion, also der Kansas City Fed Manufacturing musste im Laufe des November ein Verlust von –23 auf –31 Punkte verkraftet werden, was dann letztlich den niedrigsten Stand in der bisherigen Historie des Index brachte. Auch weitere Werte aus den USA zeigen sicher eher wenig erfreulich und so lässt sich zusammenfassend sagen, dass das gesamte Szenario den Euro gegenüber dem Dollar derzeit wohl eher favorisiert.
28. November 2008
Wenn man sich als Forex Broker dabei lediglich die Zahlen vom November 2008 ohne Einbeziehung der gesamten Arbeitsmarktlage vornimmt, könnte man davon ausgehen, dass die Senkung der Zahl der Erwerbslosen auf einen Stand wie er letztmalig 1992 zu verzeichnen war, dem Euro im Forex Trading kräftig nach vorne bringen müsste. Doch das ist ein Trugschluss, denn die Prognosen sehen anders aus. Dabei braucht man sich als Forex Broker nur einmal die Situation in der Automobilbranche anzuschauen, wo bereits der Wegfall von Leiharbeitern, Produktionsaussetzungen und Kurzarbeit verbindlich angekündigt wurde. Die erste Entlassungswelle wird dort nicht lange auf sich warten lassen. Allerdings führte die Angabe der Zahl der offenen Stellen für Kopfschütteln bei den Börsianern. Noch im Oktober ging man von mehr als einer Million gemeldeter offener Stellen aus. Im November sind es nach offiziellen Angaben plötzlich nur noch knapp über eine halbe Million zu vergebender Jobs. Doch daraus vorzeitig den Schluss auf die ersten Auswirkungen der Finanzkrise zu ziehen, wäre völlig falsch, denn nach eigener Aussage der Agentur handele es sich dabei um eine Bereinigung der Statistik, die viele Stellen doppelt gezählt habe. Komisch nur, dass das ausgerechnet in Krisenzeiten plötzlich auffällt. Die Arbeitsmarktexperten gehen von deutlichen Steigerungen der Erwerbslosenzahlen in den nächsten Monaten aus. Dadurch gehen nicht nur die Steuereinnahmen des Bundes zurück, sondern die Sozialausgaben werden steigen und die Binnennachfrage sinken. Das könnte sich zu Wochenbeginn im Forex Trading auf den Euro sehr deutlich auswirken. Fachleute befürchten, dass er den mühsam eroberten Boden wieder verlieren wird, insbesondere nachdem sich die Bundesregierung auch sehr deutlich gegen jegliche Art der Steuersenkung ausgesprochen hatte.
28. November 2008