Monatsarchiv für Dezember, 2008
Die chinesische Regierung geht die ersten Schritte in eine für sie neue wirtschaftspolitische Richtung. Um von der Globalisierung weiter zu profitieren und der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise entgegen zutreten, wurde die chinesische Landeswährung, Yuan, nun auch für den internationalen Handel zugelassen. Bereits am vergangenen Mittwoch hat die chinesische Regierung einen entsprechenden Beschluss gefasst. In Form eines Pilotprojektes, soll der Yuan das erste Mal auch für den grenzüberschreitenden Handel mit den chinesischen Nachbarstaaten zugelassen werden. Einige ausgewählte chinesische Wirtschaftszonen dürfen im Zuge des Pilotprojekts ihre Handelsgeschäfte mit den ASEAN Staaten – der Südostasiatischen Staatengemeinschaft – in der chinesischen Landeswährung abwickeln. Diese Regelung gilt auch ausdrücklich für die chinesischen Sonderwirtschaftszonen Hongkong (ehemalige britische Kronkolonie) und Macao (ehemalige portugiesische Kolonie). Ziel der chinesischen Führung ist es, dass dadurch die Exportwirtschaft der Chinesen wieder gestärkt werden soll, da dieser unter der anhaltenden globalen Wirtschaftskrise stark gelitten hat. Für den Devisenhandel bedeutete das, dass dadurch in Zukunft starke Wechselkursschwankungen verringert werden sollen.
Der größte Teil der Exporte des Riesen-Reiches wird immer noch in Dollar und Euro abgewickelt. Ökonomen befürchten bereits seit einiger Zeit, dass im Zuge der andauernden Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA der Wert des Dollars weiter sinken könnte. Der Handel Chinas mit den ASEAN Staaten sowie den Sonderwirtschaftszonen Hongkong und Macao umfasste 2007 ein Gesamtvolumen von circa 400 Milliarden Dollar. Das entspricht etwas einem Fünftel des gesamten chinesischen Außenhandelsvolumens. Kein Wunder also, dass die Angst vor einem weiteren Wertverlust des Dollars auch die chinesische Führung nervös gemacht hat.
China erhofft sich neben der Absicherung seiner Geschäfte gegenüber dem Dollar, auch eine verstärkte Akzeptanz des Yuan in ganz Asien. Mit dem angekündigten Pilotprojekt, soll sich der Yuan langfristig zu einer internationalen Währung weiter entwickeln.
27. Dezember 2008
Genau so wie auf der Börse, macht sich auch der Devisenhändler die Technische und die Fundamental Analyse zunutze. Diese sind zwei grundlegende Strategien, um auf dem Forex überhaupt überleben zu können. Dabei ist die technische Analyse wohl die am meisten verbreitete und beliebteste Herangehensweise, die meist von privaten Anlegern in Anspruch genommen wird. Wie lassen sich aber diese beiden Strategien allgemein auf den Forex anwenden?
Fundamental-Analyse
Viele Forex Anleger, die gerade in den Handel eingestiegen sind, glauben, es sei schwer ein Unternehmen und seine Zukunft zu bewerten. Wie sieht es dann aber mit der Bewertung eines ganzen Landes aus? Zu diesem Zweck ist die komplizierte Fundamental-Analyse sehr geeignet, da sich durch diese Langzeittrends erstellen lassen. Dabei sollte man jedoch noch erwägen, dass viele Forex Händler ihre kurzfristigen Handelsaktionen allein auf aktuelle Tagesnachrichten stützen. Bei der fundamental Analyse gilt es auf zahlreiche Werte zu achten, die meist zu unterschiedlichen Zeiten eines Tages veröffentlicht werden. Dazu gehören:
· Non-farm Payrolls ( Vom US-Bureau of Labor Statistics veröffentlichte Statistiken über Gehälter)
· Purchasing Managers Index (PMI) (Einkaufsmanagerindex)
· Consumer Prize Index (CPI) (Verbraucherpreisindex)
· Retail Sales (Umsatz des Einzelhandels)
· Durable Goods (Gebrauchsgüter)
Das sind natürlich nicht die einzigen Faktoren, denen bei einer fundamentalen Analyse Beachtung geschenkt werden sollte. Natürlich existieren daneben weitere sehr zahlreiche Faktoren, wie Geschäftstreffen, bei denen Investitionsvorhaben besprochen werden, kommen diese Tatsachen an die Öffentlichkeit, können aus ihnen ebenso Trends interpretiert werden, die sich auf den Forex beziehen lassen. Dabei werden zum Beispiel oft Diskussionen über Zinssätze stattfinden, auf die die Anleger natürlich mit offenen Ohren horchen sollten. Es kann also bereits genügen, sich ständig um solche Veröffentlichungen zu kümmern und diese mit Fleiß zu beobachten. Es lassen sich sehr viele wertvolle Informationen daraus ziehen und auf den eigenen Handel übertragen, was diesen wiederum um einiges perfektionieren wird. Vor allem aber entsteht ein Feingefühl dafür, welche Informationen verwertbar und relevant sind und, welche eher bei Seite geschoben werden können.
Technische Analyse
Ähnlich verhält es sich bei der technische Analyse, die ihren Niederschlag gleichfalls auf der Börse und am Devisenhandel findet. Die am häufigsten für den Forex verwendeten technischen Analysen sind:
· Elliot Waves
· Parabolic SAR
· Pivot Points
· Fibonacci studies
Die meisten klugen technischen Analytiker versuchen dabei viele technische Studien miteinander zu verbinden, um noch sicherere Antworten auf ihre allgemeinen Fragen zu erhalten. In unseren Beispielen etwa werden meist die Elliot Waves mit den Fibonacci Studies kombiniert. Ferner können Programme Tendenzen erkennen, die sich langfristig halten können und deshalb für langfristige Investitionen mit hoher Gewinnwahrscheinlichkeit sorgen.
27. Dezember 2008
2008 scheint trotz der Finanzkrise recht gut für Deutschland auszusehen, am Ende des Jahres werden wohl 23,6 Milliarden an Euros mehr in der Staatskasse sein als noch im Jahr zuvor. Dieses Geld kommt hauptsächlich aus den Steuereinnahmen. Damit könnte man ein Unheil abwenden und die Konjunktur weitaus stabiler gestalten. Zum Beispiel könnte es eine Möglichkeit sein, dass die Einkommenssteuer gesenkt wird. Berichte über die Steuereinnahmen werden immer wieder korrigiert, da die Zahlen wohl weiter nach oben gehen werden als die Finanzexperten dachten. Auch die Haushalte welche öffentlich sind, können sich dieses Jahr freuen, bleiben ihnen doch 7,4 Milliarden mehr als noch Anfang dieses Jahres prognostiziert. Weitere 0,9 Milliarden folgen dann am Anfang des kommenden Jahres. Die Verteilung dieses Geldes ist jedoch eher unfair aufgeteilt. Die einzelnen Gemeinden werden sich wohl über weitere 5,7 % an Einnahmen freuen, 2009 sind es immerhin noch weitere 3,3 Milliarden. Die einzelnen Länder haben ein Plus von 1,6 Milliarden, was sich jedoch bereits im kommenden Jahr ändern wird, denn dann werden die Einnahmen um 0,3 Milliarden Euro sinken. Der Bund sieht sich eher als Verlierer des Ganzen denn der Bund bekommt wenn überhaupt 0,4 Milliarden an Steuereinnahmen zusammen. Durch die voranschreitende Konjunktur fehlen dem Bund im kommenden Jahr 2.2 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind gegensätzlich zu den Prognosen die noch im Mai aufgestellt wurden und lassen den Finanzminister durchaus zur Vorsicht mahnen. Bislang war es immer so das sowohl Gemeinde, als auch Bund und sogar Land entweder gemeinschaftlich untergingen, oder aber sich über erhöhte Steuereinnahmen freuen konnten, dies ist das erste Mal das dieser Fall nicht in Kraft tritt. Der Grund hierfür liegt in der Aufkommensentwicklung von Einzelsteuern. Immer mehr Menschen melden Gewerbe an und seien es nur kleine Gewerbe, auch die haben ab einem gewissen Punkt Gewerbesteuer zu zahlen. Dies kommt dann der Gemeinde zu Gute. Immerhin kommen hier rund 42,2 Milliarden Euro bei Rekordjahren zu Stande. Dies bedeutet ein Plus zum Vorjahr von 5,2 %. Nachdem es zur Reform der Unternehmenssteuer kam es zu der Verbreiterung der Bemessungsgrundlage im Bezug auf die Gewerbesteuer. Firmen müssen demnach nun auch Steuern auf ihre Miete, Leasingraten und Schuldzinsen zahlen. Das schlimme daran ist das selbst wenn ein Geschäft oder eine Firma ein schlechtes Jahr hatten, sie durchaus Steuern zahlen müssen eventuell sogar erhöhte Steuern. Hierauf wurden die Finanzminister zwar hinlänglich hingewiesen, haben sich jedoch nie dazu geäußert oder aber schon gar nicht Veränderungen angestrebt. Die Körperschaftssteuer ist hingegen abhängig vom Gewinn hier bekommt eine Hälfte das Land und eine Hälfte fließt in die Kasse des Bundes. Da die Umsätze dieses Jahr knallhart zurückgegangen sind, bekommen Bund und Land natürlich auch weniger Geld. Dies wird sich auch 2009 nicht sonderlich ändern. Die Einkommenssteuer ist noch differenzierter aufgeteilt. 42,5 % gehen an den Bund an die Länder geht die gleiche Summe und der Rest wird den Gemeinden zugewiesen. Hier wird erwartet, dass einiges an Geld zusammen kommt denn es wurden mehr Menschen eingestellt und genauso winkte bessere Bezahlung, dies wird sich wohl auch im kommenden Jahr so weiterentwickeln. So kann man durchaus in naher Zukunft auf eine Steuersenkung hoffen.
26. Dezember 2008
Die Freiburger haben sich ein eigenes Mittel gegen die Finanzkrise ausgedacht, denn dort hat man sich überlegt, dass die Wirtschaft im eigenen Gebiet durch Regionalgelder in Schwung gebracht werden soll und man so ohne Zinsen oder Hinzuziehung von internationalen Firmen einen Weg zum Aufschwung gefunden hat.
So gründete sich kurzerhand ein Verein, der Freitaler-Verein. Man trifft sich im „Cafe Domino“ im Freiburger Stadtteil Oberlinden. Jens Mannheim, Verena Walter und Johannes Weiermann stehen dort und präsentieren die wie Geldscheine anmutenden „Freitaler“; die neue Währung im Freitaler Verein, die nun in feierlicher Runde präsentiert und den etwa 30 Freunden und Vereinsmitgliedern vorgestellt werden, damit diese die neuen Scheine dann auch kennen lernen und wissen, was sie zukünftig damit tun können.
Unter den Gästen zum Beispiel ein junger Mann mit Piercings und längeren Haaren, der meint, dass die Veränderung der Gesellschaft beim Geld anfangen muss. Nicht weit von ihm eine Dame der CDU, die den Freitaler gut für die kleineren Betriebe findet, die die Konkurrenz von der grünen Wiese fürchten. Ein älterer Mann meint dazu, dass die Finanzkrise eindeutig zeigt, dass das Finanzsystem, wie wir es bisher kannten, am Ende ist.
Es gibt bereits mehrere solcher „Alternativwährungen“, die zwar regional begrenzt, jedoch nicht ohne Erfolg sind. Sie orientieren sich mehr oder weniger an der Freigeld- Lehre des deutsch- argentinischen Kaufmanns Silvio Gesell. Beliebt und bekannt geworden hauptsächlich in christlichen und anthroposophischen Kreisen haben diese „Währungen“ auch bei den Linken und im unternehmerischen Mittelstand ihre Anhänger und bekommen nun, im Licht der Finanzkrise, auch aus anderen Bereichen mehr Anhänger und Aufmerksamkeit.
„Währung kommt von dem, was währt“ zitierte Johannes Weiermann, und fügt auch noch hinzu, „was währt, sind die realen Dinge“. So sieht es auch Verena Walter, denn sie findet den Freitaler „einfach realer und greifbarer als der Euro“. Da der Freitaler eine „handfeste“ Sache sei, würden durch ihn Kontakte geknüpft, fügt die Kauffrau hinzu, die eine Medien- und Entertainment Agentur betreibt. Weiermann ergänzt dazu, dass er Geld als eine Gemeinschaftsinstitution sieht. Da jedoch mittlerweile die Marktwirtschaft von Kapitalismus überwachsen sei, bräuchten wir neue Grenzen, denn meint er. Und so trägt der Freitaler- Verein auch den ganz treffenden Slogan: „Unsere Region, unsere Wirtschaft, unser Geld“.
Funktionieren soll es folgendermaßen: Man bekommt für 100 Euro 110 Freitaler. Diese kann man dann benutzen, um im Cafe zu bezahlen, die Elektrikerrechnung zu begleichen oder im Bioladen einzukaufen. Da der Preis real der des Freitalers entspricht, bekommt der Kunde also 10 % Rabatt bei den angeschlossenen Gewerbetreibenden. Und mittlerweile machen schon 28 Partner an diesem Projekt mit.
Will man jedoch seine Freitaler in Euro zurück tauschen, zahlt man 10 % Abschlag. Auf diese Weise soll die regionale Geldzirkulation unterstützt werden. „Internationale Firmen und Handelsketten, die das Geld von der Region weg in andere Länder oder Gebiete abfließen lassen, können mit dem Freitaler dann ja nichts anfangen“ sagt Walter, der die „regionale Identität“ zum Beispiel durch große Handelsketten in Gefahr gebracht sieht.
So setzt der Freitaler auf die Kundenbindung, fügt Jens Mannheim hinzu, der den Master zur „Gestaltung nachhaltiger Geldsysteme“ an der Gaia Fernuniversität gemacht hat.
26. Dezember 2008
Da aller Voraussicht nach viele Sparer durch die Abgeltungssteuer in Zukunft die Grenze für steuerfreie Kapitaleinkünfte erreichen werden, sollte man sich die Zeit nehmen, und seine Freistellungsaufträge genauer überprüfen. Da die Spekulationsfrist ab 2009 weg fällt und die Dividenden nun voll und nicht mehr nur halb besteuert werden, empfiehlt Baur, sich rechtzeitig um die Überprüfung und gegebenenfalls um die Anpassung der Sparpläne etc. zu kümmern. Wenn keine Freistellungsaufträge erteilt worden sind oder diese vielleicht zu niedrig liegen, werde die Bank im Zweifelsfall viel zu viel an das Finanzamt überweisen. Man kann diese zu viel bezahlten Steuern zwar zurück fordern und erstattet bekommen, aber besser ist es natürlich, von vorne herein den Aufwand und Papierkram zu vermeiden und durch die Überprüfung und Anpassung sämtliche zusätzlichen Schwierigkeiten zu umgehen. Ledige werden ab 2009 dann mit bis zu 801 Euro und Paare bis 1602 Euro steuerfrei bleiben.
Generell ist es ebenso ratsam, Panikkäufe zu vermeiden. Der eine oder andere Finanz- Dienstleister empfiehlt seinen Kunden, auf Fonds- und Kapital- bildende Versicherungsprodukte zu setzen, weil diese dann angeblich frei von der Abgeltungssteuer wären. Jedoch sollten sich die Anleger vor Torschusspanik und unüberlegten Käufen schützen. Oftmals werden die Nachteile dieser Produkte nämlich unter den Tisch fallen gelassen, oder nur unzureichend erwähnt. Die oft angepriesenen Dachfonds könne man tatsächlich zwar in Unterfonds verlegen, aber der Hauptgrund für deren Verkauf sind die Gebühren, die dabei tatsächlich abgezweigt werden könnten. Also sollte man sich überlegen, ob man da nicht lieber die Abgeltungssteuer zahlt, oder sich in eine, durch andere Kosten überteuerte Geldanlage flüchtet.
Die von der USB geplante Zweckgemeinschaft für illiquide und faule Wertpapiere wird, anders als zunächst angedacht nach Bern, und nicht auf die Cayman Islands ausgelagert. Die ersten Planungen verliefen zwar in die andere Richtung, aber nun hat es sich doch alles anders ergeben. So wurde bereits am 16. Oktober veröffentlicht, dass der Bund und die Nationalbank der USB auf diese Weise mit einer Kapitalerhöhung und der Ausquartierung der so genannten „faulen Engagements“ (das sind illiquide Aktive oder Problembelegte Wertschriften) mit 68 Milliarden Franken aushelfen wollen. Dazu war eigentlich gedacht, eine Zweckgesellschaft zu gründen, deren Domizil auf den Cayman Islands gewesen wäre. Dazu wollte die Nationalbank der USB einen Kredit über fast 54 Milliarden Dollar einräumen, der mit seiner relativ hohen Verzinsung für die Verpfändung dieser „Ramsch- Papiere“ gegolten hätte. Aber nun hat man sich einen Weg überlegt, der dieses Verfahren nun doch etwas vereinfachen wird. Die USB schießt dazu eigenes Kapital mit ein, indem sie eine Option auf den Erwerb der neu zu gründenden Auffanggesellschaft bekommt. Im Gegenzug dazu wird sie die erste sein, die nach vollständiger Rückzahlung des Darlehens der SNB für die faulen USB Aktiven eintreten kann. Das Domizil der neuen Gesellschaft, die also nur für diesen Zweck ins Leben gerufen wird, wird im Schweizerischen Bern sein, an statt der zuerst Angedachten Cayman Islands. Da man damit rechnet, dass die geplante Struktur in beiden Fällen ähnlich liegt, und man nun auch den politischen Gegensprechern dieses Argument nimmt, bleibt man so also lieber im eigenen Land.
25. Dezember 2008
Insgesamt zeigt sich die Hypo Real Estate sehr offen gegenüber der Möglichkeit, wieder ins finanzielle Lot zu finden. Und da sind es dann Arbeitsplätze, die weichen müssen und so die Kosten des Unternehmens deutlich senken. Arbeitsplätze sind eben nach wie vor einer der größten Kostenfaktoren eines Unternehmens. Aber nicht nur hier gibt es wichtige Nachrichten, denn auf den krisengebeutelten Immobilienfinanzierer warten noch Klagen. Die kommen von Anlegern, die Schadenersatzforderungen stellen.
In der Hypo Real Estate ist ein richtig massiver Konzernumbau geplant. Und der Konzernchef lässt verlauten, dass die geplanten massiven Einschnitte beim Personal ein wichtiger Bestandteil der Restrukturierung seien und damit unvermeidlich. Eine Alternative zum Personalabbau werden nicht gesehen, wenn die Bank tatsächlich gerettet werden soll.
Dabei sind rund zwei Drittel der Stellen, die abgebaut werden sollen, im Ausland zu finden. Ob das nun eine wirklich Beruhigung ist, darf in Zweifel gestellt werden. Zudem hat sich die Bank noch von einigen amtierenden Vorstandsmitgliedern verabschiedet. Die haben nämlich durch eine Razzia der Staatsanwaltschaft München unerwünschten Besuch bekommen. Für zwei Vorstandmitglieder bedeutet das einen richtig heftigen Knick in der Karriereleiter, denn sie müssen die Bank verlassen und werden wohl auf eine neue Stelle in ähnlicher Position warten müssen. Zwei weitere Top-Manager müssen auch ihre Stühle räumen. Hier möchte sich die Bank aber zu näheren Umständen nicht äußern und so werden die Niederlegungen dieser Posten mit der Finanzkrise und deren Umständen ziemlich verwaschen erklärt.
Insgesamt ist die Hypo Real Estate aber eben nicht nur durch die Finanzkrise gerüttelt worden. Der Vorwurf der Marktmanipulation, dessen Verdacht sich die Bank nun stellen muss, steht neben dem Verdacht auf falsche Darstellung nach dem Aktiengesetz. Ein harter Brocken, den die Bank da neben der Finanzkrise schlucken muss.
Die Ermittlungsunterlagen bringen wohl schwere Vorwürfe gegen den Vorstand hervor, wie in den Medien inzwischen nach Informationen bekannt wurde. Da hat die Bank, bzw. der Finanzvorstand, noch Ende September bei einer Bankenkonferenz, die in München stattfand, die Position der irischen Tochter Depfa als stabil bezeichnet. Und das vor dem Hintergrund, dass mit der Deutschen Bank schon über die Refinanzierungsprobleme gesprochen worden war. Wenige Tage später befand sich die Hypo Real Estate dann schon vor dem Kollaps – eben wegen jener Probleme mit der Depfa. Die Rettung der als stabil bezeichneten Tochter machte dann Finanzspritzen in Höhe von 50 Milliarden Euro von Banken und Bund notwendig – und die Summe reicht nach neuen Schätzungen längst nicht aus.
Im Moment legt der Konzern gezwungenermaßen die Karten auf den Tisch und verhandelt mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung über die unterstützenden Maßnahmen. Die Gegenleistung der Bank besteht zunächst darin, ein neues Geschäftsmodell auszuarbeiten, damit die Zukunft auch gesichert bleibt. In Zukunft will der Konzern seine Konzentration auf Geschäfte in Deutschland und Europa konzentrieren. Die Trennung von anderen Teilen des Geschäfts wird unumgänglich. Und so sieht sich die Hypo Real Estate Bank dann mit diesem Restrukturierungsprogramm auf dem richtigen Weg in die Zukunft.
Bleiben nur noch die Probleme mit der Staatsanwaltschaft, die gelöst werden wollen.
25. Dezember 2008
Vorteile:
Der augenscheinlichste Vorteil des Devisenhandels besteht im grundsätzlichen Vergleich zu einem seiner größten „Konkurrenten“ dem Börsenhandel. Die zu tätigenden Einsätze beim Devisenhandel sind nämlich deutlich geringer. Der Devisenhändler muss immer nur lediglich den Margin aufbringen, also den Mindesteinsatz oder auch Sicherheitsleistung genannt. Das Margin liegt üblicherweise im Bereich von 0,5 bis zwei Prozent der zu bewegenden Summe. Möchte man also am Forex eine Summe Geld von der Höhe 100.000 US-Dollar bewegen, reichen zu diesem Zweck durchschnittlich ein Prozent der bewegten Summe, also nur 1000 US-Dollar. Vergleicht man diese Beispiel mit der Börse, so wird die Tatsache ersichtlich, dass dort die ganze Summe aufgebracht werden muss. Also sind dort eben die 100.000 US-Dollar zu besitzen und einzusetzen. Durch das Margin entsteht eine Art von Hebelwirkung, die meist für die immens hohen Gewinne, aber auch ebenso für hohe Verluste sorgen kann. Zudem besteht bei der Führung eines Forex Kontos keine Nachschusspflicht. Genauer betrachtet bedeutet dies, dass das Forex Konto niemals in ein Minus rutschen kann. Dies wird durch die Tatsache ermöglicht, dass das Geld, welches für eine abzuhandelnde Position eingebracht werden muss, immer die Höhe von potentiellen Gewinnen und Verlusten anzeigt. Verluste sind also nur auf die Einlagen beschränkt und gehen niemals darüber hinaus. Ein weiterer Vorteil des Devisenhandels ist die zweifache Gewinnmöglichkeit. Auf der Börse können nur Profite gemacht werden, wenn die Kurse steigen und man zu einem günstigen Zeitpunkt verkauft. Nicht so beim Forex. Hier kann der Händler sowohl aus Kurssteigung als auch auch Kurssenkungen Profite ziehen, was die Angelegenheit allgemein profitabler gestaltet.
Nachteile:
Die mittlerweile sehr große Anzahl an Devisenmarkt-Teilnehmern und die kurze Reaktionszeit, welche durch eine schnelle Internetverbindung ermöglicht wird, bewerkstelligen gemeinsam sehr starke und vor allem tägliche Kursschwankungen. Besonders in dieser Tatsache ist die hohe Attraktivität des Forex zu finden, jedoch auch die Wahrscheinlichkeit zu hohen Verlusten bei zu langsamer Reaktion auf plötzliche Veränderungen am Markt. Ferner muss der Forex Händler eine Vielzahl von informellen Faktoren berücksichtigen, um erfolgreich tätig sein zu können. Zu diesen Faktoren gehören unter Anderem wirtschaftliche, soziale und politische Gegebenheiten. Etwa eine Erhöhung von Leitzinsen in einer gewissen Nation kann gewaltige Kursschwankungen mit sich bringen. Diejenigen, welche auf die Zeichen gehört haben und diese Entwicklung vorher ahnten, können Gewinn machen, diejenigen, welche zu langsam reagiert haben, werden auf der anderen Seite wohl Verluste erleiden müssen. Aus diesem Grund muss der Forex Händler viel Zeit mit der Interpretation und Verwertung von handelsrelevanten Informationen verbringen.
Fazit:
Auf den Devisenmarkt sollten sich nur diejenigen Menschen wagen, die es verkraften könnten, sollte ihre gesamte eingelegte Summe durch einen höchst unprofitablen Handel verloren gehen.
25. Dezember 2008
Es ist kurz vor Weihnachten und die meisten Marktteilnehmer haben sich bereits für dieses Jahr vom Forex-Trade verabschiedet. Der Devisenhandel gestaltet sich in diesen Tagen entsprechend ruhig. Auf den Forex-Märkten kommt es derzeit kaum zu Bewegungen, auch Konjunkturdaten werden allenfalls zur Kenntnis genommen. Am Dienstagmorgen ist der Euro um die 1,40 Dollar Marke in den heutigen Forex-Trade gestartet. Damit begann die europäische Gemeinschaftswährung heute mit etwa dem gleichen Ausgangswert wie am gestrigen Montag. Beim Übergang vom asiatisch geprägten in den europäisch dominierten Forex-Trade kostete der Euro 1,3995 Dollar. Der Dollar kostete 0,7144 Euro.
Am Nachmittag stehen in den USA noch einige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Marktbeobachter aber rechnen kaum mit Impulsen für den Forex-Trade am heutigen Dienstag. Der Handel ist seit mehreren Tagen rückläufig. Die verbliebenen Marktteilnehmer stellen sich unterdessen auf ein paar ruhige Tage bis zum Jahresende ein. Nach den Turbulenzen in den vergangenen Wochen an den Forex-Märkten, tut ein wenig Ruhe auch Not. Wer in dieser Zeit trotzdem aktiv auf den Märkten ist, sollte sich auf mögliche Kurssprünge in einzelnen Währungspaarungen einstellen. In Zeiten dünner Liquidität und rückläufiger Umsätze, können schon durch kleine Investitionen entsprechend hohe Sprünge der Wechselkurse ausgelöst werden. Zum einen liegt im Schwanken der Kurse eine gute Chance auf Gewinne, zum anderen sind die möglichen Risiken aber mindestens genauso hoch. Vor allem im Day-Trading mit kleineren Einsätzen bestehen derzeit gute Chance am Markt zu partizipieren.
Aus technischer Sicht hat gestern die europäische Gemeinschaftswährung ihre Seitwärtsbewegungen gegenüber der amerikanischen Landeswährung fortgesetzt. Zur Zeit bewegt sich der Euro bei ruhigem Handel in einer Spanne von 1,3901 und 1,3969 Dollar.
Gegenüber dem Japanischen Yen tendierte der Euro ebenfalls in einer Seitwärtsbewegung. Zu Beginn des gestrigen Forex-Trades konnte der Euro gegenüber dem Yen einiges an Wert gewinnen und ging gegen Ende des Handelstages in seine Seitwärtsbewegung über. Zuletzt kostete ein Euro 125,54 Japanische Yen. Damit war der Euro fast 1,30 Yen mehr Wert als noch am Freitag der vergangenen Woche, nachdem die Bank of Japan ihre Beurteilung der Lage der japanischen Wirtschaft schon zum zweiten Mal in Folge gesenkt hatte.
25. Dezember 2008
Die deutsche Börse erlebt zum Jahresende keine wirkliche Festtagsstimmung und auch die Geschenke bleiben hier wohl eher aus. Der Grund dafür ist der Leitindex Dax – und der erlebt zum Ende des Handels hin einen deutlichen Rutsch in den Minusbereich. Ganz besonders heftig betroffen waren an der Börse die Aktien von den Autobauern. Aber auch Infineon und Continental hatten turbulente Zeiten zu erleben.
Schon die Verlustankündigung aus dem Hause Toyota hat die Stimmung am deutschen Aktienmarkt stark beeinflusst, so dass hier von vorweihnachtlichen Gefühlen keine Rede mehr sein konnte. So konnten Händler am Markt beobachten, dass dieser zunächst in den letzten Tagen etwas zulegen konnte, dass die schlechte Nachricht aus dem Hause Toyota einige Anleger aber dazu gebracht habe, etwas Kasse zu machen.
Die Autoaktien erlebten in den letzten Tagen erheblichen Druck. Und auch der richtig schwache Start an der New Yorker Wall Street drückte die Stimmung noch einmal. So schloss der Dax dann letztlich bei 1,23 Prozent und somit bei 4.639 Punkten. Allerdings sind die Kursbewegungen teilweise wirklich nur zufällig in ihre Richtungen getrieben worden, denn die Händler beobachteten am Markt, dass sich viele Teilnehmer schon in die Weihnachtsfeiertage verabschiedetet haben und am Geschehen nicht mehr aktiv mitwirken.
Und so sind es die deutschen Autowerte, die unter den Verlustmitteilungen von Toyota, die eigentlich erfolgsverwöhnt sind, leiden müssen. Da zeichnet sich derzeit eine echte Notsituation am deutschen Automarkt ab, speziell aus dem Hause Toyota dringt diese Nachricht an die Medien. Im Konzern rechnet man – vorausschauend bis zum Ende März – für das aktuelle Geschäftsjahr letztlich mit einem Fehlbetrag, der im Bereich von 1,2 Milliarden Euro liegt.
So erlebten es gestern dann nachfolgend auf diese schlechte Nachricht die Aktien von Volkswagen, dass sie um 5,91 Prozent nachgeben mussten und letztlich bei 269,03 Euro lagen. Auch BMW musste Verluste notieren. 3,93 Prozent waren es und damit lag die 21,05 Euro Minus. Daimler musste Einbußen in Höhe von 4,55 Prozent hinnehmen und erlitt damit schlussendlich Verluste bei 24,865 Euro.
Die Favoriten im Dax kamen damit nicht aus der Autobranche. Infineon konnte ein Plus verzeichnen, das bei 6,06 Prozent lag und somit 0,70 Euro. Der Chiphersteller konnte sich erleichtert über die Rettung der Tochter Qimonda zeigen, denn die machte sich massiv bemerkbar. Der öffentliche Schlagabtausch mit dem Bundesland Sachsen brachte letztlich eine Einigung und so erhält Qimonda insgesamt Darlehen im Bereich von 325 Millionen Euro. 150 Millionen davon stammen aus dem Land Sachen, weitere 100 Millionen Euro kommen aus Portugal, weil Qimonda dort seinen Standort mit 2.000 Beschäftigten hat, der gesichert werden soll und 75 Millionen Euro muss Infineon aus München für die Rettung der Tochter beisteuern.
Dax Neulinge Beiersdorf und Salzgitter hatten natürlich besondere Aufmerksamkeit. Und so konnte der Nivea-Hersteller ein kleines Plus von 0,30 Prozent verzeichnen, was dann auf 39,95 Euro ging. Allerdings musste Salzgitter nachgeben – im Gleichklang mit dem Dax insgesamt. Auch vom japanischen Wettbewerb kamen eher enttäuschende Nachrichten. Bridgestone musste seine Gewinnprognosen für das Jahr 2008 senken. Und auch Michelin aus Frankreich steht nicht gut da, musste aufgrund gesunkener Nachfrage die Produktion drosseln und somit für das vierte Quartal 2008 Sonderkosten in Höhe von rund 150 Millionen Euro anmelden.
24. Dezember 2008
Beim Handel mit Devisen gibt es einige Faktoren, die den Handel zu einen komplett bedingen und zum anderen diesen erst richtig optimieren und profitabel gestalten. Zu diesen Faktoren gehört eindeutig die richtige Software mit ihren zahlreichen modifizierbaren Funktionen. Bei der Wahl der richtigen Software gilt es weiterhin auf einige Punkte zu achten. Das Programm sollte den eigenen Bedürfnissen so weit wie möglich angepasst werden, damit keine unnötigen Fehler oder Komplikationen entstehen können, die Verluste nach sich ziehen würden. Anpassen bedeutet, dass etwa die allen bekannte Stopp Loss Funktion vorhanden sein muss. Diese Funktion kann auf den jeweiligen Händler genau eingestellt und seinem Handel angepasst werden. Schläft der Nutzer des Programms, so reagiert das Programm eigenständig auf Veränderungen in bestimmten Kursen und führt Käufe oder Verkäufe ein. Zum Beispiel kann man bei einem Kurs einstellen, sollte er eine gewisse Untergrenze unterschreiten, wird sofort verkauft. Das Programm wird zu diesem Zweck zunächst mit Informationen gefüttert und kann somit reagieren. Auf diese Weise werden Verluste so weit wie möglich eingeschränkt, diese Funktion des StoppLoss sollte in jedem Fall erweiterbar sein und zusätzliche Befehle des Nutzers annehmen können, um auf die individuellen Bedürfnisse genau eingehen zu können. Daneben liefern diese Programme wertvolle Informationen, auf die kaum ein erfolgreicher Trader verzichten würde. Diese Informationen sind in Charts oder einfach Schaubildern gebündelt und bieten einen aufschlussreichen, übersichtlichen und informativen Überblick über alle Tatsachen, die den eigenen Handel betreffen. So ist es möglich, schnell und entsprechend auf Änderungen in Kursen oder anderen Faktoren zu reagieren und Verluste weitestgehend zu vermeiden.
Vor der Inanspruchnahme eines bestimmten Programms macht eine Beratung auf jeden Fall Sinn. Das Programm sollte als Werkzeug verstanden werden, mit dessen Hilfe man seinen Handel in den profitablen Bereich bringt. Dabei spielt es kaum eine rolle, von welchem Anbieter das Programm genutzt wird. Es sollte jedoch stets kostenlos und aufrüstbar sein und die Möglichkeit bieten, alle nötigen Funktionen an die persönlichen Verhältnisse anzupassen, wie es etwa bei der StoppLoss Funktion ebenso der Fall sein sollte.
24. Dezember 2008
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