Tagesarchiv für den 10. Dezember 2008
Die Firmenausblicke der USA sind es, die die US-Börsen dann wirklich belasten. Auch wenn der Wochenauftakt deutliche Kursgewinne gebracht hat, konnten die Börsen dann am Dienstag in New York schon wieder schwächer notieren. Das ist natürlich ein Verlauf, der insgesamt auf die Stimmung drückt und die Tatsache, dass die Schwergewichte dann für das kommende Jahr 2009 ihre Prognosen reduzierten, sorgt auch nicht unbedingt für eine Aufhellung der Laune.
Nach einem wirklich positiven Wochenstart war der Dienstag dann von einem ziemlich wechselhaften Handel geprägt und driftete dann auch deutlich ins Minus. Zwar griffen die Anleger dann zu, als es um die Aktien der Speicherchiphersteller ging. Aber Belastungen kamen dann aus den Verkäufen der Biotech-Werte, die den Nasdaq im Handelsverlauf negativ beeinträchtigten. Und auch FedEx brachte mit der Gewinnwarnung eine deutliche Belastung für den Markt mit sich.
Am Dienstag war es dann der Dow Jones Index, der Kopfzerbrechen bereitete. Der Standardwert sank nämlich dort um zwei Prozent auf nunmehr 8.757 Punkte und ein breiter gefasster S&P-500 verzeichnete Verluste von 1,4 Prozent auf dann nur noch 896 Zähler.
Auch der Index der Technologiebörse namens Nasdaq musst dann nachgeben. Das Ergebnis war ein Verlust von 0,7 Prozent und ein Gesamtergebnis von 1.560 Punkten.
Frankfurt brachte einen Abschluss des Dax bei 1,34 Prozent bei 4.779 Punkte im Plus. Der Dow Jones lag zu dieser Zeit dann schon mit satten 1,3 Prozent im Minus.
Dann waren es noch die Nachrichten von FedEx als klarem Konkurrenten der Deutsche Post. Hier wurden die Gewinnziele nach den Talfahrten, die in den USA in konjunktureller Hinsicht vorhanden waren, deutlich reduziert worden. Und so musste die Aktien des Paketzustellers dann auch im Bereich von mehr als 14 Prozent nachgeben.
Der Nasdaq stieg am Dienstag zunächst an und das trotz der Nachricht, dass hier von den Chipherstellern National Semiconductor, Texas Instruments, Broadcom und Altera die Umsatzprognosen deutlich zurückgenommen wurden.
Aber echte Überraschungen waren die Reduzierungen der Umsatzprognosen für die Händler nicht. Und da stiegen dann die Anteilsscheine von Texas Instruments um etwa fünf Prozent und bei National Semicondutor waren es sogar Anstiege von zwölf Prozent.
Verluste konnten im Verlauf des Dienstag dann die Konzerne der Biotechnologiebranche verzeichnen bzw. deren Aktien. Und so war es dann auch Merck, aktuell ohnehin häufig in den Medien vertreten, der dann nach anfänglichen Gewinnen schließlich 1,5 Prozent Verluste erlitt. Der pharmazeutische Riese setzt dann nach der reduzierten Nachfrage auf die Schlüsselprodukte des Konzerns in der Zukunft verstärkt auf die sogenannten Biotech-Präparate und auch Generika und genau mit diesen neuen Produktbereichen soll dann die Präsenz in Schwellenländern ihren Ausbau durch Merck erreichen.
Sony konnte trotz schlechter Nachrichten die Börse wenig beeindrucken und auch der Nachfragerückgang beim Japaner und den daraus resultierenden Stellenstreichungen brachten keine großen Reaktionen mit sich. Weil die insgesamt 16.000 Stellen jetzt gestrichen werden, vermuten die Anleger keine Auswirkungen für den Verlauf bzw. die Ergebnisse in etwa sechs Monaten, vermuten Analysten.
Natürlich waren es die Autowerte, die an der US-Börse dann die Blicke auf sich zogen. Die Hilfen für die angeschlagenen Konzerne schreiten voran. Trotzdem mussten die GM Papiere fünf Prozent abgeben und die Papiere von Ford 4,7 Prozent. Damit mussten bei beiden Konzernen im Vergleich zum positiv verlaufenden Montag starke Verluste am Dienstag akzeptiert werden.
10. Dezember 2008
Der Euro konnte gestern bei 1,2875 US-Dollar eröffnen – und das, nachdem die Höchstkurse der letzten 24 Stunden bei 1,2966 im US-Handel markiert werden konnten. Da stellte sich der Dollar dem Yen mit 92,60 gegenüber und Carry Trades zeigten sich insgesamt sehr stabil. Die Euro-Yen Paarung notierte bei 119,15 und die Währungspaarung von Euro und Franken oszillierte dann bei 1,5580.
Die Industrieproduktion von Oktober stand dann am Montag auf der Agenda und da war dann im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang zu verzeichnen. Der lag bei 2,1 Prozent. Etwas höher dann als Analysten prognostiziert hatten, den die sind von einem Rückgang im Bereich von 1,5 Prozent ausgegangen. Der Vormonat konnte damit von –3,6 Prozent revidiert werden auf nunmehr –3,3 Prozent.
Der Oktober brachte damit einen Rückgang um 3,9 Prozent nach vorher –1,9 Prozent per September. Da sind eher rückläufige Aufträge und auch Einbrüche in der Produktion dann schon fast Programm.
Im dritten Quartal fand in Japan eine Kontraktion statt, die um –0,5 Prozent lag und damit die bisherigen –0,1 Prozent übertraf. Das zweite Quartal brachte ein Minus von 1,0 Prozent im Jahr 2008.
Der Jahresvergleich brachte dann einen Rückgang um 0,3 Prozent – zuvor waren es noch +0,6 Prozent.
Der wichtigste Hintergrund für die Revision lag dann die zunächst einmal unterstellten Rückgänge im Bereich der Investitionen – da war nämlich ein Einbruch um 2,0 Prozent zu verzeichnen. Vormals waren es lediglich –1,7 Prozent – auch hier im Quartalsvergleich.
Auch Japan befindet sich damit in einer deutlichen Rezession, wie die technische Definition nun klar bestätigt.
Nun ist es der ZEW-Index für Dezember, der ein neues Thema wird. Da erwarten die Analysten dann einen nur leicht ausgeprägten Rückgang von 53,5 auf dann etwa –55,0 Punkte. Da ist starker Optimismus aufgrund des enormen Anstieg des Vormonats von –63,0 auf dann –53,5 Punkte im Hinblick auf die Rezession der Industrieländer dann nicht wirklich wahrscheinlich. Erst wenn ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.2540 – 70 erreicht wird, kann der positive Bias des Euro neutralisiert werden, könnte man daraus schließen.
10. Dezember 2008
Trotz der gegenwärtigen Krisenstimmung in zahlreichen Nationen und der Rezession scheint der Devisenhandel weiter zu florieren und seinen Anlegern nach wie vor Profite zu ermöglichen. Das mag vielleicht auf den ersten Blick überraschen, jedoch bieten sich gerade in Krisenzeiten bei kluger Herangehensweise optimale Bedingungen für einen sehr profitablen Handel. Das ständige Auf und Ab von Kursen und die momentan gegebene Unbeständigkeit kann sehr gut ausgenutzt werden. Zu diesem Zweck ist die ständige in Anspruchnahme von aktuellen und handelsrelevanten Informationen unabdingbar. Jedoch bleibt diese Form des Handels nicht nur großen Tradern oder Banken vorbehalten. Ein Privatmann mit ein wenig Kapital, welches er gern vermehren würde, kann sich auch auf das große „Spiel“ mit den Devisen einlassen. Um das zu ermöglichen, können bei zahlreichen Anbietern Forex Konten in vielen Variationen eröffnet werden, um gleich in den Handel durch zu starten. Es gibt verschiedene Arten von Forex Konten Um seine ersten grundlegenden Erfahrungen ohne Verlustrisiko zu absolvieren, kann für den Anfang ein Demo Konto in Anspruch genommen werden, welches meist kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Ist die berühmte Mischung aus objektivem Bauchgefühl und kluger Auslese von Informationen entstanden, kann man sich etwa an das Mini Konto wagen. Dies kann bereits ab sehr kleinen Summen, wie 50 oder 100 Euro verwaltet werden und bietet genügend Spielraum, um die im Demo Konto gewonnen Erfahrungen in die tatsächliche Forex Welt einzubringen. Gerade in der jetzigen Zeit können Anlagen in Devisen sehr profitabel für ihre Investoren sein, trotz oder gerade aufgrund der derzeit gegebenen Unbeständigkeit.
Die gegenwärtig meist gehandelten Währungen bleiben nach wie vor Euro und US-Dollar, welche bereits seit langer Zeit als Save Haven bezeichnet werden und diesem Ausdruck immer wieder gerecht werden. Die am häufigsten gehandelten Währungspaare bleiben auch EUR/USD, USD/CHF, GBP/USD, USD/JPY, EUR/CHF. Man sieht, dass auch hier der Euro und der US-Dollar an Stärke kaum einbüßen können und stets ihrer Vorreiterrolle gerecht werden können. Das verwundert kaum, da diese Währungen von zwei der größten Wirtschaftssystemen der Welt getragen und gestützt werden, Krise oder Rezession hin oder her.
Forex Neulinge sollten trotz dem Devisen-Hype Vorsicht walten lassen, denn neben allen Gewinnchancen, die sich bei professionellem Handel ergeben, sind genauso große Verluste möglich, für die natürlich meist Anfänger einstehen, was oft nur als Lehrgeld bezeichnet wird. Das Lehrgeld sollte eben einfach nicht allzu hoch werden, da Profite damit aus dem Weg geräumt werden.
10. Dezember 2008
Beim Devisenhandel gibt es kaum etwas wichtigeres, als eine eigene persönliche Strategie zu entwickeln und stets an dieser festzuhalten. Natürlich kann dabei nicht blind gehandelt und an der Strategie festgehalten werden. Treten Fehler oder weniger profitable Herangehensweisen in der eigenen Strategie auf, sollten diese ausgemerzt und weiter perfektioniert zu werden, um eine professionelle und wirtschaftlich tragbare daraus zu formen. Kaum ein Trader verlässt sich allein auf sein Bauchgefühl, auf technische oder fundamentale Analysen oder auf Hintergrundinformationen aus Wirtschaftssystemen. Dies alles muss mit einer Strategie angegangen werden, welche aus allen erhaltenen Informationen die wichtigsten Substrate zieht und diese profitabel auf den Handel umsetzt. Bei einer Strategie gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Manche gehen etwa mit einer Breitbandanalyse an das Geschäft heran, andere spezialisieren sich auf ihre meist getätigten Handelsbereiche und verwerten alle nur möglichen Informationen in diesem Zusammenhang.
Fragt ein Forex Neuling einen alten Forex Hasen, was die beste Strategie für einen Laien sein könnte, wird dieser meist mit einer auf technische und fundamentale Analyse deutenden Antwort konfrontiert. Dies ist wohl auch die beste Weise, sich an die zahlreichen Arten von Strategien heran zu tasten. Also eine Mischung aus technischer und fundamentaler Analyse bietet jedem Neuling einen hervorragenden Überblick über sehr viele verwertbare Auskünfte. Mit der Zeit sollte sich der Erfahrung sammelnde Händler jedoch so weit auskennen, dass er hin und wieder auf gewisse Informationen verzichtet, während er anderen vermehrt Aufmerksamkeit schenkt. Das ist die Spezialisierung, welche jeder erfolgreiche Forex Trader als Grundlage benötigt.
Ein ganz wichtiger Punkt in der persönlichen Strategie ist die Neutralisation der eigenen Gefühlswelt. Man muss das Pokerface eines Pokerspielers auf die eigenen Emotionen übertragen können, so dass diese nur eingreifen, wenn das Bauchgefühl ganz sicher ist. Objektiv lässt es sich trotzdem immer am besten handeln, was jeder Neuling anstreben sollte.
Ein weiterer Punkt sind die Trends. Es kann vorkommen, dass sich Trends entgegen der eigenen Strategie entwickeln. Da gilt es flexibel zu sein und auch mal einem Trend Recht und auch nach zu geben, um profitabel zu handeln. Im Gegensatz zum richtigen Leben sollte man in der Welt des Forex immer ganz genau auf Trend achten und diesen eher Folgen, als sie bei Seite zu lassen.
10. Dezember 2008
Am heutigen Dienstag zeigten sich die amerikanischen Aktienmärkte nicht so stark, wie gestern. Aufgrund der zu beobachtenden Abhängigkeit der Forex- von den Börsenmärkten litt darunter vor allem der Euro. Zeitweise sank dieser sogar unter die Marke von 1,28 Dollar. Bis zum späten Nachmittag allerdings konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung wieder erholen und zeigte sich bei 1,2880 Dollar. Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs für das Währungspaar EURUSD mit 1,2838 Dollar festgelegt, während der Dollar 0,7789 Euro kostete. Zum Vergleich lag der gestrige Referenzkurs bei 1,2854 Dollar für einen Euro bzw. bei 0,7780 Euro für einen Dollar.
Forex-Experten warnen vor einer Überbewertung der heutigen Schwäche des Euros. Die europäische Gemeinschaftswährung bekam heute den leichten Druck an den Aktienmärkten zu spüren, so dass der Höhenflug vom Montag an den Devisenmärkten erst einmal schnell vorbei war. Stiegen die Kurse für Wertpapiere an der Börse, konnte der Euro bisher immer mit steigenden Wechselkursen reagieren. Die leichte Schwäche vor allem des amerikanischen Aktienmarktes machte demnach auch dem Euro zu schaffen. Die Risikoscheu der Anleger scheint momentan ebenfalls an die Entwicklungen der Aktienbörsen gekoppelt zu sein. Die Risikoaversion nimmt in letzter Zeit immer dann ab, wenn sich die Kurse für Wertpapiere nach oben verändern. In dieser Situation wird der Dollar von den Investoren nicht mehr als sicherer Hafen gesucht. In den nächsten Tagen wird sich allerdings eine jährliche Erscheinung an den Forex-Märkten deutlich verstärken, die zum Teil jetzt schon zu spüren ist. Gegen Ende des Jahres nimmt der Devisenhandel traditionell ab, so dass dann auch kleinere Investitionen größere Kursbewegungen verursachen können. Vielen Anlegern aber scheint am Ende des Jahres der Mut zu fehlen, eine klare Richtung in ihren Investitionen im Forex-Trade erkennen zu lassen – so jedenfalls urteilen einige Marktbeobachter. Kursausschläge in den letzten Tagen und Wochen des Jahres unterliegen oftmals dem Zufall, da die Liquidität an den Märkten merklich zurückgeht.
Die enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA, von denen auch diese Woche wieder einige erwartet werden, sowie die positive Zinsdifferenz zwischen dem Euroraum und den Vereinigten Staaten, könnten mittelfristig den Euro stützen. Die Analysten sind sich ebenfalls einig darüber, dass die schlechten Arbeitsmarktdaten aus den USA weiter versteckt positiv auf den Euro wirken werden. Größere Neupositionierungen der Investoren stehen allerdings wohl erst wieder im nächsten Jahr an. Vergleicht man die gegenwärtigen Entwicklungen auf den Renten- und Aktienmärkten, so bewegen sich die Kursausschläge an den Forex-Märkten doch eher in engeren Grenzen. Der Euro wird sich auch in den kommenden Tagen wahrscheinlich weiter in der Spanne von 1,26 und 1,31 bewegen.
10. Dezember 2008