Tagesarchiv für den 15. Dezember 2008

Impulse durch Konjunkturdaten

Im Laufe des Vormittags pendelte der Euro am Montag in der Spanne von 1,3429 und 1,3498 Dollar. Zu anderen Währung bewegt sich die europäische Gemeinschaftswährung vor allem in eine Richtung: Aufwärts. In der Währungspaarung EURCHF erreichte der Euro die 1,58 Schweizer Franken Marke und gegenüber dem Britischen Pfund Sterling steigerte der Euro seinen Wert auf 0,90 Pence. Gegenüber der japanischen Währung erreichte der Euro heute Morgen einen Wert von 122,82 Japanischen Yen. Nach einem kurzen Fall auf 121,66 Yen pendelte der Euro am Mittag etwas oberhalb der 122,50 Yen Marke.

Einige Konjunkturdaten aus Europa sind im Laufe des Vormittags veröffentlicht worden. Große Impulse gingen davon jedoch nicht auf die Forex-Märkte aus. In Italien sind die Verbraucherpreise im vergangenen Monat um 0,4 Prozent gefallen. Die Jahresteuerung stieg in Italien auf 2,7 Prozent. Analysten hatten dieses Ergebnis erwartet, so dass der Einfluss auf den Devisenhandel kaum zu spüren war.

Am späten Nachmittag des heutigen Handelstages gibt die Europäische Zentralbank ihren Stabilitätsbericht bekannt. Am Abend wird der Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet vor Wirtschaftsjournalisten im Internationalen Club in Frankfurt sprechen.

Am frühen Nachmittag werden die ersten Konjunkturdaten aus den USA erwartet. So wird zum Beispiel der New-York-Empire-State-Index bekannt gegeben. Danach folgen die internationalen Kapitalströme der USA sowie die Zahlen zur amerikanischen Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastungen der Industrie.

Am Donnerstag dieser Woche wird in Deutschland der ifo Index bekannt gegeben. In der Eurozone werden am Dienstag die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe, der Dienstleistungsbranche und die Zahlen der Beschäftigten in diesen Bereichen bekannt gegeben. Am Mittwoch kommen dann die Konjunkturdaten zur Inflation in Europa. Die Daten zum Außenhandel werden am Donnerstag bekannt gegeben.

Der Dienstag wird für die Analysten ebenfalls sehr interessant werden, vor allem was die neuesten konjunkturellen Daten aus den Vereinigten Staaten angeht. Von dort werden morgen einige wichtige Impulse für die Forex-Märkte erwartet. Unter anderem werden am Dienstag die Daten für die amerikanischen Verbraucherpreise, die Daten zu den Wohnungsbeginnen und Wohnungsgenehmigungen in den Vereinigten Staaten sowie die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank, Federal Reserve, veröffentlicht. Aber auch der Mittwoch wird spannend werden, wenn in den USA der Ölmarktbericht und die amerikanische Leistungsbilanz veröffentlicht wird. Am Donnerstag werden die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie einige wichtige Stimmungsfrühindikatoren und der Philadelphia-Fed-Index bekannt gegeben. Allgemein werden die Trendaussichten für den Dollar als eher negativ bewertet.

 

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Euro setzt Trend fort

Die europäische Gemeinschaftswährung setzt ihren Trend gegenüber dem Dollar weiter fort. Am Montagmorgen notierte der Euro beim Übergang vom asiatisch dominierten in den europäisch geprägten Devisenhandel um die 1,35 Dollar Marke. Der Euro kostete im frühen Handel 1,3495 Dollar. Damit startete die europäische Gemeinschaftswährung mit gut einem Cent mehr in die neue Handelswoche als am Freitag zum Handelsschluss. Einige Experten erwarten sogar einen Anstieg bis zur 1,37 Dollar Marke. Als Hauptstütze für die Aufwärtsbewegung des Euros werden die positiven Entwicklungen an den Wertpapierbörsen gesehen. Sowohl die Wall Street als auch die Börsen in Asien tragen gegenwärtig zur Stärkung des Euros bei.

Zur Zeit steigt auch wieder die Risikofreude der Investoren zusehends. Nicht einmal der schwach ausgefallene japanische Konjunkturbericht, der so genannte Tankan-Report, konnte die gute Stimmung der Anleger trüben. Der Tankan-Report erreichte mit minus 24 den niedrigsten Wert seit März 2002. Fast wirkt es so, dass bereits sehr viele, vielleicht sogar zu viele, negative Nachrichten auf den Finanzmärkten verbreitet wurden. Es sieht so aus, als würden die Investoren zur Zeit nicht so empfindlich auf konjunkturelle Negativdaten der Wirtschaft reagieren als noch vor ein paar Tagen. Die positive Entwicklung an den Aktienmärkten ist auch auf die Ankündigung der amerikanischen Notenbank, Federal Reserve, zurück zuführen. Sie hat für den Dienstag dieser Woche einige anstehende Entscheidungen zum Leitzins angekündigt.

Die Analysten erwarten eine Zinssenkung der Fed um 50 Basispunkte. Eine höhere Leitzinssenkung könnte sich aller Wahrscheinlichkeit nach negativ auf die amerikanische Währung auswirken. Der Dollar steht bereits seit Tagen unter massivem Druck. Am Nachmittag erwarten die Experten neue Impulse für die Forex-Märkte aus den Vereinigten Staaten. Dort wird heute der so genannte Empire-State-Manufactoring-Index für den Monat Dezember vorgestellt. Außerdem werden die Zahlen der amerikanischen Industrieproduktion für den vergangenen November bekannt gegeben. Hier gehen die meisten Ökonomen von einem eher dünnen Geschäftsvolumen aus.

Heute wird in den USA ebenfalls entschieden, ob die amerikanische Automobilindustrie tatsächlich wie angekündigt Mittel aus dem 700 Milliarden Dollar Rettungspaket der Banken erhält. Nachdem am Donnerstag der US Senat seine Zustimmung für ein Hilfsprogramm zur Rettung der Automobilbranche verweigert hatte, stellte der noch amtierende Präsident, George W. Bush, die benötigten Mittel aus dem Finanzbranchenpaket in Aussicht.

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Deutsche Bahn stützt Euro im Forex Trading

Während andere deutsche Unternehmen um dringend benötigte Kredite zur Überbrückung der durch die Finanzkrise drohenden Rezession kämpfen, kündigt die Deutsche Bahn riesige Investitionen an, die dazu beitragen dürften, auch in Deutschland einige der so dringend benötigten Arbeitsplätze sichern zu können. Dafür bleibt zu hoffen, dass der Gesamtumfang der geplanten Investitionen von einer halben Milliarde im Lande bleibt. Die Nachricht über diese Investitionen könnte für Auftrieb beim Euro im Forex Trading sorgen.

Auf der anderen Seite schlagen die Bürger verwundert und empört über die Vorgehensweise der deutschen Kommunen beim Tätigen von notwendigen Anschaffungen die Hände über dem Kopf zusammen. Dort gibt es doch tatsächlich einen Fall, wo sich eine deutsche Kommune wegen weniger Euro Preisunterschied bei der Anschaffung von zwanzig Fahrzeugen für einen französischen Anbieter entscheiden musste. Nicht dass man den Franzosen diese Umsätze nicht gönnen würde, aber im Zeitalter einer drohenden Wirtschaftskrise mit massiven Entlassungen sollte man doch eher die Produzenten im eigenen Land bevorzugen.

Deshalb bleibt zu hoffen, dass diese Vergabebestimmungen geändert werden, ehe sich Bund und Länder dazu entscheiden, der Wirtschaft mit zusätzlichen infrastrukturellen Maßnahmen unter die Arme greifen zu wollen. Ansonsten dürfte es kein Einzelfall bleiben, dass auf Grund der gesetzlichen Regelungen zur Vergabe von Aufträgen der Öffentlichen Hand an einigen Stellen ausländische Unternehmen sich durch niedrigere Preise klare Vorteile verschaffen können.

Unter diesem Aspekt sind auch die in eine solche Richtung deutenden Hinweise zu den Ergebnissen des sonntäglichen Spitzentreffens im Kanzleramt recht vorsichtig für das Forex Trading auszuwerten. Vorschneller Optimismus und die Hoffnung auf einen weiter fallenden Dollar dürften unbegründet sein, insbesondere im Hinblick auf das von den Beratern Barrack Obamas bereits angekündigte amerikanische Konjunkturpaket mit einem Umfang von bis zu zwei Billionen Dollar.

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