Tagesarchiv für den 18. Dezember 2008
Der Einkaufsmanagerindex aus Chicago sank im November in der Notierung bei 33,8 zu 37,8 aus dem vorangegangenen Monat. Das traf nicht die erwarteten 38,5 bis 39,5. Der an der Uni Michigan festgesetzte Verbraucherstimmungsindex notierte in der zunächst angenommenen Fassung bei 57,9, lag dann aber letztendlich bei nur 55,3. Hausverkäufe gingen in den Staaten auf 433.000 zurück. Dies entsprach nicht so ganz den revidierten Annahmen, die Summe läge bei 450.000. Noch im September waren es 457.000 gewesen.
Die Europäische Zentral Bank legte für den Euro einen Referenzkurs von 0,8456 (0,8456) zum Britischen Pfund fest. Für den Japanischen Yen (EUR/JPY) 123,10 und in Schweizer Franken (EUR/CHF) 1,5456 (1,5440). Der Euro wurde zum US Dollar mit einem Referenzkurs von 1,2935 (1,2811) festgelegt.
Heute um fünf vor zehn stehen die Arbeitsmarktdaten für den Monat 11/08 auf der Agenda. Fünf Minuten später wird erwartet, dass das Geldvolumen der Eurozone veröffentlicht wird. Eine Stunde später dann folgen Geschäfts- und Verbraucherstimmung und der Geschäftsklimaindex, wie sie für die Eurozone gelten.
Da in den Vereinigten Staaten der Feiertag “Thanksgiving“ gefeiert wird, wird an einigen Börsen der USA nur eingeschränkt gehandelt.
Leider musste die Immobilie als sichere Kapitalanlage in den letzten Jahren immer mehr an Ansehen einbüßen. Dies hatte verschiedene Gründe. Deutlich weniger Anleger waren für die Immobilie als solches zu gewinnen und diese versuchten immer mehr, mit Wertpapieren ihre Gewinne zu erzielen. Jedoch scheint sich das Blatt nun wieder mehr und mehr zu wenden und die Immobilie erlebt zurzeit ihren zweiten Frühling: Sie wird beliebter und könnte mit diesem Kurs auch in den nächsten Jahren ihr Comeback erleben.
Für diesen neuen Aufschwung auf dem Immobilien – Geldanlagemarkt lassen sich zwei gute Gründe nennen, die die Beliebtheit der Immobilie wieder gesteigert haben. Der erste dürfte wohl in der weltweiten Finanzkrise liegen, die den Anlegern erst deutlich gemacht hat, dass gerade das Vertrauen in Aktien und Wertpapiere eher fehlgeleitet ist, wenn man auf beständige Werte bauen will. Außerdem sind Aktien etc für viele Anleger nicht wirklich greifbar, und es scheint ihnen besser zu gefallen, in etwas Fassbares zu investieren.
Der zweite Grund scheint der Steuervorteil zu sein, den Immobilien als Geldanlagen mit sich bringen. In 2009 wird die Abgeltungssteuer kommen, die eine Steuer für den kompletten Geldanlagebereich sein wird. Jedoch können Anleger im Bereich der Immobilieninvestments nach Angaben der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ profitieren, denn Gewinne, die aus Immobilien Verkauf stammen sind dann auch weiterhin von der Steuer befreit, allerdings muss seit dem Kauf der Immobilie zehn Jahre oder mehr vergangen sein.
Allerdings ist es andererseits natürlich auch so, dass auch Immobilieninvestments mit Risiken behaftet sind. Da wäre wohl der Leerstand als das größte Risiko zu sehen. Ebenfalls wichtig ist die Lage, in der sich das Haus / das Grundstück befindet, denn nicht überall in Deutschland ist die Immobilie eine vor Inflation geschützte und im Wert stabile Geldanlage. Also sollte man bei der Suche nach dem geeigneten Objekt zur Kapitalanlage Vorsicht walten lassen und keine vorschnellen Entschlüsse ohne Marktanalyse treffen, wenn man beabsichtigt, die Immobilie in einigen Jahren auch wieder zu veräußern.
18. Dezember 2008
Einem Sprichwort zu folge läuft derjenige Gefahr zu verbrennen, der zu nah an der Sonne entlang fliegt. Solche Höhenflüge tun selten gut, jedoch unterliegt zurzeit Solarworld- Gründer und -Boss Frank Asbeck. So hat seine Idee, die sogar schon durch eine Pressemeldung bekannt wurde, die vier Opel Werke in Deutschland übernehmen zu wollen, fast schon was von einem gut gemachten Marketing Gag.
Asbeck meint zwar, das ganze soll durchaus ernst gemeint sein, jedoch sieht s so aus, als könnte solch ein Deal nicht wirklich zu Stande kommen, denn die finanziellen Mittel sind nicht vorhanden. Es gäbe zwar Barmittel in Höhe von 250 Millionen Euro, allerdings müsse man dann an den Bund treten und um Bürgschaft für die dann noch fehlenden 750 Millionen Euro bitten, die der Firmenchef ohne einen solchen Bürgen dann doch nicht hergeben will.
Zur gleichen Zeit soll dann Asbecks Plänen nach, General Motors für jeden Arbeitsplatz 40.000 Euro an Solarworld bezahlen, das wären insgesamt etwa eine Milliarde Euro. Rechnet man das auf, stellt man fest, dass Asbeck sich Opel dann mehr oder weniger umsonst einheimst.
Da ist es dann nicht weiter verwunderlich, dass es Widerspruch und negative Äußerungen aus allen Reihen gab, natürlich vorrangig von General Motors selbst. Und prompt hieß es aus den Staaten, „Opel stünde nicht zum Verkauf“.
Auch wenn man sich überlegt, wie diese Transaktion denn überhaupt funktionieren könnte: Solarworld verfügt über keinerlei Erfahrung im Bereich Autobau und würde man damit rechnen wollen, dass Opel sich in einen grünen Elektro-Auto-Konzern verwandeln solle, würde auch das mindestens zehn Jahre in Anspruch nehmen.
So stellt sich dann natürlich auch die Frage, was dann die Angestellten von Opel in der Zwischenzeit tun könnten. Zu Hause sitzen und Solarzellen in Heimarbeit zusammenbasteln? Es sieht auch nicht so aus, als hätte man die Regierung bisher in die Pläne Asbecks eingeweiht, von denen eigentlich niemand so recht weiß, wie sie denn wohl aussehen mögen. Jedenfalls war es nicht anders aus der ziemlich überraschten Stellungnahme des Sprechers des Wirtschaftsministeriums zu verstehen.
Der Aktie von Solarworld hat die Nachricht auch nicht gut getan. Kurz nach Bekanntmachung von Asbecks Plänen wurde der bis dahin sowieso schon fallende Kurs der Aktie nicht im Geringsten abgeschwächt, sondern fiel stattdessen noch weiter ab.
Schon vor ein paar Wochen hatte die Firma um Asbeck herum den Missmut einiger Analysten angezogen, denn da wurde ein Aktienrückkaufprogramms angekündigt, dessen Sinn nie klar wurde und das derweil auch auf Eis gelegt wurde. Betrachtet man sich den Markt genauer, sollte man besser zum jetzigen Zeitpunkt sein Geld auf dem Konto fest zu halten.
Warum macht Asbeck dann solche Ankündigungen? Meiner Vermutung nach ist es wohl ein Ablenkungsmanöver, damit man damit vom schlechten Finanzergebnis bei Solarworld selbst ablenken kann.
Hinzu kommt, dass ein Börsenbrief vor kurzem kolportierte, die Finanzabteilung der Solarfirma habe sich mit einem Schuldschein in unbekannter Höhe, der von einer großen internationalen Bank kam, verspekuliert. Dieser Schuldschein hat angeblich einen Nominalwert von 32,5 Millionen Euro und sei auf Grund eines fehlenden Marktpreises gar nicht zu bewerten. Darum wurde der Schuldschein auf Null abgeschrieben. Jedenfalls spricht da nun niemand mehr davon.
18. Dezember 2008
Einkünfte, die auf Kapitalvermögen basieren, werden ab dem 1. Januar 2009 in Deutschland mit der dann neu einzuführenden Abgeltungssteuer belegt. Diese wichtige neue Steuer betrifft alle, die schon bestehend oder auch zukünftig Erträge aus Kapital erzielen. Ein sehr wichtiges Merkmal dieser Steuer wird es sein, dass alle Einkünfte aus Kapitalvermögen dann in gleicher Höhe besteuert werden, sei es nun aus Immobilien, Aktien oder sonstigen Kapitalbildenden Gütern. So wird es dann einen pauschalen Satz geben, zu dem diese Art Einkünfte in der Zukunft belegt sein werden, und zwar werden 25 Prozent als Abgeltungssteuer fällig werden. Dazu kommt dann noch der Solidaritätszuschlag und eventuell wird dann ab 2011 auch noch die Kirchensteuer mit in diesen Topf fallen. Ganz entsprechend der Bezeichnung nach tritt somit eine Abgeltungs- Wirkung ein, die für den Besteuerten dann die einzeln im Einkommenssteuer Ausgleich aufgeführten Posten vereinfacht zusammenfasst, pauschal abgilt und nicht mehr separat veranlagt werden muss. Die Abgeltungssteuer wird dann für alle anfallenden Zinsen gelten, sowie für Dividenden und Veräußerungsgewinnen. Immobilienbesitzer, die zukünftig planen, eine Immobilie nach dem 1.1.09 zu verkaufen, können dies tun, ohne von der Abgeltungssteuer betroffen zu sein, vorausgesetzt, zwischen dem Kauf und dem Verkauf sind seitdem mindestens 10 Jahre vergangen. Dasselbe wird auch für Immobilienfonds gelten. Anders als Investmentfonds sind sie nicht verpflichtet, Steuer an den Staat zu zahlen. Jedoch gilt dabei die Regel, dass als Bemessungsgrundlage der Steuer, egal ob Fonds oder für Privatanleger, die Differenz aus der Anschaffungs- und den Anschaffungsnebenkosten zu den Verkaufserlösen gerechnet wird, minus eventueller Erlösmindernder Veräußerungskosten.
Der große Bereich des Bausparens wird ebenso wichtige Änderungen erfahren, denn die bis Ende des Jahres geltende Steuerfreiheit, die sich aus Bausparverträgen bisher ergeben hatte und Guthabenzinsen von bis zu einem Prozent pro Jahr betragen konnte, wird dann entfallen. Dies hört sich zwar zunächst nachteilig für den Sparer an, aber das Bausparen als solches ist und bleibt interessant, denn der Zinsvorteil eines in Anspruch genommenen Darlehens auf einen Bausparvertrag unterliegt nicht der Steuerpflicht. In Folge dessen werden die Bausparverträge in Zukunft interessant sein, die nur einen niedrigen Guthabenzins haben und dem zufolge mit einem günstig liegenden Darlehenszins einhergehen. Daher sollten Bausparer sich auch überlegen, den Sparerfreibetrag abzugeben und besser zum Sparerpauschbetrag zu wechseln, denn dieser liegt bei 801 Euro pro Jahr für Singles und 1602 Euro für zusammen veranlagte Eheleute. Damit sind dann automatisch gleich auch alle Werbungskosten abgegolten und man kann keine umständliche Veranschlagung in der tatsächlichen Höhe mehr fordern, die dann aber auch mit unzähligen Belegen untermauert werden müsste. Dies bringt im Allgemeinen eine Vereinfachung beim Lohnsteuer- Jahresausgleich, der willkommen sein sollte. Dazu zählt also zukünftig, dass die Abschlussgebühr eines Bausparvertrages nicht mehr in einer Höhe geltend gemacht werden kann, die über den Pauschbetrag hinausragt.
So wird diese neu hinzukommende Besteuerung für Einkünfte aus Kapitalerträgen also auch im Bereich der Bausparverträge ab dem nächsten Jahr gelten, selbst wenn der Vertrag schon länger abgeschlossen wurde. Da ist der Zeitpunkt des Mittelzuflusses entscheidend. Man sollte demnach noch schnell vorher einen Vertrag abschließen da dieser dann nur bedingt besteuert werden kann.
18. Dezember 2008
Immerhin ist im Verhältnis zu 2007 ein Rückgang von einem knappen Drittel bei den Nutzfahrzeugen zu verzeichnen. Der Forex Broker, der sich hier auf Ursachensuche begibt, der landet schnell wieder bei den Banken.
Die Kosten für die Anschaffung eines größeren Nutzfahrzeugs sind derart hoch, dass sich einen solchen Kauf kaum ein Unternehmen ohne die entsprechende Finanzierung leisten kann. Doch die sind, wie es die Bundesregierung schon mehrfach angeprangert hat, sehr zögerlich mit der Vergabe von Krediten. Das ist schon aus moralischer Sicht verwerflich, denn sie waren die ersten Unternehmen, die in der Krise kräftige Unterstützungen von Seiten der Regierungen bekommen haben, sind jetzt allerdings nicht bereit, einen Teil dieser Hilfen an die Unternehmen weiter zu geben.
Positiv auf den Euro im Forex Trading wirkt sich die Nachricht aus, die am Donnerstag früh aus Wiesbaden kam. Hier wurde nämlich offenbart, dass die deutschen Kommunen für die Krise deutlich besser gerüstet sind, als man angenommen hatte. Sie konnten durchweg von Januar bis Oktober 2008 kräftige Zuwächse in den Haushaltskassen verzeichnen.
Im Verlaufe des Donnerstagvormittags spielen vor allem die Informationen von der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank sowie die Veröffentlichung der Zahlen zum deutschen Geschäftsklimaindex eine entscheidende Rolle. Auch die Außenhandelsbilanz der EU könnte deutliche Auswirkungen auf das Forex Trading haben. Am Nachmittag sollte man als Forex Broker seinen Blick auf die Vereinigten Staaten richten, denn da gibt es Zahlen zum Arbeitsmarkt, den Erdgasbericht und die neuesten Einschätzungen der amerikanischen Zentralbank.
18. Dezember 2008
Die Bank of Japan (BoJ) gerät unter Druck ihren Leitzins erneut zu senken. Durch die unerwartete Senkung des Leitzinses der US Notenbank am gestrigen Tag könnte es durchaus sein, dass auch die Bank of Japan in der nächsten Zeit mit einer weiteren Senkung nachziehen muss. Da mittlerweile weltweit drastische Leizzinssenkungen vorgenommen wurden, hat die Bedeutung der sogenannten Carry Trades zunehmend an Wert verloren. Ein Fakt, der Japan nicht zugute kommt. In den letzten 7 Jahren hat die Bank of Japan ihren Leitzins gewollt sehr tief gehalten – es gibt kein anderes Land auf der Welt, welches so einen niedrigen Leitzins besitzt. Grund dafür war, dass der Japanische Yen als Wahlwährung für die Finanzierung dieser Carry Trades genutzt werden soll. Dadurch wird Japan und dessen Wirtschaft immer weiter in den wirtschaftlichen Abschwung getrieben. Anleger verlegen ihre Investitionen direkt in den Yen – dies ist der Wirtschaft Japans und auch ihrer Exportrate sehr abträglich.
Es könnte also durchaus möglich sein, dass die Bank of Japan ihren Leitzins bis auf 0,1% senken muss, um die japanische Wirtschaft anzukurbeln.
Auch die Europäische Zentralbank (EZB) könnte weitere Leitzinssenkungen vornehmen, damit die europäische Wirtschaft mit den anderen führenden Wirtschaftsregionen mithalten kann. Da auch die US Notenbank ihren Leitzins gestern um 75 Punkte gesenkt hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Europäische Zentralbank diesen Plan auch verfolgt und nachzieht. Bisher wurde der Euro in der letzten und auch in dieser Woche immer stärker gegenüber dem US Dollar. Mittlerweile hat das Paar sogar die Marke von 1,4000 durchbrochen. In den letzten Wochen schien der US Dollar resistent gegen alle wirtschaftlichen Einbrüche, egal ob aus den Staaten oder der Europazone. Jedoch ist diese Resistenz in den letzten Tagen eingebrochen, so, dass nicht nur der Euro, sondern auch die anderen Hauptwährungen gegenübner dem Dollar zunehmend an Boden gewinnen konnten.
Ob dieses Hoch des Euros und die Talfahrt des Dollars weiterhin anhält, wird auch mit davon abhängen, ob die EZB mit der US-Notenbank zieht oder nicht.
18. Dezember 2008