Monatsarchiv für Januar, 2009
Im Forex Trading gerät der Euro immer weiter unter Druck. Die nunmehr fast unüberwindlich scheinende 1,30 Dollar Grenze rückt erneut in weite Ferne. Schuld daran sind die politischen Differenzen zur Neuverschuldung der Bundesrepublik, die Peer Steinbrück für unverzichtbar hält. Der Bundesminister für Finanzen sieht sich außerstande, ohne den Nachtragsetat, der die Neuverschuldung von knapp 37 Milliarden Euro umfasst, die geplanten Konjunkturhilfen umsetzen zu können.
Als hartnäckiger Gegenspieler erweist sich hier Otto Fricke, der als Haushaltsexperte für die Freien Demokraten arbeitet. Die FDP gilt eigentlich traditionell als Mäzen von Industrie und Gewerbe. Umso unverständlicher ist es, dass ausgerechnet er eine Haushaltssperre fordert.
Indessen gelangten aus dem Kabinett erste Andeutungen an die Presse, dass man eine „Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts“ feststellen wolle. Damit würde man der Bundesregierung das aus dem Grundgesetz resultierende Recht einräumen, eine höhere Verschuldung einzugehen. Die endgültige Entscheidung des Kabinetts soll am Dienstag fallen.
Dieser zusätzliche Spielraum käme den Konjunkturmaßnahmen zugute, was wiederum bedeutet, dass einer der Hemmschuhe für den Euro im Forex Trading beseitigt wäre.
Indessen bekommt die amerikanische Autoindustrie erste Auswirkungen einer veränderten Umweltpolitik des neuen Präsidenten Barrack Obama zu spüren. Er fordert sehr nachdrücklich, dass beim Fahrzeugbau deutlich strengere Bedingungen hinsichtlich der zulässigen Abgase eingeführt werden sollen. Ein individueller Vorstoß des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger scheiterte unter George Bush an dem Veto der anderen amerikanischen Bundesstaaten.
Das könnte die Automobilbauer erneut in Nöte bringen, denn dafür müssen die automatischen Produktionslinien umgebaut werden, was zusätzliche Investitionen und Produktionsausfälle bedeutet. Darüber hinaus dürften auch die damit verbundenen höheren Verkaufspreise negative Auswirkungen auf die Absatzzahlen haben. Außerdem ist derzeit noch völlig unklar, ob es verbundene Maßnahmen gibt, mit denen man die Kunden zum Neukauf der umweltfreundlicheren Fahrzeuge bewegen könnte. Sollte es dort demnächst detaillierte Aussagen geben, die darauf hindeuten, dann kann mit einem weiteren Erstarken des Dollar im Forex Trading gerechnet werden.
27. Januar 2009
Zwei Faktoren könnten sich am heutigen Tag als positives Handelsignal für den Euro Im Forex Trading erweisen. Einerseits wurde von Seiten des russischen Gaskonzerns Gazprom endlich die Lieferung wieder aufgenommen. Das nimmt einen großen Teil der Unsicherheiten gleich von einigen europäischen Volkswirtschaften. Da diesmal ein neuer Vertrag zugrunde liegt, ist davon auszugehen, dass die Gaslieferungen nicht so schnell wieder unterbrochen werden, insbesondere da eine Laufzeit von zehn Jahren für den Vertrag vereinbart worden ist.
Eine weitere gute Nachricht kam vom ZEW Index. Zwar liegt er noch immer deutlich im Minus, aber er konnte sich im Vergleich zum Vormonat immerhin um 14,2 Punkte erholen. Damit lagen die Verluste um kräftige 11,5 Punkte unter den Verlusterwartungen der Pessimisten unter den Wirtschaftsexperten. Auch die europäische Konjunkturerwartung schloss weit besser als erwartet. Sie verzeichnete ein Plus von mehr als fünfzehn Punkten.
Belastend auf den Kurs des Euro im Forex Trading wirken sich die Wirtschaftszahlen aus Italien aus, die heute für den Monat November 2008 veröffentlicht wurden. Besonders schwierig ist die Lage bei den Auftragseingängen in der Industrie, die sich immerhin im Berichtszeitraum um ein Viertel verringerten.
Auch die Leistungsbilanz der europäischen Zentralbank wies für den Oktober ein deutlich geringes Minus aus als noch im Monat zuvor. Ebenfalls positiv fielen die Zahlen in der Handelsbilanz und in der Dienstleistungsbilanz aus. Hier konnte in beiden Positionen ein kleines Plus ermittelt werden, während die durchschnittlichen Einkommen in der Eurozone leicht rückläufig waren.
Doch die Börse reagiert darauf im Forex Trading noch sehr zaghaft, was nicht zuletzt daran liegt, dass heute alle nach den Vereinigten Staaten schauen, wo Barrack Obama seine Rede zum Amtsantritt hält, in der er auch schon Ansätze der amerikanischen Politik zur Förderung der Wirtschaftskraft der USA offenbaren wird. Die Experten sprechen von einem sehr verhaltenen Handel im Forex Markt.
20. Januar 2009
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am heutigen Donnerstagmorgen stabil. Der Euro konnte sich von seinen herben Verlusten am Mittwoch im asiatisch dominierten Forex-Trade wieder leicht erholen und pendelte beim Übergang in den europäisch geprägten Devisenhandel um die 1,32 Dollar Marke. Bei Handelsbeginn in Europa notierte der Euro bei 1,3208 Dollar. Am Mittwoch erreichte die europäische Gemeinschaftswährung ein Tief von 1,3093 Dollar. Ausgelöst wurde der Verfall von schlechten Konjunkturdaten aus dem Euroraum sowie von Gerüchten um einen angeblichen irischen Hilferufe an den Internationalen Währungsfonds. Die Senkung der Kreditwürdigkeit Griechenlands sowie die Androhung die Kreditwürdigkeit Spaniens und Portugal genau zu überprüfen, drückte den Euro ebenfalls massiv nach unten.
Am frühen Nachmittag wird die Europäische Zentralbank in Frankfurt ihre neueste Leitzinsentscheidung bekannt geben. In den Vortagen haben sich bereits die meisten Investoren am Markt positioniert und den Euro in eine Abwärtsspirale gestoßen. Die Volatilität am Markt war entsprechend hoch, auch bedingt durch die recht dünne Liquidität, da sich die meisten Anleger mit Investitionen bisher zurück hielten. Analysten rechnen nach der Zinsentscheidung mit einem Rückgang der Volatilität. Am Vormittag wird jedenfalls mit keinen größeren Anpassungen mehr von Währungspositionen gerechnet.
Der Druck auf die Europäische Zentralbank und ihren Präsidenten, Jean-Claude Trichet, ist enorm. Nach der Leitzinsentscheidung wird Trichet auf einer Pressekonferenz die Entscheidung erläutern. Der Markt hat bereits eine Senkung des Leitzinses um 50 Basispunkte auf 2,00 Prozent eingerechnet. Ökonomen und Analysten rechnen fest mit der Senkung. Alles andere wäre eine Enttäuschung aus Sicht der Marktbeobachter, die sich die Europäische Zentralbank wohl derzeit nicht leisten kann.
Die technische Analyse sieht eine Unterstützung des Euros erst bei 1,2870 Dollar, wenn die angepeilte Unterstützung von 1,3081 Dollar nicht halten sollte. Widerstände werden aus technischer Sicht erst bei der Marke von 1,32 Dollar und bei 1,3336 Dollar gesehen. Nach dem Urteil der Analysten ist der Euro derzeit überverkauft. Gegenwärtig können keine Signale für eine Bodenbildung oder zum Kauf der europäischen Gemeinschaftswährung erkannt werden. Am Nachmittag werden in den Vereinigten Staaten die Frühindikatoren der Federal Reserve des Bundesstaates New York und Philadelphia für den Monat Januar bekannt gegeben.
In den vergangenen Tagen suchten die Marktteilnehmer den Dollar vermehrt als vermeintlich sicheren Hafen. Um den Jahreswechsel herum waren viele Investoren in andere Währung geflüchtet unter anderem zugunsten des Euros. Nachdem die enttäuschenden Konjunkturdaten der amerikanischen Wirtschaft den Anlegern die Ernsthaftigkeit einer Rezession der US Ökonomie vor Augen geführt hatte, schichteten viele Investoren ihre Anlagen aus dem Aktienmarkt in den Forex-Markt um. Davon profitiert gegenwärtig der Dollar, obwohl die wirtschaftliche Lage in den USA nicht besser geworden ist. Die Einzelhandelsumsätze für den Monat Dezember sind deutlich schlechter ausgefallen als erwartet wurde. Die derzeitige Stärke des Dollar geht auf Kosten anderer Währung allen voran des Euros.
15. Januar 2009
Den dritten Tag in Folge stand die europäische Gemeinschaftswährung am heutigen Mittwoch erneut unter massiven Abwärtsdruck. Damit verfestigt sich der Gesamteindruck, dass sich die konjunkturelle Lage im europäischen Währungsraum immer mehr verschlechtert. Sein Tageshoch konnte der Euro heute mit 1,3338 Dollar erreichen. Doch seinen Tiefststand erreichte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,3093 Dollar. Damit verlor der Euro vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am morgigen Donnerstag mehr als zwei Cent an Wert. Gegen Ende des europäisch geprägten Forex-Trades notierte der Euro bei 1,3157 Dollar. Auch gegenüber dem Japanischen Yen, dem Britischen Pfund Sterling und dem Schweizer Franken verlor der Euro an Wert, wenn auch nicht soviel wie gegenüber dem Dollar. Die Europäische Zentralbank legte heute den Referenzkurs für die Währungspaarung EURUSD mit 1,3173 Dollar bzw. 0,7591 Euro fest. Gestern lag der Referenzkurs noch bei 1,3262 Dollar bzw. 0,7540 Euro.
Am Vormittag wurde der Euro durch Gerüchte aus Irland schwer belastet. Aufgrund der langanhaltenden schwachen Lage der irischen Wirtschaft, machten heute Gerücht die Runde, Irland müsse den Internationalen Währungsfonds um Hilfe bitten. Nach bekannt werden der Gerüchte fiel der Euro am frühen Vormittag unter die 1,32 Dollar Marke. Er verlor damit die morgendlichen Gewinne aus dem asiatisch geprägten Forex-Trade und gab über einen Cent gegenüber dem Greenback ab. Unterstützung erhielt die europäische Gemeinschaftswährung erst, als die irische Regierung die Gerüchte dementierte. Auch der Internationale Währungsfonds dementierte die Nachricht umgehend. Grundlage für das Gerücht war nach Angaben aus Regierungskreisen eine falsch wiedergegebene Aussage des irischen Premierministers Brian Cowen.
Die konjunkturelle Lage im Euroraum trübt sich mehr und mehr ein. In Deutschland wurde am Vormittag das deutsche Wirtschaftswachstum 2008 vorgestellt. Das Wachstum hat sich deutlich stärker abgeschwächt, als bisher angenommen. So geht das Statistische Bundesamt in Wiesbaden von einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent in Deutschland im vergangenen Jahr aus. 2007 lag das Wachstum noch bei 2,5 Prozent. Im vierten Quartal 2008 schrumpfte die deutsche Wirtschaft vor dem Hintergrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise um 1,5 bis 2,0 Prozent. Für das Jahr 2009 erwarten die Ökonomen die schwerste Rezession seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland.
Am frühen Nachmittag ereilte den Euro die nächste Hiobsbotschaft. Die Rating Agentur Standard & Poor’s gab bekannt, dass sie die griechische Kreditwürdigkeit von A-/A-1 auf A-/A-2 senkte. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise belastet nach Aussage der Rating Agentur die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands deutlich.
Die Investoren reagierten entsprechend mit Verkäufen von Euro-Positionen und flüchteten sich in Carry-Trades. Am Nachmittag erreichte der Euro dann sein Tagestief von unter 1,31 Dollar. Erst am Spätennachmittag erholte sich der Euro wieder etwas. Zum gleichen Zeitpunkte etwa wurden in den USA die Einzelhandelsumsätze für den Monat Dezember bekannt gegeben. Diese vielen überraschend schlecht aus, so dass der Euro eine kleine Verschnaufpause erhielt.
Die Abstufung der griechischen Kreditwürdigkeit sowie die Ankündigung auch die spanische Kreditwürdigkeit zu überprüfen, wird voraussichtlich die Diskussion um die Zukunftsfähigkeit der europäischen Gemeinschaftswährung verschärfen. Technische Analysten sehen eine Unterstützung des Euros erst wieder bei 1,30 Dollar. Auch im Hinblick auf die morgige Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank, könnte der heutige Handelstag noch einmal von entscheidender Bedeutung sein.
14. Januar 2009
Daran konnte heute morgen selbst die positive Nachricht nichts ändern, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 1,3 Prozent angewachsen ist. Als Ursache machen die Forex Broker unter anderem die schwachen Aktienmärkte verantwortlich. Dabei marschiert die Deutsche Bank mit einem satten Minus von sieben Prozent vorneweg. Allgemein scheint sich hier der Trend abzuzeichnen, dass sich die Anleger auf Grund der Ausweitung der Finanzkrise von den Aktien der Kreditinstitute derzeit lieber trennen möchten.
Wirklich wundern muss dass die Forex Broker und Aktienhändler nicht, denn heute musste auch der Chef der Deutschen Bank, Ackermann, erstmals einräumen, dass von Seiten des Bankenmanagements Fehler gemacht worden sind. Die Folge sind Verluste, wie man sie in dieser Größenordnung seit mehr als fünfzig Jahren nicht mehr hinnehmen musste. Sogar der Deal der teilweisen Übernahme der Postbank AG stand kurzfristig deshalb auf sehr wackeligen Füßen. Zur Finanzierung der Übernahme plant man die Ausgabe neuer Aktien in einem Umfang von vierzig Millionen Stück. Das dürfte kurzfristig zu einem weiteren Abfall des Wertes führen.
Auch der starke Rückgang des amerikanischen Einzelhandelumsatzes wirkte sich nicht wie sonst mit einer Schwächung des Dollars im Forex Trading aus. Immerhin lagen die real ermittelten Zahlen bei mehr als dem Doppelten des prognostizierten Rückgangs. Das hat für die amerikanische Wirtschaft deutlich fatalere Folgen als anderswo, weil der Binnenhandel hier seit eh und je einen großen Teil der Absatzmärkte der Wirtschaft ausmacht.
Viele Forex Broker sind auf die Staatsanleihen umgeschwenkt, da man hier derzeit die höheren Renditechancen sieht. Dabei sind vor allem deutsche und amerikanische Wertpapiere gefragt, obwohl auch hier die Prämien für die Ausfallversicherung dramatisch ansteigen. Das führt dazu, dass auch die Renditen von Kapital bildenden Versicherungen deutlich abrutschen, denn ein Großteil der Fondsgesellschaften versucht den sicheren Anteil der Anlagen über solche Wertpapiere abzuwickeln.
14. Januar 2009
Die Nachrichten von gestern aus den asiatischen Börsen waren ja alles andere als optimistisch. Da waren die Verluste schon recht hoch, bedingt durch die Gewinnreduzierungen, die aus asiatischen Elektronikfirmen bekannt gegeben wurden. Aber offenbar konnte das langfristig den Papieren nichts anhaben, denn durch die Kursgewinne der Elektronikfirmen hat sich die asiatische Börse nach nur einem Tag schon wieder beflügeln lassen.
Der japanische Aktienmarkt hatte dann am Mittwoch allein durch die Gewinne der Aktien von Fujitsu und Toshiba, die Gewinne machten, schon wieder einen ganz anderen Gesamteindruck hinterlassen. Und das galt dann besonders für die Börse von Tokio, weil nämlich Toshiba bestätigt hatte, dass de Festplattensparte von Fujitsu nun gekauft wird. Genau das gab dann auch gleich den Aktien der Häuser Auftrieb und damit der asiatischen Börse eine weitaus bessere Grundstimmung als am Vortag.
Der Nikkei-Index, der 225 Werte umfasst, hatte damit einen Anstieg auf 8.438 Punkte zu verzeichnen und das entsprach in Prozentpunkten der 0,3. Der Topix-Index, der breiter gefasst ist, hatte einen Anstieg auf 819 Punkte zu verzeichnen und das entsprach dann 0,7 Prozent. Und auch die Aktienmärkte in Shanghai, Singapur, Südkorea und Hongkong konnten in der Wochenmitte deutlich fester notieren, als das noch am Dienstag den Anschein hatte.
Der Dow Jones Index aus New York hatte allerdings am Dienstagabend nach seinem Auftakt in die Saison des neuen Quartals bedingt durch die Verluste bei Alcoa deutlich schwächer geschlossen. Hier waren Verluste von 0,3 Prozent verzeichnet worden.
Und auch in Asien war offenbar eine große Unsicherheit hinsichtlich der Ergebnisse der Unternehmen im Vorfeld vorhanden, denn die Berichtssaison steht kurz bevor. Darüber waren sich die asiatischen Händler durchweg einig. Bedingt dadurch, dass der Markt seine schlechten Ergebnisse schon im Vorfeld eingepreist hat, ist die Kaufbereitschaft bei den Anlegern nahezu nicht mehr vorhanden. Dass die Handelsumsätze damit recht niedrig ausfielen, ist fast schon eine logische Schlussfolge der Entwicklungen?
Echte Gewinner an der asiatischen Börse waren dann nach dem Tief am Dienstag die Papiere von Fujitsu und Toshiba, die einen Anstieg von 5,3 und sechs Prozent erlebten und damit auch die Händler am Markt wirklich überraschten, die eine so schnelle positive Entwicklung an der Börse – praktisch über Nacht – nicht erwartet hatten. Aber es waren ja eben die am Mittwoch bestätigten Verkaufsverhandlungen hinsichtlich der Festplattensparte, die hier den Papieren echten Auftrieb gaben. Allianzen oder Verkäufe – das interessierte die Händler dann nur noch zweitrangig bei der guten Entwicklung der Papiere.
Und auch das Volumen des Abschlusses mit Toshiba lässt sich sehen, denn hier wird in Wirtschaftszeitungen von 30 bis 40 Milliarden Yen geredet, was umgerechnet einen Wert zwischen 335 und 447 Millionen Dollar ausmacht.
Und die gute Entwicklung galt auch für andere Unternehmen dieser Branche, obwohl die exportabhängigen Unternehmen am Vortag heftige Verluste verkraften mussten. Sony als Elektronikhersteller erlebte einen Anstieg seiner Papiere um 4,5 Prozent.
Im Handel in Fernost konnte der Euro dann auch leichte Erholung verzeichnen, wobei natürlich der Druck der zu erwartenden Leitzinssenkung für den Euro erhalten blieb. Die Bewertung der europäischen Gemeinschaftswährung lag schließlich bei 1,3307 US-Dollar und letztlich 1,3192 US-Dollar im späten Handel in New York am Abend des Dienstag. Ein Euro hatte dann schlussendlich einen Wert von 119,46 Yen. Und der Dollar hatte seinen Wert bei 90.5ß Yen.
Weit uns breit scheint nichts vorhanden zu sein, was dem Euro eine Stütze gibt?
14. Januar 2009
Die europäische Gemeinschaftswährung hat im Verlauf des heutigen Forex-Trades erneut an Wert gegenüber dem Dollar verloren. Am Dienstagnachmittag rutschte der Euro dann sogar unter die 1,32 Dollar Marke. Immer noch verweisen Analysten und Marktbeobachter auf die Risikoaversion der Investoren. Hintergrund ist die am Donnerstag anstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Ökonomen rechnen fest mit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte auf 2,00 Prozent. Kritische Stimmen monieren, dass eine Senkung der Leitzins zu einer Abnahme der Renditemöglichkeit zwischen dem Dollar- und dem Euroraum führt. Damit würde der Euro für Investoren weniger attraktiv werden.
Auch heute lastete die Androhung der Rating Agentur Standard & Poor’s, die spanische Kreditwürdigkeit überprüfen zu wollen, gewaltig auf dem Euro. Die Spreads auf die Risikoprämien für mögliche Kreditausfälle spanischer Staatsanleihen weiteten sich auf dem Versicherungsmarkt enorm aus. Dadurch geriet der Euro zusätzlich unter massiven Verkaufsdruck. Ebenfalls lastet das heute von der Bundesregierung beschlossene zweite Konjunkturpaket schwer auf den Euro. Dies hatte im Verlauf des heutigen Handelstages nicht nur Auswirkungen auf den Wechselkurs zum Dollar sondern auch auf den Japanischen Yen. Vor allem aufgrund der deutlichen Verluste an den Wertpapierbörsen werden gegenwärtig Dollar und Yen als sichere Häfen von den Investoren gesucht.
Im Verlauf des Vormittags wurden die Einzelhandelsumsätze für den Monat Dezember sowie die Zahl der Hausverkäufe in Großbritannien bekannt gegeben. Von den schlechten Konjunkturdaten konnten vor allem der Dollar und der Euro profitieren. Beide legten gegenüber dem Britischen Pfund Sterling kräftig zu. Der britische Einzelhandel musste heute mitteilen, dass die Geschäfte im Dezember 2008 so schlecht wie seit 14 Jahren nicht mehr waren. Die Zahl der Hausverkäufe ist in Großbritannien so tief gefallen wie seit mindestens 1978 nicht mehr. Britische Unternehmen bewerten die wirtschaftliche Situation zur Zeit als so schlecht wie noch nie seit 1989 die Befragungen zur Wirtschaftslage zum ersten Mal durchgeführt wurden. Gegenüber dem Euro verlor das Britische Pfund auf der Spitze seiner heutigen Abwärtsbewegung über einem Prozent an Wert. Am späten Dienstagnachmittag kostete ein Euro 90,72 Pence. Gegenüber der amerikanischen Landeswährung verlor das Pfund etwa 1,5 Prozent an Wert und kostet 1,4594 Dollar.
Gegen Mittag legte die Europäische Zentralbank die Referenzkurse für die Wechselkurspaarung EURUSD mit 1,3262 Dollar bzw. 0,7540 Euro fest. Zum Vergleich lagen die Referenzkurse am gestrigen Montag bei 1,3394 Dollar je Euro bzw. 0,7466 Euro je Dollar. Damit ist der Referenzkurs in dieser Kurspaarung zum wiederholten Male gefallen. Gegenüber dem Britischen Pfund Sterling lag der Referenzkurs heute bei 91,12 Pence im Gegensatz zu gestern, wo er noch mit 89,56 Pence notiert wurde. Gegenüber dem Japanischen Yen ist der Euro erneut gefallen. Hier lag die Notierung heute bei 118,54 Yen, wobei er gestern noch 120,48 Yen wert war. Auch gegenüber der Schweizer Landeswährung verlor der Euro. Der Referenzkurs betrug 1,4858 Schweizer Franken. Am Montag lag der Kurs noch bei 1,5005 Schweizer Franken.
Beim Blick auf die technische Analyse lässt sich im Moment eine Unterstützung der europäischen Gemeinschaftswährung bei 1,3116 und 1,3080 Dollar ausmachen. Widerstände sind derzeit bei 1,3450 und 1,3477 Dollar zu erkennen.
13. Januar 2009
Schon nachdem am vergangenen Donnerstag die Statistik zur Verbraucherstimmung in Europa veröffentlicht wurde, beschleunigte sich die Talfahrt des Euro im Forex Trading. Immerhin sank der Gesamtindex um fünf Punkte mehr, als erwartet worden war. Noch heftiger fiel der Stimmungsabfall beim Industrievertrauen aus, das immerhin um acht Punkte bei einem prognostizierten Verlust um drei Punkte abrutschte.
Am Fall des Euro im Forex Trading konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass die Zahl der Insolvenzen sowohl im privaten als auch gewerblichen Bereich in Deutschland laut Statistik gefallen ist. Auch die Steigerung des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland und im gesamten europäischen Wirtschaftsraum konnte den Verfall des Euro nicht aufhalten. Am Montag Morgen verstärkten neue Nachrichten die Talfahrt. Zum einen zeigte sich, dass die Umsätze im verarbeitenden Gewerbe ihren rückläufigen Trend verstärken und zum anderen gab es immer deutlichere Signale, dass die Europäische Zentralbank nun doch noch einmal die Zinsen senken würde.
Am Dienstag früh erfuhren die Forex Broker, dass die Großhandelspreise eine deutliche Deflation zeigen. Der Preisindex ist immerhin um drei Prozent rückläufig, was zwar die Verbraucher freut, aber kein gutes Zeichen für die Konjunktur ist. So kam eine negative Nachricht zur anderen und das zähe Ringen um die Wiederaufnahme der Gaslieferungen durch Russland tat ein Übriges dazu, Schmierseife auf die Rutschbahn des Euro zu bringen und seinen rasanten Absturz zu beschleunigen. Es bleibt abzuwarten, ob die Nachricht über die Wiederaufnahme der Lieferungen nach dem Eintreffen der EU Beobachter in der Ukraine diese dramatische Situation wird entschärfen können.
13. Januar 2009
Auch am heutigen Montag ist die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback weiter gefallen. Analysten bewerten dies als offensichtliche Positionierung der Investoren vor der Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag dieser Woche. Der Euro erreichte heute einen Tiefststand von 1,3287 Dollar, bevor er zum Ende des heutigen Handelstages wieder über dem Niveau von 1,34 Dollar notierte. Auch gegenüber dem Japanischen Yen fiel der Euro im Verlauf des heutigen Tages auf den tiefsten Stand seit etwa vier Wochen. Dagegen tendierte heute die japanische Währung fest gegenüber dem Dollar, was Marktbeobachter mit den derzeitigen Risikovermeidungsstrategien der Investoren begründen.
Neuesten Umfragen unter Investoren und Analysten zufolge, sind sich die Marktbeobachter einig, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen für den Euroraum um mindestens 50 Basispunkte senken wird. Dennoch scheint vielen Ökonomen auch eine Senkung um 75 Basispunkte möglich. Nur einige wenige Anleger orakeln, dass die Europäische Zentralbank vor dem Hintergrund der düstren Aussichten für die europäische Wirtschaft die Leitzinsen auch um ganze 100 Prozentpunkte senken könnte. Sollte die Zentralbank jedoch widererwartend nur eine Senkung von 25 Basispunkten oder gar keine Zinssenkung vornehmen, wäre das für viele Investoren eine bittere Enttäuschung.
Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, hält sich derzeit jedoch bedeckt. In sämtlichen Reden und Auftritten des Zentralbankpräsidenten wurde in den letzten Tagen Andeutungen auf die Entscheidung der Notenbank erhofft. Jedoch ließ sich aus den Aussagen nur heraushören, dass nichts gegen ein Absenken der Leitzinsen sprechen würde. In allen relevanten Volkswirtschaften wird im laufenden Jahr mit einem Negativwachstum gerechnet. Erst für das Jahr 2010 erhoffen sich die Zentralbanker eine Erholung der weltweiten Konjunktur. Welche Konsequenzen das für die Geldpolitik im europäischen Währungsraum hat, ließ der Zentralbankpräsident Trichet aber offen.
Heute litt die europäische Gemeinschaftswährung auch unter der Bekanntgabe der Agentur Standards & Poor (S&R). Die Rating Agentur stellte die Bestnote für die spanische Kreditwürdigkeit unter Beobachtung. Als Begründung gab S&P an, dass sich die spanische Wirtschaft zur Zeit in einer sehr schwierigen Situation befände. Dadurch wurde der Euro im Verlauf des europäisch dominierten Forex-Trades zusätzlich belastet, was das zeitweise Absinken unter die 1,33 Dollar Marke erklären könnte.
Heute Mittag legte die Europäische Zentralbank der Referenzkurs für die Währungspaarung EURUSD mit 1,3394 Dollar fest. Am Freitag lag der Referenzkurs zum Vergleich noch bei 1,3684 Dollar. Grund für den hohen Wechselkurs am Freitag waren die überaus schlechten Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten, die den Dollar mächtig unter Druck setzten.
12. Januar 2009
Vorhersagen im Forex-Trade sind auch ohne Finanz- und Wirtschaftskrisen schwierig. Doch zur Zeit ist es für Marktteilnehmer und Analysten besonders schwer, klare Tendenzen im globalen Forex-Trade zu erkennen. Für die kommende Woche erwarten daher die Forex-Experten sehr volatile Märkte. Es fällt den Analysten sichtlich schwer, sich auf eine klare Tendenz festzulegen. Daher wird beispielsweise die Spanne des Euros, in der er sich nächste Woche bewegen könnte, mit ganzen zehn Cent angegeben. Das heißt, beim Euro rechnen die Marktbeobachter mit einer Bewegung zwischen 1,30 und 1,40 Dollar. Positiv wird gegenwärtig einzig die Reaktion der Wechselkurse auf Konjunkturdaten gewertet, da die Kurse noch vor ein paar Wochen vollkommen losgelöst von konjunkturellen Entwicklungen reagierten.
Dadurch wird zumindest die Fundamentalanalyse etwas erleichtert. Die Märkte und die Wechselkursentwicklungen werden für die Analysten wieder etwas transparenter, was Vorhersagen über mögliche Tendenzen wesentlich vereinfacht. In den letzten Wochen des Jahres 2008 schien eine Fundamentalanalyse der Forex-Märkte kaum mehr möglich. Der Handel war geprägt von der Risikobereitschaft und -vermeidung der Investoren. Diese waren aber nicht mehr mit den konjunkturellen Fundamentaldaten zu vereinen, so dass die Analyse auf der Grundlage von Konjunkturdaten in dieser Zeit kaum mehr Bedeutung hatte.
Viele Marktteilnehmer und Analysten sind jedoch fest davon überzeugt, dass im weiteren Verlauf des Jahres die Konjunkturimpulse wieder mehr an Bedeutung für Prognosen und Verhaltensweise auf den Märkten gewinnen. Begründet wird diese Annahme mit den Leitzinsentscheidungen der Notenbanken der führenden Wirtschaftsnationen. Es wird erwartet, dass sich die Zentralbanken in ihrer Leitzinspolitik in den nächsten Monaten immer mehr annähern werden. Schlussendlich wird davon ausgegangen, dass die Notenbanken der amerikanischen und japanischen Leitzinspolitik folgen und ebenfalls auf ein Leitzinsniveau von faktisch null Prozent einschwenken werden. Sobald sich das bisher sehr unterschiedliche Zinsniveau in den Industrieländern angeglichen hat, werden konjunkturelle Entwicklungen in den einzelnen Wirtschaftsräumen wieder mehr an Bedeutung für die Forex-Märkte gewinnen.
Für die kommenden Wochen bedeutet das, dass es an den Forex-Märkten zu einiger Bewegung kommen wird. In welche Richtung diese Bewegung ausfallen wird, ist den meisten Analysten jedoch noch nicht klar. Für einen deutlichen Impuls wird jedenfalls am Donnerstag die Europäische Zentralbank sorgen. Dann nämlich wird sie ihre Leitzinsentscheidung bekannt geben. Nach vielen Spekulationen und Gerüchten gehen die meisten Analysten von einer Leitzinssenkung von 50 Basispunkten aus. Allerdings mehren sich auch die Stimmen, die sowohl von einer Senkung um 75 als auch von nur 25 Basispunkten ausgehen. Die Spannbreite der Erwartungen an die Europäische Zentralbank ist damit recht hoch. Einig sind sich aber alle Analysten und Marktbeobachter, dass es in den nächsten Monaten zu weiteren Anpassungen der Leitzinsen kommen wird. Möglicherweise ist für den europäischen Währungsraum sogar eine Zinssenkung auf das Niveau von einem Prozent realistisch.
Der Arbeitsmarktbericht der ADP vom Mittwoch und der offizielle Bericht des US Arbeitsministerium haben unterdessen die schlechte konjunkturelle Lage der amerikanischen Wirtschaft unterstrichen. Im Dezember 2008 ist die Zahl der Beschäftigten außerhalb des Agrarsektors um 524.000 gesunken. Die amerikanische Wirtschaft hat vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 insgesamt 2,6 Millionen Arbeitsplätze abgebaut. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde damit der stärkste Stellenrückgang gemessen. Die Arbeitslosenquote in den USA stieg 2008 auf 7,2 Prozent an. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Welle der schlechten amerikanischen Konjunkturdaten noch weiter anhalten und den Dollar belasten wird. Einziger Trost für die amerikanische Landeswährung ist, dass die Daten aus der Eurozone wohl kaum besser ausfallen werden.
Für die Wechselkurspaarung EURUSD wird vor diesem Hintergrund in den kommenden Wochen mit volatilen Kursen gerechnet. In den Fokus der Investoren rückt unterdessen immer mehr die anstehende Vereidigung des neuen Präsidenten der USA, Barack Obama. Im Angesicht der rezessiven Lage der US Wirtschaft und der langanhaltenden Finanzkrise, hat er bereits in den vergangenen Wochen neue Konjunkturpakte in bis dahin unerreichten Höhen angekündigt. Marktbeobachter gehen mittlerweile davon aus, dass sich im weiteren Verlauf des Jahres die amerikanische Wirtschaft als erste Volkswirtschaft weltweit aus der Rezession befreien könnte. Sollte dieser Fall eintreten, sehen die Analysten damit den Startschuss für einen länger anhaltenden Aufwärtstrend des Dollars gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung gekommen.
Doch bis dahin steht diesen Donnerstag zunächst die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank auf der Agenda. In den Vereinigten Staaten wird am selben Tag der nicht zu unterschätzenden Empire State Manufactoring Index für den Monat Januar bekannt gegeben. Außerdem werden die Erzeugerpreise für Dezember sowie der Index der Philadelphia Federal Reserve veröffentlicht. Bereits am Mittwoch werden die Daten zu den amerikanischen Import- und Exportpreisen und den Einzelhandelsumsatzzahlen für Dezember mitgeteilt. Den Wochenabschluss bildet die erste Umfrage zum Verbraucherindex für den Januar der Universität von Michigan. Damit ist die kommende Woche also voll gespickt mit impulsgebenden Konjunkturdaten. Außerdem rechnen die Marktbeobachter mit massiven Kursschwankungen an den Forex-Märkten.
11. Januar 2009
ältere Beiträge