Forex- Deviseneuro weiterhin im Stillstand

Der Euro hatte letzte Woche keinerlei Gelegenheit, sich wieder zu stärken und etwas an Kurskraft dazu zu gewinnen. Das Wechselkursniveau bleibt zunächst bestehen. Dabei ist zu beobachten, dass die europäische Gemeinschaftswährung sowohl gegenüber US-Dollar als auch gegenüber dem japanischen Yen weiterhin auf der Stelle tritt und nicht voran kommt. Für eine kurzfristige Bewegung im Euro-Wechselkursniveau konnte bisher lediglich der unerwartet schwache ISM-Index sorgen, der dem Euro dazu verhalf, auf ein Tageshoch von 1,4029 US-Dollar zu klettern.

Der ISM-Index stellt einen der wichtigsten Frühindikatoren für die amerikanische Volkswirtschaft dar und spiegelt stets seht genau die gegenwärtige Lage der Wirtschaft, den status quo. Dieser fiel von November( 36,2) bis Dezember auf 32,4 Punkte, was einen unglaublich hohen Verlust darstellt. Ein eindeutig historischer Wert, der das letzte Mal vor über 28 Jahren verzeichnet werden konnte. Volkswirte hatten mit einer deutlich niedrigeren Schwächung des Index gerechnet, so entstand bei Anlegern wie bei Ökonomen eine große Überraschung im Zuge der Schwächung des Index. Historische Werte auch aus dem Grund, weil bereits das absinken unter 50 Punkte enorm deutlich signalisiert, wie schwach die jeweilige Wirtschaft, in diesem Fall die US-Volkswirtschaft unter den derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnissen, ob nationaler oder internationaler Art, zu leiden hat. Trotz der allgemein sehr schlechten Entwicklung sprechen Händler immer noch von einem insgesamt sehr reglosem Geschäft, was deutlich die Erwartungen unterhöhlt und weiterhin die niedrigsten Einnahmen seit Jahren prophezeit. Da sich sogar viele Anleger in diese Tagen gänzlich vom Handel fern hielten, bleibt auch die so sehr nötige Liquidität aus und führt zu sehr überzeichneten Wechselkursbewegungen in diesen Tagen.

Im Gegensatz zu den insgesamt sehr negativen Entwicklungen am Markt, zeigt sich das Pfund Sterling leicht gestärkt und scheint zumindest kurzfristig wieder an Kursfahrt zu gewinnen. Verglichen mit der europäischen Gemeinschaftswährung Euro zieht das Pfund Sterling sogar deutlich an und notiert knapp unter der Marke von 0,96 EUR/GBP. Ob sich das Pfund jedoch in der kommenden Zeit wird halten können, hängt auch sehr stark von den Zinsentscheidungen der Bank of England ab, die ihres dazu beitragen werde.

Der Preis einer Feinunze Gold hat in der letzten Woche zudem sehr an Kraft zugenommen. Letzten Dienstag noch mit 869,75 US-Dollar notiert, kletterte der Goldpreis zum Ende der letzten Woche auf 874, 50 US-Dollar.

 

 

 

 

jetzt kommentieren? 06. Januar 2009

Der Goldpreis profitiert von der Angst

Die Edelmetalle, mit Ausnahme hier das Gold, erlebten im Jahr 2008 ein beständiges Auf und Ab. Für das Gold ergaben sich Preisentwicklungen, die schon in 2008 als recht gut bezeichnet werden konnten. Das hat seinen Hintergrund wohl darin, dass schon seit jeher das Edelmetall als sicherer Hafen in krisengeschüttelten Zeiten gilt. Nicht zuletzt der Absicherung gegen die Inflation dient das Gold. Experten sind sich inzwischen recht sicher, dass auch der kleine Bruder des Goldes – das Silber – ein erneutes Comeback erleben wird in schwierigeren Wirtschaftszeiten.

Für den spektakulären Aufstieg und den dann anschließend folgenden heftigen Abstieg der Rohstoffe steht im Jahr 2008 rückblickend das Rhodium. Das Edelmetall gehört zur Platingruppe und hatte in der Mitte des Jahres 2008 einen Anstieg auf 10.000 US-Dollar je Unze erlebt. Dann aber erlebte es seinen Kollaps und der Preis verfiel auf 1.000 US-Dollar.

Auch das Platin erlebte kein viel besseres Jahr. Während zur Mitte des Jahres, im Juli, die Feinunze Platin, die ein Gewicht von 31,1 Gramm aufweist, einen Preis von 2.000 US-Dollar hatte, so lag dann zum Jahreswechsel dieser Preis noch bei 850 US-Dollar. Damit wurde beim Platin ein Preisabsturz von knapp 60 Prozent verzeichnet.

Die große Ausnahme bei den Edelmetallen stellte hier das Gold dar. Das gilt nämlich auch in Krisenzeiten schon seit alters her als echter Hafen und Anleger wollen sich mit dem Ankauf von Gold gegen die Inflation absichern. Daß das gelbe Edelmetall dann vor dem wirtschaftlichen Hintergrund, der sich global ergab, seine Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen konnte, ist dabei eigentlich nebensächlich. Wie Ärzte auch so gern formulieren, ging es dem Gold aber auch im Verlauf des Jahres 2008 „den Umständen entsprechend gut“.

Die Krise, die sich um die Investmentbank Bears Sterns im März 2008 entwickelt hatte, brachte der Feinunze einen Preis ein, der zu dieser Zeit bei 1.030 US-Dollar lag. Und auch danach erlitt das Gold keinen solch heftigen Absturz, wie sie die anderen Edelmetalle verzeichnen mussten. Letztlich lag der Goldpreis auch in schwierigen Phasen kontinuierlich bei 850 Dollar für die Unze – und das war ein Preisniveau, das auch am Anfang des Jahres – vor der Krise von Bears Sterns – üblich war.

Experten sind sich deshalb sicher, dass das Gold – und auch der kleine Bruder Silber – sich gegen den Börsentrend entwickeln und ein neues Comeback erleben werden. Ein wichtiges Indiz wird darin gesehen, dass viele Banken schon den Ausverkauf der begehrten Anlagemünzen vermelden mussten. Aber nicht nur in Münzen, auch in Investmentbarren wird in Form von Gold und Silber investiert.

Was ist der Grund dafür?

Vermutlich liegt der Hintergrund darin, dass die Anleger Befürchtungen haben, dass große Geldsummen in den Markt gepumpt werden und damit die Rückkehr einer Inflation befürchtet wird. Andere Anleger haben große Befürchtungen, die sich auf die aktuelle Finanzordnung beziehen.

Und genau darin sehen Experten das Indiz dafür, dass sich die Goldpreismarke über 1.000 US-Dollar hin entwickeln wird. Einige Analysten sind wieder besonders optimistisch und sprechen bereits die Marke 2.000 US-Dollar als realistisch aus.

Die Finanzexzesse und die Schäden die Politiker ausgelöst haben in den vergangenen Monaten sollen die Gründe dafür sein, das bislang unerprobte Schritte ausprobiert werden und damit der Goldpreis bedingt durch einen großen Ansturm auf das Edelmetall sensationelle Preise erreichen kann.

jetzt kommentieren? 06. Januar 2009

Ausblick auf das neue Jahr



Prognosen auf zukünftige Ereignisse sind immer eine besonders schwierige Herausforderung. Vor allem wenn es sich um seriöse Zukunftstrends handelt, denen Anleger und Investoren folgen möchten bzw. als Grundlage für ihre Investitionsentscheidungen einbeziehen. Im Forex-Handel sind solche Vorhersagen auch ohne Finanz- und Wirtschaftskrise besonders schwierig. So kam es, dass 2008 kaum ein Experte, Analyst oder Ökonom den Rekordwert der europäischen Gemeinschaftswährung von 1,60 Dollar voraussagen konnte. Ebenso wenig konnte der Absturz des Euros im Herbst auf 1,23 Dollar vorhergesagt werden. Vom Höhepunkt der Euro-Rally am Ende des Jahres ganz zu schweigen.

Durchschnittlich hatte der Euro 2008 einen Wert von 1,47 Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung war damit so stark wie noch nie zuvor in ihrer kurzen Geschichte. 2007 kostete der Euro im Jahresdurchschnitt 1,37 Dollar. Basierend auf diesem Ergebnis hatten nicht wenige Marktbeobachter ein Comeback des Dollars für 2008 erwartet. Und auch für 2009 halten weiterhin viele Analysten an dieser Einschätzung fest. Sie gehen für das erste Quartal von einem sinkenden Wechselkurs aus, der den Dollar begünstigen wird. Anderer Analysten aber sagen, dass sich bis zum Ende der ersten Jahreshälfte kaum signifikante Kursunterschiede zwischen Euro und Dollar beobachten lassen werden. Von einem radikalen Trendwechsel gehen sie nicht aus.

Fasst man die unterschiedlichen Ansichten und Prognosen zusammen, wird sich die europäische Gemeinschaftswährung in den ersten Monaten des Jahres 2009 durchschnittlich in einer Spanne zwischen 1,30 und 1,40 Dollar bewegen. Diese Annahme gilt bei den meisten Analysten als angemessen, da sie die unterschiedlichen Leitzinsen in Europa und den Vereinigten Staaten berücksichtigt. Nach der Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve auf faktisch null Prozent, wird für 2009 nicht mit einer Anhebung des Niveaus gerechnet. Die Europäische Zentralbank musste 2008 ihren Leitzins auf 2,50 Prozent senken. Es gilt als nahezu ausgeschlossen, dass sie ebenfalls eine Null-Zins-Politik wie ihr Pendant in den USA betreiben wird. Eine weitere Reduktion des europäischen Leitzinses wird allerdings nicht ausgeschlossen. Eine Senkung auf ein Niveau zwischen 1,00 und 1,50 Prozent wird daher als realistisch betrachtet.

Unterschiedliche Aussagen für die zweite Jahreshälfte

Betrachtet man sich die unterschiedlichen Prognosen für die zweite Jahreshälfte, fällt ein weites Auseinanderdriften der Vorhersagen auf. Große Bankhäuser wie etwa die Commerzbank rechnen mit einem starken Dollar. Die Banken gehen für die zweite Jahreshälfte von einem Trendwechsel aus, der den Euro bis auf 1,12 Dollar drücken könnte. Gründe sehen die Analysten der Bank darin, dass sie mit einem Ende der amerikanischen Wirtschafts- und Finanzkrise rechnen. Dadurch werden nach Ansicht der Experten auch die Zinsen wieder kräftig und vor allem langfristig steigen. Insbesondere die Zinsen für amerikanische Staatsanleihen könnten in der zweiten Jahreshälfte wieder auf 3,5 Prozent Zinsen klettern. Derzeit werfen sie bei einer Laufzeit von zehn Jahren nur knapp zwei Prozent Rendite ab.

Ein gänzliches anderes Szenario entwickelte etwa die HSH Nordbank. Sie rechnet mit einem weiteren Kursanstieg des Euros auf  bis zu 1,50 Dollar. Die Analysten des Hauses gehen von einer langfristigen Schwächung der amerikanischen Landeswährung aus. Vor allem asiatische Länder haben bisher massiv amerikanische Staatsanleihen gekauft. Nachdem aber die Finanz- und Wirtschaftskrise auch den asiatischen Wirtschaftsraum erfasst hat, benötigen viele Länder ihre Devisenreserven um die eigene Wirtschaft anzukurbeln und investieren daher lieber in nationale Konjunkturprogramme. Bisher profitierte die amerikanische Leistungsdefizitbilanz von den Investitionen des Auslands in den amerikanischen Staat. Fallen diese Anlagen weg, bliebe den Amerikaner nichts anderes übrig, als mit einem schwachen Dollar die Exporte der US-Wirtschaft in Schwung zu bringen.

Pro-Kopf-Verschuldung

Viele Experten halten es ebenfalls für ein realistisches Szenario, dass die Krise der amerikanischen Wirtschaft noch weitere zwei bis drei Jahre anhalten könnte. Wie kaum eine andere Ökonomie ist die amerikanische Volkswirtschaft vom privaten Konsum der Verbraucher abhängig. Doch viele von ihnen sind seit Jahren maßlos überschuldet und könnten auf lange Zeit als Konsument ausfallen. Erste Ansätze ließen sich im schlechten Weihnachtsgeschäft 2008 in den USA beobachten. Statt wie gewohnt zu konsumieren, hielten sich viele Verbraucher zurück, um ihr Geld für schlechtere Zeiten aufzusparen.

Die bisherigen Frühindikatoren, Indizes und die überschuldeten amerikanischen Verbraucher sprechen in diesem, von der NordLB entwickeltem Szenario, eher für einen starken Euro. Die Euro-Teilnehmerländer stehen wirtschaftlich besser da und würden beim nächsten konjunkturellen Aufschwung am meisten profitieren und sich zügig erholen. Die Analysten der Bank können sich die Vereinigten Staaten nur schwer als Exportnation vorstellen. Der private Konsum bleibt die treibende Kraft der amerikanischen Wirtschaft und der Export wird kaum das gleiche Niveau erreichen, um die Ökonomie nachhaltig zu stützen. Mit Spannung erwarten die NordLB-Banker, wann die Federal Reserve vom Krisenmanagement wieder zu einer normalen Geldpolitik zurückkehren und wieder Zinsen erheben wird. Bei einem gleichbleibenden unterschiedlichen Zinsniveau in Europa und den Vereinigten Staaten, gehen die Forex-Experten von einem mittelfristig stabilen Wechselkurs von 1,40 Dollar pro Euro aus.

jetzt kommentieren? 05. Januar 2009

Resümee fürs Forex Trading



Nach seinem Hoch in der Weihnachtswoche musste der Euro im Forex Trading wieder kräftig Boden abgeben. Daran konnte auch das leicht gestiegene Bruttoinlandsprodukt von Frankreich nichts ändern. Leichte Wirkungen spürte man im Forex Trading vom Konjunkturbarometer aus der Schweiz, das ebenfalls um 0,1 Prozent stieg. Anschließend kam die Nachricht, dass in Italien die Zahl der Arbeitslosen bereits im Oktober um 0,6 Prozent gestiegen war. Hier vergisst der eine oder andere Forex Broker bei seinen Bewertungen der Nachrichten immer wieder, dass es im Herbst auch in richtig guten Jahren Rückgänge durch die saisonbedingten Kündigungen in der Bauwirtschaft gibt und diese Größenordnung nicht auf den Beginn der Finanzkrise zurück geführt werden kann.

Ein positives Signal für den Dollar kam dagegen am 30. Dezember aus Amerika, denn der Chicagoer Einkaufsindex zeigte ein leichtes Plus. Dem entgegen standen die Zahlen zum Verbrauchervertrauen in Amerika, der immerhin um sieben Punkte niedriger ausfiel, als man ihn erwartet hatte. Auch zu Jahresbeginn ging es gleich mit negativen Zahlen weiter. Die Einschätzung der Lage im verarbeitenden Gewerbe fiel ebenfalls erheblich schlechter aus, als es prognostiziert worden war.

Dass der Dollar über Silvester im Forex Trading trotzdem einen deutlichen Aufwind verspürte, führen die Experten vor allem darauf zurück, dass die Regierung der vereinigten Staaten die ersten Hilfsgelder für die Automobilindustrie frei gegeben hat. Dabei ging man recht unbürokratisch vor und nahm einen Teil des eigentlich für die Finanzwirtschaft vorgesehenen Hilfspakets, der offenbar nicht in voller Höhe benötigt wird. Damit setzte man sowohl der eigenen Wirtschaft gegenüber als auch gegenüber der Welt ein deutliches Zeichen, dass man nicht tatenlos zusehen wird, wie die eigene Wirtschaft auf Grund der Folgen der Krise krachen geht.

Dort hat man in Deutschland und anderen europäischen Ländern noch Nachholbedarf. Heute wird in Deutschland erneut über mögliche Maßnahmen beraten, obwohl schon jetzt absehbar ist, dass es auf Grund der teilweise völlig konträren Meinung der politischen Lager kaum zu einer endgültigen Entscheidung kommen wird.

jetzt kommentieren? 05. Januar 2009

Forex- Derzeit gute Gelegenheiten für Anleger

Durch den sehr nahen Jahreswechsel und die zunehmend fehlende Liquidität des Devisenmarktes ergeben sich sehr deutliche, jedoch kurzfristige Kursbewegungen. Hier bietet sich eine hervorragende Gelegenheiten für Forex Anleger, kurzfristig einzusteigen und aus den immensen und unsteten Bewegungen zu profitieren. Man sollte zu diesem Zweck aufmerksam die Stundencharts eines einzelnen Tages beobachten und auf die richtige sich bietende Gelegenheit warten. Gestern ergab sich zudem wie bereits von Experten erwartet wurde, eine sehr hohe Preisvoltalität im Bereich EURO/USD. Dies steht zwar im Widerspruch zum äußerst geringem Handelsvolumen der USA, ist aber auch eine verbriefte Tatsache. Nachdem das Unterstützunglevel des Währungspaares von 1,400 überwunden war, kletterte der Kurs bis auf 1,4360 US-Dollar. Auch konnte eine sehr kleine Erholung der Ölpreise angesichts der US-Dollar-Entwicklung beobachtet werden.

Besonders das Daytrading könnte in diesen Tages sehr viel Potential in sich bergen, da die Kursschwankungen ungemein schnell von statten gehen. Kursschwankungen innerhalb von einem Tag oder einigen Stunden wurden verzeichnet, die Anfang des Jahren nicht einmal innerhalb von mehreren Tagen realistisch oder gar möglich gewesen wären. Genau hier bietet sich die gute Gelegenheit für alle Forex Anleger. Schweizer Franken, aber auch Gold und Euro sowie auch der US-Dollar bergen immer noch einiges Potential in sich, das durch Daytrading vollkommen ausgeschöpft werden könnte. Das Daytrading müsste jedem hinlänglich bekannt sein. Alle an einem Tag eröffneten Positionen müssen an dem selben Tag wieder geschlossen, also zum Beispiel verkauft werden. Daytrader profitieren also allein aus den täglichen Schwankungen, die sich in den jeweiligen Wechselkursen ergeben. Viele gestalten ihren Handel zusätzlich so, dass sie bereits bei kleinsten Schwankungen zu ihren Gunsten verkaufen, um sich alle möglichen Gewinne zu sichern.

 

jetzt kommentieren? 04. Januar 2009

Euroraum dehnt sich nach Osten aus

Für die fünf Millionen Einwohner der Slowakei war es am 1. Januar 2009 soweit. Pünktlich zum zehnten Geburtstag der europäischen Gemeinschaftswährung, trat die Slowakei als 16. europäisches Land der Europäischen Währungsunion bei und vergrößerte so die Eurozone auf ein 329 Millionen Einwohnerumfassendes Gebiet. Allerdings ist die Einführung des Euros in dem kleinen Land nicht ganz unumstritten. Wie andere osteuropäische Länder und ehemalige Sowjetrepubliken kämpft auch die Slowakei mit einer ausufernden Inflation. Aus diesem Grund könnte die europäische Gemeinschaftswährung die Teuerungsrate in dem kleinen Land kräftig anheizen.

Anlässlich des Euro-Jubiläums gab sich der EU-Währungskommissar, Joaquin Almunia, optimistisch. Die europäische Gemeinschaftswährung ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem Symbol für die europäische Gemeinschaft geworden und wirkt in den Teilnehmerländern maßgeblich Identitätsstiftend. Angesichts der dramatischen Entwicklungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Sommer 2007, sind die Hoffnungen und das Vertrauen in den Euro kontinuierlich gewachsen. Er soll die Wirtschaft der europäischen Teilnahmeländer vor den schlimmsten Auswirkungen der Krise zu schützen. Ob er dieser Herausforderung gewachsen sein wird, wird das kommende Jahr zeigen. Der Beitritt der Slowakei zum europäischen Währungsraum wird jedoch als optimistischer und historischer Schritt für die europäische Gemeinschaftswährung bewertet.

Allerdings wird die Aufnahme der Slowakei in die Europäische Währungsunion nicht von allen so euphorisch betrachtet. Die Europäische Zentralbank hatte bereits im Mai 2008 eine Warnung ausgesprochen, dass nach der Einführung der Gemeinschaftswährung in der Slowakei die Inflation rasant steigen könnte. Bislang wurde die Teuerungsrate der kleinen Volkswirtschaft durch den sehr hohen Wechselkurs von Euro und slowakischer Krone begrenzt. Dadurch konnte die slowakische Wirtschaft Waren und Güter zu sehr guten Konditionen aus dem europäischen Ausland einführen. Die Zentralbanker warnten davor, dass dieser preisdämpfende Faktor nach der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung wegfallen wird.

Zur Zeit als die politische Entscheidung für die Aufnahme der Slowakei in die Europäische Währungsunion fiel, lag die slowakische Inflationsrate bei 2,2 Prozent. Damit erfüllte das Land die Aufnahmebedingung, da ihre Inflationsrate einen ganzen Prozentpunkt unter der zulässigen Höchstgrenze der Euro-Teilnahmeländer von damals 3,2 Prozent lag. Auch die weiteren formalen Kriterien konnte die Slowakei mit Bravour erfüllen. 2007 lag das Haushaltsdefizit bei 2,2 Prozent. Die Höchstgrenze für die Länder der Eurozone liegt bei drei Prozent, gemäß dem europäischen Stabilitätspakt. Auch die Verschuldungsrate von 29 Prozent liegt im Rahmen der Stabilitätsvereinbarungen. Nicht wenige zeichneten ein Bild vom Musterschüler Slowakei.

Mit dem 16. Mitgliedsland im europäischen Währungsraum scheint die Zeit der Expansion der europäischen Gemeinschaftswährung vorerst beendet zu sein. Von den 27 Mitgliedsstaaten gehören nun 16 der Währungsunion an. Von den restlichen elf Staaten hat bis auf Rumänien kein anderer Staat ein klares Beitrittsziel benannt. Rumänien will 2014 die heimische Währung abschaffen und die europäische Gemeinschaftswährung einführen. Nach dem Scheitern des Währungsbeitritts des baltischen Staates Litauens an der zu hohen nationalen Inflation, haben auch andere osteuropäische Staaten ihre Beitrittspläne vorerst auf Eis gelegt.

Eine entgegengesetzte Entwicklung scheint sich bei den bisher Euro-skeptischen Ländern abzuzeichnen. In Zeiten der globalen Krise hat sich die Euro als Stabilitäts- und Sicherheitsgarant für die europäische Wirtschaft erwiesen. Vor diesem Hintergrund steigerte sich allmählich wieder das Interesse der nordwesteuropäischen Länder an dem Euro. In Dänemark beispielsweise stieg laut einer Umfrage der dänischen Zentralbank die Zahl der Euro-Befürworter auf 44 Prozent. Nur noch 38 Prozent der Befragten äußerte sich entsprechend kritisch gegenüber dem Euro. Auch in anderen Ländern steigt die Zahl der Euro-Befürworter, wie etwa in Großbritannien oder Schweden. Von einer klaren Mehrheit kann aber in beiden Ländern noch keine Rede sein. Dennoch wird es als positives Zeichen gewertet, dass das Interesse an der europäischen Gemeinschaftswährung wieder deutlich gestiegen ist.

jetzt kommentieren? 04. Januar 2009

Hedge Fonds waren beim Madoff Skandal wohl zu fahrlässig beim Handel

Viele Dach-Hedge-Fonds werden wohl vor dem Hintergrund des Madoff-Skandals noch einen deutlichen Kapitalabfluss erleben und vielleicht sogar von Schließungen betroffen sein. Die Anleger sind enttäuscht und machen den Dachfonds den Vorwurf, versagt zu haben – eben jenen, die in der Vergangenheit in die Madoff-Hedge-Fonds investiert haben.

Auch wenn einige Einzelhändler in New York sarkastisch mit dem Madoff-Skandal werben und so zum Beispiel mit dem Schlagwort „Madoff-Ausverkauf“ werben, ist es insgesamt doch ein Skandal, der immer mehr Opfer fordert, die sich auch in den Hedge-Fonds befinden.

Durch den Riesenskandal, der nun aufgedeckt wurde, sehen einige Dachfondsmanager sogar schon den Todesstoß für die Hedge-Fonds-Branche, wie sie in heutiger Struktur besteht, ausgeführt. Ein großer Vorwurf liegt darin, dass Dach-Fonds bei der Prüfung der Madoff-Fonds und deren Strategien nicht die erforderliche Sorgfalt an den Tag gelegt haben. Und auch Madoff als Person ist wohl auch eher unzureichend geprüft worden. Der eigentlich in der Branche übliche Prozess der Prüfung und Kontrolle wird in der Branche als Due Dilligence bezeichnet und genau der hat im Falle Madoff wohl gründlich versagt.

Da sind es dann zum einen die wirklich enttäuschenden Anlageergebnisse und zum anderen der Skandal, der für die Hedge-Fonds in nächster Zeit noch reichlich Kündigungen mitbringen wird. Schon in der letzten Woche des Jahres haben zahlreiche Investoren ihr Kapital massiv abgezogen und den Fonds-Managern damit die Rote Karte gezeigt, die nun die Suppe auslöffeln müssen, die Madoff ihnen eingebrockt hat.

Die Folge der Kündigungen hat dann wiederum eine Liquidierung von Fonds-Positionen und große ingesamte Verwerfungen an den Kapitalmärkten mit sich gebracht. Diese Entwicklung wird im ersten Quartal des Jahres 2009 wohl anhalten, darin sind sich Fonds-Manager ziemlich einig.

Einige Fondsanbieter haben nun bereits reagiert und Maßnahmen eingeleitet, die keine Kündigungen und somit keine Kapitalrückflüsse mehr erlauben. Die Möglichkeiten der Kündigung wurden bei einigen Anbietern deutlich begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel Cerberus Capital Management, Rab Capital, Harbinger Capital Partners, Pardus, Citadel und auch Blue Mountain, die jetzt vorbauen und Kündigungen reduzieren. Auch die GAM Hedge-Fonds, die zur Bank Julius Bär gehören, bieten den Investoren jetzt nur noch eine einmalige Kündigungsmöglichkeit pro Quartal und damit zum Kapitalabzug. Die Kündigungsmöglichkeit lag hier bisher monatlich. So soll einfach Liquiditätsengpässen vorgebaut und Notverkäufe von Portfolie-Bestandteilen verhindert werden.

Hedge-Fonds-Indizes, zum Beispiel der HFRX-Gesamtindex, sind seit dem Anfang des Jahres um rund 23 Prozent gefallen. Und die Hedge-Fonds, die diese Krise überstehen, müssen wohl ihre Strategie ändern und den Anlegern absolute Transparenz bieten.

Gegen ein Madoff-Investment hat sich der von der Quandt-Familie gegründete Hedge-Fonds und Private-Equity-Fonds schon vor längerer Zeit entschlossen. Die mangelhafte Transparenz von Madoff-Fonds war es, die zu dieser Entscheidung geführt hat – eine kluge Entscheidung, kann man rückblickend nur sagen.

Die Dynamik bei den Kündigungen wird in den nächsten Wochen wohl noch steigen, sind sich Experten fast ausnahmslos einig. Insgesamt hat das Image von Hedge-Fonds ganz einfach stark gelitten und negative Ereignisse bleiben eben lange im Gedächtnis haften – auch bei Investoren.

Fachleute gehen sogar davon aus, dass in den nächsten Wochen und Monaten mehr als ein Drittel der bestehenden Hedge-Fonds vom Markt verschwinden werden. 

jetzt kommentieren? 03. Januar 2009

Der letzte Tag der Börse im alten Jahr beginnt mit festen Kursen

Der letzte Dienstag des Jahres konnte an der Börse mit Kursgewinnen beim Dax starten. Dabei war ein Anstieg des Leitindex von 1,4 Prozent auf dann nämlich 4.765 Punkte zu verzeichnen. Und auch die Käufe von Fonds, die bedingt durch die künftig erhobene Abgeltungssteuer noch Zuflüsse im Jahresende erfahren, stützten den Markt noch zusätzlich – sagen die Händler.

Aber auch das Plus des Jahresabschluss kann über eines wohl nicht hinwegtäuschen: Der Jahresverlust an der Börse war enorm. Ein dickes Minus von über 40 Prozent im Jahr 2008 bringt den gesamten Jahr damit den Ruf des zweitschlechtesten Jahres – gleich nach 2002, als ein Minus von 44 Prozent auf das gesamte Jahr erwirtschaftet wurde. Das ist in der gut 20jährigen Geschichte des Index ein wirklich mieses Ergebnis. Und der Jahresabschluss brachte es mit sich, dass an dem Dienstag der Handel eben nur bis 14 Uhr ging.

In Tokio wurde das Börsenjahr schon beendet und der Nikkei-Index hatte am letzten Handelstag einen Anstieg von 1,3 Prozent zu verzeichnen. Aber auch der asiatische Leitindex hat damit nur ein schlechtes Jahr etwas positiv gestimmt beendet. Hier war der Verlust im Jahr 2008 nämlich mit 42 Prozent beziffert und damit war im asiatischen Raum der größte Jahresverlust verzeichnet worden, den die 58jährige Geschichte bisher hinnehmen musste.

Der amerikanische Dow Jones Index als bekanntes amerikanisches Börsenbarometer kam da fast schon mit einem blauen Auge davon. Hier betrug das Minus auf das Jahr gesehen nämlich nur 36 Prozent. Allerdings wird an der Wall Street wirklich bis zum letzten Tag des Jahres gehandelt – auch wenn damit das Gesamtergebnis nur noch leicht beeinflusst werden kann. Die New Yorker Börse hat lediglich an Neujahr geschlossen und auch an Silvester verläuft der Handel dann bis Mittag weiter.

Der deutsche Rentenmarkt wird von Experten am letzten Tag des Jahres eher freundlich erwartet. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Hintergrund, erleben die Staatsanleihen eine Entwicklung, die dem sicheren Hafen sehr nahe kommt. Das wird zumindest von einigen Banken am Dienstag gemeldet.

Der Bund Future erhält somit auch gute Unterstützung, auch wenn sich die Umsätze hier insgesamt sehr dünn zeigen werden. Der Widerstand liegt hier wahrscheinlich bei Vortageshoch, das nämlich bei 125,55 Punkten lag. Und eine Unterstützung bekommt der Bund bei dann 124,82 Zählern. Damit liegt der Bund-Future im frühen Handel bei einem Plus, das sich in elf Stellen dann bei 125,44 Prozent festlegt.

Der Handel zwischen den Feiertagen war wieder einmal erwartungsgemäß dünn ausgefallen und so waren die Kursbewegungen am Devisenmarkt eher erratisch geprägt. Der Euro hatte am Montag noch ein Hoch, das bei 1,4362 Dollar lag und erlebte dann am Dienstag im frühen Handel seinen Fall, der bis auf 1,3918 Dollar ging. Im frühen Handel Europas lag er bei 1,4021 Dollar. Und auch bei anderen Währungen gab es große Kursausschläge – auch im Bereich der Rohstoffe übrigens.

Echte Trends werden wohl am Markt erst wieder im Januar etabliert werden, denn dann kehren die Profis in Sachen Anlage und auch die Unternehmen an den Markt zurück.

 

jetzt kommentieren? 03. Januar 2009

Bei den Banken kommt wohl Optimismus auf

Auch im zweiten Jahr konnte die Finanzkrise bei den in- und ausländischen Investmenthäusern und Banken scheinbar nicht so wirklich schocken, denn die meisten Institute gehen ihren Weg ins neue Jahr mit Optimismus. Auch wenn der sehr verhalten scheint, wird bei den Analysten auf leicht steigende Aktienkurse gehofft.

Eine wirklich mutige Bank in der Finanzkrise scheint die Debeka zu sein, denn die lehnt sich im Hinblick auf die Zukunft richtig weit aus dem Fenster. Will man Berichten in den Medien glauben, dann wird von der Debeka der Dax zum Ende des nächsten Jahres – also im Dezember 2009 – bei 6.500 Punkten erwartet. Das wäre ein sattes Plus von 40 Prozent – und das in Zeiten, in denen ständig von Rezession gejammert wird.

Die anderen Institute sind da eher etwas zurückhaltender in ihren Prognosen und erwarten nur ein leichtes Zulegen des Deutschen Aktienindex in den kommenden zwölf Monaten. Die erwartete Zinsentwicklung ist es, die eine deutliche Belastung für die Akteure am Kapitalmarkt darstellt, weil eben auch die Volkswirte und Analysten von wirklich deutlich anziehenden Renditen ausgehen.

Der Dollar ist Maßstab für die exportlastige Wirtschaft in der Heimat außerhalb des Euro-Raumes und vom dem geht eine klare Erleichterung aus. Die Prognosen der Analysten stellen hier heraus, dass die Notierung an den Forex Märkten dann leicht sinken soll. Das sagt zumindest eine Umfrage aus, die bei insgesamt 30 großen Kreditinstituten im In- und Ausland gemacht wurde. Die Institute erwarten damit eine Entwicklung des Dax bis zum Ende des kommenden Jahres auf etwa 5.230 Punkte – so eben die Vorhersagen.

Stimmt das wirklich, dann kann von einem Gewinn ausgegangen werden, der gegenüber dem heutigen Status bei rund 13 Prozent liegt. Die Prognosen driften jedoch bei den einzelnen Instituten stark auseinander und so wird dieser Durchschnitt dann eben auch sehr verzerrt.

So sind es von den 30 befragten Banken dann acht Institute, die dem Aktienindex nicht über den Weg trauen und damit die Marke für das Ende des kommenden Jahres bei 5.000 Zählern einstufen. Lediglich fünf Optimisten befinden sich unter den befragten Instituten – und die sehen den Dax dann auch bei über 6.000 Punkten. Der Mix der befragten Institute – nämlich deutsche und ausländische – tut ein übriges zu der Entwicklung der Prognosen dazu.

Tatsächlich und real liegt der Dax aktuell bei 4.640 Zählern. Und für die Entwicklung des Dax stellt die Entwicklung der Zinsen dann eine weitere Belastung dar. Bedingt durch die Rezessionsszenarien, die am Devisenmarkt und eben auch im Aktienbereich konstantes Thema waren, ist die Verzinsung für die zehnjährigen Bundesanleihen, die als Stimmungsbarometer für den Euro-Rentenmarkt gelten – dann auch unter die Marke von drei Prozent gerutscht. Damit war ein historischniedriges Niveau erreicht, das zuletzt in diese Form in 2004 aktuell war. Die zehnjährige Bundesanleihe notiert aktuell bei 2,95 Prozent und die Prognosen entsprächen dann einem Anstieg, der bei mehr als einem halben Prozentpunkt läge – nämlich bei 3,56 Prozent.

Der Kurs des Euros wird von Analysten und Volkswirten für den Anfang des Jahres bei rund 1,30 Dollar gesehen. Damit wäre er zehn Cent billiger, als das aktuell der Fall ist. Und genau die Entwicklung könnten Dax-Unternehmen mit ihren zahlreichen Auslandsverbindungen gut brauchen, denn deutsche Produkte könnten sich so wettbewerbsfähiger zeigen, als das aktuell der Fall ist.

jetzt kommentieren? 03. Januar 2009

Stabilisiert sich der Rand in Südafrika etwas?

Der Devisenmarkt zeigt, dass der südafrikanische Rand im Jahr 2008 zu den absoluten Verlierern gehört hat. Gegenüber dem Euro ist ein Kurs von derzeit 13,33 Euro zu verzeichnen. Dabei hat die Währung in den letzten zwölf Monaten ein Minus von 32,5 Prozent verzeichnen müssen und im Vergleich zum Dollar hat die Währung aus Südafrika mit derzeit 9,423 Rand dann sogar einen Wertverlust von 40 Prozent eingefahren.

Auch wenn zuletzt leichte und sehr zaghafte Stabilisierungsansätze vorhanden waren, die man nicht unterschätzen sollte nach dem absoluten Flop-Jahr des Rand. Da konnte die Währung dann gegenüber dem Dollar zum letzten Wochenanfang des Jahres auf ein Zweieinhalbmonatstief ansteigen. Nicht zuletzt war es der gestiegene Goldpreis, der dazu beigetragen hat. Die Entwicklung des Goldpreises ist für Südafrika schon deshalb so wichtig, weil das Gold zehn Prozent der Weltproduktion aus Südafrika erfährt und damit neben dem Platin für Südafrika wichtigstes Exportgut ist.

Wenn sich der Goldpreis also weiterhin festigen kann und auch der augenblicklich stark stürzende Platinpreis dann wieder einen eingeleiteten Bodenbildungsversuch erfolgreich abschließen kann, dann könnte das auch für den Rand gute Nachrichten bedeuten in Form einer Stabilisierung der Währung.  

Die Bedeutung der Rohstoffpreise für den Devisenmarkt zeigt sich wieder einmal darin, dass allein im Jahr 2008 Ausländer Assets im Werte von insgesamt 73 Milliarden Rand verkauft haben.

Aktuell gibt es aber auch noch andere wichtige Gründe, die gegen den Rand sprechen. Dazu gehört unter anderem die negativ ausgefallene Handelsbilanz. Am letzten Dienstag des Jahres wurde nämlich berichtet, dass sich das Defizit dann im November nicht – wie erwartet von 9,8 Milliarden auf von Analysten erwartete 5,8 Milliarden reduziert hat  - e ist sogar angestiegen auf mehr als 12,1 Milliarden Rand. Für die Leistungsbilanz ist das kein gutes Zeichen, denn die belief sich schon nach dem dritten Quartal 2008 auf ein Minus von 7,9 Prozent – am Bruttoinlandsprodukt gemessen. Das Handelsbilanzdefizit für Südafrika war damit weit größer als bisher angenommen. Auch der Exportsektor hat durch den Verfall von Rohstoffpreisen einen großen Nachteil gehabt – und das zusammen erweist sich als sehr negativ für den Rand.

Ein wirklich bedeutsamer Anstieg des Rand im kommenden Jahr wird somit nicht erwartet.

Auch die vermutlich im nächsten Jahr weiter fallenden Leitzinsen sprechen gegen die bessere Entwicklung des Rand in größerem Umfang. Die Notenbank hat am 11. Dezember zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren ihre Geldpolitik ein wenig gelockert und dann auch weitere Zinssenkungen angekündigt. Der Reposatz erlebte damit eine Senkung um 50 Basispunkte auf jetzt 11,50 Prozent.

Aber es sind noch weitere Zinsschritte nach unten möglich, wenn sich nämlich die Inflationsrate von November 12,1 Prozent dann wie von der Notenbank prognostiziert bis ins dritte Quartal 2009 auf ein Zielband von dann etwa drei bis sechs Prozent reduziert. Die aktuellen Planungen sehen eine durchschnittliche Inflationsrate für das Jahr 2009 bei 6,2 Prozent und für 2010 bei 5,6 Prozent. Die Volkswirte rechnen sich daher für das Ende 2009 einen Reposatz aus, der im Bereich von neun Prozent angesiedelt ist. 

jetzt kommentieren? 02. Januar 2009

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