
Insgesamt kann der relativ junge Euro ja von sich behaupten, schon in seinen recht wenigen Jahren turbulente Zeiten hinter sich gebracht zu haben. Die Reservewährung wird aber inzwischen in der gesamten Welt hoch eingeschätzt, auch wenn Kritiker bezweifeln, dass die Währung für das Wachstum in der Europäischen Union große Einflüsse hatte.
Von Fachleuten wird aber gesagt, dass der Euro wohl eine recht relevante Alternative zum Dollar darstellen soll.
So ganz kurz vor seinem ersten richtigen Jubiläum – zehn Jahre hat der Gute dann schon als Währung hinter sich gebracht – wird der Euro für den Devisenmarkt noch einmal richtig kräftig aufpoliert. Der Referenzkurs der europäischen Gemeinschaftswährung stieg dann am letzten Montag des Jahres noch einmal richtig kräftig an – 1,4270 Dollar waren das Ergebnis. Und damit waren es schon wieder drei Cent mehr, als er vor Weihnachten auf die Waage brachte.
Aber es war eine andere Zahl, die für die Deutschen dann vor zehn Jahren wichtige Bedeutung hatte. Die 1,95583 war es und damit war der Umrechnungskurs bezeichnet, der für die D-Mark zum Euro galt. Es war der Start der Europäischen Währungsunion, der dann das Aus für die D-Mark und auch die elf anderen Währungen mit sich brachte. Damit wurde dann nicht nur das Eurozeitalter eingeläutet – auch die größte Umwälzung des Weltwährungssystems seit dem Zweiten Weltkrieg war damit geglückt.
Auch wenn in der Neujahrsnacht des Jahres 1999 die Sektkorken in Belgien, in den Niederlanden, in Luxemburg, in Frankreich sowie Portugal, Spanien, Österreich, Italien und auch in Irland und Finnland knallen – nicht allen war vor dem Hintergrund der neuen Währung wirklich zum Feiern zumute.
Gerhard Schröder als damaliger Bundeskanzler bezeichnete den Euro sogar sehr abschätzig als eine kränkelnde Fehlgeburt, die dann nicht in blühenden Landschaften, sondern im Verlust von Arbeitsplätzen ihren Weg einnähme. Während Wissenschaftler den Verbund klagten, verweigerten Großbritannien, Schweden und Dänemark den Euro komplett.
Und sogar zehn Jahre nach dem Euro sind die Kritiker mit ihren Stimmen noch immer nicht wirklich völlig verstummt. 320 Millionen Menschen umfasst der Raum der Währung und somit ist das nach China und Indien der größte einheitliche Währungsraum der Welt überhaupt, den der Euro einnimmt. Inzwischen haben sich auch Griechenland, Zypern, Malta und auch Slowenien dazu entschlossen, den Euro als Währung zu akzeptieren und am 1. Januar stößt das 16. Mitglied zur europäischen Einheitswährung dazu – das ist dann die Slowakei. Noch immer warten weitere Staaten auf den Zuschlag.
Die Gründe dafür liegen einfach in der Stabilität, die der Euro mit sich gebracht hat. Für den Euroraum war innerhalb der letzten zehn Jahre eine Preissteigerungsrate von nur knapp zwei Prozent verzeichnet worden. Die fast drei Prozent Inflation im Jahr 2008 gelten als Ausreißer, der durch die stark gestiegenen Energiepreise in der Mitte des Jahres ausgelöst wurde. Und die harte D-Mark hatte in ihren 50 Jahren eine durchschnittliche Inflation von 2,8 Prozent zu verzeichnen – obwohl noch heute einige Verbraucher der alten Währung etwas wehmütig nachweinen.
Aber irgendwie kann der Euro seinen verteufelten Ruf und sein schlechtes Image trotz aller belegbaren Vorteile nicht ganz ablegen.
02. Januar 2009
Die Abwertungen des Rubels durch die russische Zentralbank wird allmählich zur Belastungsprobe für die russische Wirtschaft. Nicht nur, dass die Währungsreserven des größten Landes der Erde immer mehr sinken, Russland könnte sich auch schneller als erwartet dazu gezwungen sehen, den Rubel frei floaten zu lassen, als bisher geplant war.
Mit aller Macht versucht die russische Zentralbank durch die Abwertung den freien Fall der russischen Landeswährung abzubremsen. Ursprünglich wurde mit den Abwertungen das Ziel verfolgt, langsam und allmählich die Schwankungsbreite des Rubels gegenüber dem Dollar und dem Euro zu vergrößern. Doch die Strategie der Notenbanker ging nicht auf und die Abwertungsintervalle wurden immer kürzer. Am Anfang der laufenden Handelswoche kam es nun zur insgesamt zwölften Aberwertung seit Anfang November.
Die russische Währung hat von August bis zum Ende des Jahres etwa 20 Prozent ihres Wertes verloren. Im gleichen Zeitraum sind die Währungsreserven Russlands um 25 Prozent auf etwa 450 Milliarden Dollar geschrumpft. Einen Großteil der Reserven musste die Notenbank dazu aufwenden, um den Währungskurs des Rubels verteidigen zu können. Laut Aussagen von Forex-Experten und Ökonomen hätte Russland seine Reserven besser schonen können. Statt immer wieder kleinere Abwertungen vorzunehmen und damit ein Großteil der Währungsreserven zu verpulvern, hätte eine scharfe Abwertung des Rubels beim Einsetzen des Ölpreisverfalls genügt. Die Exporte von Öl und mit Öl verbundenen Produkten machen etwa 70 Prozent am gesamten russischen Außenhandel aus.
Russland könnte nun schneller als geplant eine frei floatende Währung sowie eine ausschließlich die Inflation bekämpfende Zentralbank bekommen. Insgesamt betrachtet ist dies zwar ein höchst ehrbares Ziel, doch der Weg, den Russland bis dahin genommen hat, war keinesfalls die beste Lösung. Inzwischen sind sich die Volkswirte einig, dass der Weg noch sehr schmerzhaft werden wird und die Wahrscheinlichkeit einer harten Landung der russischen Landswährung immer größer wird.
Die Regierung kann bislang nur ein einziges Argument gegen eine einmalige Abwertung des Rubels ins Feld führen. Der Kreml befürchtet einen ähnlich massiven Run auf die Banken wie 1998. In diesem Jahr musste die russische Regierung eingestehen, dass sie die Auslandsschulden des Landes nicht länger bedienen könne. Unter der Bevölkerung brach Panik aus und ein Run auf die Banken setzte ein. Fluchtartig zogen Sparer, Anleger und Investoren ihr Kapital von den Banken ab. In der Folge brach das Bankensystem und der russische Markt zusammen. Das Riesenreich rutschte in eine tiefe Rezession.
Heute allerdings haben sich die Vorzeichen geändert. Die Märkte sind auf ähnliche Szenarien besser vorbereitet als noch vor zehn Jahren. So gehen bereits viele Marktbeobachter seit längerer Zeit von einem Fall des Rubels aus. Auch die Wirtschaft hat sich entsprechend darauf eingestellt. Analysten gehen von einer weiteren Abwertung des Rubels von 20 Prozent aus. Erst dann wird sich die russische Währung wieder stabilisieren können. Unterdessen ist die größte Sorge der Russen die Bewertung ihrer Währung gegenüber der amerikanischen Landeswährung, obwohl der Rubel an einen Korb aus 45 Prozent Euro und 55 Prozent Dollar gekoppelt ist. Für die Russen zählen aber nicht globalen Forex-Märkte und die Vorgaben der Zentralbank. Für den russischen Bürger zählen nur die kleinen Wechselstuben auf den Straßen. Und dort zeichnet sich ein ganz anderes Bild ab: Seit dem Sommer hat hier der Dollar gegenüber dem Rubel fast 25 Prozent an Wert verloren.
Bisher jedenfalls konnte sich die Zentralbank von Russland zu keinem einmaligen aber scharfen Abwertungsschritt durchringen, obwohl dies dringend nötig wäre, um nicht zuletzt die russischen Währungsreserven zu schonen. Gründe für das zögerliche Verhalten lassen sich nur schwer finden. Wahrscheinlich liegt es wohl am russischen Premierminister Wladimir Putin, der sich gegen einen solchen massiven aber nötigen Schritt ausgesprochen hat. Doch auch hier lassen sich die Gründe für die Ablehnung nur schwer nachvollziehen. Am wahrscheinlichst ist, dass sie wohl eher psychologisch als ökonomischer Natur sind. In den russischen Boomjahren war Wladimir Putin Staatspräsident und macht sich persönlich für den konjunkturellen Boom seiner Amtszeit verantwortlich. Nun steht Russland vor einer schweren und langen Rezession. Diese Rezession und die Abwertung des Rubels werden Russland mittelfristig wieder ärmer machen. Doch genau das könnte dazu führen, dass die Bevölkerung erkennt, dass der Wohlstand der Putin-Jahre nur den explodierenden Ölpreisen zu verdanken ist und nichts und niemanden anderem.
01. Januar 2009
Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich zum Beginn des europäisch dominierten Forex-Trades wieder um die 1,40 Dollar Marke eingependelt. Am Dienstag morgen startete der Euro mit 1,4013 Dollar in den heutigen Handel, nachdem er gestern eine wilde Berg- und Talfahrt vollführt hat. Der Dollar startete mit 0,7130 Euro in den heutigen Forex-Trade. Gestern erreichte die europäische Gemeinschaftswährung einen Tageshöchststand von 1,4362 Dollar, bevor er dann am Nachmittag fast drei Cent gegenüber dem Dollar wieder abgeben musste.
Die heftigen Kursschwankungen werden zur Zeit vom dünnen Handel auf den Forex-Märkten begünstigt. Allerdings sind in den letzten Tagen geopolitische Aspekte in den Fokus der fundamental Analysten gerückt. Seit dem Wochenende bombardiert die israelische Luftwaffe Stellungen und Einrichtungen der Hamas im Gazastreifen. Israelis und Palästinenser stellen sich auf einen längeranhaltenden Konflikt ein. Aus Angst vor einem neuen Kriegsausbruch im Nahen Osten sind gestern die Preise für Gold und Öl blitzartig gestiegen.
Nach Einschätzung der israelischen Zentralbank erhöhen die Kampfhandlungen im Gazastreifen die geopolitische Unsicherheit für Israel. Vermutlich werden darunter vor allem die israelische Wirtschaft und der Schekel leiden. Aus diesem Grund beschloss die israelische Zentralbank am Montag ihre Leitzinsen um ganze 75 Basispunkte zu senken. Damit hat das Leitzinsniveau in Israel ein historisches Tief von 1,75 Prozent erreicht.
Die Zinssenkung vom Montag war die mittlerweile fünfte Senkung des Leitzinsniveaus innerhalb von drei Monaten. Grund für die Senkungen war nach Angaben der Zentralbanker die konjunkturelle Sorge um die israelische Wirtschaft. Analysten und Ökonomen gingen von einer Senkung des Leitzinses um 50 Basispunkte aus. Um so größer war dann die Überraschung über die Notenbankentscheidung. Seit dem 7. Oktober 2008 wurde der israelische Leitzins um insgesamt 2,5 Prozent gesenkt, um der israelischen Konjunkturkrise entgegen zu wirken.
Gegenwärtig hat die Bombardierung des Gaza-Streifens noch keine Auswirkungen auf die Beurteilung der israelischen Kreditwürdigkeit. Laut den Experten ist es noch zu früh für eine Beurteilung, ob die schwersten Luftangriffe seit Jahrzehnten makroökonomische Einflüsse haben wird oder nicht. Mehr Einfluss auf die Forex-Märkte übt gegenwärtig die Konjunkturabschwächung der israelischen Wirtschaft, das israelische Haushaltsdefizit, die anstehenden Wahlen und eine mögliche Veränderung der amerikanischen Nahost-Politik nach Einführung des neuen amerikanischen Präsidenten aus.
Der Schekel reagiert auf die Luftangriffe zeitweise mit einem Absturz, konnte sich nach der Leitzinsentscheidung der israelischen Notenbank aber wieder fangen. Inwieweit eine mögliche Bodenoffensive der israelischen Armee im Gaza-Streifen auf die Forex-Märkte hat, bleibt abzuwarten.
01. Januar 2009
Die Abwertung des russischen Rubels hält weiter an. Am vergangenen Freitag fiel der Wechselkurs des Rubels um weitere 1,4 Prozent. Damit erreichte die russische Währung den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren. Trotz der weltweit anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise, kündigte die russische Regierung eine weitere Abwertung des Rubels an. Ein Zusammenbruch der Währung wurde allerdings ausgeschlossen.
Seit dem Beginn des Jahres 2008 hat die russische Landeswährung knapp 14 Prozent ihres Wertes verloren. Im Zuge der globalen Finanzkrise hat die Abwertung des Rubels Anfang November dramatisch zugenommen. Der Preis für einen Euro ist mittlerweile auf 40,8 Rubel gestiegen.
Der Kurs der russischen Währung wird nicht wie die europäische Gemeinschaftswährung oder die amerikanischen Landeswährung am Forex-Markt gebildet. In Russland bestimmt die Zentralbank den Wechselkurs und versucht den Wert an die aktuellen Marktverhältnisse anzupassen. Dafür legte die Zentralbank einen Korb auf, an dem sich der Rubel orientieren soll. Der Korb besteht zu 45 Prozent aus dem Euro und zu 55 Prozent aus dem Dollar. Der russische Staatspräsident Dimitri Medwedew sprach von einer flexiblen Währung, die der globalen Finanzkrise besser gewachsen sei. Mit Sorge schauen die russischen Entscheider auf die globale Finanzkrise und befürchten eine Wiederholung der schweren Rubelkrise von 1998. Damals hoben die russischen Sparer fast panikartig ihr angespartes Kapital von den Konten ab. In Folge dessen kam es zu einer gewaltigen Abwertung des Rubels.
Für 2009 erwartet die russische Regierung zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder ein Haushaltsdefizit. Ökonomen gehen von einem Defizit von fünf Prozent und mehr des russischen Bruttoinlandsprodukts aus. Die Gründe dafür werden in den weiter zurückgehenden Einnahmen aus dem Rohstoffhandel und dem fallenden Ölpreis gesehen. Nach einer wahren Explosion der Rohstoff- und Ölpreise, die nach mehreren Jahren etwa Mitte des Jahres ihren Höhepunkt erreichte, folgte ein massiver Preisverfall auf den Rohstoffmärkten. Trotz der wegbrechenden Einnahmen will die russische Regierung auch im kommenden Jahr an den staatlichen Sozialprogrammen weiter festhalten, die im Zuge der starken Wachstumsjahre aufgelegt wurden. Die Regierung gibt sich optimistisch. In den vergangenen Jahren des Wirtschaftsbooms habe der russische Staat genügend Devisenreserven angelegt, um die Krise besser als andere Staaten bewältigen zu können. So jedenfalls heißt es aus dem Kreml.
01. Januar 2009
Der Devisenmarkt wird allgemein auch als Foreign Exchange Market bezeichnet und gilt als der finanzkräftigste Handelsplatz mit dem größten Tagesvolumen beim Handel. Den Markt kennzeichnet vor allem der Wegfall von jedweden Grenzen. Über alle Nationen hinweg also, Tag und Nacht, an fast jedem Tag werden unterschiedlichste Währungen, besser gesagt Währungspaare gegeneinander gehandelt. Da es sich beim Devisenhandel um eine internationale Vernetzung aus Banken und Großinvestoren handelt, gilt keine geographische Beschränkung, ebenso existiert kein Platz, auf welchem Devisen gehandelt werden, die meist gebrauchte Plattform für den Handel ist das allen zugängliche Internet. Hier wird ein klarer Unterschied zur Börse deutlich, die in jedem Land oder Wirtschaftsraum ihren eigenen Handelsplatz aufbietet. Der Handel mit Devisen läuft wie folgt ab: Eine Währung kann nur gekauft werden, verkauft man im Gegenzug dazu eine andere Währung. Dies wird immer zum derzeitig gültigen Wechselkurs abgehandelt. Entstehen dabei etwa Wertsteigerungen bei den gekauften Währungen, können diese verkauft werden, um die Gewinne zu realisieren, also auf dem eigenen Forex Konto zu sehen. Die Änderungen in den verschiedenen Währungen ergeben sich durch eine Vielzahl an Faktoren. Um nur einige zu nennen, dazu gehören etwa die Wirtschaftslage des jeweiligen Landes, die politischen und sozialen Verhältnisse sowie Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Währung. Zwar sind die Schwankungen der Währungen sehr gering und entwickeln sich meist nur hinter der dritten oder vierten Dezimalstelle im Preis, jedoch wird diese Tatsache durch das Handelsvolumen wieder ausgeglichen. Durch den Hebel oder das Margin ist es dem Devisenhändler nämlich möglich, viel mehr Geld zu bewegen, als ihm tatsächlich zur Verfügung steht. Beträgt das Margin etwa einen Prozent, dann muss der Händler lediglich einen Prozent der bewegten Summe wirklich besitzen, um den Handel bewerkstelligen zu können. So ist es möglich, an einem einzelnen Tag mit ein paar tausend Euro hunderttausende von Euro zu bewegen und aus diesen großen Summen Profite zu ziehen. Dadurch sind die kleinen Schwankungen nicht mehr so wichtig, da man sehr viel an einem Tag bewegen und gewinnen oder eben auch verlieren kann. Ein kleines Beispiel: Man hat 1000 Euro zu seiner Verfügung. Dann ist es mit diese 1000 Euro möglich, bei einem Hebel von einem Prozent, ganze 100.000 Euro zu handeln. Die möglichen Gewinne und Verluste aus einem solchen Handel sind meist identisch und betragen stets die Sicherheitsleistung, also 1000 Euro. Man könnte also entweder 1000 Euro gewinnen oder auch verlieren. Dank dieser Möglichkeit ist es am Devisenmarkt gegeben, täglich Millionen mittels kleinen Beträgen zu bewegen und aus diesen Millionen und deren kleinen Kursschwankungen beträchtliche Profite zu erwirtschaften.
01. Januar 2009
Die chinesische Regierung geht die ersten Schritte in eine für sie neue wirtschaftspolitische Richtung. Um von der Globalisierung weiter zu profitieren und der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise entgegen zutreten, wurde die chinesische Landeswährung, Yuan, nun auch für den internationalen Handel zugelassen. Bereits am vergangenen Mittwoch hat die chinesische Regierung einen entsprechenden Beschluss gefasst. In Form eines Pilotprojektes, soll der Yuan das erste Mal auch für den grenzüberschreitenden Handel mit den chinesischen Nachbarstaaten zugelassen werden. Einige ausgewählte chinesische Wirtschaftszonen dürfen im Zuge des Pilotprojekts ihre Handelsgeschäfte mit den ASEAN Staaten – der Südostasiatischen Staatengemeinschaft – in der chinesischen Landeswährung abwickeln. Diese Regelung gilt auch ausdrücklich für die chinesischen Sonderwirtschaftszonen Hongkong (ehemalige britische Kronkolonie) und Macao (ehemalige portugiesische Kolonie). Ziel der chinesischen Führung ist es, dass dadurch die Exportwirtschaft der Chinesen wieder gestärkt werden soll, da dieser unter der anhaltenden globalen Wirtschaftskrise stark gelitten hat. Für den Devisenhandel bedeutete das, dass dadurch in Zukunft starke Wechselkursschwankungen verringert werden sollen.
Der größte Teil der Exporte des Riesen-Reiches wird immer noch in Dollar und Euro abgewickelt. Ökonomen befürchten bereits seit einiger Zeit, dass im Zuge der andauernden Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA der Wert des Dollars weiter sinken könnte. Der Handel Chinas mit den ASEAN Staaten sowie den Sonderwirtschaftszonen Hongkong und Macao umfasste 2007 ein Gesamtvolumen von circa 400 Milliarden Dollar. Das entspricht etwas einem Fünftel des gesamten chinesischen Außenhandelsvolumens. Kein Wunder also, dass die Angst vor einem weiteren Wertverlust des Dollars auch die chinesische Führung nervös gemacht hat.
China erhofft sich neben der Absicherung seiner Geschäfte gegenüber dem Dollar, auch eine verstärkte Akzeptanz des Yuan in ganz Asien. Mit dem angekündigten Pilotprojekt, soll sich der Yuan langfristig zu einer internationalen Währung weiter entwickeln.
27. Dezember 2008
Genau so wie auf der Börse, macht sich auch der Devisenhändler die Technische und die Fundamental Analyse zunutze. Diese sind zwei grundlegende Strategien, um auf dem Forex überhaupt überleben zu können. Dabei ist die technische Analyse wohl die am meisten verbreitete und beliebteste Herangehensweise, die meist von privaten Anlegern in Anspruch genommen wird. Wie lassen sich aber diese beiden Strategien allgemein auf den Forex anwenden?
Fundamental-Analyse
Viele Forex Anleger, die gerade in den Handel eingestiegen sind, glauben, es sei schwer ein Unternehmen und seine Zukunft zu bewerten. Wie sieht es dann aber mit der Bewertung eines ganzen Landes aus? Zu diesem Zweck ist die komplizierte Fundamental-Analyse sehr geeignet, da sich durch diese Langzeittrends erstellen lassen. Dabei sollte man jedoch noch erwägen, dass viele Forex Händler ihre kurzfristigen Handelsaktionen allein auf aktuelle Tagesnachrichten stützen. Bei der fundamental Analyse gilt es auf zahlreiche Werte zu achten, die meist zu unterschiedlichen Zeiten eines Tages veröffentlicht werden. Dazu gehören:
· Non-farm Payrolls ( Vom US-Bureau of Labor Statistics veröffentlichte Statistiken über Gehälter)
· Purchasing Managers Index (PMI) (Einkaufsmanagerindex)
· Consumer Prize Index (CPI) (Verbraucherpreisindex)
· Retail Sales (Umsatz des Einzelhandels)
· Durable Goods (Gebrauchsgüter)
Das sind natürlich nicht die einzigen Faktoren, denen bei einer fundamentalen Analyse Beachtung geschenkt werden sollte. Natürlich existieren daneben weitere sehr zahlreiche Faktoren, wie Geschäftstreffen, bei denen Investitionsvorhaben besprochen werden, kommen diese Tatsachen an die Öffentlichkeit, können aus ihnen ebenso Trends interpretiert werden, die sich auf den Forex beziehen lassen. Dabei werden zum Beispiel oft Diskussionen über Zinssätze stattfinden, auf die die Anleger natürlich mit offenen Ohren horchen sollten. Es kann also bereits genügen, sich ständig um solche Veröffentlichungen zu kümmern und diese mit Fleiß zu beobachten. Es lassen sich sehr viele wertvolle Informationen daraus ziehen und auf den eigenen Handel übertragen, was diesen wiederum um einiges perfektionieren wird. Vor allem aber entsteht ein Feingefühl dafür, welche Informationen verwertbar und relevant sind und, welche eher bei Seite geschoben werden können.
Technische Analyse
Ähnlich verhält es sich bei der technische Analyse, die ihren Niederschlag gleichfalls auf der Börse und am Devisenhandel findet. Die am häufigsten für den Forex verwendeten technischen Analysen sind:
· Elliot Waves
· Parabolic SAR
· Pivot Points
· Fibonacci studies
Die meisten klugen technischen Analytiker versuchen dabei viele technische Studien miteinander zu verbinden, um noch sicherere Antworten auf ihre allgemeinen Fragen zu erhalten. In unseren Beispielen etwa werden meist die Elliot Waves mit den Fibonacci Studies kombiniert. Ferner können Programme Tendenzen erkennen, die sich langfristig halten können und deshalb für langfristige Investitionen mit hoher Gewinnwahrscheinlichkeit sorgen.
27. Dezember 2008
2008 scheint trotz der Finanzkrise recht gut für Deutschland auszusehen, am Ende des Jahres werden wohl 23,6 Milliarden an Euros mehr in der Staatskasse sein als noch im Jahr zuvor. Dieses Geld kommt hauptsächlich aus den Steuereinnahmen. Damit könnte man ein Unheil abwenden und die Konjunktur weitaus stabiler gestalten. Zum Beispiel könnte es eine Möglichkeit sein, dass die Einkommenssteuer gesenkt wird. Berichte über die Steuereinnahmen werden immer wieder korrigiert, da die Zahlen wohl weiter nach oben gehen werden als die Finanzexperten dachten. Auch die Haushalte welche öffentlich sind, können sich dieses Jahr freuen, bleiben ihnen doch 7,4 Milliarden mehr als noch Anfang dieses Jahres prognostiziert. Weitere 0,9 Milliarden folgen dann am Anfang des kommenden Jahres. Die Verteilung dieses Geldes ist jedoch eher unfair aufgeteilt. Die einzelnen Gemeinden werden sich wohl über weitere 5,7 % an Einnahmen freuen, 2009 sind es immerhin noch weitere 3,3 Milliarden. Die einzelnen Länder haben ein Plus von 1,6 Milliarden, was sich jedoch bereits im kommenden Jahr ändern wird, denn dann werden die Einnahmen um 0,3 Milliarden Euro sinken. Der Bund sieht sich eher als Verlierer des Ganzen denn der Bund bekommt wenn überhaupt 0,4 Milliarden an Steuereinnahmen zusammen. Durch die voranschreitende Konjunktur fehlen dem Bund im kommenden Jahr 2.2 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind gegensätzlich zu den Prognosen die noch im Mai aufgestellt wurden und lassen den Finanzminister durchaus zur Vorsicht mahnen. Bislang war es immer so das sowohl Gemeinde, als auch Bund und sogar Land entweder gemeinschaftlich untergingen, oder aber sich über erhöhte Steuereinnahmen freuen konnten, dies ist das erste Mal das dieser Fall nicht in Kraft tritt. Der Grund hierfür liegt in der Aufkommensentwicklung von Einzelsteuern. Immer mehr Menschen melden Gewerbe an und seien es nur kleine Gewerbe, auch die haben ab einem gewissen Punkt Gewerbesteuer zu zahlen. Dies kommt dann der Gemeinde zu Gute. Immerhin kommen hier rund 42,2 Milliarden Euro bei Rekordjahren zu Stande. Dies bedeutet ein Plus zum Vorjahr von 5,2 %. Nachdem es zur Reform der Unternehmenssteuer kam es zu der Verbreiterung der Bemessungsgrundlage im Bezug auf die Gewerbesteuer. Firmen müssen demnach nun auch Steuern auf ihre Miete, Leasingraten und Schuldzinsen zahlen. Das schlimme daran ist das selbst wenn ein Geschäft oder eine Firma ein schlechtes Jahr hatten, sie durchaus Steuern zahlen müssen eventuell sogar erhöhte Steuern. Hierauf wurden die Finanzminister zwar hinlänglich hingewiesen, haben sich jedoch nie dazu geäußert oder aber schon gar nicht Veränderungen angestrebt. Die Körperschaftssteuer ist hingegen abhängig vom Gewinn hier bekommt eine Hälfte das Land und eine Hälfte fließt in die Kasse des Bundes. Da die Umsätze dieses Jahr knallhart zurückgegangen sind, bekommen Bund und Land natürlich auch weniger Geld. Dies wird sich auch 2009 nicht sonderlich ändern. Die Einkommenssteuer ist noch differenzierter aufgeteilt. 42,5 % gehen an den Bund an die Länder geht die gleiche Summe und der Rest wird den Gemeinden zugewiesen. Hier wird erwartet, dass einiges an Geld zusammen kommt denn es wurden mehr Menschen eingestellt und genauso winkte bessere Bezahlung, dies wird sich wohl auch im kommenden Jahr so weiterentwickeln. So kann man durchaus in naher Zukunft auf eine Steuersenkung hoffen.
26. Dezember 2008
Die Freiburger haben sich ein eigenes Mittel gegen die Finanzkrise ausgedacht, denn dort hat man sich überlegt, dass die Wirtschaft im eigenen Gebiet durch Regionalgelder in Schwung gebracht werden soll und man so ohne Zinsen oder Hinzuziehung von internationalen Firmen einen Weg zum Aufschwung gefunden hat.
So gründete sich kurzerhand ein Verein, der Freitaler-Verein. Man trifft sich im „Cafe Domino“ im Freiburger Stadtteil Oberlinden. Jens Mannheim, Verena Walter und Johannes Weiermann stehen dort und präsentieren die wie Geldscheine anmutenden „Freitaler“; die neue Währung im Freitaler Verein, die nun in feierlicher Runde präsentiert und den etwa 30 Freunden und Vereinsmitgliedern vorgestellt werden, damit diese die neuen Scheine dann auch kennen lernen und wissen, was sie zukünftig damit tun können.
Unter den Gästen zum Beispiel ein junger Mann mit Piercings und längeren Haaren, der meint, dass die Veränderung der Gesellschaft beim Geld anfangen muss. Nicht weit von ihm eine Dame der CDU, die den Freitaler gut für die kleineren Betriebe findet, die die Konkurrenz von der grünen Wiese fürchten. Ein älterer Mann meint dazu, dass die Finanzkrise eindeutig zeigt, dass das Finanzsystem, wie wir es bisher kannten, am Ende ist.
Es gibt bereits mehrere solcher „Alternativwährungen“, die zwar regional begrenzt, jedoch nicht ohne Erfolg sind. Sie orientieren sich mehr oder weniger an der Freigeld- Lehre des deutsch- argentinischen Kaufmanns Silvio Gesell. Beliebt und bekannt geworden hauptsächlich in christlichen und anthroposophischen Kreisen haben diese „Währungen“ auch bei den Linken und im unternehmerischen Mittelstand ihre Anhänger und bekommen nun, im Licht der Finanzkrise, auch aus anderen Bereichen mehr Anhänger und Aufmerksamkeit.
„Währung kommt von dem, was währt“ zitierte Johannes Weiermann, und fügt auch noch hinzu, „was währt, sind die realen Dinge“. So sieht es auch Verena Walter, denn sie findet den Freitaler „einfach realer und greifbarer als der Euro“. Da der Freitaler eine „handfeste“ Sache sei, würden durch ihn Kontakte geknüpft, fügt die Kauffrau hinzu, die eine Medien- und Entertainment Agentur betreibt. Weiermann ergänzt dazu, dass er Geld als eine Gemeinschaftsinstitution sieht. Da jedoch mittlerweile die Marktwirtschaft von Kapitalismus überwachsen sei, bräuchten wir neue Grenzen, denn meint er. Und so trägt der Freitaler- Verein auch den ganz treffenden Slogan: „Unsere Region, unsere Wirtschaft, unser Geld“.
Funktionieren soll es folgendermaßen: Man bekommt für 100 Euro 110 Freitaler. Diese kann man dann benutzen, um im Cafe zu bezahlen, die Elektrikerrechnung zu begleichen oder im Bioladen einzukaufen. Da der Preis real der des Freitalers entspricht, bekommt der Kunde also 10 % Rabatt bei den angeschlossenen Gewerbetreibenden. Und mittlerweile machen schon 28 Partner an diesem Projekt mit.
Will man jedoch seine Freitaler in Euro zurück tauschen, zahlt man 10 % Abschlag. Auf diese Weise soll die regionale Geldzirkulation unterstützt werden. „Internationale Firmen und Handelsketten, die das Geld von der Region weg in andere Länder oder Gebiete abfließen lassen, können mit dem Freitaler dann ja nichts anfangen“ sagt Walter, der die „regionale Identität“ zum Beispiel durch große Handelsketten in Gefahr gebracht sieht.
So setzt der Freitaler auf die Kundenbindung, fügt Jens Mannheim hinzu, der den Master zur „Gestaltung nachhaltiger Geldsysteme“ an der Gaia Fernuniversität gemacht hat.
26. Dezember 2008
Da aller Voraussicht nach viele Sparer durch die Abgeltungssteuer in Zukunft die Grenze für steuerfreie Kapitaleinkünfte erreichen werden, sollte man sich die Zeit nehmen, und seine Freistellungsaufträge genauer überprüfen. Da die Spekulationsfrist ab 2009 weg fällt und die Dividenden nun voll und nicht mehr nur halb besteuert werden, empfiehlt Baur, sich rechtzeitig um die Überprüfung und gegebenenfalls um die Anpassung der Sparpläne etc. zu kümmern. Wenn keine Freistellungsaufträge erteilt worden sind oder diese vielleicht zu niedrig liegen, werde die Bank im Zweifelsfall viel zu viel an das Finanzamt überweisen. Man kann diese zu viel bezahlten Steuern zwar zurück fordern und erstattet bekommen, aber besser ist es natürlich, von vorne herein den Aufwand und Papierkram zu vermeiden und durch die Überprüfung und Anpassung sämtliche zusätzlichen Schwierigkeiten zu umgehen. Ledige werden ab 2009 dann mit bis zu 801 Euro und Paare bis 1602 Euro steuerfrei bleiben.
Generell ist es ebenso ratsam, Panikkäufe zu vermeiden. Der eine oder andere Finanz- Dienstleister empfiehlt seinen Kunden, auf Fonds- und Kapital- bildende Versicherungsprodukte zu setzen, weil diese dann angeblich frei von der Abgeltungssteuer wären. Jedoch sollten sich die Anleger vor Torschusspanik und unüberlegten Käufen schützen. Oftmals werden die Nachteile dieser Produkte nämlich unter den Tisch fallen gelassen, oder nur unzureichend erwähnt. Die oft angepriesenen Dachfonds könne man tatsächlich zwar in Unterfonds verlegen, aber der Hauptgrund für deren Verkauf sind die Gebühren, die dabei tatsächlich abgezweigt werden könnten. Also sollte man sich überlegen, ob man da nicht lieber die Abgeltungssteuer zahlt, oder sich in eine, durch andere Kosten überteuerte Geldanlage flüchtet.
Die von der USB geplante Zweckgemeinschaft für illiquide und faule Wertpapiere wird, anders als zunächst angedacht nach Bern, und nicht auf die Cayman Islands ausgelagert. Die ersten Planungen verliefen zwar in die andere Richtung, aber nun hat es sich doch alles anders ergeben. So wurde bereits am 16. Oktober veröffentlicht, dass der Bund und die Nationalbank der USB auf diese Weise mit einer Kapitalerhöhung und der Ausquartierung der so genannten „faulen Engagements“ (das sind illiquide Aktive oder Problembelegte Wertschriften) mit 68 Milliarden Franken aushelfen wollen. Dazu war eigentlich gedacht, eine Zweckgesellschaft zu gründen, deren Domizil auf den Cayman Islands gewesen wäre. Dazu wollte die Nationalbank der USB einen Kredit über fast 54 Milliarden Dollar einräumen, der mit seiner relativ hohen Verzinsung für die Verpfändung dieser „Ramsch- Papiere“ gegolten hätte. Aber nun hat man sich einen Weg überlegt, der dieses Verfahren nun doch etwas vereinfachen wird. Die USB schießt dazu eigenes Kapital mit ein, indem sie eine Option auf den Erwerb der neu zu gründenden Auffanggesellschaft bekommt. Im Gegenzug dazu wird sie die erste sein, die nach vollständiger Rückzahlung des Darlehens der SNB für die faulen USB Aktiven eintreten kann. Das Domizil der neuen Gesellschaft, die also nur für diesen Zweck ins Leben gerufen wird, wird im Schweizerischen Bern sein, an statt der zuerst Angedachten Cayman Islands. Da man damit rechnet, dass die geplante Struktur in beiden Fällen ähnlich liegt, und man nun auch den politischen Gegensprechern dieses Argument nimmt, bleibt man so also lieber im eigenen Land.
25. Dezember 2008
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